Archiv für Februar 2018

20.3. Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Reichs- banner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“

Die Weimarer Republik wird häufig lediglich als Intermezzo zweier verheerender Kriege wahrgenommen. Aber hatte „Weimar“, zumal in Pommern, wirklich keine Chance?
Wir laden herzlich ein in die Aula des Goethe-Gymna­siums Demmin zu einem Vortrag der Dipl.-Pol. Marion Goers und anschließendem Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann.
Der Eintritt ist frei!
Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Demmin und dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e. V.

Dienstag, 20.3.2018, 19:00 Uhr im Goethe-Gymnasium, An der Mühle 7, Demmin

Das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ war eine überparteiliche Organisation zum Schutz der Republik. Sein Ziel war es, die bedrohte Weimarer Demokratie nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten zu verteidigen.
Wie stand es in Pommern, respektive Demmin, um die Demokratie in jenen Jahren?
Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass die NSDAP auch in dieser Region z. T. außergewöhnlichen Erfolg hatte? Welche Konsequenzen lassen sich aus dem Schicksal des Reichsbanners auch heute noch ziehen?

Marion Goers ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Sie be­­schäftigt sich in ihren Publikationen u. a. mit der Geschichte der Arbeiter­bewe­gung,insbesondere mit gewerkschaftlichem Widerstand gegen den National­sozialismus.
Thomas Stamm-Kuhlmann lehrt und forscht am Historischen Institut der Universität Greifswald u. a. zu den Schwerpunkten preußische Geschichte und deutsche Wissenschaftsgeschichte.

Die Ausstellung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“ ist am 6. und am 20. März von 15 bis 18 Uhr in der Schule auch für Besucher*innen zu besichtigen.

25.2. Gedenken an Mehmet Turgut in Rostock

Am 25. Februar 2018 jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 14. Mal. Der 25-jährige Kurde wurde 2004 in einem Imbiss im Neudierkower Weg von Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschossen. Gemeinsam mit der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zum Gedenken an Mehmet Turgut und alle anderen Betroffenen der rassistischen Mordserie ein.

Die Veranstaltung findet um 14 Uhr am Gedenkort im Neudierkower Weg im Beisein von Familienangehörigen des Ermordeten statt. Neben Redebeiträgen des Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Wolfgang Nitzsche und der Initiative „Mord verjährt nicht!“ werden in diesem Jahr erstmals auch Grußworte von Angehörigen und Betroffenen aus anderen Städten verlesen.

Wir rufen die alle dazu auf, gemeinsam an Mehmet Turgut zu erinnern und ein Zeichen für Solidarität und gegen rassistische Gewalt zu setzen. Mitgebrachte Blumen und Kerzen dürfen gerne niedergelegt bzw. aufgestellt werden.

Veranstaltung auf facebook

Mahnmal für Mehmet Turgut zwei Mal in zwei Tagen beschmiert und geschändet