Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Party am 2. Weihnachtsfeiertag im interkulturellen Café

Gemeinsam vielfältig essen, tanzen, musizieren, spielen… wollen wir am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.
Und so ein wenig Farbe in den grauen Alltag bringen – Kleinstadt beleben.

Offen einander zuhören, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Gedanken austauschen. Geschichten erzählen, und dabei auch die Schwierigkeiten ansprechen ist Programm im Café zu den Öffnungszeiten an jedem Freitag.
Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Live Musik mit Bob Beeman (Folk, Soul, Blues), sowie DJ Samir
Kochcrew: „Fläming Kitchen“

Kommt ins interkulturelle Café am Montag, 26.12.2016 ab 16 Uhr, Demmin, Clara-Zetkin-Str. 16, in den Räumen des Vereins Demminer Bürger e.V.

Anmerkung: Am 23.12. ist das Café nicht geöffnet!

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf

Gemeinsam gegen Rassismus!

auch wenn jetzt anscheinend gleich Udo Pastörs in Demmin spricht, für den wahrnehmbaren Rechtsruck in der Politik steht die AFD, deswegen unterstützen wir Neubrandenburg Nazifrei bei ihrem Protest übermorgen:

Gemeinsam gegen Rassismus!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenubrg Marktplatz abhalten.
Zuletzt hat der Kreisverband bereit klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.
So sagte Höcke auf einer Kundgebung am 30.09.15 in Erfurt:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“

weitere Infos und Treffpunkte unter:
http://nbnazifrei.de/nb1208-der-afd-widersprechen/

Ausstellung: Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)

Eine Ausstellung des Demminer Regionalmuseums e.V. auf der Basis von Akten der Stasi-Unterlagenbehörde, Außenstelle Neubrandenburg zum „Vorgang Axel Bandelin“, eines seinerzeit 24jährigen Demminers, der seine Solidarität mit der polnischen Demokratiebewegung in die Fassade des damaligen „Hauses der Massenorganisationen“ kratzte.

Eröffnung am 23. April 2016, 17 Uhr im Rahmen der Demminer Kunstnacht in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage.
Zugang auch über die Feuerleiter an der Deutsch-Krone-Straße.

Ausgestellt wird es auch am Sonnabend 7. Mai und Sonntag 8. Mai von 14-18 Uhr

Lesung am 2.3.: „Krieg – Stell dir vor. er wäre hier“

zum Thema Flucht und Krieg veranstaltet der Tischtennisverein gemeinsam mit der Hansebibliothek eine Buchlesung.

am 2.3. um 16 Uhr in der Hansebibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Straße 1

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Titel eines Buches der dänischen Autorin Janne Teller, aus dem die Bibliotheksmitarbeiter vorlesen werden.

Buch autorin Janne Teller

In diesem Buch werden die aktuellen Verhältnisse in Europa und dem Nahen Osten vertauscht. In Europa herrscht Krieg. Die demokratische Politik ist gescheitert. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie ein 14-jähriger Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Anschließend soll zum hochaktuellen Thema Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit ausgiebig diskutiert werden.
Zwei Flüchtlinge, die in Demmin eine Unterkunft gefunden haben,werden über ihre Flucht aus ihrer Heimat erzählen und Fragen dazu beantworten. „Wir hoffen, dass viele Interessierte diese Diskussionsrunde nutzen, um Vorurteile abzubauen und Antworten auf viele Fragen zu erhalten“, sagt der Mitorganisator des Tischtennisvereins Dieter Schulz. Im Oska-Treff des Vereins treffen sich regelmäßig viele Flüchtlinge, sie erhalten Hilfe bei Behördengängen und bei der Integration.
Das Buch ist auch als Theaterstück umgesetzt worden und soll ab dem Juni im Goethe-Gymnasium Demmin auch zur Diskussion präsentiert werden.

Rassismus ist keine Alternative – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Demmin am 20.2. um 9.30 Uhr am Hotel Trebeltal

Grenzzäune ziehen, Menschen aus Deutschland entfernen, sich stolz fühlen… das Programm der „Alternative für Deuschland“ ist gespickt mit rassistischen Forderungen und dem Ziel, dass die Reichen noch reicher werden. Auf ihrem Landesparteitag im Hotel Trebeltal in Demmin am 20. und 21. Februar will die AfD-MV ihre Kandidat*innenliste für die Landtagswahl am 4. September 2016 aufstellen und weiter an ihrem Programm arbeiten.


Protest beim Landesparteitag der AfD am 29.11.2015 in Greifswald

Ihre Politik zu Wirtschaft/Bildung/Familie/… wird dabei wohl eine geringere Rolle spielen, denn nichts verschafft der AfD derzeit mehr Auftrieb als das Thema Flüchtlinge. Bei den Meinungsumfragen sind sie im Aufschwung und sie werden wahrscheinlich die NPD im Landtag verdrängen. Aber ihre inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich kam von der NPD und anderen rechtspopulistischen bzw. rechtsradikalen Kräften. Das fängt an bei der Verwendung der gleichen Begrifflichkeiten der NeoNazis und einer unzureichenden Abrenzung gegen die NPD, auch bei den Demonstrationen. Die NPD-Anträgen im Kreistag Vorpommern/Greifswald beispielsweise unterstützt die AfD meist unhinterfragt (weitere Infos hier). Alles in allem also nach außen ein bürgerliches Erscheinugsbild, innendrin aber das selbe rechtsradikale Fundament.

Ein Auftrieb für Hetze gegen Flüchtlinge waren die Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Aber Idioten gibt es in jeder Gesellschaft und dagegen muss ausnahmslos vorgegangen werden. Beim Peenefest iin Demmin oder anderen Festen in der Provinz gibt es jedes mal Übergriffe, aber das wird meist als normal ignoriert. Da wird einfach nicht mit gleicherlei Maß gemssen. Die Täter sollten nicht ungeschoren davonkommen, aber verhältnismässig und ohne sie schlimmeren Gefahren durch Abschiebung auszusetzen.

Oft geben sie den Flüchtlinge für soziale Probleme die Verantwortung wie bei knappen Sozialwohnungen, geringem Hartz4-Satz und anderem. Diese Probleme waren aber schon lange vor den vielen Flüchtlingen vorhanden und liegen an einer verfehlten Ausrichtung der Regierung, denn für mehr Waffen und Prestigeprojekte ist immer Geld da.

Ängste schüren ist keine Alternative, deswegen kommt am 20. Februar um 9.30Uhr zum Protest vor das Hotel Trebeltal in Demmin. (Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg)

Auf dass die AfD, die nationalistischen Populist*innen nicht in den Landtag einziehen!

MV für alle!

Letzte Infos für morgen

Morgen Nachmittag wollen wieder die Rassist_innen in Demmin demonstrieren. Ab 14.30 Ihr treffen sich alle, die die Flüchtlinge willkommen heißen, auf dem Marktplatz, um Farbe zu bekennen.
Die NeoNazis (und ein paar verwirrte Bürger_innen) wollen ihren Aufmarsch um 15 Uhr auf dem Markt beginnen. Danach wollen sie eine größere Runde durch die Innenstadt drehen, also mehr laufen als beim letzten Mal.

Uns geht es darum zu zeigen, dass wir keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Flüchtlingen machen und ein Recht auf Asyl für alle wollen. Die unwürdige Abschiebung von Albaner_innen, wie sie auch letzte Woche in Demmin stattgefunden hat, verurteilen wir. Bei der Abschiebungen wurden bestehende Gesetze teilweise ausgehebelt, um schnell abschieben zu können, um ein Exempel zu statuieren. Reiseunfähigkeitsbescheinigungen wurden ignoriert. Menschen die erklärterweise freiwillig gehen wollten wurden zwangsabgeschoben, nachts direkt am Bett wach gemacht und in einem Fall wurde die minderjährige Tochter zurückgelassen, da sie nicht aufgefunden wurde.

Morgen gibt es einen größeren Willkommenstisch für Flüchtlinge und wir stellen uns den Nazis entgegen.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Hier noch ein paar Bilder von letzten Mal:
Zu sehen war der selbe Lautsprecherwagen wie beim 8. Mai

Auf der rechten Seite das Frontbanner der Nazis

Bekannte NeoNazis…

Tag des offenen Denkmals, Buchvorstellung „Güter Kultur Nachkrieg …“ im Schloß Kummerow

13. September 2015, 16.00-16.30 Uhr Schloss Kummerow (bei Malchin)

„Güter Kultur Nachkrieg. Kulturgutbergung im Landkreis Demmin 1946 –1950“, herausgegeben vom Demminer Regionalmuseum, MMKoehn Berlin 2015.
Buchvorstellung im Rahmen des Denkmaltages, an dem sich die Türen der in der Sanierung befindliche Anlage erstmals für Besucher öffnen.

Die Rekonstruktion der Erfassung und Sicherstellung von privaten Kunst- und Möbelbeständen aus den 1945 enteigneten Guts- und Herrenhäusern des Kreises offenbart die Geschichte der Möbelsammlung des Demminer Museums. Die Autoren Hans H. Clemens und Petra Clemens präsentieren das gerade erschienene Buch an einem der authentischen Orte.

Weitere Infos:
Schloss Kummerow
MMKoehn Verlag
Demminer Regionalmuseum

Vortrag am 24.1.: Der NSU, der Staat, die Gesellschaft

Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am Samstag, 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Eintritt kostenlos

Veranstaltet von Feine Sahne Fischfilet

Feine Sahne Fischfilet – Record Release Party auf Burg Klempenow

Kaum war der Termin vom 24.1. bekannt, war es auch schon ausverkauft, die Releaseparty auf Burg Klempenow von Feine Sahne Fischfilet

Was noch einfach so besucht werden kann ist die Veranstaltung direkt davor. Denn die antifaschistische Inhalte sollten an dem Tag nicht zu kurz kommen. Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Zur Band und dem Tag gibt es gerade einen Artikel im Nordkurier: Lieder mit Punkrock – so dreckig wie Treckerreifen im Matsch

Feine Sahne Fischfilet

Nachtrag:

Hier noch ein wenig ausführlicher, worum es im Vortrag am Samstag auf Burg Klempenow gehen wird:
Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungs-ausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Staudenbörse und Erntetausch am 18.10.

Jedes Mal ein tolles Ereignis:

Neben den Pflanzen, Samen und Gemüse gibt es auch viele Informationen, Erfahrungsaustauch, Geselligkeit und ….
Also kommt vorbei, bringt mit was ihr geben wollt/könnt und freut euch über den Austausch.

mit Kaffee/Tee und Kuchen im Hafen von Demmin

Lübecker Speicher Demmin e.V.
Am Bollwerk, 17109 Demmin (der Verein freut sich auch über Spenden, um das Gebäude weiter ausbauen zu können)

Die Diskussion geht weiter

Heute wollte der Innenminister der Linksfraktion erklären, was am 8. Mai in Demmin passiert ist. Doch Caffier stoppte, als er merkte: die Sitzung ist öffentlich und es ist nicht nur die Presse da sondern auch Menschen vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin. Denn eigentlich wollte Caffier nur der Linksfraktion sagen, dass der Polizeieinsatz am 8. Mai vollständig in Ordnung war…

Wer mehr dazu sehem will, hier die Pressemitteilung vom Innenministerium, ein Bericht vom NDR, und ein Video vom NDR
Und noch ein Artikel vom Nordkurier.

Es gibt jetzt auch einen Spendensammlung für die Opfer der Polizeigewalt, zum Beispiel hier.

4. Demminer Saatgut- und Pflanzen-Tauschbörse

Wir wollen selbstgezogene Sämereien, Pflanzen und Stecklinge von Gemüse, Kartoffeln, Blumen, Kräuter, Beeren oder Getreide tauschen, Erprobtes weiterreichen, Neues ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Hilfe geben. Unter diesem Motto treffen sich Gartenfreunde und stellen ihr selbstgezogenes Saatgut und Pflanzen auf Schenk,- Tausch- oder Spendenbasis zur Verfügung.

Jede/r kann mitmachen, etwas mitbringen oder mitnehmen.

Samstag, 5. April – 14 – 16 Uhr
Lübecker Speicher (Hafen Demmin)

16 Uhr: Kurzer Film über die Bauernproteste in Kolumbien gegen das Freihandelsabkommen und dessen Folgen. Drei Gäste aus Kolumbien beantworten gerne Fragen.

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

SPECIAL: Diesmal mit Kleidertauschbörse vom T-Shirt bis zum Hut

Saatgut muss Gemeingut bleiben und darf nicht privatisiert werden!
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche!

Veranstalter: Lübecker Speicher Demmin e.V.

Schutzlos ausgeliefert – DDR-Heimkinder erzählen

Filmvorführung und Gespräch zu Spezialheimen in der DDR

Dienstag, 8. April 2014, 18 Uhr im Lesesaal der Hanse-Bibliothek Demmin,
Pfarrer-Wessels-Straße 1, 17109 Demmin

In dem Dokumentarfilm „Schutzlos ausgeliefert-DDR-Heimkinder erzählen“ berichtet eine Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Durchgangsheim Demmin. Die Filmemacherin Uta Rüchel steht für die anschließende Gesprächsrunde zur Verfügung, die Moderation übernimmt die Landesbeauftragte Anne Drescher.

Menschenrechtsverletzungen in Heimen für Kinder und Jugendliche sind aufgrund der Berichterstattung über Missbrauchsskandale in den letzten Jahren verstärkt diskutiert worden. Ein Ergebnis dieser Debatte ist die Einrichtung des Fonds Heimerziehung seit 2012. Ehemalige Kinder und Jugendliche, die in Heimen der DDR Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden, können Leistungen aus dem Fonds erhalten.


Schlafraum eines Spezialkinderheimes Ende der 1960 Jahre. Foto: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.

Methoden der „schwarzen Pädagogik“, die auf Erziehungsvorstellungen voriger Jahrhunderte zurückgehen, sind in fast allen europäischen Ländern angewandt worden. Eine Besonderheit in der DDR war jedoch der erklärte Wille, in den Spezialheimen wie Spezialkinderheimen für Schwererziehbare und Jugendwerkhöfen unangepasste Kinder und Jugendliche oder solche mit „abweichendem“ Verhalten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umzuerziehen, also zu
brechen und passend zu machen. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Die Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen
Hansestadt Demmin, Hanse-Bibliothek
Mit Unterstützung von DemokratieLaden Anklam, ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Keine Rassist_innen in die Parlamente

Zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind auf den Listen in Demmin und Demmin-Land keine Vertreter_innen der NPD, auch keine der AFD. Dies betrifft nicht nur die kommunalen Parlamente sondern auch die Wahlen zu den Bürgermeister_innen.
Das mag daran liegen, dass die Fans dieser Parteien hier meist nur Dumpfbacken sind, die bei der konkreten Arbeit versagen würden, wie in anderen Städten wie Schwerin und Rostock die Vertreter der NPD zeigten. Deswegen finden sie keine Personen, die zur Wahl antreten.
Im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte sieht das ein wenig anderes aus, aber vom selbständigen Agieren der NPDler ist da nicht die Rede. Sie bringen oft Anträge rein, die auch in andere Kreistage eingebracht werden.

Vorbehalte gegenüber Geflüchteten sind auch bei Vertreter_innen der demokratischen Parteien zu finden. Da ist noch viel zu diskutieren in dieser Gesellschaft.

Für eine Will­kom­mens­kul­tur, die ihren Namen wert ist. Re­fu­gee wel­co­me.

Wie wollen wir uns an die Geschichte erinnern?

Neue Erkenntnisse zu Gräbern von Zwangsarbeiter-innen?
Sollen die Namen wieder auf die sowjetischen Gräber?
Welche Denkmäler in welcher Form sind wichtig für eine vielfältige Erinnerungskultur?
Ein komplexes Thema, das am letzten Donnerstag bei der Gedenkkulturen-Veranstaltung viel Diskussion im Detail barg und an diesem Abend sachlich und historisch diskutiert wurde.


Ca. 50 Menschen widmeten sich den zwei Vorträgen vom Deutsch-Russischen Museum Berlin/Karlshorst und der folgenden Diskussion.

Bis Anfang der 90er waren an den Kriegsgräbern am Barlachplatz 21 Namen zu lesen, die dann bei der Umgestaltung verschwanden. Kommen diese bald wieder zuück? Die Stadtspitze sagte, sie hat neue Erkenntnisse. Sie sprach von 5 Namen und will ihnen eine gemeinsame Gedenktafel aufstellen, da nicht genau klar sei, wo sie liegen. Hier ist wohl noch einiges aufzuklären / recherchieren in der nächsten Zeit, da blieben an dem Abend einige Fragen offen.

Wie die Erinnerungskultur aussehen soll, da gibt es von wissenschaftlicher Seite klare Äußerungen, aber mehrere Fragen sind auch politisch/gesllschaftlich zu klären. Den Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion sind die Kriegsgräber wichtig, weniger die sowjetischen Denkmäler wie das an zentraler Stelle in Malchow. Ob der rote Stern und Hammer/Sichel sichtbar bleiben? Vielleicht braucht es das für die Erinnerung.

Neu sind gerade die Erkenntnisse von Gräbern in der Woldeforst. 100 bis 150 Tote sollen dort liegen sagen jetzt Zeitzeugen. Viele Jahre war dort eine Munitionsfabrik. Vielleicht kommt die nächsten Monate mehr Licht in die Sache. Wäre zu wünschen.

Einen Artikel gibt es vom Nordkurier und demnächst wohl auch vom NDR-Fernsehen
Update 21.3.: Noch ein Artikel vom Nordkurier

Hintergrundinformationen finden sich in der Broschüre vom Demminer Regionalmuseum: „Das Kriegsende in Demmin 1945 – Umgang mit einem schwierigen Thema“

Unterstützung aus Berlin

Soliparty für den Widerstand gegen die´den Naziaufmarsch in Demmin
am 29.3. in der Scharnweberstraße 38, Berlin-Friedrichshain

http://kaffeefahrten.wordpress.com/

Einen Bus soll es genauso wieder geben von Berlin nach Demmin am 8.5. und demnächst auch Infoveranstaltungen.

Ausgeschlossen aus der „deutschen Volksgemeinschaft“: Davidsohn, Kotlarski und andere

Veranstaltung des Demminer Regionalmuseums im Begleitprogramm zur stadtgeschichtlichen Ausstellung „Demmin auf der Straße“

Sonntag, 10. November 2013, 10.30 Uhr
Stadtspaziergang anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938


Der historische Stadtrundgang am 8.5.2013 vor der ehemaligen Synagoge (Foto: OS)

Ausgeschlossen aus der „deutschen Volksgemeinschaft“:
Davidsohn, Kotlarski und andere.

Unter diesem Titel erinnern wir an vertriebene und ermordete Juden aus Demmin, an politisch Diskriminierte und Verfolgte, an ausländische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene in der Stadt. Wir informieren über Orte und Ereignisse von nationalsozialistischer Repression, Gewalt und Hetze in der Stadt, über lokale NS-Organisationen und ihre Akteure.

Treffpunkt: 10.30 Uhr Bartholomaei-Kirche, an den Glocken
Dauer ca. 1 Stunde

Route:

Bartholomaei-Kirche (Zugang Breitscheidstraße) – Kahlden- und Frauenstraße – Luisentor (über Turmstraße) – Breitscheidstraße – Wiedemenstraße – Baustraße – Synagogenstraße – Schwedenwallweg – Nikolaistraße.

An den „Stolpersteinen“ für die ermordeten jüdischen Bewohner Demmins können Blumen abgelegt werden.

Naziaufmarsch am 9.11. gegen Flüchtlingsheim in Friedland

Nachdem es schon heute einige NPD-Kundgebungen gegen Flüchtlinge und Proteste dagegen gab, welche morgen an anderen Orten fortgesetzt werden, hat die NPD heute angekündigt, einen Naziaufmarsch wieder am 9.11. -Jahrestag der Reichspogromnacht- in MV zu veranstalten. Diesmal in Friedland (auf halber Strecke zwischen Anklam und Neubrandenburg), wieder gegen ein Flüchtlingsheim. Am 9.11.2012 in Wolgast ist der Naziaufmarsch blockiert worden.

Bald gibt es Infos über die Proteste am 9.11.2013 aus Solidarität mit den Flüchtlingen in Friedland.
Und haltet weiter die Augen offen, was die Nazis planen, denn bis dahin wird noch einiges passieren.

Geflüchtete und Rechtsradikale

Das Klopfen an der Festung Europa wird gerade stark diskutiert, selbst die Innenminister sehen irgendeinen Handlungsbedarf.
Für die Geflüchteten sind die Bedingungen nach wie vor schlecht. Die diversen Medien berichten davon, aber bis jetzt hat sich noch nichts wirklich verbessert und so ist es wichtig, weiter auf die Straße zu gehen, morgen in Rostock, in Berlin, in MV oder sonstwo.

Wer noch mehr Motivation braucht, hier ein Bericht und hier noch einer.

Oder ein Video:

Zwei weitere Veranstaltungen dazu in der nächsten Zeit in der Mecklenburgischen Seenplatte:

Am 26. 10.: „Die Mecklenburgische Seenplatte und die extreme Rechte“

Eine bundesweite Konferenz vom 28.11. bis 30.11. zu Christliches Engagement gegen Minderheitenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Widerstand gegen „Ausländer kosten uns Millionen – Recht auf Asyl abschaffen!“

Die NPD plant nächste Woche mehrere Veranstaltungen unter dem Motto: „Ausländer kosten uns Millionen – Recht auf Asyl abschaffen!“
Gegenkundgebungen sollen an allen Orten angemeldet werden – seid dabei.

Montag 21.10.2013
10:00 – 11:30 Strasburg, Markt
12:30 – 14:00 Torgelow, Ueckercenter
14:00 – 15:00 Torgelow-Drögerheide, Straße der Freundschaft
anschl. Eggesin

Dienstag 22.10.2013
09:00 – 10:30 Ahlbeck, Seestraße
10:30 – 12:00 Heringsdorf, Seestraße
13:00 – 14:30 Wolgast
15:00 – 16:30 Anklam

Vermutlich wird es die Tage danach in anderen Städten von MV weitergehen, haltet die Augen offen.

Weitere Infos demnächst auch hier

Werdet aktiv! Nazi-Kundgebungen verhindern!

Staudenbörse und Erntetausch

Dieses Wochenende ist viel los und neben der refugee welcome-Demo in Rostock gibt es in Demmin die

Wir wollen selbstgezogene Stauden und Gehölze tauschen, Erprobtes weiterreichen, Neues ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Hilfe geben. Unter diesem Motto treffen sich Gartenfreunde und stellen ihre selbstgezogene Pflanzen auf Schenk,- Tausch- oder Spendenbasis zur Verfügung. Kurzfristig kam auch noch die Idee vom Erntetausch dazu, von der viele spontan begeistert waren.

Samstag, 19. Oktober 2013, 14 – 17 Uhr,
Lübecker Speicher (Hafen Demmin)

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

16:30 Uhr Film: „Zukunft säen – Vielfalt ernten! Saatgut bleibt Gemeingut“ (2010, 34min)

Teilnehmer_innen unter anderen:
Hof Ulenkrug … und hoffentlich viele weitere Anbieter aus Demmin oder von weiter weg!

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche!
Veranstalter: Lübecker Speicher Demmin e.V.

Zurück auf den Straßen

Die Bedingungen der Geflüchteten sind sind noch nicht wirklich verbessert worden. Die Diskussion um die Menschen, die über Lampedusa Europa erreichen wollen, zeigt wieder die klassischen Abschottungsmentalität. Der Alltag der Geflüchteten, die es bis hierher geschafft haben, ist immer noch durch viele Einschränkungen und Anfeindungen geprägt. Deswegen haben sich gestern wieder Non-Citizen vor dem Brandenburger Tor versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und freuen sich auf Unterstützung.

In MV sieht es nicht anderes aus und so gibt es am 19.10. eine
Demo in Rostock: Refugees Welcome

Dazu gibt es einige Infoveranstaltungen und an dieses Wochenende ist in Greifswald Kentern & Verstehen, was nicht nur ein Konzert ist, sondern neben anderem interessante Veranstaltungen zu Antirassismus präsentiert.

Vernachläßigt werden sollte auch nicht die regelmäßige Unterstützungsarbeit mit den Geflüchteten vor Ort.

Der Demminer 8.5. in der ARD

Heute lief im Ersten im Rahmen von „16xDeutschland“ ein Beitrag über die Natur in MV und die Neo-Nazis in MV, speziell der 8.5. in Demmin. (ab 0:58:40, leider teilweise die Musik weggeschnitten…)

Ist sehenswert! Interessant sind die nebeneinander gestellten Aussagen zum Verhalten gegenüber den Neo-Nazis.

Wie es mit dem Friedensfest am 8.5.2014 in Demmin weitergeht ist noch unklar, wird aber gerade diskutiert – mal schauen was das ergibt.
Den historischen Spaziergang, Mahnwachen und weitere Veranstaltungen wird das Aktionsbündnis am 8. Mai weiterhin organisieren, auch das Jahr hindurch mit verschiedenen Veranstaltungen präsent sein. Allein das Friedensfest am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, soll übergeben werden, da der Aufwand nicht dauerhaft ehrenamtlich getragen werden kann.

PS: Beim Fall der Beschlagnahmung von Filmaterial durch die Feldjäger am 31.8. füllen sich die Akten. Wir bleiben dran und informieren Euch, sobald was Relevantes passiert.

Als Wahlnachtrag: Parteienmeinung ändert sich öfter mal.
Wichtig für die Gesellschaft ist es in der Sache weiterzukommen, zum Beispiel für mehr Selbstbestimmung, für gewaltfreie Konfliktlösungen und gegen Rassismus, gegen Rechtsradikalismus, gegen Ausgrenzung. Das gestaltet sich zwar zäh, weil denken anstrengend ist, lohnt sich aber.

Veranstaltungsreihe zur Ausstellung „Demmin auf der Straße“

Eine Veranstaltung des Demminer Regionalmuseums:

Demminer Straßen – im Dezember 89

Sonntag, 13. Oktober, 10.30 Uhr

Veranstaltungsort: im Museum am Hanseufer 2
Raum in der 4. Etage

Zu sehen ist ein privates Video, im Bild Straßen und Plätze der Stadt am 2. Dezember 1989, ein Familienspaziergang entlang der Clara-Zetkin-, Treptower und Frauenstraße, vorbei an Krankenhaus und Kirche, aufgenommen vom Briefmarkentauschpartner aus dem Westen, vorgestellt von Frau Fritsche, ehemals Lehrerin an der Zille-Oberschule. Von ihr und dem Museum eingeladene Gäste erinnern sich, wie sie den Herbst 89 in Demmin erlebten und / oder mitgestalteten, geben persönliche Rückblicke auf Auf- und Umbrüche oder auch Um- und Aufbrüche: Frau Fritsche mit Kollegen der Zille-Schule, die Buchhändlerin Frau Steinke, die Geschäftsleute Mattukat und Bobzin (Eisen-Duwe) und dem Arzt Dr. Tschötschel (angefragt).

Mischen Sie sich mit Ihren Erfahrungen und Ansichten ein. Bringen Sie mit, was Ihnen aufhebenswert erschien aus dieser Zeit.

Weitere Veranstaltungen innerhalb des Begleitprogramms zur Ausstellung „Demmin auf der Straße“ (Vorankündigung)

Sonntag, 10. November, 10.30: Davidsohn, Lewinsky und andere. Ein Stadtspaziergang.
Sonntag, 8. Dezember, 10.30: Konsumträume – Geschäftsräume. Von Kaufhaus Ramelow bis Jola. Mit Monika Ehrich, ehemals Leiterin des Demminer Konsumkaufhauses und Kollegen

Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Offener Brief an die Stadt Demmin

Hier jetzt der Offene Brief vom „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ an die Stadt Demmin:

Aktionsbündnis 8. Mai Demmin
achtermai[at]demmin.de

An den Stadtpräsidenten und den Bürgermeister der Hansestadt Demmin

Demmin, 19.09.2013

OFFENER BRIEF
zum „Tag der Befreiung vom Faschismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges“

Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Tabbert, sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Koch,

in den letzten 4 Jahren hat es eine beachtliche Entwicklung im Umgang mit den Aufmärschen von Rechtsextremisten in Demmin gegeben.
Schauen wir auf das Jahr 2009 zurück. Damals am 8. Mai liefen 200 fackeltragende Neo-Nazis durch die Straßen, während seitens der politischen Verantwortungsträger der Hansestadt dazu aufgerufen wurde, „Türen und Fenster geschlossen“ zu halten und den braunen Spuk zu ignorieren. Nur eine Handvoll Menschen stand mit einem Transparent „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“auf der Hafenbrücke von Demmin.
Angestoßen von diesem Erlebnis und aus der Unzufriedenheit mit dieser Situation, beschloss eine kleine Gruppe von Menschen, dass der Protest an diesem Tag anders angegangen werden muss und gründete in den nächsten Monaten einen parteiunabhängigen Zusammenschluss. Viele, vom Pastor bis zum Schüler wurden angesprochen. Das Aktionsbündnis 8. Mai war geboren. Das Ziel unseres Aktionsbündnisses war und ist es, zusammen mit Menschen aus Demmin und Umgebung, Gesicht zu zeigen und aktiv zu werden, sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander zu setzen.
Der Aufruf zu einem friedlichen und bunten Protest gegen den inzwischen alljährlichen Neo-Naziaufmarsch geschieht seitdem zusammen mit Ihnen, den Vertretern der Stadt.
Das gemeinsam organisierte Friedensfest bildet den Mittelpunkt des Widerstandes gegen die Vereinnahmung der Stadt durch die Neonazis an diesem Tag und steht seit 2011 unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters.
Parallel dazu bietet das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin das ganze Jahr über Podiumsdiskussionen, Lesungen und Kulturelles zum Thema Weltoffenheit und Vergangenheitsbetrachtung an.
Das alles trägt dazu bei, dass sich ein neues Problembewusstsein entwickelt. Wir sind froh darüber, dieses Ergebnis gemeinsam erreicht zu haben.
Diese positive Entwicklung macht es nun möglich und aufgrund des bisherigen hohen ehrenamtlich getragenen Aufwandes auch nötig, die Organisation des Friedensfestes am Hafen künftig in Ihre Hände, die Hände der Stadt zu übergeben. Wir vertrauen dabei auf den heute breit etablierten Konsens in der Region, sich den Neo-Nazi-Aufmärschen sichtbar und aktiv entgegenzustellen.
Als Ansprechpartner und nach Kräften Mitwirkende bleiben wir gerne an Ihrer Seite, bis zum Ende dieser unseeligen „Trauermärsche“ in der Hansestadt Demmin. Denn auch unsere das Jahr umspannenden Aktivitäten für ein demokratisches, weltoffenes Demmin setzen wir fort.

Demmin bleibt bunt!

Mit freundlichen Grüßen

Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

neue Tollensetaler

Gerade erschienen:
Ausgabe 3 / September 2013
mit Artikel zu: Beglückte Bürger, Kleine Könige, Weltgeschichten, Aussenraum, Zweitstimme, Denkmalpflege, Landleben, In Sachen Natur und Allerlei

und hier noch ein Nachtrag:
Sonderausgabe zum 8. Mai 2013

Demnächst sollen alle Tollensetaler Stimmen auch auf einer eigene Seite online sein: www.tollensetaler.blogger.de

Das Friedensfest in Demmin

Im Demminer Teil vom Nordkurier erschien heute ein Artikel mit der Überschrift: „Demminer Aktionsbündnis gibt Demokratiefest auf“

Aber keine Angst, es wird nicht weniger Proteste gegen die Nazis geben. Das „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ macht aktiv weiter, auch am 8. Mai.

Eine Erklärung vom Aktionsbündnis dazu folgt noch diese Woche.

Tag des unbequemen Denkmals

Ein Spaziergang, eine Lesung, ein Konzert und Ausstellung/Dokumention zur Geschichte der Orte auf und rund um den Barlachplatz war heute das abwechslungsreiche Programm vom Denkmaltag.

Bewegend war die Lesung mit Karl Schlösser in der Hansebibliothek. Er las aus der neusten Ausgabe von „Demmin – die andere Chronik. Fußnoten lokaler Geschichte“. Dabei kritisierte er die unsägliche Aufstellung der Kanone am Bebelplatz zum Gedenken an die Ulanen, lobte die diversen temporären Veränderungen, die daran vorgenommen wurden.
Irgendwie war es das Gegenstück zum Reservistentag. Auf den Tischen lag eine Vielfalt an Informationen zur gewaltfreien Konfliktlösung.

Viel wurde diskutiert über Symbolik von Denkmälern. Leben lässt sich halt nicht zum Archivieren in Stein meißeln. Die Gedenkstele für die Opfer von Krieg und Gewalt, die (versteinerte) Blütenknospe, bedarf eigentlich der Unterstützung durch Kräuter und Blumen, die die Ritzen der Steinplatten weiter aufsprengen – jeden Tag ein wenig mehr.


Für diesen Tag wurden Bruchstücke der Geschichte des Barlach-Platzes wieder sichtbar.


Auf dem Weg zum Ulanendenkmal liegt der jüdische Friedhof.


Die kriegsverherrlichende, nationalistische Darstellung des 1924 erbauten, 1946 zerstörten und 1994 teilweise wieder hergestellten Ulanen-Denkmals wurde durch die Ausstellung nochmal verdeutlicht.


Das ursprüngliche heroische Reiterbild würden einige in der Stadt gerne wieder errichten – in der jetzigen Form spiegelt es besser das historische Geschehen.

Weiteres zum Reservistentag

Die Artikel zu „Tag der Reservisten“ in Demmin häufen sich.
Gestern erschien auch ein Artikel von uns beim Kombinat Fortschritt der die Ereignisse bis gestern zusammenfasst.

Heute gibt es, leider nicht online, nochmal einen Artikel und Leserbrief im Nordkurier. Es geht um die Ermittlungen der Polizei gegen die Militärpolizei nach der Anzeige vom Filmer Georg Schramm und der Speicherchip ist jetzt Beweismittel, also weiterhin weg. Der Berliner Presserechtler Johannes Weberling bezeichnete gegenüber dem Nordkurier das Verhalten der Militärpolizei als krass rechtswidrig.
Um den Skandal nicht noch größer werden zu lassen wäre es doch das Beste, die Film-Speicherkarte mitsamt der Daten jetzt freizugeben – wird aber wahrscheinlich nicht passieren.

Hier nochmal dokumentiert das Beschlagnahmeprotokoll der Feldjäger. Besonders zu beachten die kleinen Schludrigkeiten, da sie kein passendes Formular hatten.

Während der Anzeige bei der Demminer Polizei durfte der Filmemacher übrigens die normale Toilette dort nicht benutzen, er mußte nach außerhalb oder in den Gefangenentrakt. Der aktive Bürger ist halt gefährlich.

Ein paar bewegte Bilder gibt es doch noch von dem Tag, wenn auch von den Reservisten:
http://www.youtube.com/watch?v=sfjp6TJml1I
Es gibt einen groben Eindruck von der Veranstaltung.
Kurz zu sehen ist Georg Schramm, aber auch diverse VIPs wie Landtagspräsidentin Sylvia Brettschneider und Ex-Landeswirtschaftsminister Seidel.

Aktion Kanone 1

Sonntag, 8.9.13, ist übrigens der „Tag des unbequemes Denkmals“ und von 14 Uhr bis 17 Uhr gibt es diverse Angebote rund um den Barlachplatz: Lesung, Konzert, Ausstellung, Spaziergang,…