Braune Kameradin

KameradInnen 8.Mai 2011
Weibliche NeoNazis an der Spitze des „Trauermarsches“ am 8. Mai 2011 in Demmin (Bild: OS, alle Rechte vorbehalten)

Etwa jeder fünfte Neonazi ist weiblich. Mit rund 20 Prozent stellen junge Mädchen und Frauen die „zweite Front“ innerhalb des braunen Spektrums. Obwohl immer noch Männerbastion, treiben sie rassistische Ideologie, Gewaltbereitschaft, aber vor allem die kommunale Verankerung mit voran. In den Reihen von NPD, „Freien Kameradschaften“ und völkischen Kulturschaffenden gelten Frauen als nicht weniger radikal als die Männer. Sie wirken im Hintergrund, ziehen aber immer häufiger auch politisch an den Fäden. Sie sind dabei, wenn extrem rechte Kameraden aufmarschieren, sie gestalten Info-Tische, unterstützen den Wahlkampf und sorgen für eine national gesinnte Erziehung des Nachwuchses.

Gezeigt wird der Film „Braune Kameradin – Frauen in der Neonazi-Szene“ (13 min) von Otto Belina, Andrea Röpke und Laas Boje am

Sonnabend, den 9. März 2013, um 10.30 Uhr
im ehemaligen Blumenladen am Hanseufer, Demmin

Juliane Lang arbeitet seit vielen Jahren zu den Themenschwerpunkten Rassismus und Rechtsextremismus. Sie ist Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus und wird in ihrem Vortrag (30 min) zu dieser Problematik informieren. Danach gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.
Zur Veranstaltung, die zur Vorbereitung auf das Friedensfest am 8. Mai 2013 gehört, lädt das „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ ein.