Archiv für November 2018

10.11. 14 Uhr Greifswald: „Für einen antirassistischen Feminismus – gegen die Hetze der AfD“

Gemeinsamer Aufruf der Initiative Seebrücke und Greifswald hilft zu den Protesten gegen die AfD am 10.11.

Anlässlich der Anfang Dezember in Marokko stattfindenden UN-Konferenz mobilisiert die AfD unter ihren rassistischen Anhänger*innen, um in Greifswald gegen die geplante Unterzeichnung des sogenannten „Flüchtlingspaktes“ zu protestieren. Bei dem 34-seitigen Papier, das von dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ausgearbeitet wurde, handelt es sich lediglich um eine nicht-rechtsbindende Absichtserklärung, in welcher die Menschenrechte von Migrant*innen zumindest rhetorisch gestärkt werden sollen.

Dieser Akt ist rein symbolischer Natur und führt zu keinerlei Konsequenzen für irgendeinen der unterzeichnenden Staaten, geschweige denn verbessert er die furchtbare Lage der sich derzeit auf der Flucht befindenden Menschen. Als wäre dies an sich nicht schon schlimm genug, versuchen gerade europaweit verschiedenste politische Parteien und Gruppierungen aus dem rechten und konservativen Lager, das Thema für sich zu vereinnahmen. Auch die hiesige AfD schwadroniert in diesem Zusammenhang einmal mehr von angeblich aufgrund des Flüchtlingspaktes drohenden Einwanderungswellen, die „unsere Kultur“ zu vernichten drohen.
Mit ihrem Protest gegen die UN-Konferenz offenbart die Partei allerdings recht deutlich ihr wahres, rassistisches Gesicht. Wer gegen die uneingeschränkte Gültigkeit der Menschenrechte für alle Menschen, ganz gleich woher sie stammen mögen, plädiert und mit unhaltbaren Falschaussagen gegen Minderheiten und Migrant*innen hetzt, hat schon lange den Boden von Demokratie und Humanismus verlassen.

Neben den lokalen AfD-Akteuren Reuken und Kramer soll auf der Demonstration am kommenden Samstag auch Leyla Bilge sprechen, die seit Monaten bereits in ganz Deutschland mit ihrem pseudofeministischen und rassistischen Programm auf Tournee ist. Es muss angenommen werden, dass die AfD nach ihrem Scheitern in anderen norddeutschen Städten (z.B. Rostock) nun auf der Suche nach einem alternativen Ort ist, an dem sie ihre Demonstrationen mit weniger Gegenprotest durchführen kann.

Lasst uns zeigen, dass sie in Greifswald nicht willkommen sind und hier kein Platz für ihre absurde Propaganda ist! Kommt am Samstag nach Greifswald und setzt mit kreativen eigenen Aktionen oder dem Mitwirken bei den zahlreichen Protesten ein klares Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass! Lasst uns nach #unteilbar und We’ll come united auch in Greifswald zeigen, dass wir eine bunte und vielfältige Gesellschaft sind und dass das Herkunftsland oder die Hautfarbe eines Menschen keine Rolle spielt. Unsere Antwort auf den Hass der AfD lautet: Grenzenlose Solidarität!

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9.11. Mahnen, Gedenken, Erinnern – gemeinsam gegen Nazis!

Die AfD will mal wieder demonstrieren, am 9.11. in Schwerin und Stralsund, am 10.11. in Greifswald.

Zeigen wir, dass der 9.11., der Tag der Reichspogromnacht, kein Tag für die Verbreitung von altem und neuem Hass gegen Menschen ist. Wir rufen auf zum vielfältigen, friedlichen Protest gegen die AfD-Veranstaltung in MV auf.

mehr Infos: Stralsund für alle

und Schwerin für alle

und Greifswald für alle

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6.11. Veranstaltung: Was bedeutet es, an Krieg zu denken?

Eine öffentliche Gesprächsrunde anlässlich des 100. Jahrestages des Ende des I. Weltkrieges

Mit: Anne Drescher, Historikerin und Landesbeauftragte (LSTU MV), Philipp Kuwert, Traumaforscher (Uni Greifswald). Thomas Stamm-Kuhlmann, Historiker (Uni Greifswald), Julia Gechter und Johanna Huth (Filmemacherinnen)

am 6. November, 19 Uhr, in die Aula des Goethe-Gymnasiums Demmin

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Demmin St. Bartholomaei

Nähere Informationen unter https://www.demokratieladen.de/veranstaltungen/

Die Hetze eines Thomas de Jesus Fernandes – heute in Demmin

Bekannt wurde de Jesus Fernandez durch abfällige Bemerkungen gegen ältere Menschen, sozial Benachteiligte, Geflüchtete, Schwulen und Lesben und anderes „Ungeziefer“.

Heute versucht sich Thomas de Jesus Fernandes um 19 Uhr im Tannenrestaurant in Demmin in der Kritik an den Wohlfahrtsverbänden.
Der Landtagsabgeordnete der AfD ist vom rechten Rand der Partei und es geht es ihm mehr darum, die soziale Arbeit im Land generell zu diskreditieren. Sein Pauschalvorwurf gegenüber den Wohlfahrtsverbänden ist ein Schlag ins Gesicht für alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Sozialarbeit.
Er will die persönliche Verfehlungen einzelner zu nutzen, um die Struktur der Wohlfahrtsverbände komplett zu zerschlagen.

Auf Wikipedia steht:
Im August 2017 wurden Protokolle eines Chats unter AfD-Mitgliedern bekannt, unter denen auch Thomas de Jesus Fernandes war. In diesen Protokollen, deren Veröffentlichung zum Rücktritt von AfD-Vizefraktionschef im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Holger Arppe führte, antwortete de Jesus Fernandes Arppe auf dessen Beitrag „Ich kann mir jetzt erklären, warum Revolutionen immer so blutig verliefen. Da muss man einfach ausrasten und erstmal das ganze rotgrüne Geschmeiß aufs Schafott schicken. Und dann das Fallbeil hoch und runter, dass die Schwarte kracht!“ mit den Worten „Du weißt aber schon das dieses Rotgrüne Geschmeiß trotz ihrer Abartigkeit nur willfähige [sic]* Erfüllungsgehilfen sind.“
Auf eine andere Eingabe seitens Arppe: „Er glaubt, dass es fast schon zu spät ist, da der Organisationsvorsprung der Linken kaum noch aufzuholen ist. Und wenn jetzt auch noch die AfD scheitert, dann ist es eben gut, wenn man einen Schrank voller Gewehre und ne Munitionskiste in der Garage hat.“ antwortete de Jesus Fernandes mit den Worten: „Recht hat er!“
Gegen mehrfache weitere gewaltverherrlichende Phantasien gegen politische Gegner, die von Arppe und anderen Mitgliedern des Chats geäußert wurden, erhob de Jesus Fernandes laut der Protokolle keinen Widerspruch, sondern reagierte nicht.

Arppe ist nach öffentlichem Druck aus der AfD rausgegangen(worden).

Hersel, de Jesus Fernandes und andere sind immer noch Teil der AfD.

Sandro Hersel von der AfD, der sein Wahlkreisbüro in Demmin hat, machte Feststellungen wie „Gestern war Willkommensfest in Greifswald, 50 Rentner, 50 Studenten, 10 Fahrradneger“. Im April 2015 verteidigte Hersel im Chat Angriffe auf Flüchtlingsheime: „Wir brauchen mal den Mut, die Meinung umzukehren. Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern eine Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben“

Gegen solche Hetze gilt es aktiv zu werden!

Chat-Ausschnitt vom 1. September 2015, weitere Beteiligte u.a. Sandro Hersel und Thomas De Jesus Fernandes