Archiv für Januar 2020

Gemeinsam gegen rechte Gewalt in Greifswald und anderwo

Letzten Sonntag kam es zu einem versuchten Angriff mit Molotovcocktails auf das linksalternative #Jugendzentrum Klex in Greifswald. Kurz zuvor gab es Freitag aggressive Pöbeleien und Handgreiflichkeiten gegen Vereinsmitglieder und Haus, wobei rechtsextreme Parolen gebrüllt wurden.

Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle! Auf zur Solidemo am Samstag 1.2. um 14 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz!

Das größte Interesse galt der Lebensmittelausgabe der Tafel

Die meisten Tafelkund*innen gingen heute nicht zum AfD-Essenstand, der sich auf einem benachbarten Innenhof befand, sondern holten sich nur ihr Obst und Gemüse von der Tafel.
Die AfD versuchte, sich offen und freundlich zu geben, aber das Kesselgulasch war weitesgehend Schweinefleisch – so viel zu: Alle können mitessen…
Einige Tafelkund*innen beklagten über die Anbiederungsversuche der AfD. an unserem Info-Stand mit Kaffee und Kuchen. Die Tafel selbst freute sich über unseren Stand. Bei der Tafel hatten nach der Rücküberweisung viele empörte AfDler*innen angerufen und waren oft beleidigend.

Die AfD sprach anscheinend davon, ihre Aktion am nächsten Freitag zu wiederholen – wir werden sehen was das bringen soll.


Stand von uns, im Hintergrund die Tafel.


Essensstand der AfD.

Bilder: Demmin Nazifrei

Die Wirtschaftspolitik der AfD verschärft die Armut – Gulaschkanone ist nur Augenwischerei

Eine Partei die für Ausgrenzung bekannt ist und deren neoliberale Wirtschaftspolitik die Armut noch steigern wird, will sich plötzlich zum Retter der Hungernden aufschwingen? Glaubt sie damit ihr Image aufpolieren zu können? Ihre Vorschläge zur Privatisierung von Sozialversicherungen werden die Probleme weiter verschärfen.
Und warum vor den Räumen der Diakonie? Nur weil sie die Spende der AfD nicht annehmen wollten und zurücküberwiesen? Die AfD kritisiert doch pauschal alle Wohlfahrtsverbände.
Die Tafel verteilt jeden Tag Essen an Bedürftige und braucht dafür Unterstützung. Aber diese AfD-Aktion ist eine heftige Provokation und löst keine Probleme.

Küche für alle gibt es beispielsweise auch im interkulturellen Café 3K in Demmin jeden Freitag Nachmittag. Menschen, die wenig haben, brauchen dafür nicht zu spenden.

Mit unserer Aktion bei der Demminer Tafel praktizieren wir Kommunikation im öffentlichen Raum. Viele AfDler*innen sind so verbalagressiv, dass ein Dialog nicht möglich wäre. Noch dazu vertritt die AfD Positionen, die so menschenverachtend sind, dass dies keiner Diskussion würdig ist. Also protestieren wir gegen ihre Hetze, verstecken uns nicht hinter Transparenten und benennen die Probleme beim Namen, auch wenn sie es nicht hören wollen: Rassismus, Pro-Faschismus, Antisemitismus, Umweltprobleme, Genderfragen und vieles mehr.

Für gutes Essen braucht es keine AfD !

Freitag, 31. Januar
10.45 Uhr bis 13 Uhr bei der Demminer Tafel
Brinkstr 2, 17109 Demmin

Auf das es nie wieder ein Auschwitz gibt!

„Während ich die ersten Bilder von Auschwitz in der Schule sah, wurde mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass Menschen sich an so etwas beteiligen“
Es ist wichtig, immer wieder daran zu erinnern, wie grausam und vernichtend diese Konzentrationslager vor allem für jüdische Menschen waren, die zu Millionen getötet wurden. Drei Demminer Juden wurden im KZ getötet, andere konnten fliehen, bei einigen ist unklar, was aus ihnen geworden ist. Viele verließen die Stadt schon vor 1938, weil der antisemitische Druck zu groß war.
In der Munitionsfabrik in der Woldeforst im Norden Demmins starben die sowjetischen Kriegsgefangenen bei kräfteraubender Zwangsarbeit sehr schnell an Kälte, Krankheiten und Unterernährung.
Der katholischen Priester Nolewaika kam 1940 ins KZ Dachau und starb 1951 an Spätfolgen.

Heute gab es dazu eine Veranstaltung in der katholischen Kirche von Demmin und ein Gedenken am Barlachplatz.

Leider war die AfD anwesend und legte neben vielen anderen auch ein Blumengebinde ab.

Danach legten einige noch Blumen an die polierten Stolpersteine.

Stolpersteine für Lisbeth und Arnold Davidsohn

Stolperstein für Grete Davidsohn

Bilder: Demmin Nazifrei

10.1.: Kundgebung gegen den faschistischen Hetzer Stephan Brandner (AfD)

Die AfD Demmin hat am 10 1. um 19 Uhr zum Bürgerdialog ins Tannenrestaurant eingeladen. Aber mit einem Nazi wie Stephan Brandner (AfD) ist kein Bürgerdialog zu machen. Seine antisemitische, rassistische, faschistische Hetze ist so krass, dass er als Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestags abgewählt wurde. Deswegen soll er auch aus seiner alten katholischen Studentenverbindung ausgeschlossen werden.

Mit Björn Höcke versteht sich Brandner dagegen sehr gut. Beide gehören dem völkisch-nationalistischen Flügel der AfD an, welcher vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Brandner fällt immer wieder durch seine heftigen Kommentare und Tweets auf, die hier nicht wiedergegeben werden – dafür gibt es genug Quellen im Internet. In seiner Abschiedsrede aus dem thüringischen Landtag sprach er von sich selbst sogar als dem „Pöbler aus dem Landtag“

Das die AfD sich weiter nach rechts bewegt, kann daran gesehen werden, dass trotz seiner extremen politischen Positionierung Brandner am 30. November 2019 durch den AfD-Bundesparteitag in Braunschweig zu einem von drei stellvertretenden Bundessprechern seiner Partei gewählt wurde.

Dass die Demminer AfD jetzt ausgerechnet Brandner als Redner einlädt zeigt, dass die Diakonie zurecht die Spende an die Tafel zurücküberwiesen hat.

Thomas de Jesus Fernandes war schon mal in Demmin zu einem Vortrag und ist auch ein Hetzer und Rechtsaußen.

Kommt zur Kundgebung !
vor dem Tannenrestaurant am 10. Januar 2020 um 18 Uhr
(Adresse: Sandbergtannen 1, Demmin)

Klare Kante gegen antisemitische, rassistische, faschistische Hetzer !

Hier der Nordkurier-Artikel


Orginal-Bild: Olaf Kosinsky