Diskussionskultur

Als Beitrag im öffentlichen Raum zum Diskurs um das Erinnern wurde vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin kurz vor Weihnachten direkt neben dem „Ulanengedenkplatz“ ein Beitrag von Ernst Barlach angebracht. Das Motiv soll in nächster Zeit durchaus auch mal wechseln.


Der angrenzende Barlachplatz selbst und das Erinnern, welches auf ihm stattfindet, ist durchaus wert, mehr in den Blickpunkt zu kommen.


Um die Nähe zur Kanone zu verdeutlichen: Im Hintergrund ist die Litfaßsäule zu sehen.

Die Meinungsverschiedenheiten zu den Ulanen beschäftigen weiter die Menschen. Am 7. Januar gab es einen skurrilen Leserbrief von Karsten Behrens aus Demmin:
Über Namensänderung kann man nachdenken
Das Traditionsverständnis in einer Demokratie ist breit gefächert. Im Meinungsstreit um die Traditionspflege könnte es kaum einen besser geeigneten Ort als Demmin geben! Sechzig Jahre war Demmin Standort einer Militäreinheit, so wie es hunderte Städte im In- und Ausland waren. Dass an diesem Zeitraum in angemessener Form erinnert wird, halte ich für längst überfällig und legitim. Über die einzelnen Stücke des Ensembles an der Ostkaserne kann man weiter streiten.
Dafür nahm man sich vor Errichtung zu wenig Zeit. Auch über eine Namensänderung des Platzes könnte man nachdenken.

Vielleicht sollten die Verteidiger der Ulanentradition noch mal einiges reflektieren.
Kaum ein geeigneterer Ort als Demmin für Traditionspflege? Wieso gab es zu wenig Zeit vor der Errichtung der Kanone? Und ist Ensemble nicht ein Wort vom Erzfeind?

Im Jahresrückblick vom Demminer Nordkurier war übrigens unter anderem ein Bild zum 8. Mai (gogotrash) und ein Bild von dem Kondom über der Kanone (keines zur Aufstellung der Kanone…)