Archiv für Mai 2018

Wichtige Infos für den 8. Mai 2018

Infotelefon: 0160-62 080 18
Bei juristischen Problemen hilft der Ermittlungsausschuss 01511 5778388

Twitter-Hashtag:: #8mDM
Ticker: https://www.aktionsticker.org/
https://twitter.com/#!/demminnazifrei

15.00 Uhr: Auftakt vom Friedensfest am Hafen von Demmin (Am Bollwerk)
15.30 Uhr Aktion von Jugendlichen im Hafen – Luftballons mit Friedenstauben und Wünschen steigen lassen
ab 16.00 Uhr Feine Sahne Fischfilet
ab !7.00 Uhr Stadtspaziergang (startet und endet am Hafen) mit verschiedenen Zwischenkundgebungen:
ab 19.00 Uhr Konzert auf dem Friedensfest mit regionalen Bands

Das vollständige Progtramm gibt’s hier

Die Neo-Nazis haben ihren Treffpunkt am 8. Mai in Demmin um 19.00 Uhr am Parkplatz vom Stadion. Das Ziel vom Naziaufmarsch bleibt wie in den letzten Jahren die Kundgebung im Hafen, zum Gedenken an die deutschen Toten von 1945.
Die genehmigte Nazi-Route für 2017 ist nicht bekanntt, aber Start und Ziel sind klar und sie wollen auf der große Straße laufen. Wenn das nicht ging, haben sie oft die Straßen genommen, die frei sind.

Und schaut euch den Brölliner Aktionskonsens an.
Und der Blick ist auch nach der Kennzeichnung von Polizist*innen durch Dienstnummern, welche seit Jahresbeginn Pflicht ist.

Karte für Montag:


Eines unserer Banner hängt jetzt am Luisentor, der 8. Mai kann kommen

7. Mai: Unterstützung für das „Aktionsnetzwerk Demokratie Güstrow

Die AfD will am Montag, 07.05.2018 in Güstrow demonstrieren. Unter dem Motto des angeblichen Schutzes von Kindern wurde in den vergangenen Wochen massiv Stimmung gegen Schüler/-innen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und der Familienarbeit gemacht. Das ging von purer Hetze, Beleidigungen, Morddrohungen und Veröffentlichungen von Privatadressen bis hin zu körperlichen Übergriffen.
Wir werden uns dem entgegenstellen.

Vor fast genau drei Jahren zog Mvgida durch Güstrow, damals warb die von der NPD dominierte Gruppe „Für die Zukunft unserer Kinder“ und erhob den Anspruch, nur sie würden sich um unsere Jüngsten kümmern. Was natürlich völlig hanebüchen war.

Mittlerweile hat – was die Durchführung von rechten Demos angeht – die AfD die führende Rolle in M-V übernommen und will am kommenden Montag unter dem vergleichbaren Motto „Schützt unsere Kinder“ in Güstrow auflaufen! Die Vorgehensweise ist ähnlich perfide und genauso durchschaubar wie zuletzt bei den Rechtsextremisten. Mit subtilen Unterstellungen wie „Können unsere Kinder noch alleine auf der Straße spielen“ sollen gezielt Ängste der Eltern geschürt werden.

Genausowenig wie Rostock islamisiert wird, steht die Zukunft der Güstrower Jugend auf dem Spiel!

Auch Holger Arppe wirbt für die Demo. Der AfDler hat in der Stadt sein Bürgerbüro und dürfte ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen. Was Arppe mit seinen politischen Gegnern am liebsten machen würde, dürfte ja hinlänglich bekannt sein!

Das „Aktionsnetzwerk Demokratie Güstrow“ hat zwei Mahnwachen für Montag angemeldet und wird die pauschalen Vorwürfe der AfD nicht unwidersprochen lassen.
17:00 Uhr Mahnwache vor dem Jobcenter vom Aktionsnetzwerk Güstrow für Alle
18:00 Uhr Mahnwache Markt 34 des Wahlkreisbüros der MdL von DIE LINKE


Gemeinsam für Vielfalt!

Mehr Infos gibt es hier.

17. Mai: Öffentliche Einweihung der Kriegsgräberstätte für in der Munitionsanstalt Woldeforst ums Leben gekommene Kriegsgefangene

Ausblick auf nach dem 8. Mai:

Donnerstag, 17. Mai 2018, 11.00 Uhr Demmin-Woldeforst

Öffentliche Einweihung der Kriegsgräberstätte für in der Munitionsanstalt Woldeforst ums Leben gekommene Kriegsgefangene.

Ort: Am Rand der Woldeforster Straße kurz vor der Biegung nach Seedorf

Die Gräberstätte erinnert namentlich an 124 sowjetische Kriegsgefangene, die ab 1. Dezember 1941 für den Ausbau und Betrieb des Wehrmachtsobjektes eingesetzt wurden und dort starben, mehr als zwei Drittel davon in den ersten zwei Monaten nach Einsatzbeginn.

Die Namen stammen aus der Datenbank zu sowjetischen Kriegsgefangenen in Deutschland der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden. Das Demminer Regionalmuseum erhielt sie 2012, als es im Rahmen der Aktivitäten des Demminer Aktionsbündnisses 8. Mai nach Dresden fahren und zwei Tage in der Datenbank recherchieren konnte. Die vorläufige Totenliste bildete die Basis dafür, dass der Verband der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Demmin nahe des Massengrabes der sowjetischen Kriegsgefangenen eine Gräberstätte errichteten und „das Russengrab“ in der Woldeforst 73 Jahre nach dem Kriegsende im öffentlichen Gedenken einen Platz erhält.

Jugendaktion auf dem Friedensfest

Am 8. Mai gibt es ab 15.30 eine Aktion von Jugendlichen im Hafen von Demmin beim Friedensfest.

Heliumballons werden aufgeblasen und alle können dort ihre Wünsche auf eine Karte schreiben, auf die auf der einen Seite eine Friedenstaube gedruckt ist. Die Jugendlichen freuen sich auf regen Beteiligung.
Also seid dabei!

6. Mai Filmabend „Als Paul übers Meer kam“

6. Mai um 19 Uhr im Lübecker Speicher Demmin

Die Dokumentation „Als Paul übers Meer kam“ erzählt die bewegende Geschichte einer Flucht und einer außergewöhnlichen Freundschaft. Regisseur und Grimme-Preisträger Jakob Preuss hat in dem mehrfach preisgekrönten Film die Flucht von Paul Nkamani aus Kamerun nach Europa begleitet. Mit seinem Porträt über Herrn Nkamani ist dem Regisseur ein aufwühlender Film gelungen. In persönlichen und teils erschütternden Bildern berichtet der Film von den Gefahren, die Flüchtlinge in Kauf nehmen, um in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Dabei erzählt „Als Paul über das Meer kam -Tagebuch einer Begegnung“ auch von den eigenen Widersprüchen, die Preuss durchlebt, als ihm klar wird, dass er seine professionelle Distanz überwinden muss. Viereinhalb Jahre nachdem Paul Nkamani seine Heimat Kamerun verlassen hat, findet er ein Zuhause bei den Eltern von Preuss.

Der Filmabend findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Sonntag, den 6. Mai 2018, um 19 Uhr in Demmin im Lübecker Speicher, Am Bollwerk, statt (Eintritt frei).
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem international für Menschenrechte und Pressefreiheit aktiven Regisseur Jakob Preuss ins Gespräch zu kommen.

Feine Sahne Fischfilet kommt zum Friedensfest am 8. Mai in Demmin

Das für kommenden Dienstag geplante Friedensfest am Demminer Hafen bekommt prominente Unterstützung: Ganz nach dem Motto „Wer nicht feiert, hat verloren“ kommt die Punkband Feine Sahne Fischfilet in die Hansestadt, um Solidarität mit den Feiernden zu zeigen. Die Band setzt damit ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis und unterstützt das Bündnis Demmin Nazifrei sowie weitere Gruppen aus der Region.

Zahlreiche regionale Bands, Liedermacher*innen, sogar ein Chor sorgen den Tag über für Festivalstimmung. Schwerpunkt der Feierlichkeiten bildet die Bühne am Hafen. Den musikalischen Auftakt bilden dort die regionalen Liedermacher*innen Alice, Ole Schulz und Wieder in der Gegend sowie Anan, ein persischer Musiker, die um 15 Uhr beginnen. Ab 16:15 Uhr heizt dann Feine Sahne Fischfilet den Feiernden ein. Mit musikalischer Begleitung durch den Greifswalder Chor „Tippus“ machen sich um 17 Uhr die Anwesenden vom Hafen aus auf zum Stadtspaziergang, der über den Marienhain führt und wieder im Hafen endet. Dort spielen im Anschluss Lappalie (Folk/Punk/Liedermacherei aus HRO), Restposten (Salt and Pepper Punk aus HGW), Quin and the Sharks (Hardrock aus HGW) sowie Knurrhahn (Hardrock aus Berlin).

Wir freuen uns über zahlreiche Menschen von nah und fern, die sich für eine friedliche und solidarische Welt einsetzen!

Siehe auch bei Feine Sahne Fischfilet auf Facewbook

Bericht beim Nurdkurier


Mobilisierung und Anreise

Die Mobilisierung zum 8. Mai nach Demmin läuft auf vollen Touren. In mehreren Städten in MV gab es schon Infoveranstaltungen, auch in Berlin.
Falls ihr noch Infos braucht, hört euch in eurer Stadt um.

Busse gibt es aus mehreren Städte, klickt bei Interesse direkt bei den Städten an.

Greifswald

Neubrandenburg
Rostock
Stralsund?

Daneben gibt es noch weitere Anreisemöglichkeiten. Hört euch in eurer Stadt um.


Bei der Kunstnacht am 28.4. wurden in Demmin viele Flyer zum 8. Mai verteilt.

Rede am 8. Mai gegen Rüstungsproduktion und Kriegsführung

Vorab hier eine Rede, die am 8, Mai auf dem Stadtspaziergang bei einer Zwischenkundgebung vorgetragen wird:

Man sollte es kaum glauben: Deutschland ist im Krieg. Das nach 73 Jahren, wo sich nach dem 2. Weltkrieg viele Menschen geschworen haben: Nie wieder Krieg!! Nie wieder Faschismus!
Der 8. Mai erinnert uns, dass Krieg die schlimmste Übel der Menschheit ist und nur Erschütterung und Zerstörung mit sich bringt. Warum merken wir so wenig davon? Warum gibt es so wenig Widerstand?

Krieg wird nämlich exportiert. Wir bekommen nur ab und zu mal etwas mit, wenn Geflüchtete es schaffen, die um uns und Europa geschaffenen Mauern zu durchbrechen. Viele scheitern, viele bezahlen diesen Versuch mit ihrer Gesundheit, mit einer seelischen Verstümmelung. mit dem Tod.

Wer denkt von uns täglich daran, dass deutsche Soldaten außerhalb Deutschlands in 15 Einsätzen verwickelt sind. Manche im Auftrag der UN (was nicht heißt, dass diese auch nicht interessengeleitet sind), manche aber auch völkerrechtswidrig wie der Syrien, Afghanistan und Mali-Einsatz. Und wer weiß schon, dass deutsche Soldaten wieder unmittelbar an der Grenze zu Russland, in Litauen, stationiert sind. Dies ist wegen der historischen Last zweier Weltkriege sicher für viele Menschen in Russland eine erneute Provokation und Bedrohung.

Schon jahrelang ist Deutschland Rüstungsexportweltmeister hier in Europa, nach USA und Russland steht es an der Weltspitze und heizt damit die gegenwärtigen Kriege erst richtig an. Es gibt auf der Welt kein einziger Krisen- und Kriegsherd, wo deutsche Waffen nicht eingesetzt werden, häufig von beiden beteiligten Konfliktparteien. Das deutsche G3-Gewehr oder auch das Nachfolgemodel, das G 36-Gewehr, aber auch andere Kleinwaffen aus deutscher Entwicklung und Produktion können mit Recht als das täglich eingesetzte Massenvernichtungsmittel Nr. 1 in den gegenwärtigen Konfliktgebieten betrachtet werden. Mehr als 2 Millionen Menschen (so grobe Schätzungen) sind damit in den letzten 3 Jahrzehnten verstümmelt, seelisch traumatisiert oder getötet worden, ihr Leben lang gezeichnet. Entgegen den eigenen Grundsätzen werden täglich Kriegsgüter in kriegsführende Staaten verkauft und damit am Leid von so vielen Menschen noch Profit gemacht.

Auch an der Vorbereitung eine Atomkrieges ist Deutschland beteiligt: Es lässt völkerrechtswidrig Atomwaffen auf seinem Territorium zu,. Deutsche Soldaten üben täglich den Abwurf des ultimativen Massenvernichtungsmittel und die deutsche Regierung unterstützt die neue Atomwaffenaufrüstung. Gegen den Willen der Mehrheit der Staaten und Menschen auf der Welt bekämpft sie vehement den im letzten Jahr beschlossenen Atomwaffenverbotsvertrag, der völkerrechtlich längst überfällig ist. ICAN und damit die internationale zivile Friedensbewegung hat dafür im Dezember den Friedensnobelpreis erhalten.

Aber auch die zukünftigen Kriege werden schon vorbereitet. Norddeutschland und MV spielen da eine zentrale Rolle: In Schleswig Holstein entsteht das zentrale Drohnentrainingszentrum der Bundeswehr, in Jagel. Mit Drohnen werden vor allem unbeteiligte Menschen ermordet, in Angst und Schrecken versetzt und schwerst traumatisiert, und das ohne jegliches Risiko für die Mörder. Krieg wird so zum Spiel hinter dem Computer, weit weg vom eigentlichen Geschehen. Von MV werden alle seegestützten Operationen gesteuert und koordiniert, das Marineoberkommando sitzt in Rostock und wird weiter ausgebaut. In Laage zwischen Rostock und Güstrow befindet sich die zentrale Ausbildungsstätte der deutschen Luftwaffe. Von hier starten die Bundeswehrpiloten zu ihren Übungsflügen, z.T. in gesetzeswidrigen Tiefflügen.. Darunter leiden viele hier in Mecklenburg Vorpommern. MV avanciert zum Übungsfeld zukünftiger moderner Kriege und zum Kriegsvorbereitungsfeld Nr. 1.in Deutschland.

Dagegen regt sich Widerstand. Proteste gibt es am 8. Mai in Berlin bei der Hauptversammlung von Rheinmetall, einem der größten Rüstungsproduzenten. Aber nicht nur weit weg, sondern auch hier in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Rüstungsproduktion, die gestoppt werden kann.
Auf der Mecklenburger Seenplatte tun sich mehr und mehr Menschen zusammen, dokumentieren, schreiben Protestbriefe und organisieren eine neue Bürgerinitiative. Das darf sicher auch hier in Demmin geschehen. Was der 8. Mai lehrt: Aufstehen gegen jegliche Kriegsvorbereitung und Kriegsführung ist das Gebot der Stunde. Statt Deutschland zur Militärmacht und zu immer mehr Waffen auszubauen, sollte in die zivilen Konfliktstrategien investiert und Deutschland zur Friedensmacht umgeformt werden. Das kann aber nur durch uns, durch jeden einzelnen von uns bewirkt werden. Nehmen wir die Lehren des 8. Mai ernst!!!


In Deutschland produzierte Leopard2-Panzer verwendet die Türkei, um damit in der Türkei und in Syrien gegen die Kurden vorzugehen,