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Spatenstich für die Gedenkstätte für Kriegsgefangene, die bei der Zwangsarbeit in der Woldeforst zu Tode gekommen sind

Im Wald, ungefähr an der Kreuzung der Woldeforster Straße und der Straße nach Seedorf, baut die Hansestadt Demmin mit Unterstützung des Landesamtes für Innere Verwaltung, dem Landkreis und dem Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gedenkstätte. Dadurch wird die letzte Ruhe für die Zwangsarbeiter auf Dauer sichergestellt. Gestern war der erste Spatenstich.

Ein Brief einer Ukrainerin, deren Vater 1942 im Woldeforst als Letzter der bis jetzt bekannten 125 zu Tode gekommen ist, wurde vorgelesen. Deren Tochter und Enkeltochter wollen zur Einweihung der Gedenkstätte im Frühjahr 2018 kommen. Der Kontakt entstand erst vor kurzem über das Rote Kreuz zum Demminer Museumsverein.

Am 1.Dezember1941 kamen die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit nach Demmin. Die 125 gefangenen Soldaten sollten in der Heeres-Hauptmunitionsanstalt (Muna) im Wald nördlich von Demmin arbeiten.

Ca. 2/3 von ihnen starben in den ersten zwei Monaten. Viel Information darüber, was genau dort geschah, gibt es in den Archiven leider nicht. Alle Informationen kommen aus dem Meldekartensystem der NS-Verwaltung. Die hohe Sterblichkeit erklärt sich vielleicht durch die menschenunwürdigen Bedingungen und die schwere Zwangsarbeit. Vermutlich mussten sie auch erst mal Baracken bauen, in denen sie schlafen sollten, und bis dahin im Freien schlafen. Der letzte der 125 starb nach eine Jahr. Weitere Zwangsarbeiter sind sehr wahrscheinlich nach Dezember 1941 angekommen, viele auch zu Tode gekommen, denn die Muna brauchte bis zum Ende Arbeitskräfte, aber darüber gibt es bis jetzt nur wenig Information. Leider brauchte es Jahrzehnte, bis dafür eine Gedenkstätte entsteht.

Lange Zeit waren nur die Namen von etwa 20 Kriegstoten bekannt. Durch die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Demmin wurde auch das Thema Zwangsarbeit im Aktionsbündnis 8. Mai aufgegriffen und ab 2012 recherchierte deswegen das Regionalmuseum Demmin im Archiv in Dresden und anderen Archiven. Dadurch sind heute 125 Namen bekannt, die an der Gedenkstätte alle auf einer Tafel stehen sollen.

Standortarzt Dr. Gürich bei einer Visitation der Gefangenen im Lager Woldeforst

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

Gedenken am 9.11. in Demmin

1938 und auch schon davor gab an verschiedenen Stellen in Demmin Übergriffe gegen jüdische Menschen und ihre Geschäfte. Die Synagoge musste vor dem 9.11.1938 an einen deutschen Geschäftsmann verkauft werden, da sehr früh der antisemitische Druck in Demmin hoch war. Daran erinnert heute noch eine Gedenktafel an dem Gebäude. Drei Stolpersteine erinnern an die im KZ Getöteten mit jüdischem Glauben. Am jüdischen Friedhof gab es heute morgen eine Kranzniederlegung der Stadt.

Am Mittag gab es eine Gedenkaktion in der Stadt zur Erinnerung an Rosa Lewinski, die damals in der Luisenstr. 22 (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) ein Schuhgeschäft hatte. Sie wurde vor dem 9.11.1938 zur Geschäftsaufgabe gezwungen und zog deswegen nach Südafrika. Daran erinnert bis jetzt noch kein Stolperstein.

Veranstaltung: Miteinander Reden in Demmin

Hingehen, hinschauen, hinhören: Miteinander nicht übereinander reden – das ist der Leitgedanke des Dialogprojekts der ZEIT und ZEIT ONLINE, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bildungsagentur labconcepts.

Wie tickt eine Kommune? Reden Menschen in der Stadt anders über Politik, als auf dem Land? Wofür interessieren sich Schülerinnen und Schüler im Jahr der Bundestagswahl – und wofür sind sie bereit, sich zu engagieren? Wir wollen mehr über Themen, Einstellungen, Kontroversen, Erwartungshaltungen und Stimmungen vor Ort erfahren, um im Gespräch mit den handelnden Personen ein individuelles und präzises Bild davon zu erhalten, was die Menschen in (ländlichen) Kommunen bewegt.

Als politische Bildner, Journalisten und Medienschaffende wollen wir das Gespür für die politische Kultur und das Demokratiebewusstsein im ländlichen Raum vertiefen. Dazu wollen wir ins Gespräch kommen, die Bedürfnisse der Menschen erkunden, die für deren Arbeit vor Ort wichtig sind, und Themen identifizieren, über die die Menschen reden – miteinander und mit uns. Wir wollen die richtigen Fragen an ganz unterschiedliche Akteure stellen: an Schülerinnen und Schüler ebenso, wie an Vertreter/innen der Parteien, an engagierte Bürger/innen wie an Menschen, die sich an den Rand gedrängt fühlen. Daraus entsteht idealerweise ein gemeinsamer und gegenseitiger Lernprozess.

Hier anmelden

Termin:
20.09.2017, von 18:30 bis 21:00

Ort
Ratssaal der Hansestadt Demmin
Am Markt 1
17109 Demmin

Für
(Berufs-)Schülerinnen und -Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, zivilgesellschaftliche Akteure, kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Verwaltung und Kreis, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter, lokale interessierte Öffentlichkeit und lokale Presse

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die ZEIT, labconcepts

Protest gegen die AfD in Neubrandenburg, Samstag, 16.9., 15 Uhr, Marktplatz

Keine Partei ist derzeit so umstritten, wie die AfD – und das aus gutem Grund! Angefangen als kleine Anti-Euro-Partei, hat sie in den letzten Jahren stark dazu beigetragen, durch Provokationen, Diskriminierungen und offen gelebten Rassismus, sowie dem gezielten Schüren von Vorurteilen und Ängsten gegenüber Migrant_innen den Wutbürger in einem Teil der Bevölkerung offenzulegen und immer weiter von den eigentlichen Problemen im ungezügelten, neoliberalen Kapitalismus abzulenken. Erst kürzlich zeigte sich im Fall Holger Arppe in Rostock inwieweit die Gewaltfantasien eines AfD-Landtagsabgeordneten gehen können, die von Teilen der Partei so unterschrieben werden (siehe hierzu: http://www.taz.de/!5441138/).

Am Samstag, dem 16. September – knapp eine Woche vor der Bundestagswahl – hat sich die AfD in Neubrandenburg angekündigt. Unter dem Motto „Merkel muss weg!“ wollen sie auf dem Marktplatz ihre hetzerischen Parolen zum Besten geben. Als Höhepunkt des braunen Bundestagswahlkampfes hier vor Ort, treten neben dem Neubrandenburger Direktkandidaten Enrico Komning, auch der AfD-Franktionsvorsitzende Sachsen-Anhalts, André Poggenburg, und der Fraktionsvorsitzende Thüringens, Bernd Höcke, auf. Alle unterwegs in rechtskonservativen Kreisen und bekannt für ihre offen rassistischen, sexistischen, homophoben und geschichtsrevisionistischen Äußerungen. Als Teil des Rechtsaußenflügels der AfD geben sie inzwischen klar den Ton in der Partei an – gefolgt von Anhänger_innen, die auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen, oder in der AfD das wiederfinden, was sie seit 1945 vermisst haben.

Kommt Samstag um 15 Uhr auf den Marktplatz und stellt euch gegen die Idiotie des Abendlandes! Einige Gegenproteste setzen mit Kundgebungen und trashigen Aktionen ein Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus. Unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität“ wollen wir der Weltuntergangshysterie der AfD eine solidarische und positive Alternative entgegensetzen und dabei ordentlich Infomaterial und gute Laune unter die Leute bringen!
Seid laut, seid kreativ – vermiest den Rassist_innen den Tag! Make racists afraid again! Alles kann, nichts muss.

Für eine freie Welt ohne Grenzen!
Für Vielfalt statt Einfalt!

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Donnerstag, 14. September 2017, 18:00 Uhr – freier Eintritt
im Lübecker Speicher (Am Bollwerk 5) in Demmin

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Springerstiefel und Bomberjacken waren gestern. Heute treten Neonazis und Rassist*innen vielfältig auf, modisch-hip, mit langen Haaren, mit Che-Guevara-T-Shirt, mit Anzug und Krawatte oder auch im traditionellen, fast schon folkloristischen Gewand. Darin finden sich dann auch die sogenannten „Völkischen Siedler*innen“. Doch es ist nicht nur ihre altmodisch erscheinende Kleidung durch die sie auffallen, es ist vielmehr ihr völkisches Weltbild. Sie ziehen aufs Land und nach einiger Zeit zeigen die neuen Nachbar*innen ihr wahres Gesicht.
Ökologischer Landbau, artgerechte Tierhaltung, Vegetarismus, Naturheilkunde, Selbstversorgung – all das dient nicht einer freien Gesellschaft in intakter Natur, sondern ist ein wesentlicher Teil der Idee der „Rassenhygiene“. Durch die Pflege deutschen Brauchtums soll die „Rasse“ rein gehalten und vermehrt werden.

Referent*innen:

Andrea Röpke, freie Journalistin und Politologin, Hamburg
Marius Hellwig, Amadeu-Antonio Stiftung, Berlin

Moderation:
Dr. Daniel Trepsdorf, RAA MV

Veranstalter*innen:
Quietjes e.V. (Wasow)
in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperativen e.V. (Dargun)
und dem Aktionsbündnis 8. Mai (Demmin)

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisant*innen von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Party am 2. Weihnachtsfeiertag im interkulturellen Café

Gemeinsam vielfältig essen, tanzen, musizieren, spielen… wollen wir am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.
Und so ein wenig Farbe in den grauen Alltag bringen – Kleinstadt beleben.

Offen einander zuhören, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Gedanken austauschen. Geschichten erzählen, und dabei auch die Schwierigkeiten ansprechen ist Programm im Café zu den Öffnungszeiten an jedem Freitag.
Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Live Musik mit Bob Beeman (Folk, Soul, Blues), sowie DJ Samir
Kochcrew: „Fläming Kitchen“

Kommt ins interkulturelle Café am Montag, 26.12.2016 ab 16 Uhr, Demmin, Clara-Zetkin-Str. 16, in den Räumen des Vereins Demminer Bürger e.V.

Anmerkung: Am 23.12. ist das Café nicht geöffnet!

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf

Gemeinsam gegen Rassismus!

auch wenn jetzt anscheinend gleich Udo Pastörs in Demmin spricht, für den wahrnehmbaren Rechtsruck in der Politik steht die AFD, deswegen unterstützen wir Neubrandenburg Nazifrei bei ihrem Protest übermorgen:

Gemeinsam gegen Rassismus!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenubrg Marktplatz abhalten.
Zuletzt hat der Kreisverband bereit klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.
So sagte Höcke auf einer Kundgebung am 30.09.15 in Erfurt:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“

weitere Infos und Treffpunkte unter:
http://nbnazifrei.de/nb1208-der-afd-widersprechen/

Ausstellung: Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)

Eine Ausstellung des Demminer Regionalmuseums e.V. auf der Basis von Akten der Stasi-Unterlagenbehörde, Außenstelle Neubrandenburg zum „Vorgang Axel Bandelin“, eines seinerzeit 24jährigen Demminers, der seine Solidarität mit der polnischen Demokratiebewegung in die Fassade des damaligen „Hauses der Massenorganisationen“ kratzte.

Eröffnung am 23. April 2016, 17 Uhr im Rahmen der Demminer Kunstnacht in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage.
Zugang auch über die Feuerleiter an der Deutsch-Krone-Straße.

Ausgestellt wird es auch am Sonnabend 7. Mai und Sonntag 8. Mai von 14-18 Uhr

Lesung am 2.3.: „Krieg – Stell dir vor. er wäre hier“

zum Thema Flucht und Krieg veranstaltet der Tischtennisverein gemeinsam mit der Hansebibliothek eine Buchlesung.

am 2.3. um 16 Uhr in der Hansebibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Straße 1

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Titel eines Buches der dänischen Autorin Janne Teller, aus dem die Bibliotheksmitarbeiter vorlesen werden.

Buch autorin Janne Teller

In diesem Buch werden die aktuellen Verhältnisse in Europa und dem Nahen Osten vertauscht. In Europa herrscht Krieg. Die demokratische Politik ist gescheitert. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie ein 14-jähriger Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Anschließend soll zum hochaktuellen Thema Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit ausgiebig diskutiert werden.
Zwei Flüchtlinge, die in Demmin eine Unterkunft gefunden haben,werden über ihre Flucht aus ihrer Heimat erzählen und Fragen dazu beantworten. „Wir hoffen, dass viele Interessierte diese Diskussionsrunde nutzen, um Vorurteile abzubauen und Antworten auf viele Fragen zu erhalten“, sagt der Mitorganisator des Tischtennisvereins Dieter Schulz. Im Oska-Treff des Vereins treffen sich regelmäßig viele Flüchtlinge, sie erhalten Hilfe bei Behördengängen und bei der Integration.
Das Buch ist auch als Theaterstück umgesetzt worden und soll ab dem Juni im Goethe-Gymnasium Demmin auch zur Diskussion präsentiert werden.

Rassismus ist keine Alternative – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Demmin am 20.2. um 9.30 Uhr am Hotel Trebeltal

Grenzzäune ziehen, Menschen aus Deutschland entfernen, sich stolz fühlen… das Programm der „Alternative für Deuschland“ ist gespickt mit rassistischen Forderungen und dem Ziel, dass die Reichen noch reicher werden. Auf ihrem Landesparteitag im Hotel Trebeltal in Demmin am 20. und 21. Februar will die AfD-MV ihre Kandidat*innenliste für die Landtagswahl am 4. September 2016 aufstellen und weiter an ihrem Programm arbeiten.


Protest beim Landesparteitag der AfD am 29.11.2015 in Greifswald

Ihre Politik zu Wirtschaft/Bildung/Familie/… wird dabei wohl eine geringere Rolle spielen, denn nichts verschafft der AfD derzeit mehr Auftrieb als das Thema Flüchtlinge. Bei den Meinungsumfragen sind sie im Aufschwung und sie werden wahrscheinlich die NPD im Landtag verdrängen. Aber ihre inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich kam von der NPD und anderen rechtspopulistischen bzw. rechtsradikalen Kräften. Das fängt an bei der Verwendung der gleichen Begrifflichkeiten der NeoNazis und einer unzureichenden Abrenzung gegen die NPD, auch bei den Demonstrationen. Die NPD-Anträgen im Kreistag Vorpommern/Greifswald beispielsweise unterstützt die AfD meist unhinterfragt (weitere Infos hier). Alles in allem also nach außen ein bürgerliches Erscheinugsbild, innendrin aber das selbe rechtsradikale Fundament.

Ein Auftrieb für Hetze gegen Flüchtlinge waren die Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Aber Idioten gibt es in jeder Gesellschaft und dagegen muss ausnahmslos vorgegangen werden. Beim Peenefest iin Demmin oder anderen Festen in der Provinz gibt es jedes mal Übergriffe, aber das wird meist als normal ignoriert. Da wird einfach nicht mit gleicherlei Maß gemssen. Die Täter sollten nicht ungeschoren davonkommen, aber verhältnismässig und ohne sie schlimmeren Gefahren durch Abschiebung auszusetzen.

Oft geben sie den Flüchtlinge für soziale Probleme die Verantwortung wie bei knappen Sozialwohnungen, geringem Hartz4-Satz und anderem. Diese Probleme waren aber schon lange vor den vielen Flüchtlingen vorhanden und liegen an einer verfehlten Ausrichtung der Regierung, denn für mehr Waffen und Prestigeprojekte ist immer Geld da.

Ängste schüren ist keine Alternative, deswegen kommt am 20. Februar um 9.30Uhr zum Protest vor das Hotel Trebeltal in Demmin. (Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg)

Auf dass die AfD, die nationalistischen Populist*innen nicht in den Landtag einziehen!

MV für alle!

Letzte Infos für morgen

Morgen Nachmittag wollen wieder die Rassist_innen in Demmin demonstrieren. Ab 14.30 Ihr treffen sich alle, die die Flüchtlinge willkommen heißen, auf dem Marktplatz, um Farbe zu bekennen.
Die NeoNazis (und ein paar verwirrte Bürger_innen) wollen ihren Aufmarsch um 15 Uhr auf dem Markt beginnen. Danach wollen sie eine größere Runde durch die Innenstadt drehen, also mehr laufen als beim letzten Mal.

Uns geht es darum zu zeigen, dass wir keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Flüchtlingen machen und ein Recht auf Asyl für alle wollen. Die unwürdige Abschiebung von Albaner_innen, wie sie auch letzte Woche in Demmin stattgefunden hat, verurteilen wir. Bei der Abschiebungen wurden bestehende Gesetze teilweise ausgehebelt, um schnell abschieben zu können, um ein Exempel zu statuieren. Reiseunfähigkeitsbescheinigungen wurden ignoriert. Menschen die erklärterweise freiwillig gehen wollten wurden zwangsabgeschoben, nachts direkt am Bett wach gemacht und in einem Fall wurde die minderjährige Tochter zurückgelassen, da sie nicht aufgefunden wurde.

Morgen gibt es einen größeren Willkommenstisch für Flüchtlinge und wir stellen uns den Nazis entgegen.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Hier noch ein paar Bilder von letzten Mal:
Zu sehen war der selbe Lautsprecherwagen wie beim 8. Mai

Auf der rechten Seite das Frontbanner der Nazis

Bekannte NeoNazis…

Tag des offenen Denkmals, Buchvorstellung „Güter Kultur Nachkrieg …“ im Schloß Kummerow

13. September 2015, 16.00-16.30 Uhr Schloss Kummerow (bei Malchin)

„Güter Kultur Nachkrieg. Kulturgutbergung im Landkreis Demmin 1946 –1950“, herausgegeben vom Demminer Regionalmuseum, MMKoehn Berlin 2015.
Buchvorstellung im Rahmen des Denkmaltages, an dem sich die Türen der in der Sanierung befindliche Anlage erstmals für Besucher öffnen.

Die Rekonstruktion der Erfassung und Sicherstellung von privaten Kunst- und Möbelbeständen aus den 1945 enteigneten Guts- und Herrenhäusern des Kreises offenbart die Geschichte der Möbelsammlung des Demminer Museums. Die Autoren Hans H. Clemens und Petra Clemens präsentieren das gerade erschienene Buch an einem der authentischen Orte.

Weitere Infos:
Schloss Kummerow
MMKoehn Verlag
Demminer Regionalmuseum

Vortrag am 24.1.: Der NSU, der Staat, die Gesellschaft

Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am Samstag, 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Eintritt kostenlos

Veranstaltet von Feine Sahne Fischfilet

Feine Sahne Fischfilet – Record Release Party auf Burg Klempenow

Kaum war der Termin vom 24.1. bekannt, war es auch schon ausverkauft, die Releaseparty auf Burg Klempenow von Feine Sahne Fischfilet

Was noch einfach so besucht werden kann ist die Veranstaltung direkt davor. Denn die antifaschistische Inhalte sollten an dem Tag nicht zu kurz kommen. Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Zur Band und dem Tag gibt es gerade einen Artikel im Nordkurier: Lieder mit Punkrock – so dreckig wie Treckerreifen im Matsch

Feine Sahne Fischfilet

Nachtrag:

Hier noch ein wenig ausführlicher, worum es im Vortrag am Samstag auf Burg Klempenow gehen wird:
Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungs-ausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Staudenbörse und Erntetausch am 18.10.

Jedes Mal ein tolles Ereignis:

Neben den Pflanzen, Samen und Gemüse gibt es auch viele Informationen, Erfahrungsaustauch, Geselligkeit und ….
Also kommt vorbei, bringt mit was ihr geben wollt/könnt und freut euch über den Austausch.

mit Kaffee/Tee und Kuchen im Hafen von Demmin

Lübecker Speicher Demmin e.V.
Am Bollwerk, 17109 Demmin (der Verein freut sich auch über Spenden, um das Gebäude weiter ausbauen zu können)

Die Diskussion geht weiter

Heute wollte der Innenminister der Linksfraktion erklären, was am 8. Mai in Demmin passiert ist. Doch Caffier stoppte, als er merkte: die Sitzung ist öffentlich und es ist nicht nur die Presse da sondern auch Menschen vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin. Denn eigentlich wollte Caffier nur der Linksfraktion sagen, dass der Polizeieinsatz am 8. Mai vollständig in Ordnung war…

Wer mehr dazu sehem will, hier die Pressemitteilung vom Innenministerium, ein Bericht vom NDR, und ein Video vom NDR
Und noch ein Artikel vom Nordkurier.

Es gibt jetzt auch einen Spendensammlung für die Opfer der Polizeigewalt, zum Beispiel hier.

4. Demminer Saatgut- und Pflanzen-Tauschbörse

Wir wollen selbstgezogene Sämereien, Pflanzen und Stecklinge von Gemüse, Kartoffeln, Blumen, Kräuter, Beeren oder Getreide tauschen, Erprobtes weiterreichen, Neues ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Hilfe geben. Unter diesem Motto treffen sich Gartenfreunde und stellen ihr selbstgezogenes Saatgut und Pflanzen auf Schenk,- Tausch- oder Spendenbasis zur Verfügung.

Jede/r kann mitmachen, etwas mitbringen oder mitnehmen.

Samstag, 5. April – 14 – 16 Uhr
Lübecker Speicher (Hafen Demmin)

16 Uhr: Kurzer Film über die Bauernproteste in Kolumbien gegen das Freihandelsabkommen und dessen Folgen. Drei Gäste aus Kolumbien beantworten gerne Fragen.

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

SPECIAL: Diesmal mit Kleidertauschbörse vom T-Shirt bis zum Hut

Saatgut muss Gemeingut bleiben und darf nicht privatisiert werden!
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche!

Veranstalter: Lübecker Speicher Demmin e.V.

Schutzlos ausgeliefert – DDR-Heimkinder erzählen

Filmvorführung und Gespräch zu Spezialheimen in der DDR

Dienstag, 8. April 2014, 18 Uhr im Lesesaal der Hanse-Bibliothek Demmin,
Pfarrer-Wessels-Straße 1, 17109 Demmin

In dem Dokumentarfilm „Schutzlos ausgeliefert-DDR-Heimkinder erzählen“ berichtet eine Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Durchgangsheim Demmin. Die Filmemacherin Uta Rüchel steht für die anschließende Gesprächsrunde zur Verfügung, die Moderation übernimmt die Landesbeauftragte Anne Drescher.

Menschenrechtsverletzungen in Heimen für Kinder und Jugendliche sind aufgrund der Berichterstattung über Missbrauchsskandale in den letzten Jahren verstärkt diskutiert worden. Ein Ergebnis dieser Debatte ist die Einrichtung des Fonds Heimerziehung seit 2012. Ehemalige Kinder und Jugendliche, die in Heimen der DDR Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden, können Leistungen aus dem Fonds erhalten.


Schlafraum eines Spezialkinderheimes Ende der 1960 Jahre. Foto: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.

Methoden der „schwarzen Pädagogik“, die auf Erziehungsvorstellungen voriger Jahrhunderte zurückgehen, sind in fast allen europäischen Ländern angewandt worden. Eine Besonderheit in der DDR war jedoch der erklärte Wille, in den Spezialheimen wie Spezialkinderheimen für Schwererziehbare und Jugendwerkhöfen unangepasste Kinder und Jugendliche oder solche mit „abweichendem“ Verhalten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umzuerziehen, also zu
brechen und passend zu machen. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Die Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen
Hansestadt Demmin, Hanse-Bibliothek
Mit Unterstützung von DemokratieLaden Anklam, ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Keine Rassist_innen in die Parlamente

Zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind auf den Listen in Demmin und Demmin-Land keine Vertreter_innen der NPD, auch keine der AFD. Dies betrifft nicht nur die kommunalen Parlamente sondern auch die Wahlen zu den Bürgermeister_innen.
Das mag daran liegen, dass die Fans dieser Parteien hier meist nur Dumpfbacken sind, die bei der konkreten Arbeit versagen würden, wie in anderen Städten wie Schwerin und Rostock die Vertreter der NPD zeigten. Deswegen finden sie keine Personen, die zur Wahl antreten.
Im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte sieht das ein wenig anderes aus, aber vom selbständigen Agieren der NPDler ist da nicht die Rede. Sie bringen oft Anträge rein, die auch in andere Kreistage eingebracht werden.

Vorbehalte gegenüber Geflüchteten sind auch bei Vertreter_innen der demokratischen Parteien zu finden. Da ist noch viel zu diskutieren in dieser Gesellschaft.

Für eine Will­kom­mens­kul­tur, die ihren Namen wert ist. Re­fu­gee wel­co­me.

Wie wollen wir uns an die Geschichte erinnern?

Neue Erkenntnisse zu Gräbern von Zwangsarbeiter-innen?
Sollen die Namen wieder auf die sowjetischen Gräber?
Welche Denkmäler in welcher Form sind wichtig für eine vielfältige Erinnerungskultur?
Ein komplexes Thema, das am letzten Donnerstag bei der Gedenkkulturen-Veranstaltung viel Diskussion im Detail barg und an diesem Abend sachlich und historisch diskutiert wurde.


Ca. 50 Menschen widmeten sich den zwei Vorträgen vom Deutsch-Russischen Museum Berlin/Karlshorst und der folgenden Diskussion.

Bis Anfang der 90er waren an den Kriegsgräbern am Barlachplatz 21 Namen zu lesen, die dann bei der Umgestaltung verschwanden. Kommen diese bald wieder zuück? Die Stadtspitze sagte, sie hat neue Erkenntnisse. Sie sprach von 5 Namen und will ihnen eine gemeinsame Gedenktafel aufstellen, da nicht genau klar sei, wo sie liegen. Hier ist wohl noch einiges aufzuklären / recherchieren in der nächsten Zeit, da blieben an dem Abend einige Fragen offen.

Wie die Erinnerungskultur aussehen soll, da gibt es von wissenschaftlicher Seite klare Äußerungen, aber mehrere Fragen sind auch politisch/gesllschaftlich zu klären. Den Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion sind die Kriegsgräber wichtig, weniger die sowjetischen Denkmäler wie das an zentraler Stelle in Malchow. Ob der rote Stern und Hammer/Sichel sichtbar bleiben? Vielleicht braucht es das für die Erinnerung.

Neu sind gerade die Erkenntnisse von Gräbern in der Woldeforst. 100 bis 150 Tote sollen dort liegen sagen jetzt Zeitzeugen. Viele Jahre war dort eine Munitionsfabrik. Vielleicht kommt die nächsten Monate mehr Licht in die Sache. Wäre zu wünschen.

Einen Artikel gibt es vom Nordkurier und demnächst wohl auch vom NDR-Fernsehen
Update 21.3.: Noch ein Artikel vom Nordkurier

Hintergrundinformationen finden sich in der Broschüre vom Demminer Regionalmuseum: „Das Kriegsende in Demmin 1945 – Umgang mit einem schwierigen Thema“

Unterstützung aus Berlin

Soliparty für den Widerstand gegen die´den Naziaufmarsch in Demmin
am 29.3. in der Scharnweberstraße 38, Berlin-Friedrichshain

http://kaffeefahrten.wordpress.com/

Einen Bus soll es genauso wieder geben von Berlin nach Demmin am 8.5. und demnächst auch Infoveranstaltungen.

Ausgeschlossen aus der „deutschen Volksgemeinschaft“: Davidsohn, Kotlarski und andere

Veranstaltung des Demminer Regionalmuseums im Begleitprogramm zur stadtgeschichtlichen Ausstellung „Demmin auf der Straße“

Sonntag, 10. November 2013, 10.30 Uhr
Stadtspaziergang anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938


Der historische Stadtrundgang am 8.5.2013 vor der ehemaligen Synagoge (Foto: OS)

Ausgeschlossen aus der „deutschen Volksgemeinschaft“:
Davidsohn, Kotlarski und andere.

Unter diesem Titel erinnern wir an vertriebene und ermordete Juden aus Demmin, an politisch Diskriminierte und Verfolgte, an ausländische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene in der Stadt. Wir informieren über Orte und Ereignisse von nationalsozialistischer Repression, Gewalt und Hetze in der Stadt, über lokale NS-Organisationen und ihre Akteure.

Treffpunkt: 10.30 Uhr Bartholomaei-Kirche, an den Glocken
Dauer ca. 1 Stunde

Route:

Bartholomaei-Kirche (Zugang Breitscheidstraße) – Kahlden- und Frauenstraße – Luisentor (über Turmstraße) – Breitscheidstraße – Wiedemenstraße – Baustraße – Synagogenstraße – Schwedenwallweg – Nikolaistraße.

An den „Stolpersteinen“ für die ermordeten jüdischen Bewohner Demmins können Blumen abgelegt werden.

Naziaufmarsch am 9.11. gegen Flüchtlingsheim in Friedland

Nachdem es schon heute einige NPD-Kundgebungen gegen Flüchtlinge und Proteste dagegen gab, welche morgen an anderen Orten fortgesetzt werden, hat die NPD heute angekündigt, einen Naziaufmarsch wieder am 9.11. -Jahrestag der Reichspogromnacht- in MV zu veranstalten. Diesmal in Friedland (auf halber Strecke zwischen Anklam und Neubrandenburg), wieder gegen ein Flüchtlingsheim. Am 9.11.2012 in Wolgast ist der Naziaufmarsch blockiert worden.

Bald gibt es Infos über die Proteste am 9.11.2013 aus Solidarität mit den Flüchtlingen in Friedland.
Und haltet weiter die Augen offen, was die Nazis planen, denn bis dahin wird noch einiges passieren.

Geflüchtete und Rechtsradikale

Das Klopfen an der Festung Europa wird gerade stark diskutiert, selbst die Innenminister sehen irgendeinen Handlungsbedarf.
Für die Geflüchteten sind die Bedingungen nach wie vor schlecht. Die diversen Medien berichten davon, aber bis jetzt hat sich noch nichts wirklich verbessert und so ist es wichtig, weiter auf die Straße zu gehen, morgen in Rostock, in Berlin, in MV oder sonstwo.

Wer noch mehr Motivation braucht, hier ein Bericht und hier noch einer.

Oder ein Video:

Zwei weitere Veranstaltungen dazu in der nächsten Zeit in der Mecklenburgischen Seenplatte:

Am 26. 10.: „Die Mecklenburgische Seenplatte und die extreme Rechte“

Eine bundesweite Konferenz vom 28.11. bis 30.11. zu Christliches Engagement gegen Minderheitenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Widerstand gegen „Ausländer kosten uns Millionen – Recht auf Asyl abschaffen!“

Die NPD plant nächste Woche mehrere Veranstaltungen unter dem Motto: „Ausländer kosten uns Millionen – Recht auf Asyl abschaffen!“
Gegenkundgebungen sollen an allen Orten angemeldet werden – seid dabei.

Montag 21.10.2013
10:00 – 11:30 Strasburg, Markt
12:30 – 14:00 Torgelow, Ueckercenter
14:00 – 15:00 Torgelow-Drögerheide, Straße der Freundschaft
anschl. Eggesin

Dienstag 22.10.2013
09:00 – 10:30 Ahlbeck, Seestraße
10:30 – 12:00 Heringsdorf, Seestraße
13:00 – 14:30 Wolgast
15:00 – 16:30 Anklam

Vermutlich wird es die Tage danach in anderen Städten von MV weitergehen, haltet die Augen offen.

Weitere Infos demnächst auch hier

Werdet aktiv! Nazi-Kundgebungen verhindern!

Staudenbörse und Erntetausch

Dieses Wochenende ist viel los und neben der refugee welcome-Demo in Rostock gibt es in Demmin die

Wir wollen selbstgezogene Stauden und Gehölze tauschen, Erprobtes weiterreichen, Neues ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Hilfe geben. Unter diesem Motto treffen sich Gartenfreunde und stellen ihre selbstgezogene Pflanzen auf Schenk,- Tausch- oder Spendenbasis zur Verfügung. Kurzfristig kam auch noch die Idee vom Erntetausch dazu, von der viele spontan begeistert waren.

Samstag, 19. Oktober 2013, 14 – 17 Uhr,
Lübecker Speicher (Hafen Demmin)

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

16:30 Uhr Film: „Zukunft säen – Vielfalt ernten! Saatgut bleibt Gemeingut“ (2010, 34min)

Teilnehmer_innen unter anderen:
Hof Ulenkrug … und hoffentlich viele weitere Anbieter aus Demmin oder von weiter weg!

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche!
Veranstalter: Lübecker Speicher Demmin e.V.

Zurück auf den Straßen

Die Bedingungen der Geflüchteten sind sind noch nicht wirklich verbessert worden. Die Diskussion um die Menschen, die über Lampedusa Europa erreichen wollen, zeigt wieder die klassischen Abschottungsmentalität. Der Alltag der Geflüchteten, die es bis hierher geschafft haben, ist immer noch durch viele Einschränkungen und Anfeindungen geprägt. Deswegen haben sich gestern wieder Non-Citizen vor dem Brandenburger Tor versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und freuen sich auf Unterstützung.

In MV sieht es nicht anderes aus und so gibt es am 19.10. eine
Demo in Rostock: Refugees Welcome

Dazu gibt es einige Infoveranstaltungen und an dieses Wochenende ist in Greifswald Kentern & Verstehen, was nicht nur ein Konzert ist, sondern neben anderem interessante Veranstaltungen zu Antirassismus präsentiert.

Vernachläßigt werden sollte auch nicht die regelmäßige Unterstützungsarbeit mit den Geflüchteten vor Ort.

Der Demminer 8.5. in der ARD

Heute lief im Ersten im Rahmen von „16xDeutschland“ ein Beitrag über die Natur in MV und die Neo-Nazis in MV, speziell der 8.5. in Demmin. (ab 0:58:40, leider teilweise die Musik weggeschnitten…)

Ist sehenswert! Interessant sind die nebeneinander gestellten Aussagen zum Verhalten gegenüber den Neo-Nazis.

Wie es mit dem Friedensfest am 8.5.2014 in Demmin weitergeht ist noch unklar, wird aber gerade diskutiert – mal schauen was das ergibt.
Den historischen Spaziergang, Mahnwachen und weitere Veranstaltungen wird das Aktionsbündnis am 8. Mai weiterhin organisieren, auch das Jahr hindurch mit verschiedenen Veranstaltungen präsent sein. Allein das Friedensfest am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, soll übergeben werden, da der Aufwand nicht dauerhaft ehrenamtlich getragen werden kann.

PS: Beim Fall der Beschlagnahmung von Filmaterial durch die Feldjäger am 31.8. füllen sich die Akten. Wir bleiben dran und informieren Euch, sobald was Relevantes passiert.

Als Wahlnachtrag: Parteienmeinung ändert sich öfter mal.
Wichtig für die Gesellschaft ist es in der Sache weiterzukommen, zum Beispiel für mehr Selbstbestimmung, für gewaltfreie Konfliktlösungen und gegen Rassismus, gegen Rechtsradikalismus, gegen Ausgrenzung. Das gestaltet sich zwar zäh, weil denken anstrengend ist, lohnt sich aber.