Archiv für November 2012

Lustiges Video von FSF

Der Besuch beim Verfassungsschutz von Feine Sahne Fischfilet vor ein paar Tagen ist so lustig, dass es jetzt auch hier dokumentiert wird. Wir dürfen gespannt sein was im nächsten Jahr im VS-Bericht steht.

Bei der Gelegenheit nochmal ein großes Dankeschön an FSF und alle anderen die mitgeholfen haben, beim Gelingen des Aktionstages am 3.11. in Demmin.

Erfolgreich in Wolgast – Perspektiven für Demmin

Über die erfolgreichen Blockaden vom 9.11. gegen den Naziaufmarsch in Wolgast gab es viele Berichte, siehe bei Vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt, Kombinat-Fortschritt, Rassisten-stoppen und bei darbuna

Jetzt weht den Neo-Nazis auch in der Region von Vorpommern der Wind entgegen, welche viele Nazis als „ihre“ betrachten, und das ist gut so. Interessant ist auch die gegenseitige Unterstützung der verschiedenen Zusammenhänge, welche sich gegen die Faschisten wehren.

Das Ganze eröffnet für den nächsten 8. Mai in Demmin neue Perspektiven. Die Mobilisierung kann noch weitere Kreise ziehen und eine erfolgreiche Blockade vom Naziaufmarsch in Demmin ist vorstellbar.

Das Ordnungsamt könnte jetzt auch die Auflagen des Naziaufmarsches von Demmin verschärfen, also unter anderem ein Fackel-Verbot.

Bis in den Mai ist aber noch einiges zu tun und alle die helfen wollen sind bei den Vorbereitungen gerne gesehen.

Das Ulanengedenken ist weiterhin im Stadtgespräch

Die Diskussionen um den Ulanen-Gedenkplatz und die Kritik daran verebben nicht und der Vorschlag zu Umgestaltung wird lauter. Die nächsten Wochen werden wohl interessant werden.
Regelmäßig erscheinen LeserInnenbriefe dazu, die wir dokumentieren, denn selbst wenn darin der derzeitige Zustand verteidigt wird, sind sie doch sehr aufschlußreich:
LeserInnenbriefe zum Ulanengedenken im Nordkurier vom 7.11.2012

Die Kritik macht sich nicht nur an der Kanone fest, denn der Inhalt der Schautafeln stellt die Ulanen als netten Sportverein dar. Es werden zur Dekoration Bilder von Uniformen und Ausrüstungen gezeigt.
Die Soldaten sind da einfach nur in der Schlacht gefallen – kein Wort davon, was dies bedeutet.

Schautafel Ulanen
Nach dem Runterladen des Bildes ist die Schrift zu lesen.

Beim „ruhmreichen“ Krieg 1870/71 gegen den Erzfeind Frankreich geht es in die Details, die verlustreichen Kämpfe im ersten Weltkrieg werden nicht erwähnt.

Letzte Woche gab es eine Artikelreihe im Nordkurier zur deutschen Geschichte und die Region Demmin Anfang November mit interessanten Infos, es folgen die Links zu nachlesen:

1. Schicksalstage deutscher Geschichte
2. Erster Weltkrieg – Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts
3. Revolutionstage im November
4. Die Ulanen in Demmin
5. Mauerfall: Die friedliche Revolution
6. Reichspogromnacht

Video zum Aktionstag online

von mkmanfred.blogsport.de

Ein guter Bericht dazu erschien vor kurzem bei Kombinat Fortschritt.

Erster Rückblick auf den 3.11.

Der Aktionstag gestern war wirklich ne runde Sache.
Die beiden Veranstaltungen waren richtig gut besucht mit ca. 140 bei der ersten und ca. 120 bei der zweiten. Die Stühle reichten nur für die Hälfte der Anwesenden. Der NSU-Bericht war sehr detailreich und schokierend. In der Podiumsdiskussion wurde reflektiert über die Vielfalt des Widerstands und die verschiedenen Ansätze, aber auch die unterschiedlichen Bedingungen in Dresden, Greifswald und Demmin.
Auch wenn zwei solche Veranstaltungen nacheinander ein wenig intensiv waren, diskutierten danach noch einige in Kleingruppen weiter. Überhaupt wurden viel diskutiert – und gefeiert.
Der Konzertsaal war richtig voll wie noch nie! Sowas hatte es generell in Demmin schon lange nicht mehr gegeben. Viele Menschen, die in der Region aufgewachsen sind haben sich wiedergetroffen und sich freudig umarmt. Für viele Jugendliche aus der Region war es wohl das Highlight des Jahres. Das fühlte sich nicht mehr an wie das Demmin, welches sie kennen. Auf der Straße vor dem Saal hörte der Regen zum Glück bald auf und gab es leckeres Essen sowie mehrere Feuer.
Je später der Abend desto mehr stieg die Stimmung. Die Bands gaben ihr Bestes, ein tolles Konzert, und dann kam der ersehnte Höhepunkt des Abends, der Auftritt von Feine Sahne, der mit einem kleinen Feuerwerk endete. Danach feierten noch viele bis in die frühen Morgenstunden, auch die extra aus Berlin und Hamburg mit dem Bus angereisten.

Der Nordkurier hat schon einen Artikel online.

Weiteres dazu sowie Bilder folgen die Tage, denn die Feier war wirklich intensiv.

Bis dahin gibt es LeserInnenbriefe vom 3.11. zum Ulanen-Gedenken

Nett zum Anhören beim Lesen der Briefe ist eine weitere Folge von
Marc-Uwe Kling und das Känguru

Letzte Infos für die Veranstaltungen am 3.11.

Auch bei uns steigt die Vorfreude auf morgen und wir sind gespannt was der Tag uns alles an Überraschungen bringt. Bei den Fischfilets könnt ihr wichtige Informationen für morgen nachlesen, ergänzend zu dem ersten Beitrag dazu. Jetzt geht es an die letzten Vorbereitungen und wir erwarten euch morgen zahlreich.

R. hat auch noch ein Anmerkung auf der Schautafel am Ulanen-Gedenkplatz entdeckt und dokumentiert:
scheiss verein
Nachtrag: wie uns mitgeteilt wurde spielt der Aufkleber auf Marc-Uwe-Kling und das Känguru an.

Erste Reaktionen auf: Kriege verhüten!

Heute im Nordkurier meldet sich der Spender des Gedenkplatzes zu Wort und sieht keine Kriegsverherrlichung, wirft der Aktionsgruppe fehlendes historisches Wissen vor, sowie den Rechten eine Steilvorlage zu geben: Roman Gau: Kanone vor der Ostkaserne stand schon 1892 da
Doch die Rechten wußten schon davor, was sie an den Ulanen haben, wie auch auf mupinfo nachzulesen ist.
Zur Darstellung auf dem Gedenkplatz: Auf den Schautafeln erscheinen die Ulanen als nette Truppe, was sie nun wirklich nicht waren. Mit der Geschichte der Ulanen wird sich in absehbarer Zeit noch genauer auseinandergesetzt. Dann ist klarer, was eine geeigneter Ort und eine geeignete Form wäre, um an die Ulanen zu erinnern. Und wenn Gau schon sagt, es sei ein Museumsstück, warum steht es dann nicht gleich dort?

Die nächsten Tage wird im Demminer Nordkurier noch mehr dazu erscheinen, denn er ruft alle dazu auf ihre Meinung abzugeben, also haltet euch nicht zurück: red-demmin@nordkurier.de