Archiv für Oktober 2019

Bunte Maschen statt brauner Märsche

Die Vorbereitungen zum nächste 8. Mai laufen an. Ein Teil davon ist das:

Stricken für Vielfalt und Toleranz!
Guerilla Strickkunst als Ausdruck für eine kreative Protestaktion!

Für unsere Straßenkunstprojekt am 8. Mai 2020 – „Gestrickte Graffiti!“ suchen wir Mitstreiter*innen und Wolle, Wolle, Wolle.

Seit 2006 rufen in Demmin am 8. Mai Neonazis zu einem geschichtsverdrehenden und menschenfeindlichen Trauermarsch auf. Dagegen demonstrieren wir kreativ, bunt und friedlich. Wir feiern den Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus und das Ende des Krieges. Wir setzen ein Zeichen für eine offene und solidarische Welt.
Am 8. Mai 2020 werden wir das Erscheinungsbild der Stadt völlig verändern – mit gestricktem Graffiti. Viel mehr als Wolle und Strick- oder Häkelnadeln sind nicht nötig um zu beginnen. Im Unterschied zu herkömmlichem Graffiti hinterlassen diese keine Spuren oder gar Schäden auf den umgarnten Flächen. Ein Großteil unserer Strickarbeiten wird im Vorfeld zu Hause oder bei gemeinsamen Strickevents angefertigt Dafür werden 2 Meter lange und 40-45 cm breite kunterbunte Schals rechts/links gestrickt, gehäkelt…. Schön elastisch sollen sie sein, damit die Schals dann auch um die Laternen passen. Als Material dienen bunte Garne und Wollreste, die nicht mehr benötigt werden, ganz nach dem Upcycling Motto: Aus alt wird sinnvoll.
Durch unsere Straßenkunst senden wir am 8. Mai eine eindeutige Botschaft für Vielfalt und Farbe statt brauner Propaganda!

Weitere Details:
Jeden Freitag ab 15.30Uhr im Demminer Bürger e.V., Clara-Zetkin-Straße 16
Oder Email: demmin.n@gmx.de

Erste Woll-Spenden sind schon eingegangen und es gibt zugesagte Beteiligungen von Gruppen.


Bild: von privat


Bild: Von JAM Project from Sydney, Australia – Image1830 Queen Babs Redfern, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=70106949

15.10.: Offene Podiumsdiskussion mit Martin Farkas zu ÜberLeben in Demmin

Ein Rückblick auf den Film und was danach geschah

Am 22.März feierte der Film „Über Leben in Demmin“ von dem Regisseur Martin Farkas in Demmin seine Premiere. Der Film machte nicht nur hier in der Region Schlagzeilen, sondern lief auch bundesweit, wo er ebenso hohe Wellen schlug. Mit diesem Film hat Martin Farkas es geschafft, die Menschen für ein Thema zu sensibilisieren, das lange Zeit verschwiegen wurde, bzw. über das auch nicht geredet werden durfte. Der Film gab Anlass zum Reden und viele weitere Beiträge zum Beispiel im Nordkurier griffen ebenfalls das Thema auf.

Am 15.10.19 möchten wir den Regisseur Martin Farkas erneut nach Demmin einladen, um mehr über die Auswirkungen des Films zu erfahren. Welche Resonanzen hat der Film regional und bundesweit erreicht? Was war das Pro und das Contra? Gibt es eine Fortsetzung? Welche Erfahrungen hat Farkas gemacht, die nicht im Film gezeigt wurden? Welcher Kritik wurde er ausgesetzt? Welche Auswirkungen hat der Film auf das Aktionsbündnis 8.Mai?
Diese und viele weitere Fragen möchten wir am 15.10. gemeinsam mit Martin Farkas, den Beteiligten des Aktionsbündnisses 8.Mai, sowie weiteren Gästen besprechen. Ebenfalls stehen auch dem Publikum Plätze zur Verfügung, sich mit eigenen Fragen an der Diskussion zu beteiligen. Geleitet wird der öffentliche Abend vom Moderator Rene Börrnert.

Termin: 15.10. 19
Wo: Voelschow Berg, Devener Holz 3, 17109 Demmin
Wann: Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

organisiert von T30 e.V.
unterstützt von Ehrenamtsstiftung MV

12.10.: Gegen den Naziaufmarsch in Güstrow

Am Sonnabend wollen MVgida-NPD-Nazis ab 17 Uhr in Güstrow am Bahnhof mit ihrem Marsch starten. Auch wenn es nur ein paar Dutzend Nazis werden sollten, ist der Protest wichtig. Denn gerade diese Faschisten sind in den letzten Jahren durch Hass, Drohungen, Sachbeschädigungen und Gewalttätigkeiten auffällig geworden.
Unterstützt die Gegenproteste vor Ort, die schon ab 15 Uhr im Rosengarten beginnen.

Aktionsnetzwerk Demokratie Güstrow
schreibt dazu:
„Die Naziszene will in Güstrow mal wieder aufmarschieren. Diesmal unter dem Motto Sicherheit. Wir können darüber nur lachen, viele der Nazis sind polizeibekannt und einschlägig vorbestraft. Für Ordnung und Sicherheit sorgen wir am Samstag. Bringt Besen, Handschuhe und Müllsäcke mit- kommt um 15 Uhr zum Pavillon in den Rosengarten. Wir werden wieder gemeinsam Müll und Scherben aufsammeln- damit sich Niemand verletzt. Im Anschluss sorgen wir in der Eisenbahnstraße für Ordnung. Den braunen Dreck fegen wir ab 16:30 Uhr von unseren Straßen.“

Twitter: https://twitter.com/hashtag/gue1210?f=live