Archiv für März 2019

1. Mai Wismar – dem NPD-Aufmarsch entgegenstellen

Nachdem die NPD im letzten Jahr in MV keine Demo machte, wollen sie dieses Jahr in Wismar marschieren.
Die Nazis treffen sich um 12 Uhr am Hauptbahnhof. Ihre Route führt vielleicht am alternative Jugendzentrum Tikozigalpa vorbei. Deswegen gibt es dort ab 9 Uhr den ganzen Tag ein Nachbarschaftsfest.
Die Demo gegen die Nazis startet um 12 Uhr am Bahnhofsvorplatz.
mehr Infos:
http://wismarfueralle.blogsport.eu/

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Aktionskarte:

Kreativer Protest gegen rechtsextremen Aufmarsch!

Sie laufen und laufen und laufen! Fast wöchentlich gehen Neonazis zum Demonstrieren auf die Straße. Auch in Demmin findet jedes Jahr am 8. Mai ein sogenannter Trauermarsch statt.
Wenn wir sie schon nicht davon abhalten können – können wir sie aber wenigstens für etwas Sinnvolles laufen lassen, zum Beispiel gegen sich selbst. So wird der menschenfeindliche und geschichtsverdrehende Trauermarsch zum Spendenmarsch. Denn für jeden gelaufenen Meter gehen Spenden von Unternehmen, Bürger*innen und Unterstützer*innen zu gleichen Teilen an EXIT, ein Aussteigerprogramm für Rechtsextreme, und an die Geflüchtetenarbeit des interkulturellen Cafés 3K in Demmin.

Unterstützen Sie als Privatperson, mit Ihrer Firma oder als Institution den unfreiwilligen Spendenlauf am 8. Mai 2019 und helfen Sie mit, den Naziaufmarsch durch Demmin auf Dauer zu verbannen.

Die Neonazis laufen 3500m umsonst!

Ihre Spende überweisen Sie bitte an:
Demminer Bürger e.V.
Clara-Zetkin-Straße 16 – 17109 Demmin
Bankverbindung:
Sparkasse Neubrandenburg/Demmin
IBAN: DE56 1505 0200 0301 016020
Verwendungszweck:
Spendenlauf Demmin
Fragen und weiteres unter: demmin.n@gmx.de

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http://rechtsgegenrechts.de/

PDF des Flyers zum Runterladen

Erste Infoveranstaltungen zum 8. Mai

Greifswald 4. April, 20 Uhr bis 23 Uhr im IKuWo

Rostock am 28. April
(Genaueres folgt) im Vorfeld der Demo in Rostock am 4. Mai „Her mit dem schönen Leben!

Weitere Veranstaltungen sind in Planung wie beispielsweise in Schwerin – achtet auf Ankündigungen.

Die Akte BND

Wie der Bundesnachrichtendienst mit Rüstungstransporten in Krisenregionen Flüchtlingsströme produziert. Schaut es euch an.
Sudan, Myanmar, Jemen,…gehören dazu. Dem BND gezeigt wie das geht haben früher ehemalige Nazi-Offiziere.
Kriege sind ein Hauptgrund für Flucht -> Keine Rüstungsexporte!

Raus zum 8. Mai

Für eine offene, solidarische und ökologische Welt!

Einladung zu den Friedensveranstaltungen am 8. Mai 2019 in Demmin

In Demmin wird viel zu oft nur das Kriegsende angeschaut, nicht die Ursachen. Die schlimmsten Verbrechen begingen die Nazis, unterstützt von weiten Teilen der Bevölkerung. Demmin war Anfang der 1930er eine Hochburg der NSDAP und anderer rechter Parteien. Menschen jüdischen Glaubens verließen schon früh die Stadt, weil sie die antisemitischen Anfeindungen nicht mehr aushielten. Die Menschen wussten um die Verbrechen der Nazis. 1945 erreichten die Schrecken des Krieges Demmin.

Aktive Erinnerungskultur hilft, nie wieder in eine solche Situation zu kommen. Dafür freuen wir uns über jede Unterstützung.

In den letzten Monaten gab es viele Demonstrationen für eine offene, solidarische und ökologische Welt. Trotzdem verändern sich die Strukturen in der Gesellschaft nur langsam. Wir wissen, dass wir einen langen Atem brauchen. Kontinuierliches Agieren zahlt sich aus.

„Denn alles verändert sich, wenn du es veränderst!“

Wir brauchen Lösungen für die sozialen und ökologischen Fragen, damit Menschen überall auf der Welt ein gutes Leben haben können. Dafür brauchen wir keine Überwachung der Gesellschaft, keine Rüstungsexporte, keine Grenzzäune zwischen den Staaten, sondern Begegnungen zwischen Menschen.

Lasst uns gemeinsam am 8. Mai ein Zeichen setzen für den Frieden!

Kommt alle und feiert mit uns den Tag der Befreiung, das Ende des Zweiten Weltkriegs!


Bild: Nils Borgwardt

Der 8. Mai rückt näher – ein Blick zurück

Die Vorbereitungen für dieses Jahr laufen bereits. Einige Pläne sind schon besprochen.

Zuerst ein Blick zurück: Beim letzten 8. Mai waren es gut 1000 Menschen, die sich bunt und vielfältig bei den Protesten am 8. Mai gegen den Naziaufmarsch gezeigt haben – so viele wie noch nie. Mit dem Stadtspaziergang, dem Friedensfest mit Alice Angst, Ole Erik Olafson, Wieder in der Gegend, Lappalie, Restposten, Knurrhahn, Quint and the Sharks und Feine Sahne Fischfilet, dem lautstarken Feierprotest entlang der Nazistrecke und den vielen andere Aktionen ist es gelungen, den Nazis die Laune nachhaltig zu vermiesen. Trotz ihrer Bemühungen stagniert bei ihnen die Zahl der Teilnehmer*innen bei 180. Das war auch nach dem 8. Mai noch spürbar, weswegen wir 2019 daran anknüpfen wollen.

Zwei Filme prägten das Frühjahr: „Über Leben in Demmin“ war der Renner, nicht nur in Demmin.
Das löste viele Diskussionen aus, die noch länger wirken werden. Veranstaltungen zu Trauma, Russenkindern, Aufarbeitung der Geschichte,… wird es auch 2019 geben sowie Unterrichtsmaterial ist in Planung.

„Wildes Herz“ mit der Geschichte von Feine Sahne Fischfilet und Monchi lies die Emotionen steigen, lief in vielen Kinos, aber sollte im lokalen Kino im Besitz der Stadt nicht laufen. Es kam aber doch zur Aufführung in Demmin. Dies lief im Rahmen der Jugendaktionswochen „Stand up Demmöng“, welche neuen Schwung in die selbstbestimmte Jugendbeteiligung brachten mit Projektideen für eine jugendgerechte Stadt.

In der Woldeforst entstand endlich ein Gedenkort für die bei Zwangsarbeit ums Leben gekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen.

AfD und Rechte versuchten im letzten Jahr mit viele Demos und Aktionen, noch mehr Einfluss zu bekommen. Die Ereignisse in Chemnitz waren ein trauriger Höhepunkt von Hetze und Gewalttätigkeiten gegen Geflüchtete und Andersdenkende. In Demmin war es wohl ein Auslöser für den Übergriff Anfang September.

Dagegen gab es vielfältige, zahlreiche Proteste. In Rostock kamen viele zu den erfolgreichen Demos gegen die AfD, deren Demos dadurch immer weniger Teilnehmer*innen hatten. Aber auch in anderen Städten liefen viele Aktivitäten für eine offene und solidarische Gesellschaft. Im Herbst der Solidarität ging es um Seebrücke, Miete, Kohleausstieg und vieles mehr.

Der Rechtsruck ist immer noch da, vom Spurwechsel ist nicht viel zu spüren.
Die Rechte feiert Erfolge in vielen europäischen Ländern, Brasilien, Türkei… und Deutschland exportiert weiter Waffen in Krisenregionen.
Rechte Netzwerke in Behörden wie NSU 2.0 werden öffentlich genauso wie Uniter oder Blutorden.
Die Regierung verschärft weiter die Ausgrenzungs- und Abschieberegelungen für Geflüchtete.

Wir brauchen einen langen Atem.

Wir brauchen Lösungen für die sozialen Fragen, damit Menschen auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr so abgehängt sind. Wir brauchen ein freies Internet, ökologisches Handeln, eine offene und solidarische Gesellschaft.
Wir brauchen nicht noch mehr Kontrolle, nicht noch mehr Durchgriffsmöglichkeiten für die Polizei. Zivilgesellschaft stärken ist angesagt.

Am 8. Mai soll es wieder ein Friedensfest von 16 Uhr bis in den späten Abend im Hafen von Demmin geben. Ab 16.30 Uhr gibt es einen Stadtspaziergang und danach wieder viele Aktionen entlang der Strecke um das Kriegsende zu feiern. Genaueres dazu demnächst.

Hier kommen noch ein paar Links und Bilder vom letzten 8. Mai:

Bildergalerien: 1 234

Nordkurier, Ostseezeitung, NDR-Beitrag ist leider nicht mehr online, Endstation Rechts, BNR und viele mehr.
hier noch mal Nordkurier


Stadtspaziergang – Bild: Georg Schramm


Vielfältiger Protest in der Stadt – Bild: Demmin Nazifrei


Schwimmender Protest – Bild: Georg Schramm


Friedensfest im Hafen – Bild: Georg Schramm


Am Markt gibt es Konfetti, als die Nazis vorbeiziehen – Bild: Nils Borgwardt

25.3. in Rostock gegen die AfD – Interreligiöse Solidarität

Am 25. März marschiert die AfD wieder durch Rostock. Das wollen wir nicht reaktionslos hinnehmen. Wir treten für Menschenrechte ein und wehren uns gegen das diskriminierende Verhalten auf unseren Straßen. Schon im letzten Jahr zogen die AfD-Anhänger mehrmals durch Rostocker Stadtviertel.

Wir solidarisieren uns mit denen, die von ihnen angegriffen werden. Denn wir wollen, dass Rostock weiterhin vielfältig, tolerant und weltoffen bleibt. Dazu zählt auch die Religionsfreiheit eines jeden Menschen. Niemandem soll das Recht abgesprochen werden, eine Religion frei zu wählen und auszuüben. Jede Person soll in Freiheit und ohne Einschränkung des Glaubens leben dürfen.

Für Menschlichkeit statt rechter Hetze!

Komm mit uns auf die Straße und erhebe deine Stimme!
Rostock reicht´s!

23.3. Neubrandenburg: Demo gegen völkischen Chic

Im Januar eröffnete in der Stargarder Straße 10b in Neubrandenburg der Thor Steinar Laden „Tønsberg“ und wir wehren uns dagegen!

Da nach bald zwei Monaten der Naziladen in der Innenstadt immer noch besteht, ruft Neubrandenburg Nazifrei zusammen mit vielen anderen zu einer Demonstration durch Neubrandenburg vom Bahnhof bis zum Laden auf.
Für ein weltoffenes Neubrandenburg, gegen Rassismus und Ausgrenzung!

WARUM?!
Thor Steinar ist eben keine normale Modemarke und wird es auch niemals sein. Die Betreiber der einzelnen Shops in ganz Europa und auch die drei zentralen GmbHs mit Millionengewinnen weisen über Umwege oder auch direkt auf die radikale rechte Szene. Geld geht beim Kauf also an Rechtsradikale. Außerdem weisen die Motive auf den Klamotten in eine klare Richtung: Thor Steinar spielt trotz heutigen unauffälligeren Auftretens bewusst mit klar menschenverachtenden, geschichtsrevisionistischen und gestrigen Ideologien. Neben völkische-mythologischen Runenkrams findet sich bei vielen Motiven ein positiver Bezug zum Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg und deutscher Kolonialgeschichte. Nebenher wird ein überholter Begriff von Männlichkeit hochgehalten und Gewalt glorifiziert.

Klar ist: Wer Steinar trägt, will sich als Teil der rechten Szene erkennbar machen, es ist ein identitätsstiftendes Merkmal für Nazis. Die ganze Firmenstrategie ist darauf ausgelegt, in der Grauzone diese Kundschaft zu erreichen und diesen eine Möglichkeit zu geben sich dezent nach Außen klar zu positionieren. Selbst der Verfassungsschutz erkennt diese Rolle an und im Bundestag und auch im Landtag M-V ist die Marke verboten.

UND JETZT?!
Wir lassen nicht zu, dass so ein Laden sich bei uns in der Stadt etabliert. Nicht nur der Ruf und das Bild der Stadt leiden enorm, viel wichtiger ist, dass diskriminierte Gruppen und quasi auch jede*r Andersdenkende in ihrem/seinem Alltag bedroht ist, wenn der rechte Thor Steinar Lifestyle Teil der Innenstadt wird. Wenn die Marke es schafft Alltag zu werden ist das eine Bedrohung für das demokratisch, vielfältige Zusammenleben in unserer Stadt und für eine angemessene Erinnerungskultur an die deutschen NS-Verbrechen.

Daher fordern wir die Stadt und die Vermieterin Tyroller auf Maßnahmen zu ergreifen und sich klar zu positionieren! Gerade die Vermieterin aus Erfurt, eng verknüpft mit der CDU, ist in der Lage den Mietvertrag zu kündigen und hat sich bisher noch mit keinem Wort geäußert. Der Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt hat bisher seinen Worten gegen den Laden keine sichtbaren Taten folgen lassen. Dies gilt es zu ändern!

Keine Toleranz der Intoleranz!
Keine Geschäfte mit Nazis!

http://nbnazifrei.de/
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