19.10.: Buchlesung: Gewaltfreier Widerstand in islamischen und arabischen Gesellschaften – Im Kampf gegen die Tyrannei

Gewaltfreien, zivilen Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in islamischen und arabischen Gesellschaften.

Die Kriege im Mittleren Osten und in der afrikanischen Sahelzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen zur Flucht. Viele Medien stellen als Handelnde nur die bewaffneten Militärs und Milizen dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgelieferte Bevölkerung gegenübersteht. Dieses Bild lässt zunehmend in Vergessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen 2011 Militärdiktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.

Der erste Teil des Buches dokumentiert die syrische gewaltfreie Massenbewegung während der Jahre 2011 bis 2013. Die Texte der syrischen gewaltfreien RevolutionärInnen und Graswurzel-JournalistInnen schildern u.a. die Aktionen von Frauen, die zu Beginn der Massenproteste eine besondere Rolle gespielt haben. Beschrieben werden die Freien Frauen Darayyas, das Mazaya-Frauenzentrum oder die in der arabischen Welt bekannte Schauspielerin Fadwa Suleiman, die mit den Mitteln der Kunst gegen die Tyrannei des al-Assad-Regimes kämpfte. Erinnert wird außerdem an den Einfluss des Anarchisten Omar Aziz auf die entstehende Rätebewegung in Stadtteilen und Regionen Syriens sowie an Jawdat Said, den wichtigsten Theoretiker der Syrischen Bewegung für Gewaltfreiheit. Die Gründung der Freien Syrischen Armee (FSA), neue islamistische Tyranneien sowie Interventionskriege machten aus dem Traum der sozialen Revolution jedoch einen Albtraum.

Der zweite Teil des Buches informiert über die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985. Sie wurde wesentlich durch den Sufi, Antikolonialisten und libertären Interpreten des Koran, Mahmud Taha, und seine Organisation Republikanische Brüder geprägt. Ihr gelang es, die Militärdiktatur an-Numairis, der seine Tyrannei als säkular-„sozialistischer“ Putschist in der Tradition der jungen Offiziere von Nasser bis Gaddafi begründete, aber später als Verbündeter der Muslimbrüder die Scharia einführte, entscheidend zu schwächen. Taha wurde als „Ketzer“ verurteilt und 1985 hingerichtet. Er hatte ein Konzept für ein föderalistisches System entwickelt, das den Krieg zwischen Nord- und Südsudan entschärft und den späteren Massenmord in Darfur möglicherweise verhindert hätte.

Lou Marin (Mitherausgeber des Buches) liest aus dem Buch, danach gibt es eine gemeinsame Diskussion.

am Freitag, 19.10. um 18 Uhr im Café 3K, Clara-Zetkin-Str. 16, Demmin
Der Eintritt ist frei.

weitere Veranstaltung:
Was geht in Nordsyrien?
Di, 30. Oktober | 18:00

Eine Referentin der Stiftung der Freien Frau in Rojava (WJAR) berichtet über die Grundsätze des demokratischen Konföderalismus und Frauenorganisierung in der demokratischen Föderation Nordsyrien. Dieser Abend eröffnet zugleich die Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“, die bis zum 17. November am selben Ort zu sehen sein wird

20.10. Für ein solidarisches Rostock – der AfD zeigen, dass ihre Hetze unerwünscht ist

Die #unteilbar-Demo in Berlin war ein starkes Zeichen. Jetzt gilt es dran zu bleiben und am 20.10. in Rostock wieder zu zeigen: #wirsindmehr
Deswegen unterstützen wir aktiv Rostock nazifrei, schaut euch den Aufruf an:

https://www.facebook.com/events/286610138840475/

Wanderausstellung der Kirche: Neue Anfänge nach 1945?

Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr, Ausstellung vom 13.10. bis 14.11.2018

Das Kriegsende 1945 in Demmin hat sich tief in das Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt, zu schrecklich war und ist das Erlebte und Erzählte, bis heute. Wie können wir angemessen daran zurückdenken? Wie können wir uns mit den seelischen Verletzungen auseinandersetzen?

Die Ausstellung »Neue Anfänge nach 1945?« setzt sich mit der Situation des Neuanfangs nach dem Krieg im Bereich der alten Bundesländer der Nordkirche auseinander. Dabei werden ehemalige nordelbische Kirchengemeinden, aber auch das Verhalten einzelner Menschen in den Blick genommen. Es zeigen sich tatsächliche Neuanfänge ebenso wie ein Ausblenden realer Schuld.

Wir zeigen diese Ausstellung in der Kirche auch, um vom Blick anderer zurück in die Vergangenheit zu lernen. Eine Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Demmin steht noch aus, und wir versuchen, uns diesem wichtigen Thema von verschiedenen Seiten anzunähern. Seien Sie mit dabei!

Bei der Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr wird Dr. Stephan Linck, Studienleiter der Evangelischen Akademie der Nordkirche, in die Ausstellung einführen.

https://www.nordkirche-nach45.de/

12.10. in Stralsund den Rechten entgegentreten

Demmin Nazifrei unterstützt Stralsund für alle:

In Zeiten, in denen in Deutschland progromartige Stimmung herrscht wie in Köthen und Apolda, ist es unsere Pflicht, unser Möglichstes zu tun, um ein klares Zeichen dagegen zu setzen.

Denn auch in Stralsund wollen erneut „besorgte Bürger“, Neonazis und alles, was dazu gehört, durch die historische Altstadt laufen.
Sie wollen ihr rechtes Gedankengut unter die Bevölkerung bringen. Aber nicht mit uns! Wir haben keinen Bock auf noch mehr Naziaufmärsche, die unbeantwortet bleiben.

Deshalb rufen wir auf, am Freitag, den 12.10.2018 um 18uhr mit uns gemeinsam gegen den erneuten Rechtsruck in Stralsund auf die Straße zu gehen.
Wir wollen friedlich, bunt, laut und deutlich mit euch ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Neonazis, gegen tägliche rechte Übergriffe in ganz Deutschland und vor allem FÜR ein weltoffenes und solidarisches Stralsund!

Lasst uns zeigen, dass auch wir präsent sind!

12.10.2018- 18 Uhr vor der Deutschen Bank- 19 Uhr alter Markt

https://www.facebook.com/events/505758589890849/

Am 22.9. in Rostock hinhocken, damit die AfD alt aussieht

Am Samstag wird es in Rostock wohl ziemlich voll und je voller es wird desto weniger kann die AfD sich bewegen. Denn ihre Inhalte speziell an diesem Tag sind rassistisch und nationalistisch. Und das liegt nicht nur daran, dass die sächsische AfD mobilisiert oder Björn Höcke reden will. Generell fällt gerade die schon länger nur scheinbar aufrechterhaltene Trennlinie zwischen AfD und der ganz rechten Nazisszene. Björn Höcke allein hält aber auch sehr heftige Reden und in seinem Buch schreibt er (hier kommen jetzt Textpassagen aus einem Artikel von Andreas Kemper) über die „Volksopposition“ (zu der er auch „remonstrierende“ Beamte zählt) und die Renovation (sprich „Revolution“).
Höckes faschistische Agenda lässt sich als ein völkischer Machiavellismus beschreiben. Zu den machiavellistischen Elementen zählen u.a.
- der Verfassungskreislauf als Geschichtsrad;
- die Bejahung von Grausamkeit als politisches Mittel und die Ablehnung von moralischen Maßstäben;
- die Annahme einer Machtenergie („virtù“), die im Volk vorhanden sei, sich aber in einzelnen Führern („uomo virtuoso“) besonders manifestiert;
- eine Geschlechterpolarität, die durch das Herkules-Bild symbolisiert wird

Beim Kyffhäusertreffen erklärt Höcke, dass nun die Zeit des Wolfes sei. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und tausend Patrioten würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen. Schon zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme „des Volkes“ zur Rechenschaft gezogen werden würden.

Zu diesen Themen positioniert sich die AfD im Demminer Raum nicht so gerne. Sie hat einige moderate Mitglieder aber auch Hardliner, gibt sich öffentlich handzahm und macht Diskussionsveranstaltung zur allgemeinen Bildung. Da gibt es viel aufzuklären.

Also am 22.9. auf nach Rostock der AfD entgegentreten.

Ab 14 Uhr am Doberaner Platz und an anderen Orten in der Innenstadt von Rostock
ab 15:30 Uhr, am Steintor mit viel Musik:
Roter Hering, Amir und Band, Die Blowboys, Mauler und Admission Reduced and Mc Fly

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

Neue Broschüre zu den Gräbern sowjetischer Kriegsgefangener in Demmin

Nach der öffentlichen Einweihung der Gedekstätte in der Woldeforst ist zu diesem Thema jetzt eine Broschüre erschienen. Es geht neben Woldeforst und dem damalige Geschehen im Lager auch um das Fehlen der Namen der Toten auf dem Barlachplatz sowie um Gräber auf dem Vorwerker Friedhof und in Kletzin.

Die Broschüre gibt es für 2,50 Euro in der Stadtinformation, in der Buchhandlung Steinke und beim Verein „Demminer Regionalmuseum“. Kontakt: demminer-regionalmuseum@web.de

20.9. Buchlesung „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“

Die Diskussionen um die Ereignisse ’45 gehen weiter. Ein wichtiges Thema, welches im Film „Über Leben in Demmin“ nicht angesprochen wird, sind die Russenkinder, die durch Vergewaltigung oder durch Liebe entstanden sind. Martin Farkas hatte für den Film mit Russenkindern in Demmin gesprochen. Aber diese wollten nicht im Film auftauchen. Sie sind schon genug stigmatisiert und durch ein öffentliches Interview würde die Ausgrenzung weiter steigen, was wahrscheinlich bedeuten würde, dass sie wegziehen müssten. Es ist halt immer noch ein gesellschaftliches Tabu.

Zu dem Thema gibt es eine Veranstaltung mit einer Buchlesung: „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“
Winfried Behlau und Birgrit Michler, beide sind Russenkinder, lesen und diskutieren am:

Donnerstag, 20. September, 19 Uhr in der Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomaei

Mehr Infos hier oder hier

In Goldberg gibt es gerade eine Fotoausstellung: „Die Russen kommen!“, hier ein Filmbeitrag dazu.

18.9. „Über Leben in Demmin“ im Kino mit Regisseur und Diskussion

Über Leben in Demmin“ läuft am Dienstag, 18.9. um 18 Uhr im Filmeck Demmin, Martin Farkas ist da zur Diskussion, da der Film als DVD erscheint.
Kommt und diskutiert mit! Wie können wir aus der Geschichte lernen?

Heute um 18 Uhr: Kundgebung gegen Fremdenhass und Gewalt, für eine offene und solidarische Gesellschaft!

Heute wollen wir ein Zeichen setzen gegen den Rassismus. Auch heute sagten einige Geflüchtete, dass sie auf der Strasse in Demmin unschöne Bemerkungen und Blicke bekommen haben… Syrische Kinder haben gerade Angst, abends auf die Strassen von Demmin zu gehen. Und nachts gehen ihnen immer noch die Bilder vom Krieg durch den Kopf, von den Bomben des Assad-Regimes. Sie sind gekommen um Sicherheit zu haben, nicht um angepöbelt zu werden. Aber die Hetze gegen Geflüchtete nimmt zu, egal ob Chemnitz, Plauen, Köthen oder sonstwo. und die AfD ist immer vorne dabei.
Deswegen müssen wir aufstehen.

Kommt um 18 Uhr zum Luisenplatz in Demmin!


#wir sind mehr #genug ist genug


Ein paar Bilder aus dem interkulturellen Café 3K

22.9: In Rostock der AFD entgegentreten

Wir schließen uns dem Aufruf von Rostock Nazifrei an und werden am 22.9. auch mit vor Ort aktiv der AfD entgegentreten.

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

10.9.: Gegen Fremdenhass und Gewalt! Für eine offene und solidarische Gesellschaft! Kundgebung am 10.9. um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin

In der Nacht von Mi., 5.9. auf Do., 6.9. gab es in Demmin einen rassistischen Übergriff auf eine syrische Familie. Um 1.15 Uhr klopften und schlugen zwei Männer gegen Fenster und Türen einer Wohnung in der Rosestraße und riefen, dass die Familie „abhauen und in ihr Land zurückkehren“ soll. Durch die Schläge öffnete sich ein Fenster. Einer der Täter beugte sich durch das Fenster, ergriff den schlafenden 13-jährigen Jungen, der unter dem Fenster auf einer Couch lag, an der Schulter und erschreckte ihn. Die Mutter konnte die Angreifer zurückdrängen; der Vater war geschäftlich unterwegs. Einer der Männer pisste dann noch an die Haustür. Die Polizei sucht jetzt die Täter. Die Mutter und die zwei Kinder erlitten einen Schock und kamen ins Krankenhaus.

Dieser Vorfall reiht sich ein in die vielen rassistischen Vorfälle, die es die letzten Wochen gab, in Chemnitz aber auch an vielen anderen Orten.

Grund genug jetzt auf die Straße zu gehen und klar zu sagen, dass diese Übergriffe nicht geduldet werden. Das Problem heißt Rassismus. Refugee welcome!

Kommt zur Kundgebung am 10.9.2018 um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin.

#wirsindmehr #enoughisenough

Nordkurierartikel dazu

Wichtige Infos für den 8. Mai 2018

Infotelefon: 0160-62 080 18
Bei juristischen Problemen hilft der Ermittlungsausschuss 01511 5778388

Twitter-Hashtag:: #8mDM
Ticker: https://www.aktionsticker.org/
https://twitter.com/#!/demminnazifrei

15.00 Uhr: Auftakt vom Friedensfest am Hafen von Demmin (Am Bollwerk)
15.30 Uhr Aktion von Jugendlichen im Hafen – Luftballons mit Friedenstauben und Wünschen steigen lassen
ab 16.00 Uhr Feine Sahne Fischfilet
ab !7.00 Uhr Stadtspaziergang (startet und endet am Hafen) mit verschiedenen Zwischenkundgebungen:
ab 19.00 Uhr Konzert auf dem Friedensfest mit regionalen Bands

Das vollständige Progtramm gibt’s hier

Die Neo-Nazis haben ihren Treffpunkt am 8. Mai in Demmin um 19.00 Uhr am Parkplatz vom Stadion. Das Ziel vom Naziaufmarsch bleibt wie in den letzten Jahren die Kundgebung im Hafen, zum Gedenken an die deutschen Toten von 1945.
Die genehmigte Nazi-Route für 2017 ist nicht bekanntt, aber Start und Ziel sind klar und sie wollen auf der große Straße laufen. Wenn das nicht ging, haben sie oft die Straßen genommen, die frei sind.

Und schaut euch den Brölliner Aktionskonsens an.
Und der Blick ist auch nach der Kennzeichnung von Polizist*innen durch Dienstnummern, welche seit Jahresbeginn Pflicht ist.

Karte für Montag:


Eines unserer Banner hängt jetzt am Luisentor, der 8. Mai kann kommen

7. Mai: Unterstützung für das „Aktionsnetzwerk Demokratie Güstrow

Die AfD will am Montag, 07.05.2018 in Güstrow demonstrieren. Unter dem Motto des angeblichen Schutzes von Kindern wurde in den vergangenen Wochen massiv Stimmung gegen Schüler/-innen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und der Familienarbeit gemacht. Das ging von purer Hetze, Beleidigungen, Morddrohungen und Veröffentlichungen von Privatadressen bis hin zu körperlichen Übergriffen.
Wir werden uns dem entgegenstellen.

Vor fast genau drei Jahren zog Mvgida durch Güstrow, damals warb die von der NPD dominierte Gruppe „Für die Zukunft unserer Kinder“ und erhob den Anspruch, nur sie würden sich um unsere Jüngsten kümmern. Was natürlich völlig hanebüchen war.

Mittlerweile hat – was die Durchführung von rechten Demos angeht – die AfD die führende Rolle in M-V übernommen und will am kommenden Montag unter dem vergleichbaren Motto „Schützt unsere Kinder“ in Güstrow auflaufen! Die Vorgehensweise ist ähnlich perfide und genauso durchschaubar wie zuletzt bei den Rechtsextremisten. Mit subtilen Unterstellungen wie „Können unsere Kinder noch alleine auf der Straße spielen“ sollen gezielt Ängste der Eltern geschürt werden.

Genausowenig wie Rostock islamisiert wird, steht die Zukunft der Güstrower Jugend auf dem Spiel!

Auch Holger Arppe wirbt für die Demo. Der AfDler hat in der Stadt sein Bürgerbüro und dürfte ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen. Was Arppe mit seinen politischen Gegnern am liebsten machen würde, dürfte ja hinlänglich bekannt sein!

Das „Aktionsnetzwerk Demokratie Güstrow“ hat zwei Mahnwachen für Montag angemeldet und wird die pauschalen Vorwürfe der AfD nicht unwidersprochen lassen.
17:00 Uhr Mahnwache vor dem Jobcenter vom Aktionsnetzwerk Güstrow für Alle
18:00 Uhr Mahnwache Markt 34 des Wahlkreisbüros der MdL von DIE LINKE


Gemeinsam für Vielfalt!

Mehr Infos gibt es hier.

17. Mai: Öffentliche Einweihung der Kriegsgräberstätte für in der Munitionsanstalt Woldeforst ums Leben gekommene Kriegsgefangene

Ausblick auf nach dem 8. Mai:

Donnerstag, 17. Mai 2018, 11.00 Uhr Demmin-Woldeforst

Öffentliche Einweihung der Kriegsgräberstätte für in der Munitionsanstalt Woldeforst ums Leben gekommene Kriegsgefangene.

Ort: Am Rand der Woldeforster Straße kurz vor der Biegung nach Seedorf

Die Gräberstätte erinnert namentlich an 124 sowjetische Kriegsgefangene, die ab 1. Dezember 1941 für den Ausbau und Betrieb des Wehrmachtsobjektes eingesetzt wurden und dort starben, mehr als zwei Drittel davon in den ersten zwei Monaten nach Einsatzbeginn.

Die Namen stammen aus der Datenbank zu sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden. Das Demminer Regionalmuseum erhielt sie 2012, als es im Rahmen der Aktivitäten des Demminer Aktionsbündnisses 8. Mai nach Dresden fahren und zwei Tage in der Datenbank recherchieren konnte. Die vorläufige Totenliste bildete die Basis dafür, dass der Verband der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Demmin nahe des Massengrabes der sowjetischen Kriegsgefangenen eine Gräberstätte errichteten und „das Russengrab“ in der Woldeforst 73 Jahre nach dem Kriegsende im öffentlichen Gedenken einen Platz erhält.

Jugendaktion auf dem Friedensfest

Am 8. Mai gibt es ab 15.30 eine Aktion von Jugendlichen im Hafen von Demmin beim Friedensfest.

Heliumballons werden aufgeblasen und alle können dort ihre Wünsche auf eine Karte schreiben, auf die auf der einen Seite eine Friedenstaube gedruckt ist. Die Jugendlichen freuen sich auf regen Beteiligung.
Also seid dabei!

6. Mai Filmabend „Als Paul übers Meer kam“

6. Mai um 19 Uhr im Lübecker Speicher Demmin

Die Dokumentation „Als Paul übers Meer kam“ erzählt die bewegende Geschichte einer Flucht und einer außergewöhnlichen Freundschaft. Regisseur und Grimme-Preisträger Jakob Preuss hat in dem mehrfach preisgekrönten Film die Flucht von Paul Nkamani aus Kamerun nach Europa begleitet. Mit seinem Porträt über Herrn Nkamani ist dem Regisseur ein aufwühlender Film gelungen. In persönlichen und teils erschütternden Bildern berichtet der Film von den Gefahren, die Flüchtlinge in Kauf nehmen, um in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Dabei erzählt „Als Paul über das Meer kam -Tagebuch einer Begegnung“ auch von den eigenen Widersprüchen, die Preuss durchlebt, als ihm klar wird, dass er seine professionelle Distanz überwinden muss. Viereinhalb Jahre nachdem Paul Nkamani seine Heimat Kamerun verlassen hat, findet er ein Zuhause bei den Eltern von Preuss.

Der Filmabend findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Sonntag, den 6. Mai 2018, um 19 Uhr in Demmin im Lübecker Speicher, Am Bollwerk, statt (Eintritt frei).
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem international für Menschenrechte und Pressefreiheit aktiven Regisseur Jakob Preuss ins Gespräch zu kommen.

Feine Sahne Fischfilet kommt zum Friedensfest am 8. Mai in Demmin

Das für kommenden Dienstag geplante Friedensfest am Demminer Hafen bekommt prominente Unterstützung: Ganz nach dem Motto „Wer nicht feiert, hat verloren“ kommt die Punkband Feine Sahne Fischfilet in die Hansestadt, um Solidarität mit den Feiernden zu zeigen. Die Band setzt damit ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis und unterstützt das Bündnis Demmin Nazifrei sowie weitere Gruppen aus der Region.

Zahlreiche regionale Bands, Liedermacher*innen, sogar ein Chor sorgen den Tag über für Festivalstimmung. Schwerpunkt der Feierlichkeiten bildet die Bühne am Hafen. Den musikalischen Auftakt bilden dort die regionalen Liedermacher*innen Alice, Ole Schulz und Wieder in der Gegend sowie Anan, ein persischer Musiker, die um 15 Uhr beginnen. Ab 16:15 Uhr heizt dann Feine Sahne Fischfilet den Feiernden ein. Mit musikalischer Begleitung durch den Greifswalder Chor „Tippus“ machen sich um 17 Uhr die Anwesenden vom Hafen aus auf zum Stadtspaziergang, der über den Marienhain führt und wieder im Hafen endet. Dort spielen im Anschluss Lappalie (Folk/Punk/Liedermacherei aus HRO), Restposten (Salt and Pepper Punk aus HGW), Quin and the Sharks (Hardrock aus HGW) sowie Knurrhahn (Hardrock aus Berlin).

Wir freuen uns über zahlreiche Menschen von nah und fern, die sich für eine friedliche und solidarische Welt einsetzen!

Siehe auch bei Feine Sahne Fischfilet auf Facewbook

Bericht beim Nurdkurier


Mobilisierung und Anreise

Die Mobilisierung zum 8. Mai nach Demmin läuft auf vollen Touren. In mehreren Städten in MV gab es schon Infoveranstaltungen, auch in Berlin.
Falls ihr noch Infos braucht, hört euch in eurer Stadt um.

Busse gibt es aus mehreren Städte, klickt bei Interesse direkt bei den Städten an.

Greifswald

Neubrandenburg
Rostock
Stralsund?

Daneben gibt es noch weitere Anreisemöglichkeiten. Hört euch in eurer Stadt um.


Bei der Kunstnacht am 28.4. wurden in Demmin viele Flyer zum 8. Mai verteilt.

Rede am 8. Mai gegen Rüstungsproduktion und Kriegsführung

Vorab hier eine Rede, die am 8, Mai auf dem Stadtspaziergang bei einer Zwischenkundgebung vorgetragen wird:

Man sollte es kaum glauben: Deutschland ist im Krieg. Das nach 73 Jahren, wo sich nach dem 2. Weltkrieg viele Menschen geschworen haben: Nie wieder Krieg!! Nie wieder Faschismus!
Der 8. Mai erinnert uns, dass Krieg die schlimmste Übel der Menschheit ist und nur Erschütterung und Zerstörung mit sich bringt. Warum merken wir so wenig davon? Warum gibt es so wenig Widerstand?

Krieg wird nämlich exportiert. Wir bekommen nur ab und zu mal etwas mit, wenn Geflüchtete es schaffen, die um uns und Europa geschaffenen Mauern zu durchbrechen. Viele scheitern, viele bezahlen diesen Versuch mit ihrer Gesundheit, mit einer seelischen Verstümmelung. mit dem Tod.

Wer denkt von uns täglich daran, dass deutsche Soldaten außerhalb Deutschlands in 15 Einsätzen verwickelt sind. Manche im Auftrag der UN (was nicht heißt, dass diese auch nicht interessengeleitet sind), manche aber auch völkerrechtswidrig wie der Syrien, Afghanistan und Mali-Einsatz. Und wer weiß schon, dass deutsche Soldaten wieder unmittelbar an der Grenze zu Russland, in Litauen, stationiert sind. Dies ist wegen der historischen Last zweier Weltkriege sicher für viele Menschen in Russland eine erneute Provokation und Bedrohung.

Schon jahrelang ist Deutschland Rüstungsexportweltmeister hier in Europa, nach USA und Russland steht es an der Weltspitze und heizt damit die gegenwärtigen Kriege erst richtig an. Es gibt auf der Welt kein einziger Krisen- und Kriegsherd, wo deutsche Waffen nicht eingesetzt werden, häufig von beiden beteiligten Konfliktparteien. Das deutsche G3-Gewehr oder auch das Nachfolgemodel, das G 36-Gewehr, aber auch andere Kleinwaffen aus deutscher Entwicklung und Produktion können mit Recht als das täglich eingesetzte Massenvernichtungsmittel Nr. 1 in den gegenwärtigen Konfliktgebieten betrachtet werden. Mehr als 2 Millionen Menschen (so grobe Schätzungen) sind damit in den letzten 3 Jahrzehnten verstümmelt, seelisch traumatisiert oder getötet worden, ihr Leben lang gezeichnet. Entgegen den eigenen Grundsätzen werden täglich Kriegsgüter in kriegsführende Staaten verkauft und damit am Leid von so vielen Menschen noch Profit gemacht.

Auch an der Vorbereitung eine Atomkrieges ist Deutschland beteiligt: Es lässt völkerrechtswidrig Atomwaffen auf seinem Territorium zu,. Deutsche Soldaten üben täglich den Abwurf des ultimativen Massenvernichtungsmittel und die deutsche Regierung unterstützt die neue Atomwaffenaufrüstung. Gegen den Willen der Mehrheit der Staaten und Menschen auf der Welt bekämpft sie vehement den im letzten Jahr beschlossenen Atomwaffenverbotsvertrag, der völkerrechtlich längst überfällig ist. ICAN und damit die internationale zivile Friedensbewegung hat dafür im Dezember den Friedensnobelpreis erhalten.

Aber auch die zukünftigen Kriege werden schon vorbereitet. Norddeutschland und MV spielen da eine zentrale Rolle: In Schleswig Holstein entsteht das zentrale Drohnentrainingszentrum der Bundeswehr, in Jagel. Mit Drohnen werden vor allem unbeteiligte Menschen ermordet, in Angst und Schrecken versetzt und schwerst traumatisiert, und das ohne jegliches Risiko für die Mörder. Krieg wird so zum Spiel hinter dem Computer, weit weg vom eigentlichen Geschehen. Von MV werden alle seegestützten Operationen gesteuert und koordiniert, das Marineoberkommando sitzt in Rostock und wird weiter ausgebaut. In Laage zwischen Rostock und Güstrow befindet sich die zentrale Ausbildungsstätte der deutschen Luftwaffe. Von hier starten die Bundeswehrpiloten zu ihren Übungsflügen, z.T. in gesetzeswidrigen Tiefflügen.. Darunter leiden viele hier in Mecklenburg Vorpommern. MV avanciert zum Übungsfeld zukünftiger moderner Kriege und zum Kriegsvorbereitungsfeld Nr. 1.in Deutschland.

Dagegen regt sich Widerstand. Proteste gibt es am 8. Mai in Berlin bei der Hauptversammlung von Rheinmetall, einem der größten Rüstungsproduzenten. Aber nicht nur weit weg, sondern auch hier in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Rüstungsproduktion, die gestoppt werden kann.
Auf der Mecklenburger Seenplatte tun sich mehr und mehr Menschen zusammen, dokumentieren, schreiben Protestbriefe und organisieren eine neue Bürgerinitiative. Das darf sicher auch hier in Demmin geschehen. Was der 8. Mai lehrt: Aufstehen gegen jegliche Kriegsvorbereitung und Kriegsführung ist das Gebot der Stunde. Statt Deutschland zur Militärmacht und zu immer mehr Waffen auszubauen, sollte in die zivilen Konfliktstrategien investiert und Deutschland zur Friedensmacht umgeformt werden. Das kann aber nur durch uns, durch jeden einzelnen von uns bewirkt werden. Nehmen wir die Lehren des 8. Mai ernst!!!


In Deutschland produzierte Leopard2-Panzer verwendet die Türkei, um damit in der Türkei und in Syrien gegen die Kurden vorzugehen,

Programm am 8. Mai

15.00 Uhr: Auftakt vom Friedensfest am Hafen von Demmin (Am Bollwerk)
mit den Liedermacher*innen Alice Angst und Ole Erik Olafson sowue Anan, persische Musik
Clown Flori und andere Angebote für Kinder, Essen und Trinken
15.30 Uhr Aktion von Jugendlichen im Hafen – Luftballons mit Friedenstauben und Wünschen steigen lassen
ab 16.00 Uhr Feine Sahne Fischfilet
ab !7.00 Uhr Stadtspaziergang (startet und endet am Hafen) mit verschiedenen Zwischenkundgebungen:
- vor der Zille-Schule gibt es eine Rede zu Kriegen und Rüstungsproduktion
- am Marienhain spricht Lilo Schlösser mit Zitaten aus einer Rede vom verstorbenen Karl Schlösser
- vor der Kirche St. Bartholomaei singt der Chor Tippus
- an der ehemaligen Synagoge gibt es eine Rede zu Antisemitismus
- im Hafen spricht Petra Clemens zur Zwangsarbeit in der Munitionsanstalt Woldeforst
ab 19.00 Uhr Konzert auf dem Friedensfest mit regionalen Bands

Livebands:
Wieder in der Gegend (Liedermacherduo aus Schwerin)
Lappalie (Folk/Punk/Liedermacherei aus HRO)
Restposten (Salt and Pepper Punk aus HGW)
Knurrhahn (Hardrock aus Berlin)
Quint and the Sharks (Hardrock aus HGW)

Hier der Link zum Flyer als pdf


Weitere Veranstaltungen:

17.00 Uhr Friedensgebet in der Kirche St. Bartholomaei
ab 17.00 Uhr Kundgebungen verschiedener Organisationen entlang der Strecke
Infos dazu unter http://8mdm.blogsport.eu/ oder hier

Telefon: 0160-62 080 18
achtermai(at)demmin.de
http://demminnazifrei.blogsport.de/

Spendenkonto:
MV Nazifrei – IBAN: DE 54 1505 0500 0102 0489 24 – BIC: NOLADE21GRW Verwendungszweck: 8. Mai

Kommt zahlreich zu den Friedensveranstaltungen am 8. Mai.

Für eine friedliche, solidarische Welt! Einladung zu den Friedensveranstaltungen am 8. Mai 2018 in Demmin

Alle haben den Film „Über Leben in Demmin“ gesehen und haben erfahren, welch furchtbare Geschehnisse Krieg mit sich bringt. Deshalb lasst uns den Anfängen wehren und den Neonazis mit ihrer Inszenierung eines „Trauermarsches“ unser Feiern des Friedens, den wir hier leben können, entgegen setzen. Die Marschierer*innen in Demmin sind Teil einer Bewegung (NPD, AfD, Identitäre, …), die Arbeitslosigkeit und Angst nutzen, um ihre menschenverachtende Ideologie in der Gesellschaft zu verankern. Wegschauen führt in die Katastrophe – wie im vorigen Jahrhundert.

Die Forderung „Nie wieder Krieg!“ hat sich bis heute nicht erfüllt. Militärische Auseinandersetzungen nehmen nicht nur im Nahen und Mittleren Osten (Syrien, Afghanistan,…), in Afrika (Mali, Somalia, …) und auch in Europa (Ukraine) zu. Das Verhältnis zwischen der NATO und Russland ist auf einem gefährlichen Tiefpunkt. Viele Staaten wollen ihre Einflusssphären vergrößern und beteiligen sich am Bomben werfen. Deutsche Firmen liefern die Waffen – an alle Seiten – und auch die Bundeswehr agiert weltweit.

Die Leidtragenden sind wir alle und am meisten jene, die heute vertrieben, verstümmelt und vergewaltigt werden. Tagtäglich verlieren Menschen Angehörige und Freund*innen, müssen fliehen, hoffend auf ein Leben in Frieden.

Für eine friedliche, solidarische Welt!
Brücken bauen und Versöhnung sind notwendig. Es braucht Zivilcourage und Aktivitäten, die dem nationalistischen Streben das Wasser abgraben. Wir brauchen keine neuen Grenzzäune zwischen den Staaten, sondern Begegnungen zwischen den Menschen. Geflüchtete brauchen Unterstützung statt Ausgrenzung.

Lasst uns gemeinsam am 8. Mai ein Zeichen setzen für den Frieden!

Der genaue Zeitplan kommt die nächsten Tage.


Die Bündnis-Demo am 8. Mai 2016

9.4. Rostock: AFD-Demo stoppen!

Die Demo am Samstag, 7.4. gegen die Identitären mit fast 1000 Leuten war richtig gut! Jetzt geht es weiter:
Am Montag (09.04.) will die AfD erneut im Rostocker Stadtteil Evershagen aufmarschieren. Bereits am 12.03. versuchten die Rassist*innen dort, ihre menschenverachtende Propaganda auf die Straße zu tragen. Entschlossene antifaschistische Gegenproteste zwangen die Demo jedoch zu einem vorzeitigen Abbruch. Auch dieses Mal gilt wieder: AfD-Demo stoppen!
Was die Rassist*innen bewegt, gerade in diesem Stadtteil erneut gegen eine vermeintliche „Islamisierung“ auf die Straße zu gehen, bleibt schleierhaft. Pläne, in Evershagen einen Gebetsraum zu errichten, sind schon seit Monaten vom Tisch.

Das letzte mal gab es auffallend viele alkoholisierte Suffnazis und dazu gesellten sich diverse Kameradschaftsaktivist*innen und Mitglieder anderer organisierter extrem rechter Strukturen. Funktionär*innen der „Identitären Bewegung“ sollten als Ordner*innen für einen reibungslosen Ablauf sorgen, hatten allerdings immer wieder Mühe, den gewaltaffinen Mob in den eigenen Reihen zu halten. Selbst bei der AfD stieß dies auf Ablehnung. Wenn die AfD mit „Es ist wieder soweit“ um Teilnehmer_innen wirbt, spricht sie damit genau solche Kreise wieder gezielt an. Also ist auch für den 9. April wieder mit Rassist_innen jeglicher Couleur zu rechnen – „bürgerliche“ Hetzer_innen und Neonazis Hand in Hand.

Wir werden die rassistischen Parolen in Rostock nicht unwidersprochen lassen! MV hat eine starke Zivilgesellschaft, die für ein offenes und friedliches Miteinander einsteht.
Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen – gegen rassistische Ausgrenzung und Gewalt, für eine offene Gesellschaft!

Treffpunkt ist um 18 Uhr auf dem Parkplatz am Lidl in der Maxim-Gorki-Straße! Anschließend wird es eine Demonstration geben. Bringt Eure Bassboxen, Kochtöpfe, Fahnen und Transparente mit!

Im Wendland gab es am 24.2. eine „Deno gegen den Islam“seltsamerweise von MVgida
Der Widerstand war erfolgreich. Mit nur 18 Teinehmer‘innen blamieren sich die Nazis bei der Kundgebung in Lüchow

Lasst uns heute den Nazis und Rassist*innen zeigen, dass sie auch in Rostock nicht erfolgreich sind!

Infos bei bei Rostock Nazifrei auf facebook

#hro0904

Ein Karte für die Naziroute und Protestversammlungen gibt es hier

7.4. Demo in Rostock: Zentrale der Identitären dichtmachen!

Identitäre sind NeofaschistInnen und altbekannte Neonazis aus Kameradschaften, die seit 2014 auch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv sind. Sie organisieren Kundgebungen, Flashmobs und Volkstanzabende.
Mit ihren Aktionen befördern sie den Rassismus in Deutschland wollen diejenigen einschüchtern, die sich gegen Nazis engagieren. Trotz der aktuell noch wenigen Aktiven der Gruppe, schafft es die Gruppe durch ihre mediale Inszenierung Gelder und neue Personen für sich zu werben.

Nun verlegten sie ihre Bundeszentrale ins Rostocker Bahnhofsviertel. Eng vernetzt mit der AfD versuchen sie gesellschaftlich anschlussfähig zu werden und vor allem junge Menschen anzusprechen. Vor Militanz und offener Gewalt gegen Andersdenkende oder den politischen Feind schrecken sie nicht zurück!

Dieser Gruppierung gilt es – besonders in Rostock – entschlossen entgegenzutreten.

Samstag, 7. April, Bahnhof Nord Rostock, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Mehr Infos unter http://resistancehro.org/


„Wildes Herz“ und weiteres Kommende

Der 8. Mai rückt wieder näher und die Planungen laufen. Entlang der Route der wird es Protestveranstaltungen bzw. Partys zum Tag der Befreiung vom Faschismus geben. Und im Hafen gibt es ein großes Friedensfest. Die Tage hört ihr mehr davon.

Jetzt gibt es Freitag, 6.4.2018 um 19 Uhr erstmal die Preview vom Film „Wildes Herz“ im Lübecker Speicher in Demmin

Die meisten werden schon davon gehört haben, andere können auch hier mehr lesen.
Kommt zahlreich!!


// GÄSTE

Max & Olaf von Feine Sahne Fischfilet

// EINTRITT:

6 Euro / ermäßigt 4 Euro

// RESERVIERUNG:

Kartenreservierung per E-Mail an: info@demmöng.de
Die Karten können am 6. April ab 17:30 Uhr vor Ort gekauft werden. Sie werden bis maximal 18:30 Uhr reserviert.

// Veranstaltet im Rahmen der Aktionswochen Stand up Demmöng von und für Jugendliche in Demmin.

// Initiative für mehr Jugendkultur und Beteiligung in Demmin
Kreisjugendring Mecklenburgische Seenplatte e.V. / www.kjr-mse.de
Demminer Bürger e.V. / www.demminer-buerger.de

// In Zusammenarbeit mit Latuecht und Lübecker Speicher Demmin

Jugendaktionswochen in Demmin

Seit Jahren bietet das Angebot für junge Menschen in Demmin wenig Abwechslung. Wer wirklich was erleben will geht meist in andere Städte.
Jetzt gibt es eine Initiative für mehr Jugendkultur und Beteiligung in Demmin, getragen vom Kreisjugendring Mecklenburgische Seenplatte e.V.
in Koopersation mit dem Demminer Bürger e.V. mit Unterstützung des Landkreises.

Ziel ist es, die Jugendlichen zu erreichen, damit sie sich beteiligen und miteintscheiden, was es an Programm für Jugendliche in Demmin gibt.
Das erste Angebot lief schon: Swing gegen rechts
Das nächste ist der Film „Wildes Herz“, aber schaut selbst unten ins Programm.

Im Juni gibt es dann das Jugendforum und die Zukunftswerkstatt für weitere Planungen.

mehr Infos auch auf facebook

20.3. Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Reichs- banner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“

Die Weimarer Republik wird häufig lediglich als Intermezzo zweier verheerender Kriege wahrgenommen. Aber hatte „Weimar“, zumal in Pommern, wirklich keine Chance?
Wir laden herzlich ein in die Aula des Goethe-Gymna­siums Demmin zu einem Vortrag der Dipl.-Pol. Marion Goers und anschließendem Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann.
Der Eintritt ist frei!
Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Demmin und dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e. V.

Dienstag, 20.3.2018, 19:00 Uhr im Goethe-Gymnasium, An der Mühle 7, Demmin

Das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ war eine überparteiliche Organisation zum Schutz der Republik. Sein Ziel war es, die bedrohte Weimarer Demokratie nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten zu verteidigen.
Wie stand es in Pommern, respektive Demmin, um die Demokratie in jenen Jahren?
Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass die NSDAP auch in dieser Region z. T. außergewöhnlichen Erfolg hatte? Welche Konsequenzen lassen sich aus dem Schicksal des Reichsbanners auch heute noch ziehen?

Marion Goers ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Sie be­­schäftigt sich in ihren Publikationen u. a. mit der Geschichte der Arbeiter­bewe­gung,insbesondere mit gewerkschaftlichem Widerstand gegen den National­sozialismus.
Thomas Stamm-Kuhlmann lehrt und forscht am Historischen Institut der Universität Greifswald u. a. zu den Schwerpunkten preußische Geschichte und deutsche Wissenschaftsgeschichte.

Die Ausstellung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“ ist am 6. und am 20. März von 15 bis 18 Uhr in der Schule auch für Besucher*innen zu besichtigen.

25.2. Gedenken an Mehmet Turgut in Rostock

Am 25. Februar 2018 jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 14. Mal. Der 25-jährige Kurde wurde 2004 in einem Imbiss im Neudierkower Weg von Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschossen. Gemeinsam mit der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zum Gedenken an Mehmet Turgut und alle anderen Betroffenen der rassistischen Mordserie ein.

Die Veranstaltung findet um 14 Uhr am Gedenkort im Neudierkower Weg im Beisein von Familienangehörigen des Ermordeten statt. Neben Redebeiträgen des Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Wolfgang Nitzsche und der Initiative „Mord verjährt nicht!“ werden in diesem Jahr erstmals auch Grußworte von Angehörigen und Betroffenen aus anderen Städten verlesen.

Wir rufen die alle dazu auf, gemeinsam an Mehmet Turgut zu erinnern und ein Zeichen für Solidarität und gegen rassistische Gewalt zu setzen. Mitgebrachte Blumen und Kerzen dürfen gerne niedergelegt bzw. aufgestellt werden.

Veranstaltung auf facebook

Mahnmal für Mehmet Turgut zwei Mal in zwei Tagen beschmiert und geschändet

Spatenstich für die Gedenkstätte für Kriegsgefangene, die bei der Zwangsarbeit in der Woldeforst zu Tode gekommen sind

Im Wald, ungefähr an der Kreuzung der Woldeforster Straße und der Straße nach Seedorf, baut die Hansestadt Demmin mit Unterstützung des Landesamtes für Innere Verwaltung, dem Landkreis und dem Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gedenkstätte. Dadurch wird die letzte Ruhe für die Zwangsarbeiter auf Dauer sichergestellt. Gestern war der erste Spatenstich.

Ein Brief einer Ukrainerin, deren Vater 1942 im Woldeforst als Letzter der bis jetzt bekannten 125 zu Tode gekommen ist, wurde vorgelesen. Deren Tochter und Enkeltochter wollen zur Einweihung der Gedenkstätte im Frühjahr 2018 kommen. Der Kontakt entstand erst vor kurzem über das Rote Kreuz zum Demminer Museumsverein.

Am 1.Dezember1941 kamen die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit nach Demmin. Die 125 gefangenen Soldaten sollten in der Heeres-Hauptmunitionsanstalt (Muna) im Wald nördlich von Demmin arbeiten.

Ca. 2/3 von ihnen starben in den ersten zwei Monaten. Viel Information darüber, was genau dort geschah, gibt es in den Archiven leider nicht. Alle Informationen kommen aus dem Meldekartensystem der NS-Verwaltung. Die hohe Sterblichkeit erklärt sich vielleicht durch die menschenunwürdigen Bedingungen und die schwere Zwangsarbeit. Vermutlich mussten sie auch erst mal Baracken bauen, in denen sie schlafen sollten, und bis dahin im Freien schlafen. Der letzte der 125 starb nach eine Jahr. Weitere Zwangsarbeiter sind sehr wahrscheinlich nach Dezember 1941 angekommen, viele auch zu Tode gekommen, denn die Muna brauchte bis zum Ende Arbeitskräfte, aber darüber gibt es bis jetzt nur wenig Information. Leider brauchte es Jahrzehnte, bis dafür eine Gedenkstätte entsteht.

Lange Zeit waren nur die Namen von etwa 20 Kriegstoten bekannt. Durch die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Demmin wurde auch das Thema Zwangsarbeit im Aktionsbündnis 8. Mai aufgegriffen und ab 2012 recherchierte deswegen das Regionalmuseum Demmin im Archiv in Dresden und anderen Archiven. Dadurch sind heute 125 Namen bekannt, die an der Gedenkstätte alle auf einer Tafel stehen sollen.

Standortarzt Dr. Gürich bei einer Visitation der Gefangenen im Lager Woldeforst

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

Einstellung des Strafverfahrens: „Not my face, Nazifotograf!“

Hiermit dokumentieren wir die PM zur heutigen Gerichtsverhandlung wegen Vermummung in Demmin:
(siehe dazu auch ein Artikel im Nordkurier)

Pressemitteilung

„Not my face, Nazifotograf“* – Einstellung im Verfahren wegen >Vermummung< neben einer Nazidemonstration

Am heutigen Donnerstag wurde vor dem Amtsgericht Demmin der Fall einer 24-jährigen Theologiestudentin verhandelt. Ihr wurde vorgeworfen sich am 8. Mai 2017 neben dem jährlich stattfindenden​ Naziaufmarsch in Demmin "vermummt" zu haben.

"Nazis fotografieren und veröffentlichen Fotos von Menschen, die sich gegen Rechts engagieren. Sie stellen die Fotos ins Internet, um ein Bedrohungsszenario aufzubauen", so die Angeklagte, Luise Schmidt**.
"Nazigewalt habe ich als Jugendliche selbst erlebt. Ich schütze mich deswegen."

So sah es auch der entscheidende Richter. Er stellte das Verfahren ohne Auflagen ein. Im bundesweiten Vergleich ist das Urteil eher konservativ. Es gibt Beispiele von Freisprüchen in verschiedenen Instanzen.

"Problematisch bei solchen Anzeigen und Verfahren ist, dass sie zivilgesellschaftlichen Protest gegen Naziaufmärsche erschweren. Sie sind mit finanziellem und emotionalem Aufwand verbunden", so die Angeklagte weiter. "Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo rechtes Gedankengut es mit 20% in den Landtag geschafft hat, ist dieser Protest aber bitter nötig."

* Mit dem Slogan >Not my face, Nazifotograf< ("Nicht mein Gesicht, Nazifotograf") möchten die Beteiligten auf die Legitimität hinweisen, das eigene Gesicht vor organisierten Nazis zu verbergen.
** Name zum Schutz der Person geändert



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