Bericht von gestern: Menschenrechte kennen keine Grenzen – Refugees welcome!

Gestern kamen ca. 40 Menschen zur Kundgebung, um sich solidarisch mit allen Opfern rechter Gewalt zu zeigen und sich gegen den sich ausbreitenden Rassismus zu wehren. Aus allen Fraktionen im Rathaus, also von SPD, CDU, UWG und Linke waren Stadtverordnete anwesend.

Zu Beginn wurde reflektiert über die Übergriffe der letzten Zeit in Demmin. Viele Übergriffe werden als nicht fremdenfeindlich eingestuft, wie es beispielsweise beim Vorfall auf dem Boltzplatz zuerst der Fall war.
Ein Geflüchteter sprach: „Wir sind friedlich und kamen hierher um in Sicherheit zu leben. Wir mussten leiden, als wir durch die Zustände gezwungen wurden, unser Land zu verlassen. Lasst uns nicht noch einmal leiden durch euren Rassismus.“

Auf der anderen Straßenseite standen zwei Dutzend beobachtende Menschen, die sehen wollten was abgeht. Dazwischen einige Figuren aus dem rechten Spektrum, die die Lage checken wollten.

Auszug aus einer vorgetragenen Rede von Menschen aus Greifswald: „Es kann nicht sein, dass viele Menschen nicht einkaufen gehen können, ohne von fremdenfeindlichen Sprüchen begleitet zu werden. Selbst klare Gewaltandrohungen bis zu Gewaltattacken sind mittlerweile gnadenloser Alltag. Immer wieder gibt es dabei auch zahlreiche Angriffe, wie am 22.12.2015, wo in Tutow zu einem Brandanschlag gegen die Wohnung einer freiwilligen Helfer_in , die in den Geflüchtetenunterkünften hilft, kam. Diese und weitere Beispiele zeigen auf, wohin Alltagsrassismus und ständige Hetze führen. Es darf zu keinem „Lichtenhagen 2.0“ kommen!! Wir, und das sind WIR ALLE, müssen JETZT aufstehen und handeln, statt wegzuschauen und rechte Ideologien und Übergriffe als Normalität zu tolerieren.“

Leider kommt es auch in anderen Stellen von MV zu heftigen Übergriffen. Am Freitag gab es in Schwerin eine vorbereitete Aktion von rechten Schlägern, einige auch aus Jamel. In der Innnenstadt drängten mehr als 30 von ihnen 10 Ausländer in eine Falle um sie zusammenzuschlagen.

Eine Person aus Neubrandenburg wies darauf hin, dass am 8.10. in Neubrandenburg ein Zeichen der Solidarität mit allen Betroffenen des Anschlags vom letzten Wochenende und allen Betroffenen rassistischer Gewalt gesetzt werden soll. Kommt um 14 Uhr zum Platz der Familie, NB-Datzeberg.

Viele Menschen aus Demmin unterstützen/helfen regelmäßig die Flüchtlinge. Kontinuierlich an den Schwierigkeiten zu arbeiten und Vorbehalte gegenüber Geflüchteten abzubauen ist wichtig. Musik, Sport und Kochen verbindet die Menschen und so öffnet am 14.10. zum ersten Mal das interkulturelle Cafe bei den Demminer Bürgern, Clara-Zetkin-Str. 16 in Demmin. Das Cafe soll jeden Freitag von 15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet sein. Weiteres ist in Planung.

Menschenrechte kennen keine Grenzen – Refugees welcome!

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