Archiv für Februar 2020

Mittelmeerdialoge in Stavenhagen

Nach 700 Aufführungen der Asyl-Monologe, Asyl-Monologe und NSU-Monologe erzählen die Mittelmeer-Monologe von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boote nach Europa wiederfinden, von brutalen “Küstenwachen” und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Meer etwas entgegen setzen.

Dokumentarisches Theater (Organisation Wort und Herzschlag)
- mit anschließendem Publikumsgespräch -

14. März, 19.00 Uhr, Alte Synagoge Stavenhagen
(in Zusammenarbeit mit dem Projekthof Karnitz)
mehr beim Facebook

Gegen jede Kriegstreiberei ! Ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung

Heute Nacht sollen die ersten US-Militärkonvois von Hagenow durch Mecklenburg-Vorpommern nach Torglow rollen - für das Nato-Manöver Defender 2020 an der russische Grenze.
Mehr Infos hier und hier
Sie hat begonnen, die Hauptphase des NATO-Großmanövers
#DefenderEurope2020. Rund 37.000 Soldaten aus 18 Staaten sind beteiligt.
Durch ganz Europa bewegen sich die Nato-Truppen, die genauen Wege sind unklar. Die Schiffe kommen in verschiedenen europäischen Hafen an, Panzer und anderes schweres Gerät werden mit der Bahn in Extra-Waggons und eingebauter Vorfahrt transportiert. LKW rollen in geschlossenen Konvois über die Autobahn.

Doch Defender 2020 verteidigt nichts, es provoziert.
aus der Erklärung des DGB:
„Statt dieser Konfrontation sind aus Sicht der Gewerkschaften Entspannungspolitik und kooperative Beziehungen mit Russland das Gebot der Stunde. In der Charta von Paris wurde 1990 das Ende des Zeitalters der Konfrontation und der Teilung Europas ausgerufen. Spätestens seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine wissen wir zwar, wie weit wir heute von diesem Anspruch entfernt sind. Unverändert gültig bleiben muss aber das Ziel, auf das sich alle europäischen Staaten einschließlich Russland, den USA und Kanada in der Charta gemeinsam verpflichtet haben: „Wir erklären, dass sich unsere Beziehungen künftig auf Achtung und Zusammenarbeit gründen werden.“ Dieses Bekenntnis muss wieder ins Zentrum der internationalen Beziehungen rücken – sowohl seitens der NATO als auch seitens Russlands.“

Unsere Lektion aus den Schrecken der beiden Weltkriege lautet: „Nie wieder!“
Jeder Krieg bringt unsägliches Leid, egal wo und wann auf dieser Welt.
Also werdet aktiv und zeigt euch auf den Straßen!

Infos:
http://www.imi-online.de/
https://www.antidef20.de/

Entschlossen gegen den Rechtsterrorismus

Am Donnerstag trafen sich 30 Menschen zur Mahnwache am Luisenplatz (Bericht Nordkurier) Unsere Trauer war gepaart mit unendlicher Sorge vor weiteren rechtsterroristischen Attentaten. Menschen mit Migrationshintergrund trauten sich leider kaum zu der Demminer Aktion trotz Einladung. Sie scheuten sich, wollten keine Probleme oder Rassismus abbekommen. Denn bei den Kommentare auf Facebook zur Ankündigung der Demminer Mahnwache und auf der Straße während der Aktion war einiges krasse dabei.

Aus der Pressemitteilung des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt:
Unsere Solidarität gilt allen, die von rassistisch, antisemitisch und rechts motiviertem Terror und Gewalt betroffen sind: den Hinterbliebenen, den Verletzten, den Überlebenden und den angegriffenen Communities.

Jetzt gilt es den Betroffenen zuzuhören.
Konsequenzen zu ziehen und zu handeln sowie antirassistische, antifaschistische Initiativen zu stärken!
Damit so etwas nie wieder passiert.

und ja, die AfD ist der verlängerte Arm des Rechtsterrorismus.

Im Gedenken an die zehn Ermordeten des rassistischen Terroranschlags von #Hanau. Vergesst ihre Namen nicht!
Wir trauern um:

Ferhat Unvar
Gökhan Gültekin
Hamza Kurtović
Said Nessar El Hashemi
Mercedes Kierpacz
Sedat Gürbüz
Kaloyan Velkov
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Gabriele Rathjen

mehr Infos zu den Opfern unter anderem hier

Mahnwache am 20.2. in Demmin

Heute: Mahnwache gegen den rechten Terror in Hanau und anderswo – wir trauern um die Opfer!

Die Nachrichten sind voll mit dem rechten Terror von gestern Abend in Hanau.
Ein Mann hat 9 Menschen, alle mit Migrationshintergrund, teilweise kurdisch, in zwei Shisha-Bars, einem Kiok und einem Auto erschossen. Der mutmaßliche Täter und seine Mutter wurden leblos aufgefunden
Ein Rechtsterrorist der rassistische Säuberungen will, Verschwörungstheorien anhängt, …
Das ist ein weiterer Rechter der gezielt Menschen erschießt. Erinnert an die Tat in Halle und die vielen anderen Ermordungen durch Rechte wie die Erschießung von Lübcke oder die Taten des NSU.
Die AfD schafft mit ihrer rassistischen Hetze das Klima für solche Taten.

Wir trauern um die Ermordeten, unser Mitgefühl gilt den Überlebenden,
Angehörigen und Freund*innen.
Wir sind schockiert, haben Angst und sind wütend.
Wir klagen den rassistischen Terror in diesem Land an.

Mahnwache heute am Luisenplatz in Demmin, 18 Uhr

„Hass vernichtet“ -Ausstellung und Vortrag

“Nachdem ich die ersten Hassbotschaften entdeckt habe, die auch zum Mord an Juden, Immigranten und Andersdenkende aufforderten, machte ich mich sofort daran, diese nach der fotografischen Dokumentation zu entfernen.”
Die Aktivistin ist für ihren unermüdlichen Einsatz gegen braune Parolen deutschlandweit bekannt geworden und natürlich immer unterwegs.

Ausstellung und Vortrag
von/mit Irmela Mensah-Schramm

mit Schülerarbeiten aus dem Schülerworkshop

5. März 2020, 19.00 Uhr, Alte Synagoge Stavenhagen
(in Zusammenarbeit mit dem Projekthof Karnitz)

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Vorbereitungen für den 8. Mai 2020 laufen

Eine große Feier
Das Kriegsende des 2. Weltkriegs jährt sich dieses Jahr zum 75. Mal. Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Dies wollen wir richtig feiern.
Vermutlich wollen die Nazis, vor allem NPD und Kameradschaften, an diesem Tag leider wieder in Demmin ihren „Trauermarsch“ machen und die Geschichte dabei verdrehen. Gegen diese faschistische Ideologie, gegen Rassismus und Antisemitismus gilt es aktiv zu sein auf der Straße.
Toll wäre, wenn einfach so viele Leute feiern, dass die Nazis ihr Ding nicht machen (können) und frustriert wegfahren.
Wir wollen diesen Tag bunt und vielfältig begehen mit einem interessanten Programm, welches noch in Vorbereitung ist. Die Wochen davor wird es mehrere Veranstaltungen geben.

Die AfD Mecklenburgische Seenplatte ist von der NPD inhaltlich nicht weit entfernt:
aus der AfD-Pressemitteilung zum 8. Mai von 2019: „Gleichzeitig sehen wir angesichts des unermesslichen Leids, das die Menschen in Ohnmacht und Verzweiflung in den Freitod trieb, die Umdeutung des 08. Mai zum „ Tag der Befreiung“ ebenfalls als zynisch an.“
von 2018: „Den Tiefpunkt bildet in diesem Jahr der Auftritt der Band „ Feine Sahne Fischfilet“

Für Frieden – gegen die aktuellen und kommenden Kriege
„Nie wieder Krieg“ war eine der Erkenntnisse aus dem Zweiten Weltkrieg – die derzeitige Lage sieht anders aus. Die aktuellen Kriege, auch innerhalb von Staaten, laufen ohne Perspektive weiter und neue kündigen sich an / werden provoziert. Bei den Kriegen ist die Zivilbevölkerung immer die Leidtragende und Krieg ist Fluchtursache Nr. 1 in der Welt. Strategische Machtinteressen, Verteilungskämpfe um Ressourcen, ungerechte Wirtschaftssysteme und weiteres heizen das Ganze an.
Lösung sind nicht noch weitere militärische Einsätze sondern Aktivitäten für gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Ein erster Schritt wäre, dass aus Deutschland keine Waffenexporte mehr stattfinden. Und mehr Ziviler Friedensdienst! Die Energie und das Geld, welches derzeit in das Militär gesteckt werden, braucht es dringend im sozialen Bereich und im Umweltschutz.
Wir werden uns an uns an den Protesten gegen das NATO-Militärmanöver Defender 2020 beteiligen, welches um den 8. Mai stattfindet.
https://www.antidef20.de/

Ähnlich wie in den letzten Jahren soll es am 8. Mai in Demmin eine große Demo am späten Nachmittag und Protest entlang der ganzen Naziroute geben.
Weitere Planungen werden bald veröffentlicht – ihr könnt euch gerne an der Vorbereitung beteiligen.

Der nächste Strickmarathon ist am 28.2. um 17 Uhr im Cafe 3K
Wir machen Demmin noch bunter!

Die evangelische Kirchengemeinde hat ihre Veranstaltungen um den 8. Mai schon veröffentlicht.

Strickmarathon im Café 3K:

Bild: Cafe 3K

Kein Pakt mit Faschist*innen!

In Thüringen haben FDP und CDU mit Hilfe von Höckes AFD den Ministerpräsidenten wählen lassen. Jetzt beginnt zwar das große Zurückrudern von FDP&CDU, doch es bleibt ein Tabubruch, es ist nicht zufällig passiert, es bleibt ein Skandal!
Der machtgeile Kemmerich muss sofort zurücktreten! (Nachtrag: Hat er heute, 8.2. endlich gemacht!)
Gemeinsam stellen wir uns gegen solche Zweckbündnisse – auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Faschist*innen in der AfD.

Die Hufeisentheorie ist totaler Quatsch!
und Höcke ist ein Faschist !!!

Aus diesem Grund sagen wir:
Nicht heute und nicht morgen,
keine Zusammenarbeit mit der AFD
Keine Kooperation mit Pro-Faschist*innen!
Nicht in Thüringen, nirgendwo !

Kommt zur gemeinsamen Demo am Dienstag! Kundgebung auf dem Doberaner Platz, mit anschließender Demo zum Neuen Markt.

Dienstag, 11. Februar 2020 16:30 Uhr
Doberaner Platz, 18057 Rostock

Veranstaltung in Greifswald: (Un)Sicherheitsbehörden

Auch wegen dem aktuellem Anlass eine spannende Podiumsdiskussion am kommenden Donnerstag in Greifswald:

»Wie steht es um die demokratische Verfasstheit der Behörden? Hat die gesellschaftliche Polarisierung auch diejenigen Institutionen erfasst, die dem Staat und damit dem Wohl aller dienen sollen – ohne Ansehen der Person?«

6. Februar 2020, 17 Uhr
Kulturzentrum St. Spiritus
Lange Straße 49/51, 17489 Greifswald

Über die Folgen der Enthüllungen und die nötigen Konsequenzen diskutieren
Christina Schmidt – taz-Journalistin und Mitautorin von „Extreme Sicherheit“
Gunnar Mächler – Leitender Polizeidirektor, Leiter der Polizeiinspektion Anklam
Kay Nadolny – ehemaliges Bürgerschaftsmitglied aus Rostock und Betroffener der Feindesliste des rechten Netzwerks »Nordkreuz«.
Moderation Kristin Zimmermann (Radio LOHRO)

Eine Veranstaltung der LOBBI – für Betroffene rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Bündnis »Greifswald für alle« und dem Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Greifswald.

mehr Infos: https://www.lobbi-mv.de/nachrichten/unsicherheitsbehoerden---rechtsradikale-in-der-polizei-und-die-folgen/