Rückblick Friedland 9.11.

Über 5oo verteilt über die ganze Stadt demonstrierten am 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht gegen die Hetze der NPD gegenüber den Geflüchteten. Am Marktplatz erwartete die Nazis schon ein breites Bündnis mit vielen Trillerpfeifen und klaren Parolen. Entlang der ganzen Route der Rechten waren Mahnwachen von verschiedenen Organisationen angemeldet worden, um den Protest sichtbar zu machen. Auch in den abgelegenen Teilen der Naziroute konnte die NPD nicht ungestört für ihre menschenverachtenden Position werben. Als die NPD-Demo kurz nach Beginn an dem Friedensfest bei der Nikolaikirchen-Ruine verbeiziehen wollte, gingen hier viele auf die Straße, und so mußten die Nazidemo erstmal wieder umdrehen. Mehrere größere antifaschistische Reisegruppen waren in der Stadt dynamisch unterwegs und brachten den Ablauf der Nazis durcheinander. Die Polizei hatte sich nach einer Weile darauf eingestellt und anscheinend mehr Kräfte zusammengezogen, so daß die NPD dann in der Nähe der Mahnwache vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin beim geplanten Flüchtlingsheim vorbeikam.


Auch in Friedland: Demmin bleibt bunt!

Bis zum Ende des Naziaufmarsches kam es immer wieder zu Störungen.

Über die Stadt verteilte Mahnwachen, Friedensfest, dynamische dezentrale Aktionen – die Proteste in Friedland konnten auf die Erfahrungen aus anderen Städten wie Demmin. Pasewalk, Wolgast und Güstrow zurückgreifen, wodurch eine lebendige Protestkultur sichtbar wurde.

Die meisten Friedländer_innen schauten aber diesmal dem Ereigissen nur interessiert zu. Ein paar liefen auch in der Demo gegen das Flüchtlingsheim mit.
Trotzdem ist der Tag als Erfolg zu werten. Vor ein paar Jahren wäre es nicht zu solchen Protesten in Friedland gekommen.

Erste Berichte auch bei Kombinat Forschritt und Nordkurier