Archiv für Februar 2017

Gleiche Rechte für alle Menschen

Warum gibt es fast keine legale Möglichkeit für Geflüchtete nach Europa zu kommen? Auch viele in der SPD stellen sich diese Fragen wie Gesine Schwan Doch bis jetzt wird die Abschottung von Europa weiter ausgebaut, dafür braucht es nicht einmal Trump.
Zeigen wir morgen am Aschermittwoch Angela Merkel und Lorenz Caffier, dass ihr aktuelles Agieren die Probleme nur verschärft, nicht verbessert.

Ein kleiner Erfolg der Proteste gegen die Abschiebungen nach Afghanistan ist vielleicht dadurch erkennbar, dass keiner der drei Extra-Flieger, die seit Mitte Dezember losgeflogen, vollbesetzt war und jedesmal weniger Menschen abgeschoben werden konnten, im letzten waren es nur 18 von 50.

Beim Diskutieren auf der Strasse hört mensch immer wieder das Argument, dass die Geflüchteten nur kommen, um von unserem „hart erarbeiteten Wohlstand“ was abzubekommen. Die Zeit der Kolonisation wird oft ausgeblendet. dabei hat die nicht nur bestehende Sozialstrukturen in den besetzten Ländern zerstört. Die wirtschaftliche Ausbeutung hält bis heute an, schon durch die geringen Löhne wie in der Textilindustrie oder durch die Erze, die Europa sehr billig einkaufen kann. Dadurch konnte sich in anderen Teilen der Welt kaum eine Wohlstand in der Bevölkerung entstehen.

Weitere Infos:
http://facebook.com/afghanistanmv/
http://50ausidomeni.de/

Kundgebung am Aschermittwoch in Demmin: Keine Abschiebung in Kriegsgebiete! Flüchtlingsleid an den Grenzen von Europa beenden!

Geflüchtete kommen nicht ohne Grund nach Europa. Weltweit gibt es immer mehr Kriege. Nicht nur in Afghanistan ist die Situation unsicher. Mali und weitere Staaten sind dauerhaft im Kriegszustand. Menschen fliehen aber auch aus Staaten, in denen Menschenrechtsverletzungen Standard sind. Die wirtschaftliche Lage wird in Afrika durch die Handelsverträge mit der EU verschlimmert. Klimaveränderungen werden weltweit spürbar. Die Lebensgrundlage in vielen Regionen der Welt sinkt. Primär sollten Fluchtursachen bekämpft werden, derzeit findet aber nur ein Flüchtlingsmanagement statt. Lösungen müssen gefunden werden, aber nicht auf dem militärischen Weg. Dadurch werden die Konflikte nur angeschürt.

Vor 80 Jahren waren auch in Europa viele Menschen auf der Flucht, um ihr Leben zu retten. Asylrecht ist ein Ergebnis aus diesen Erfahrungen und darf nicht noch weiter aufgehoben werden.
Derzeit sind die Bedingungen schon so verschärft worden, dass kaum ein Flüchtling eine Chance auf Asyl hat. Die neue Dublin-Verordnung soll es noch schwerer machen.
Auf der Suche nach Sicherheit scheitern sie an den Außengrenzen von Europa, hängen auf der Balkanroute unter widrigen Bedingungen fest oder sterben im Mittelmeer. Die wenigen, die es nach Europa schaffen wird oft die Familienzusammenführung erschwert oder unmöglich gemacht. Statt dessen werden Menschen, die hier Wurzeln geschlagen haben, in ein unsicheres Umfeld abgeschoben.

Geflüchtete, die in Griechenland unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, können in MV noch genug leerstehende Wohnungen finden. Deutschland hat schon vor drei Jahren zugesagt, Griechenland zu entlasten, umgesetzt wird es aber nur schleppend (Relocation Programme).

Innenminister Caffier: Stoppen sie die Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Kriegsgebiete. Sie haben die Möglichkeit dazu.

Kommt zur Kundgebung am 1.3.2017 von 15 Uhr bis 17 Uhr vor dem Hotel Trebeltal, Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg, 17109 Demmin


Demminer*innen waren auxh anwesend bei der Kundgebung am 11.2. in Rostock