Zu den Kriegerdenkmälern

Immer wieder gibt es die Diskussion um die Kriegerdenkmäler, vor allem vom ersten Weltkrieg, in dem die Soldaten noch keine bösen Nazis waren wie zum Beispiel in Alt Kentzlin.
Doch Soldaten sind keine Helden, egal wo, egal wann, selbst wenn dies von vielen immer wieder behauptet wird. Es gibt keinen gerechten Krieg, auch wenn wir uns teilweise über den Sturz eines Regimes freuen.
Soldaten im Krieg sind Täter. Sie kämpfen nicht für Menschenrechte, sie produzieren Unrecht.
Die kaiserlichen Soldaten waren vor allem in den Kolonien menschenverachtende Besetzer, Rassisten und sie haben auch gemordet. Und mit den aktuellen Berichten unter anderem aus Mali bekommt mensch den Eindruck, dass sich nicht viel geändert hat. Gewaltfreie Konfliktbearbeitung, gewaltfreier Widerstand und Gespräche, wie sie auch in Mali geplant waren, kurz bevor der Krieg startete, sollten der Weg sein.

Was vor kurzem in Dargun gelaufen ist, ist extra absurd: Der Schützenverein schießt auf ein Bild eines Kriegerdenkmals aus Teterow und verunglimpft damit das Kriegerdenkmal seiner eigenen Kameraden, was große Wellen schlägt.

„Gefallen im Krieg“, was auf vielen Kriegerdenkmälern steht, verharmlost den Krieg und seine Folgen.
Den Opfern, den Toten des Krieges zu gedenken ist menschlich und wichtig.

Dieses Thema und was die geeignetere Form des Erinnerns ist, wird uns wohl noch länger beschäftigen.
Ein Denkmal für den Deserteur wäre doch was schönes für Demmin.