Auch in Ueckermünde: Aktiv gegen Rassismus und Naziaufmarsch

Das bunte Fest auf dem Parkplatz an der Belliner Straße und die zwei weiteren Mahnwachen auf der Nazistrecke zwischen Bahnhof und der Oststadt strahlten viel Lebensfreude aus mit Musik und Tanz. Insgesamt ca. 200 Menschen zeigten, dass jetzt auch im tiefsten Vorpommern, wo die Neonazis ihre Homezone verorten, sich Viele gegen faschistisches Gedankengut wehren. Sie wanden sich aktiv gegen die zwei mal direkt daran vorbeilaufenden 170 Rassist_innen.

Ziel der nationalen Bürgerinitiative „Schöner und sicherer Wohnen“ war der Osten von Ueckermünde, in dem in nächster Zeit 25 Asylsuchende untergebracht werden. Bei den langen Reden am Haffring blieb der erhoffte weitere Zustrom aus den Wohnblocks aber aus. Daran änderte sich auch nichts durch die „Theatergruppe“ mit dem letzten Deutschen und den Männern, die sich unter Burkas versteckten.

Am Anfang wurde noch versucht in klassischer Aufmarschformation zu laufen. Die Anwohner_innen, die ca. 1/4 des Zuges ausmachten und mehrheitlich aus der Oststadt waren, unterliefen aber diese Vorgabe, so dass das Spalier gegen Ende nicht mehr sichtbar war.

Die Frauenquote war mit ca. 20 % höher als üblich, was sich schon vorher andeutete. Andrejewski und eine Truppe, die versuchte Hetzschriften an Passant_innen zu verteilen, wirkte beim Rückmarsch mehr gereizt als zufrieden. Denn es gibt schon eine Weile ein Mobilisierungsproblem in den Reihen der nationalen Kameraden – auch an diesem Tag.


Das Demokratie-Fest protestierte an der Straße, wenn der Aufmarsch vorbeikam.

Zum Abschluß wurden die Neo-Nazis dann von den auf dem Fest Feiernden aus der Stadt gekehrt.

Ein Bericht findet sich im NDR von Minute 9.15 bis 10.28

Weitere Bilder hier bei google+ von Hans Schlechtenberg.

Zum „letzten Deutschen“ ein Artikel bei publikative.org