Kriege verhüten!

Heute um 16 Uhr gab es ein kurzes aber farbenfrohes antimilitaristisches künstlerisches Umgestalten des Gedenkplatzes für die Ulanen.

Aktion Kanone 1

11 Feen, Elfen und sonstige Wesen umschwirrten die Kanone und zogen darüber gefühlvoll einen pinken Schutz, auf dass nie wieder so ein Teil in Demmin abgefeuert wird.
Begleitet von weiteren 11 TeilnehmerInnen wollen sie die Kriegsverherrlichung stoppen.

Aktion Kanone 2

Es gibt auch schon einen Artikel beim Nordkurier

Nachtrag: Link zum Video der Aktion

Die nächsten Tage kommt noch ein Bericht über Reaktionen auf die Aktion.

Auch schon online: Artikel bei indymedia

Die dazu passende Musik findet ihr bei revolte springen

Erste Anmerkungen zum Gedenkplatz gab es schon vorher.

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Verteilt wurde ein Flyer auf buntem Papier:

Flyer als pdf

Kriege verhüten!

Mit einer bunten Aktion für ein buntes Demmin und
für eine Umgestaltung des Gedenkens an die Ulanen

Mit einer ansprechenden Choreographie stülpen wir heute gefühlvoll ein pink­farbenes Kondom über die Kanone in Demmin, um an die Probleme krieger­ischer Auseinandersetzungen zu erinnern.

Militär steht immer für Gewalt. Und egal wo auf der Welt – die Zivilbevölkerung ist immer die am stärksten Leidtragende. Das Militär bringt auch keinen Aufschwung, sondern Zerstörung. Ein militärischer Ein­satz mag zwar kurzfristig eine Verän­der­ung bringen, festigt aber zugleich struk­tur­elle Gewalt und Hierar­chien, welche einer gesell­schaf­tlichen Entwicklung hin zu mehr Frieden im Wege stehen. Nicht nur den eigenen Einfluß oder Reichtum zu mehren, sondern sich mit den eigenen Bedürfnissen und denen der Anderen gemeinsam auseinander zu setzen, kann anstrengend und langwierig sein, dafür gibt es dann wahrscheinlich für alle tragbare Lösungen. Sonst folgen ständig wieder brutale Auseinandersetzungen um Rohstoffe, Land und um die Macht.

Militärische Objekte als Dekoration in die Landschaft zu stellen, ist keine geeignete Form des Erinnerns.
Bei dem Gedenken für die Ulanen am August-Bebel-Platz fehlen kritische Töne zur Rolle der Ulanen in der damaligen Zeit. Das Denkmal ist unreflektiert und historisch außer der Reihe. Sinnvoll wäre davor eine breite öffentliche Diskussion über Sinn und Zweck gewesen.

Über die jetzigen Form des Gedenkplatzes für die Ulanen freuen sich auch die Neo-Nazis, kommt dies doch ihrer Sicht der Welt zum Beispiel bei Männlichkeit und Nationalstolz entgegen.

Deswegen wollen wir eine erneute Umgestaltung des August-Bebel-Platzes.

Gegen Militärdenkmäler!
Für gewaltfreie Konfliktlösungen!