Archiv für August 2019

Preisverleihung: Ideenwettbewerb „MACHEN! 2019“

Der Quietjes eV. hat sich für das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin beim Ideenwettbewerb „MACHEN! 2019“ des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer beworben und ist nun unter den Preisträger*innen.

Unter dem Motto „8. Mai 2020 – Demmin wird noch bunter“ freuen wir uns schon auf die Umsetzung im nächsten Jahr.

###Aktualisierung###
Bei der Preisverleihung am 26.11.2019 in Berlin erreichte das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement“ den
2. Platz und bekam: 12.500 Euro

Blühenden Landschaften gibt es in Demmin weniger, wenn der Agrarindustrie-Raps nicht mehr blüht.
Deswegen freuen wir uns auch über den 2. Platz des Ideenwettbewerbs des Ost-Beauftragten und versprechen:
Wir treiben es noch bunter. Kunterbunt!

Hier ein Artikel dazu:
https://www.nordkurier.de/demmin/bundes-preis-fuer-demminer-buendnis-2636550308.html

Was im Artikel fehlt ist unsere Kritik an der Bundesregierung; dass sie erst jetzt mehr gegen Rechtsradikale macht. Der NSU, Nordkreuz und andere waren jahrelang aktiv ohne dass die Behörden effektiv dagegen vorgegangen wären. Es fehlt immer noch eine transparente Aufarbeitung, Genauer gesagt ist es ein Staatsversagen.
Ohne Zivilgesellschaft, ohne antifaschistische Gruppen und deren öffentlichen Druck gäbe es kaum Aufklärung.

Bitte bis zum So., 18.8. abstimmen!

Die Abstimmung üer den Publikumspreis der Ehrenamtsstiftung MV geht am Sonntag, 18. August zu Ende.
Also an alle, die noch nicht abgestimmt haben: Beteiligt euch bis dahin!

https://www.ehrenamtsstiftung-mv.de/anerkennung/engagementpreis-mecklenburg-vorpommern/publikumspreis-2019/Aktionsbuendnis-8.-Mai/

24.8.: Unteilbar Dresden

Am 24. August findet die bundesweite #unteilbar Demo mit „We‘ll come United“-Power-Block statt! Seid dabei!

Zur Anreise aus MV sind hier Infos: https://www.facebook.com/events/364616480852217/

mehr Infos:
https://www.unteilbar.org/

Buchvorstellung am 20.8.: Verschwiegene Erbschaften

Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen

20. August 2019, 19 Uhr, Lübecker Speicher Demmin
mit Uta Rüchel

Eintritt: frei

Die Soziologin Uta Rüchel fragt in ihrem Buch nach den langen Schatten von Flucht und Vertreibung nach 1945. Hatte die jahrzehntelang unterschiedliche Erinnerungspolitik in Ost- und Westdeutschland Auswirkungen auf die Verarbeitung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen? Gibt es familiale und kollektive Erfahrungshintergründe, die als verschwiegene Erbschaften immer noch in uns wirken und unsere Haltung zu den Flüchtlingen heute prägen? Die Ergebnisse ihres Projektes fasst Uta Rüchel in der These zusammen: Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen. Das gilt für die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 ebenso wie für die Ostdeutschen, die nach 1989 einen Neuanfang zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für viele Migranten und all jene, die durch die Folgen der Globalisierung zunehmend verunsichert sind.

Eine Veranstaltung des Lübecker Speicher Demmin
mit Unterstützung des Demokratieladen Anklam

Film: Über Leben in Demmin

Für alle die den Film noch nicht gesehen haben oder noch mal sehen wollen und jetzt warum auch immer dafür Zeit haben:

Ausstellung: Das Geheimnis der Versöhnung ist Erinnerung

Ausstellung mit Fotos und Texten zum Krieg gegen die Sowjetunion

Von Sonntag, den 11. August bis Sonntag, den 15. September 2019
in der St.-Bartholomaei-Kirche in Demmin
Mo.-Fr. 13-17 Uhr, Mi. 9-12 Uhr, Sa. 13-17 Uhr

Während der Dauer der Ausstellung gibt es Möglichkeiten, sich auszutauschen. Frau Dr. Elke Scherstjanoi wird (Nachtrag: leider erst im November) wieder nach Demmin kommen mit ihren Rechercheergebnissen zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Demmin.

Eröffnung am Sonntag, den 11. August 2019, um 17 Uhr
in der St.-Bartholomaei-Kirche in Demmin durch Dr. Jörg Morré, Direktor
des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

Das Geheimnis der Versöhnung ist Erinnerung
Bald ist es 75 Jahre her, dass die Vertreter der deutschen Wehrmacht bedingungslos kapitulierten. Damit endete ein grausiger Krieg in Europa, angezettelt von einem grausigen Regime aus Deutschland. Zwischen 70 und 75 Millionen – Soldaten und Zivilisten – verloren ihr Leben. Darunter 27 Millionen Tote allein aus der Sowjetunion. Die Gräuel, die unmittelbar nach dem Krieg geschehen sind, sind furchtbar. Aber sie dürfen nicht vergessen machen, was zuvor geschah. Auch nicht in der Stadt Demmin. Hier instrumentalisieren die Neonazis die Selbstmorde, vor allem die der Frauen und Kinder, in einem jährlichen Aufmarsch.

Am 8. Mai dieses Jahres sagte ein mitmarschierender Rentner: „Nie hätte sich ein Soldat der Wehrmacht etwas Schlechtes zuschulden kommen lassen. Das waren die Russen in den Uniformen getöteter Deutscher!“ Und er kann auch öffentlich sagen: „Über einen Holocaust ist mir überhaupt nichts bekannt“.(Nordkurier, 22. Mai 2019, S. 14)

Vielleicht begleiteten diesen Aufmarsch auch Menschen aus Demmin, deren Verwandte sich vor Verzweiflung und Angst damals umbrachten. Doch die Neonazis trauern nicht um Ihre Verwandten, sie betrauern den Untergang des verbrecherischen Dritten Reiches.

Wir Nachkriegsgenerationen haben die Chance, uns Wissen anzueignen.
Wir haben die Chance, uns anders zu verhalten. Wir können uns einsetzen für Versöhnung und Frieden.
Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Quelle: Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum Berlin
Leihgabe der Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum der Evangelischen
Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.