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Grundrechte schützen! Neues Polizeigesetz in MV verhindern! Demo am 16.6. in Schwerin

Derzeit plant die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern (MV) das Polizeigesetz zu verschärfen.
Die Polizeigesetze regeln in allen Bundesländern, was die Polizei bei Ermittlungen und in ihren Einsätzen tun darf. In MV heißt das Gesetz „Sicherheits- und Ordnungsgesetz“, kurz: SOG. Dieses Gesetz wird demnächst im Landtag von MV besprochen.
Im kommenden SOG MV gibt es vieles, was die Grundrechte der Menschen zu sehr einschränkt und nicht mehr Sicherheit bringt.

Deswegen gibt es am 16.06. um 12 Uhr eine Demonstration in Schwerin
Start: Grunthalplatz (vor dem Bahnhof)

FALSCHE GRUNDTENDENZ
Mit der geplanten Neufassung des SOG M-V soll die Polizei immer weiter im Vorfeld von konkreten Gefahren tätig werden, immer mehr Unbeteiligte erfassen und das auf immer unsicherer Tatsachenlage. Je vager der Anlass, desto größer ist jedoch das Risiko, mit dem Verdacht falsch zu liegen. Befugnisse, die vom Bundesverfassungsgericht allenfalls in außergewöhnlichen Situationen der Terrorgefahr akzeptiert werden, sind zukünftig für alltägliche Bereiche vorgesehen. Und nicht alles, was rechtlich und technisch möglich ist, ist politisch sinnvoll. Der freiheitliche Rechtsstaat unterscheidet sich vom Polizeistaat dadurch, dass er das Recht nicht um jeden Preis durchsetzen will!
ANHALTSPUNKTE STATT TATSACHEN
Die Eingriffsschwelle für polizeiliche Maßnahmen soll abgesenkt werden. Anstatt bestimmter Tatsachen soll stets und auch für tiefe Grundrechtseingriffe ausreichen, dass „tatsächliche Anhaltspunkte“ die Annahme einer Gefahr rechtfertigen. Umgangssprachlich ausgedrückt reichen dann bloße Indizien für die Überwachung, Ingewahrsamnahme etc. M-V wäre das erste Bundesland, das komplett auf das Erfordernis bestimmter Tatsachen verzichtet!
AUSWEITUNG DER „DROHENDEN GEFAHR“
Für einige schwerwiegende Maßnahmen wie Wohnraumüberwachung, Meldeauflagen oder den Einsatz von V-Leuten soll es künftig unter Umständen sogar ausreichen, dass gar kein konkretes Geschehen absehbar ist. Es soll genügen, dass das Verhalten der Person als allgemein gefährlich erscheint. Dadurch wird de facto das vielerorts kritisierte Konzept der „drohenden Gefahr“ auch in M-V ausgeweitet.
PERSÖNLICHES UMFELD DER ZIELPERSON WIRD ÜBERWACHT
Der Entwurf erweitert den Kreis möglicher Betroffener auf Personen, die „nicht nur in flüchtigem oder in zufälligem Kontakt” (§ 27 Abs. 3 Nr. 2) mit der überwachten Person stehen. Dies würde die Familie, das Arbeitsumfeld und den Bekanntenkreis betreffen. Auch Wohnungen Unbeteiligter sollen abgehört werden können, wenn sich Verdächtige dort aufhalten könnten (§ 33b Abs. 2). Aus Angst, in den Fokus der Behörden zu gelangen, würden soziale Kontakte mit möglicherweise Verdächtigen belastet und vermieden. Die Ausweitung der Überwachung auf Unbeteiligte im persönlichen Umfeld sorgt für ein Klima des Misstrauens.
STAATSTROJANER UND MEHR
Außerdem soll mit Überwachungssoftware (dem „Staatstrojaner“) auf Computer, Smartphones und andere Speichermedien zugegriffen, Daten erhoben und geändert werden können (§§ 33c, 33d Abs. 3). Diese Technik greift heimlich auf intime Daten zu und somit massiv in Grundrechte ein. Sie ist zudem auf Sicherheitslücken angewiesen und besonders anfällig für Manipulationen. Daneben soll die Polizei auch persönliche Bestands- und Nutzungsdaten abfragen dürfen, die Unternehmen über Internetdienste, Telekommunikation etc. speichern, u.v.m.
FLÄCHENDECKENDE ÜBERWACHUNG
Mit schon angewandten und neuen Techniken der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, mit Body- und Dashcams sowie Drohnen wird das öffentliche Leben nahezu lückenlos aufgezeichnet (§§ 32, 34). Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Stadtfeste oder OpenAir-Konzerte sollen nun anlasslos überwacht werden. Damit wird ein weiterer Schritt hin zur flächendeckenden Überwachung aller Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum getan. Es ist jedoch empirisch nicht belegbar, dass mehr Überwachung auch mehr Sicherheit bedeutet.
KEINE WIRKSAME KONTROLLE
Dennoch sieht der Entwurf für die Neufassung des SOG M-V keine ausreichenden Kontrollmechanismen für die intensiven Überwachungsmaßnahmen vor. Ein richterlicher Beschluss ist nur für die verfassungsrechtlich zwingenden Fälle vorgesehen, kann jedoch bei Gefahr im Verzug entfallen. Der/die Landesdatenschutzbeauftragte soll im Gesetzentwurf nur Informationsrechte haben, aber in Fällen von Datenschutzverstößen nicht aktiv eingreifen dürfen (§ 48b).
Auch darüber hinaus ist nicht sichergestellt, dass die Polizei auch diejenigen Daten weitergibt, die sie selbst belasten oder Dritte entlasten.
WAS FEHLT
Zwingende Vorgaben neuerer Verfassungsgerichtsentscheidungen werden nicht umgesetzt. Zudem fehlen Kontrollmechanismen für eine moderne und verantwortungsvolle Polizei, wie sie Menschenrechtsorganisationen schon lange fordern. Eine unabhängige und mit umfassenden Befugnissen ausgestattete Beschwerde- und Untersuchungsstelle würde helfen, polizeiliches Fehlverhalten aufzuklären und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

Also kommt am 16.6. nach Schwerin!

Mehr Infos gibt es bei
http://sogenannte-sicherheit.org/

Infos darüber in English, Francois, Persisch und Arabisch findet ihr hier.

4.6. Straßenmusik und mehr – Rotzfreche Asphaltkultur in Demmin

„Wir war’n im letzten Herbst wie eingefroren, 
die große Kälte hatte uns vereist. 
Wir fühlten uns zerschlagen und verloren 
und wie von Gletschern eingekreist.
Doch auch die Kälte geht vorüber, wenn wir wollen
 und bunte Blumen wachsen nicht erst im August.
 Wir werden kämpfen auf den Straßen, dass uns warm wird.
 Ich hab wie Frühling schon ein Kribbeln in der Brust.“

04.06.2019 – Demmin:
von 12 bis 15 Uhr auf dem Luisenplatz,
dem Geselliusplatz und am Marienhain

Die Tour: Greifswald, Usedom, Anklam, Neubrandenburg, Neuruppin/
Brandenburg, Schwerin, Rostock (Die Daten sind auf www.rak-treffen.de)

Gegen die Verschärfung des Polizeigesetzes SOG MV!

Tanzdemo gegen rechts

Lassen wir den Trauermarsch der Nazis untergehen in einer Party für die Befreiung vom Faschismus und für das Kriegsende

und so oder ähnlich könnt die Demo am 8. Mai in Demmin etwa um 17 Uhr aussehen:

oder so:

Solidarität statt Abschiebe-Irrsinn!

Redebeitrag zu Abschiebehaft am 8. Mai in Demmin:
Mecklenburg-Vorpommern unterstützt derzeit den Abschiebeknast in Glückstadt in Schleswig-Holstein,in dem ab 2020 auch Geflüchtete aus MV -neben Geflüchteten aus HH und Schleswig-Holstein- inhaftiert werden sollen.

In Glückstadt darf es keinen Abschiebeknast geben! Weil es auch sonst nirgends Abschiebeknäste geben darf! 
Und auch nicht die anderen Menschenverachtenden Gesetzesverschärfungen, die das Bundesinnenministerium derzeit unter dem Namen „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ plant!

Pro Bleiberecht ist eine antirassistische Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Anliegen ist, in MV einen kritischen Diskurs zu den wiederholten Asylrechts-Verschärfungen sichtbar und hörbar zu machen.

Abschiebehaft ist nichts Neues. Die Populist*innen von heute greifen mit ihren Forderungen auf eine Idee zurück, die bereits 1919 in Gesetzesform gegossen wurde und seitdem immer wieder angewandt wird. Sie betraf damals größtenteils Zwangsarbeiter*innen aus Osteuropa, die während des ersten Weltkriegs in Deutschland Arbeitseinsätze leisten mussten.Viele von ihnen waren Jüdinnen und Juden. Sie sollten nach dem Krieg Deutschland schnell wieder verlassen. Die ersten Abschiebeknäste hatten ganz klar eine antisemitische und völkische Funktion. Eines der ersten Abschiebelager mit fast 3000 Plätzen befand sich damals in der Nähe von Stettin im damaligen Preußen. 

Abschiebehaft zu verhindern muss auch deshalb Teil antifaschistischer Forderungen sein. Abschiebehaft widerspricht der Freiheit und der Würde von Menschen. Der Blick in die Geschichte zeigt uns, dass allzu leicht Gründe gefunden sind, um Menschen wegen rassistischer Zuschreibungen ihre Rechte zu nehmen.

Wir beobachten dies auch jetzt. Das Bundesinnenministerium plant in einem neuen Gesetzesentwurf, Geflüchtete und schutzsuchende effektiver und vermehrt abzuschieben. Um das zu erreichen, sollen Geflüchtete neben Abschiebeknästen auch in normalen Haftanstalten untergebracht werden – obwohl es vom europäischen Gerichtshof ein Urteil gibt, das das klar verbietet.

Bis 2014 wurden Leute, die aus MV abgeschoben werden sollten, in der Justizvollzugsanstalt Bützow untergebracht. Bützow liegt in der Nähe von Rostock und ist neben der JVA nur noch bekannt für die ansässigen Nazistrukturen. 
Die Zustände im Knast waren menschenwürdig höchst fraglich: Zellen mit Doppelstockbett, Tisch, Stühle, Spind und Waschbecken. Eine Toilette in der Zelle, die nicht abgetrennt war. Der Abschiebungshafttrakt war ein Flur innerhalb der JVA und nur durch Bretter oben und unten vom restlichen Vollzug abgeschirmt. Duschmöglichkeiten gab es lediglich an zwei Tagen pro Woche. 

Die Abschiebehaft in Bützow wurde 2014 beendet. Anlass war das genannte  Urteil des Europäischen Gerichtshofs. MV nutzte danach Plätze in Eisenhüttenstadt und anderen Bundesländern mit. Mit Seehofers Gesetzesirrsinn und Caffiers Zustimmung sieht es so aus, als könnten bald wieder Geflüchtete in Bützow untergebracht werden. Anstatt sich damals 2014 zu überlegen, ob Abschiebehaft überhaupt eine angemessene Maßnahme ist, begann man überall im Land neue Knäste zu bauen – Abschiebeknäste eben, in denen ausschließlich Ausreisepflichtige untergebracht sind. Gewürzt mit bitterer Ironie a la „Wohnen minus Freiheit“ wird das nun politisch als fortschrittliches Projekt verkauft. 

In Glückstadt soll deswegen ein Abschiebeknast errichtet werden, durch den jedes Jahr 700 Geflüchtete abgeschoben werden! Davon ca. 250 aus MV. Das wäre die Hälfte aller Asylsuchenden, die 2018 aus MV abgeschoben wurden. 

Der AfD kommt das sehr gelegen. In einer kleinen Anfrage vom August 2018* fragt Nikolaus Kramer, der für die AfD im Landtag MV sitzt, warum die Landesregierung 20 Plätze im geplanten Abschiebeknast Glückstadt für ausreichend hält. Matthias Manthei von der Fraktion „Freie Wähler/BMV“ – eine Abspaltung der AfD und nicht minder rechts- fragt in einer kleinen Anfrage im März 2019* wie weit die „Realisierung der gemeinsamen Abschiebungshaftanstalt mit Hamburg und Schleswig-Holstein fortgeschritten“ ist. Caffier, Innenminister von MV und als Law&Order-Fetischist bekannt, antwortet ihm im Namen der Landesregierung, dass zwischen den drei Bundesländern eine Vereinbarung ausgehandelt wird, die die „Kosten von Herrichtung und Betrieb“ des Knastes regelt und dass diese Vereinbarung „so zeitnah wie möglich ausgehandelt und zum Abschluss gebracht werden soll“. 

Sie können es also gar nicht erwarten, den Knast in Betrieb zu nehmen.. Widerlich, dass hierbei durch die Bundesländer anscheinend mehr über Finanzen gestritten wird, als darüber, ob Menschen überhaupt derart in ihrer Bewegungsfreiheit beschnitten werden dürfen und was das eigentlich noch mit Menschenrechten und -würde zu tun hat! Was also 1919 begann – dass plötzlich unerwünscht gewordene Migrant*innen vor ihrer Abschiebung auch noch in Knäste gesteckt wurden – wird heute in MV durch CDU und SPD fortgesetzt. Der AfD und allen anderen Nazis und Rassist*innen gefällts.

Wir sagen: Das ist Irsinn! Das ist Unrecht! Flucht ist kein Verbrechen! Schutzsuchende brauchen Schutz und keine Gefangenschaft! Erst Recht in Deutschland mit seiner Geschichte. Auch wenn Gauland die Nazizeit 10 Mal als „Fliegenschiss“ relativiert – oder gerade deswegen.

Außerdem: Abschiebehaft schürt Vorurteile und trägt im öffentlichen Diskurs zur Stigmatisierung von Geflüchteten und Migrant*innen als vermeintlich „Kriminelle“ bei. Ihr „Verbrechen“:  Migration. Das Streben nach einem Leben in Würde und Freiheit. 

Wir widersprechen jeder Schönrederei und werden die Einrichtung weiterhin als genau das bezeichnen, was sie ist: Ein Abschiebeknast! Und Abschiebeknäste darf es nicht geben! ---

Schwingt euch deshalb am 11. Mai / kommenden Samstag auf die Fahrräder! 
Gemeinsam mit Aktivist*innen aus Hamburg und Schleswig-Holstein radeln wir nach Glückstadt. Mit dem Zug geht es bis Elmshorn, von dort mit dem Rad weiter. Die genauen Abfahrtszeiten findet ihr auf der Homepage des Bündnis „Glückstadt ohne Abschiebehaft“ und bei Pro Bleiberecht.

Und jetzt einmal alle zusammen:
Say it loud – say it clear – Refugees are welcome here!

Sei wachsam

Ezé Wendtoin mit einem Reinhard Mey Cover

Die Innenseiten der Außenseiter

Ein kleiner Kommentar zu aktuellen Debatten…

Hinterlandgang – Aufstand und Tristesse – Releaseparty – 20.4. Demmin

Aufstand & Tristesse – Releaseparty

Hinterlandgang – Support: Attic109

am 20. April 2019, 19:30 bis 23:59 Uhr
Lübecker Speicher Demmin, Am Bollwerk 5, 17109 Demmin
Eintritt: 10 € / Schüler 6 €

https://www.facebook.com/events/247128989410247/

…auch am 8. Mai wird Hinterlandgang in Demmin spielen !

Aktionswoche „Her mit dem schönen Leben“ in Rostock – 27.4. bis 4.5.

Spätestens seit den Migrationsbewegungen 2015 haben Menschen in Deutschland zu Hunderttausenden angepackt, geholfen, gespendet und unabhängig von parteipolitischen Kursen und Debatten ihre Vorstellung einer besseren Welt ganz praktisch umgesetzt. Genauso haben Selbstorganisationen von Geflüchteten protestiert, gestreikt und gekämpft.

Als Antwort auf das Erstarken rassistischer Parteien und Kräfte in der gesamten Gesellschaft, wollen wir am 04. Mai demonstrieren gehen, um unsere Forderung nach dem schönen Leben auf die Straße zu tragen.

In der vorangehenden Aktionswoche wollen wir dich einladen, unsere Vorträge, Workshops, Partys und Veranstaltungen zu besuchen und mit uns gemeinsam zu formulieren, wie das schöne Leben aussehen kann – solidarisch, selbstbestimmt und wild. Die Welt gehört uns!

Mehr Infos:
https://www.hrohilft.de/aktion/
auf Facebook
Am 28.4. gibt es im Rahmen der Aktionswoche Infos zum 8. Mai in Demmin

Übrigens: Am 23. Mai will die AfD noch ein – hoffentlich letztes – Mal auf den Neuen Markt in Rostock – mehr Infos zu den geplanten Protesten kommen bald bei Rostock Nazifrei

Wildes Herz in der ARD-Mediathek

Bei jedem 8. Mai war wer von der Band mit vor Ort, was im Film dokumentiert wird.
Im letzten Jahr spielte Feine Sahne Fischfilet am 8. Mai in Demmin, kurz davor lief der Film im Kino, nur nicht im Demminer Kino.
Das Thema vom Film ist aber ein anderes. Viel Spaß beim schauen!

Die Akte BND

Wie der Bundesnachrichtendienst mit Rüstungstransporten in Krisenregionen Flüchtlingsströme produziert. Schaut es euch an.
Sudan, Myanmar, Jemen,…gehören dazu. Dem BND gezeigt wie das geht haben früher ehemalige Nazi-Offiziere.
Kriege sind ein Hauptgrund für Flucht -> Keine Rüstungsexporte!

23.3. Neubrandenburg: Demo gegen völkischen Chic

Im Januar eröffnete in der Stargarder Straße 10b in Neubrandenburg der Thor Steinar Laden „Tønsberg“ und wir wehren uns dagegen!

Da nach bald zwei Monaten der Naziladen in der Innenstadt immer noch besteht, ruft Neubrandenburg Nazifrei zusammen mit vielen anderen zu einer Demonstration durch Neubrandenburg vom Bahnhof bis zum Laden auf.
Für ein weltoffenes Neubrandenburg, gegen Rassismus und Ausgrenzung!

WARUM?!
Thor Steinar ist eben keine normale Modemarke und wird es auch niemals sein. Die Betreiber der einzelnen Shops in ganz Europa und auch die drei zentralen GmbHs mit Millionengewinnen weisen über Umwege oder auch direkt auf die radikale rechte Szene. Geld geht beim Kauf also an Rechtsradikale. Außerdem weisen die Motive auf den Klamotten in eine klare Richtung: Thor Steinar spielt trotz heutigen unauffälligeren Auftretens bewusst mit klar menschenverachtenden, geschichtsrevisionistischen und gestrigen Ideologien. Neben völkische-mythologischen Runenkrams findet sich bei vielen Motiven ein positiver Bezug zum Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg und deutscher Kolonialgeschichte. Nebenher wird ein überholter Begriff von Männlichkeit hochgehalten und Gewalt glorifiziert.

Klar ist: Wer Steinar trägt, will sich als Teil der rechten Szene erkennbar machen, es ist ein identitätsstiftendes Merkmal für Nazis. Die ganze Firmenstrategie ist darauf ausgelegt, in der Grauzone diese Kundschaft zu erreichen und diesen eine Möglichkeit zu geben sich dezent nach Außen klar zu positionieren. Selbst der Verfassungsschutz erkennt diese Rolle an und im Bundestag und auch im Landtag M-V ist die Marke verboten.

UND JETZT?!
Wir lassen nicht zu, dass so ein Laden sich bei uns in der Stadt etabliert. Nicht nur der Ruf und das Bild der Stadt leiden enorm, viel wichtiger ist, dass diskriminierte Gruppen und quasi auch jede*r Andersdenkende in ihrem/seinem Alltag bedroht ist, wenn der rechte Thor Steinar Lifestyle Teil der Innenstadt wird. Wenn die Marke es schafft Alltag zu werden ist das eine Bedrohung für das demokratisch, vielfältige Zusammenleben in unserer Stadt und für eine angemessene Erinnerungskultur an die deutschen NS-Verbrechen.

Daher fordern wir die Stadt und die Vermieterin Tyroller auf Maßnahmen zu ergreifen und sich klar zu positionieren! Gerade die Vermieterin aus Erfurt, eng verknüpft mit der CDU, ist in der Lage den Mietvertrag zu kündigen und hat sich bisher noch mit keinem Wort geäußert. Der Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt hat bisher seinen Worten gegen den Laden keine sichtbaren Taten folgen lassen. Dies gilt es zu ändern!

Keine Toleranz der Intoleranz!
Keine Geschäfte mit Nazis!

http://nbnazifrei.de/
facebook-event

Die Hetze eines Thomas de Jesus Fernandes – heute in Demmin

Bekannt wurde de Jesus Fernandez durch abfällige Bemerkungen gegen ältere Menschen, sozial Benachteiligte, Geflüchtete, Schwulen und Lesben und anderes „Ungeziefer“.

Heute versucht sich Thomas de Jesus Fernandes um 19 Uhr im Tannenrestaurant in Demmin in der Kritik an den Wohlfahrtsverbänden.
Der Landtagsabgeordnete der AfD ist vom rechten Rand der Partei und es geht es ihm mehr darum, die soziale Arbeit im Land generell zu diskreditieren. Sein Pauschalvorwurf gegenüber den Wohlfahrtsverbänden ist ein Schlag ins Gesicht für alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Sozialarbeit.
Er will die persönliche Verfehlungen einzelner zu nutzen, um die Struktur der Wohlfahrtsverbände komplett zu zerschlagen.

Auf Wikipedia steht:
Im August 2017 wurden Protokolle eines Chats unter AfD-Mitgliedern bekannt, unter denen auch Thomas de Jesus Fernandes war. In diesen Protokollen, deren Veröffentlichung zum Rücktritt von AfD-Vizefraktionschef im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Holger Arppe führte, antwortete de Jesus Fernandes Arppe auf dessen Beitrag „Ich kann mir jetzt erklären, warum Revolutionen immer so blutig verliefen. Da muss man einfach ausrasten und erstmal das ganze rotgrüne Geschmeiß aufs Schafott schicken. Und dann das Fallbeil hoch und runter, dass die Schwarte kracht!“ mit den Worten „Du weißt aber schon das dieses Rotgrüne Geschmeiß trotz ihrer Abartigkeit nur willfähige [sic]* Erfüllungsgehilfen sind.“
Auf eine andere Eingabe seitens Arppe: „Er glaubt, dass es fast schon zu spät ist, da der Organisationsvorsprung der Linken kaum noch aufzuholen ist. Und wenn jetzt auch noch die AfD scheitert, dann ist es eben gut, wenn man einen Schrank voller Gewehre und ne Munitionskiste in der Garage hat.“ antwortete de Jesus Fernandes mit den Worten: „Recht hat er!“
Gegen mehrfache weitere gewaltverherrlichende Phantasien gegen politische Gegner, die von Arppe und anderen Mitgliedern des Chats geäußert wurden, erhob de Jesus Fernandes laut der Protokolle keinen Widerspruch, sondern reagierte nicht.

Arppe ist nach öffentlichem Druck aus der AfD rausgegangen(worden).

Hersel, de Jesus Fernandes und andere sind immer noch Teil der AfD.

Sandro Hersel von der AfD, der sein Wahlkreisbüro in Demmin hat, machte Feststellungen wie „Gestern war Willkommensfest in Greifswald, 50 Rentner, 50 Studenten, 10 Fahrradneger“. Im April 2015 verteidigte Hersel im Chat Angriffe auf Flüchtlingsheime: „Wir brauchen mal den Mut, die Meinung umzukehren. Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern eine Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben“

Gegen solche Hetze gilt es aktiv zu werden!

Chat-Ausschnitt vom 1. September 2015, weitere Beteiligte u.a. Sandro Hersel und Thomas De Jesus Fernandes

19.10.: Buchlesung: Gewaltfreier Widerstand in islamischen und arabischen Gesellschaften – Im Kampf gegen die Tyrannei

Gewaltfreien, zivilen Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in islamischen und arabischen Gesellschaften.

Die Kriege im Mittleren Osten und in der afrikanischen Sahelzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen zur Flucht. Viele Medien stellen als Handelnde nur die bewaffneten Militärs und Milizen dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgelieferte Bevölkerung gegenübersteht. Dieses Bild lässt zunehmend in Vergessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen 2011 Militärdiktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.

Der erste Teil des Buches dokumentiert die syrische gewaltfreie Massenbewegung während der Jahre 2011 bis 2013. Die Texte der syrischen gewaltfreien RevolutionärInnen und Graswurzel-JournalistInnen schildern u.a. die Aktionen von Frauen, die zu Beginn der Massenproteste eine besondere Rolle gespielt haben. Beschrieben werden die Freien Frauen Darayyas, das Mazaya-Frauenzentrum oder die in der arabischen Welt bekannte Schauspielerin Fadwa Suleiman, die mit den Mitteln der Kunst gegen die Tyrannei des al-Assad-Regimes kämpfte. Erinnert wird außerdem an den Einfluss des Anarchisten Omar Aziz auf die entstehende Rätebewegung in Stadtteilen und Regionen Syriens sowie an Jawdat Said, den wichtigsten Theoretiker der Syrischen Bewegung für Gewaltfreiheit. Die Gründung der Freien Syrischen Armee (FSA), neue islamistische Tyranneien sowie Interventionskriege machten aus dem Traum der sozialen Revolution jedoch einen Albtraum.

Der zweite Teil des Buches informiert über die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985. Sie wurde wesentlich durch den Sufi, Antikolonialisten und libertären Interpreten des Koran, Mahmud Taha, und seine Organisation Republikanische Brüder geprägt. Ihr gelang es, die Militärdiktatur an-Numairis, der seine Tyrannei als säkular-„sozialistischer“ Putschist in der Tradition der jungen Offiziere von Nasser bis Gaddafi begründete, aber später als Verbündeter der Muslimbrüder die Scharia einführte, entscheidend zu schwächen. Taha wurde als „Ketzer“ verurteilt und 1985 hingerichtet. Er hatte ein Konzept für ein föderalistisches System entwickelt, das den Krieg zwischen Nord- und Südsudan entschärft und den späteren Massenmord in Darfur möglicherweise verhindert hätte.

Lou Marin (Mitherausgeber des Buches) liest aus dem Buch, danach gibt es eine gemeinsame Diskussion.

am Freitag, 19.10. um 18 Uhr im Café 3K, Clara-Zetkin-Str. 16, Demmin
Der Eintritt ist frei.

weitere Veranstaltung:
Was geht in Nordsyrien?
Di, 30. Oktober | 18:00

Eine Referentin der Stiftung der Freien Frau in Rojava (WJAR) berichtet über die Grundsätze des demokratischen Konföderalismus und Frauenorganisierung in der demokratischen Föderation Nordsyrien. Dieser Abend eröffnet zugleich die Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“, die bis zum 17. November am selben Ort zu sehen sein wird

Wanderausstellung der Kirche: Neue Anfänge nach 1945?

Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr, Ausstellung vom 13.10. bis 14.11.2018

Das Kriegsende 1945 in Demmin hat sich tief in das Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt, zu schrecklich war und ist das Erlebte und Erzählte, bis heute. Wie können wir angemessen daran zurückdenken? Wie können wir uns mit den seelischen Verletzungen auseinandersetzen?

Die Ausstellung »Neue Anfänge nach 1945?« setzt sich mit der Situation des Neuanfangs nach dem Krieg im Bereich der alten Bundesländer der Nordkirche auseinander. Dabei werden ehemalige nordelbische Kirchengemeinden, aber auch das Verhalten einzelner Menschen in den Blick genommen. Es zeigen sich tatsächliche Neuanfänge ebenso wie ein Ausblenden realer Schuld.

Wir zeigen diese Ausstellung in der Kirche auch, um vom Blick anderer zurück in die Vergangenheit zu lernen. Eine Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Demmin steht noch aus, und wir versuchen, uns diesem wichtigen Thema von verschiedenen Seiten anzunähern. Seien Sie mit dabei!

Bei der Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr wird Dr. Stephan Linck, Studienleiter der Evangelischen Akademie der Nordkirche, in die Ausstellung einführen.

https://www.nordkirche-nach45.de/

Neue Broschüre zu den Gräbern sowjetischer Kriegsgefangener in Demmin

Nach der öffentlichen Einweihung der Gedekstätte in der Woldeforst ist zu diesem Thema jetzt eine Broschüre erschienen. Es geht neben Woldeforst und dem damalige Geschehen im Lager auch um das Fehlen der Namen der Toten auf dem Barlachplatz sowie um Gräber auf dem Vorwerker Friedhof und in Kletzin.

Die Broschüre gibt es für 2,50 Euro in der Stadtinformation, in der Buchhandlung Steinke und beim Verein „Demminer Regionalmuseum“. Kontakt: demminer-regionalmuseum@web.de

20.9. Buchlesung „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“

Die Diskussionen um die Ereignisse ’45 gehen weiter. Ein wichtiges Thema, welches im Film „Über Leben in Demmin“ nicht angesprochen wird, sind die Russenkinder, die durch Vergewaltigung oder durch Liebe entstanden sind. Martin Farkas hatte für den Film mit Russenkindern in Demmin gesprochen. Aber diese wollten nicht im Film auftauchen. Sie sind schon genug stigmatisiert und durch ein öffentliches Interview würde die Ausgrenzung weiter steigen, was wahrscheinlich bedeuten würde, dass sie wegziehen müssten. Es ist halt immer noch ein gesellschaftliches Tabu.

Zu dem Thema gibt es eine Veranstaltung mit einer Buchlesung: „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“
Winfried Behlau und Birgrit Michler, beide sind Russenkinder, lesen und diskutieren am:

Donnerstag, 20. September, 19 Uhr in der Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomaei

Mehr Infos hier oder hier

In Goldberg gibt es gerade eine Fotoausstellung: „Die Russen kommen!“, hier ein Filmbeitrag dazu.

18.9. „Über Leben in Demmin“ im Kino mit Regisseur und Diskussion

Über Leben in Demmin“ läuft am Dienstag, 18.9. um 18 Uhr im Filmeck Demmin, Martin Farkas ist da zur Diskussion, da der Film als DVD erscheint.
Kommt und diskutiert mit! Wie können wir aus der Geschichte lernen?

7.4. Demo in Rostock: Zentrale der Identitären dichtmachen!

Identitäre sind NeofaschistInnen und altbekannte Neonazis aus Kameradschaften, die seit 2014 auch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv sind. Sie organisieren Kundgebungen, Flashmobs und Volkstanzabende.
Mit ihren Aktionen befördern sie den Rassismus in Deutschland wollen diejenigen einschüchtern, die sich gegen Nazis engagieren. Trotz der aktuell noch wenigen Aktiven der Gruppe, schafft es die Gruppe durch ihre mediale Inszenierung Gelder und neue Personen für sich zu werben.

Nun verlegten sie ihre Bundeszentrale ins Rostocker Bahnhofsviertel. Eng vernetzt mit der AfD versuchen sie gesellschaftlich anschlussfähig zu werden und vor allem junge Menschen anzusprechen. Vor Militanz und offener Gewalt gegen Andersdenkende oder den politischen Feind schrecken sie nicht zurück!

Dieser Gruppierung gilt es – besonders in Rostock – entschlossen entgegenzutreten.

Samstag, 7. April, Bahnhof Nord Rostock, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Mehr Infos unter http://resistancehro.org/


Jugendaktionswochen in Demmin

Seit Jahren bietet das Angebot für junge Menschen in Demmin wenig Abwechslung. Wer wirklich was erleben will geht meist in andere Städte.
Jetzt gibt es eine Initiative für mehr Jugendkultur und Beteiligung in Demmin, getragen vom Kreisjugendring Mecklenburgische Seenplatte e.V.
in Koopersation mit dem Demminer Bürger e.V. mit Unterstützung des Landkreises.

Ziel ist es, die Jugendlichen zu erreichen, damit sie sich beteiligen und miteintscheiden, was es an Programm für Jugendliche in Demmin gibt.
Das erste Angebot lief schon: Swing gegen rechts
Das nächste ist der Film „Wildes Herz“, aber schaut selbst unten ins Programm.

Im Juni gibt es dann das Jugendforum und die Zukunftswerkstatt für weitere Planungen.

mehr Infos auch auf facebook

20.3. Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Reichs- banner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“

Die Weimarer Republik wird häufig lediglich als Intermezzo zweier verheerender Kriege wahrgenommen. Aber hatte „Weimar“, zumal in Pommern, wirklich keine Chance?
Wir laden herzlich ein in die Aula des Goethe-Gymna­siums Demmin zu einem Vortrag der Dipl.-Pol. Marion Goers und anschließendem Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann.
Der Eintritt ist frei!
Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Demmin und dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e. V.

Dienstag, 20.3.2018, 19:00 Uhr im Goethe-Gymnasium, An der Mühle 7, Demmin

Das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ war eine überparteiliche Organisation zum Schutz der Republik. Sein Ziel war es, die bedrohte Weimarer Demokratie nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten zu verteidigen.
Wie stand es in Pommern, respektive Demmin, um die Demokratie in jenen Jahren?
Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass die NSDAP auch in dieser Region z. T. außergewöhnlichen Erfolg hatte? Welche Konsequenzen lassen sich aus dem Schicksal des Reichsbanners auch heute noch ziehen?

Marion Goers ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Sie be­­schäftigt sich in ihren Publikationen u. a. mit der Geschichte der Arbeiter­bewe­gung,insbesondere mit gewerkschaftlichem Widerstand gegen den National­sozialismus.
Thomas Stamm-Kuhlmann lehrt und forscht am Historischen Institut der Universität Greifswald u. a. zu den Schwerpunkten preußische Geschichte und deutsche Wissenschaftsgeschichte.

Die Ausstellung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“ ist am 6. und am 20. März von 15 bis 18 Uhr in der Schule auch für Besucher*innen zu besichtigen.

25.2. Gedenken an Mehmet Turgut in Rostock

Am 25. Februar 2018 jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 14. Mal. Der 25-jährige Kurde wurde 2004 in einem Imbiss im Neudierkower Weg von Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschossen. Gemeinsam mit der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zum Gedenken an Mehmet Turgut und alle anderen Betroffenen der rassistischen Mordserie ein.

Die Veranstaltung findet um 14 Uhr am Gedenkort im Neudierkower Weg im Beisein von Familienangehörigen des Ermordeten statt. Neben Redebeiträgen des Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Wolfgang Nitzsche und der Initiative „Mord verjährt nicht!“ werden in diesem Jahr erstmals auch Grußworte von Angehörigen und Betroffenen aus anderen Städten verlesen.

Wir rufen die alle dazu auf, gemeinsam an Mehmet Turgut zu erinnern und ein Zeichen für Solidarität und gegen rassistische Gewalt zu setzen. Mitgebrachte Blumen und Kerzen dürfen gerne niedergelegt bzw. aufgestellt werden.

Veranstaltung auf facebook

Mahnmal für Mehmet Turgut zwei Mal in zwei Tagen beschmiert und geschändet

Spatenstich für die Gedenkstätte für Kriegsgefangene, die bei der Zwangsarbeit in der Woldeforst zu Tode gekommen sind

Im Wald, ungefähr an der Kreuzung der Woldeforster Straße und der Straße nach Seedorf, baut die Hansestadt Demmin mit Unterstützung des Landesamtes für Innere Verwaltung, dem Landkreis und dem Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gedenkstätte. Dadurch wird die letzte Ruhe für die Zwangsarbeiter auf Dauer sichergestellt. Gestern war der erste Spatenstich.

Ein Brief einer Ukrainerin, deren Vater 1942 im Woldeforst als Letzter der bis jetzt bekannten 125 zu Tode gekommen ist, wurde vorgelesen. Deren Tochter und Enkeltochter wollen zur Einweihung der Gedenkstätte im Frühjahr 2018 kommen. Der Kontakt entstand erst vor kurzem über das Rote Kreuz zum Demminer Museumsverein.

Am 1.Dezember1941 kamen die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit nach Demmin. Die 125 gefangenen Soldaten sollten in der Heeres-Hauptmunitionsanstalt (Muna) im Wald nördlich von Demmin arbeiten.

Ca. 2/3 von ihnen starben in den ersten zwei Monaten. Viel Information darüber, was genau dort geschah, gibt es in den Archiven leider nicht. Alle Informationen kommen aus dem Meldekartensystem der NS-Verwaltung. Die hohe Sterblichkeit erklärt sich vielleicht durch die menschenunwürdigen Bedingungen und die schwere Zwangsarbeit. Vermutlich mussten sie auch erst mal Baracken bauen, in denen sie schlafen sollten, und bis dahin im Freien schlafen. Der letzte der 125 starb nach eine Jahr. Weitere Zwangsarbeiter sind sehr wahrscheinlich nach Dezember 1941 angekommen, viele auch zu Tode gekommen, denn die Muna brauchte bis zum Ende Arbeitskräfte, aber darüber gibt es bis jetzt nur wenig Information. Leider brauchte es Jahrzehnte, bis dafür eine Gedenkstätte entsteht.

Lange Zeit waren nur die Namen von etwa 20 Kriegstoten bekannt. Durch die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Demmin wurde auch das Thema Zwangsarbeit im Aktionsbündnis 8. Mai aufgegriffen und ab 2012 recherchierte deswegen das Regionalmuseum Demmin im Archiv in Dresden und anderen Archiven. Dadurch sind heute 125 Namen bekannt, die an der Gedenkstätte alle auf einer Tafel stehen sollen.

Standortarzt Dr. Gürich bei einer Visitation der Gefangenen im Lager Woldeforst

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

Gedenken am 9.11. in Demmin

1938 und auch schon davor gab an verschiedenen Stellen in Demmin Übergriffe gegen jüdische Menschen und ihre Geschäfte. Die Synagoge musste vor dem 9.11.1938 an einen deutschen Geschäftsmann verkauft werden, da sehr früh der antisemitische Druck in Demmin hoch war. Daran erinnert heute noch eine Gedenktafel an dem Gebäude. Drei Stolpersteine erinnern an die im KZ Getöteten mit jüdischem Glauben. Am jüdischen Friedhof gab es heute morgen eine Kranzniederlegung der Stadt.

Am Mittag gab es eine Gedenkaktion in der Stadt zur Erinnerung an Rosa Lewinski, die damals in der Luisenstr. 22 (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) ein Schuhgeschäft hatte. Sie wurde vor dem 9.11.1938 zur Geschäftsaufgabe gezwungen und zog deswegen nach Südafrika. Daran erinnert bis jetzt noch kein Stolperstein.

Veranstaltung: Miteinander Reden in Demmin

Hingehen, hinschauen, hinhören: Miteinander nicht übereinander reden – das ist der Leitgedanke des Dialogprojekts der ZEIT und ZEIT ONLINE, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bildungsagentur labconcepts.

Wie tickt eine Kommune? Reden Menschen in der Stadt anders über Politik, als auf dem Land? Wofür interessieren sich Schülerinnen und Schüler im Jahr der Bundestagswahl – und wofür sind sie bereit, sich zu engagieren? Wir wollen mehr über Themen, Einstellungen, Kontroversen, Erwartungshaltungen und Stimmungen vor Ort erfahren, um im Gespräch mit den handelnden Personen ein individuelles und präzises Bild davon zu erhalten, was die Menschen in (ländlichen) Kommunen bewegt.

Als politische Bildner, Journalisten und Medienschaffende wollen wir das Gespür für die politische Kultur und das Demokratiebewusstsein im ländlichen Raum vertiefen. Dazu wollen wir ins Gespräch kommen, die Bedürfnisse der Menschen erkunden, die für deren Arbeit vor Ort wichtig sind, und Themen identifizieren, über die die Menschen reden – miteinander und mit uns. Wir wollen die richtigen Fragen an ganz unterschiedliche Akteure stellen: an Schülerinnen und Schüler ebenso, wie an Vertreter/innen der Parteien, an engagierte Bürger/innen wie an Menschen, die sich an den Rand gedrängt fühlen. Daraus entsteht idealerweise ein gemeinsamer und gegenseitiger Lernprozess.

Hier anmelden

Termin:
20.09.2017, von 18:30 bis 21:00

Ort
Ratssaal der Hansestadt Demmin
Am Markt 1
17109 Demmin

Für
(Berufs-)Schülerinnen und -Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, zivilgesellschaftliche Akteure, kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Verwaltung und Kreis, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter, lokale interessierte Öffentlichkeit und lokale Presse

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die ZEIT, labconcepts

Protest gegen die AfD in Neubrandenburg, Samstag, 16.9., 15 Uhr, Marktplatz

Keine Partei ist derzeit so umstritten, wie die AfD – und das aus gutem Grund! Angefangen als kleine Anti-Euro-Partei, hat sie in den letzten Jahren stark dazu beigetragen, durch Provokationen, Diskriminierungen und offen gelebten Rassismus, sowie dem gezielten Schüren von Vorurteilen und Ängsten gegenüber Migrant_innen den Wutbürger in einem Teil der Bevölkerung offenzulegen und immer weiter von den eigentlichen Problemen im ungezügelten, neoliberalen Kapitalismus abzulenken. Erst kürzlich zeigte sich im Fall Holger Arppe in Rostock inwieweit die Gewaltfantasien eines AfD-Landtagsabgeordneten gehen können, die von Teilen der Partei so unterschrieben werden (siehe hierzu: http://www.taz.de/!5441138/).

Am Samstag, dem 16. September – knapp eine Woche vor der Bundestagswahl – hat sich die AfD in Neubrandenburg angekündigt. Unter dem Motto „Merkel muss weg!“ wollen sie auf dem Marktplatz ihre hetzerischen Parolen zum Besten geben. Als Höhepunkt des braunen Bundestagswahlkampfes hier vor Ort, treten neben dem Neubrandenburger Direktkandidaten Enrico Komning, auch der AfD-Franktionsvorsitzende Sachsen-Anhalts, André Poggenburg, und der Fraktionsvorsitzende Thüringens, Bernd Höcke, auf. Alle unterwegs in rechtskonservativen Kreisen und bekannt für ihre offen rassistischen, sexistischen, homophoben und geschichtsrevisionistischen Äußerungen. Als Teil des Rechtsaußenflügels der AfD geben sie inzwischen klar den Ton in der Partei an – gefolgt von Anhänger_innen, die auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen, oder in der AfD das wiederfinden, was sie seit 1945 vermisst haben.

Kommt Samstag um 15 Uhr auf den Marktplatz und stellt euch gegen die Idiotie des Abendlandes! Einige Gegenproteste setzen mit Kundgebungen und trashigen Aktionen ein Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus. Unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität“ wollen wir der Weltuntergangshysterie der AfD eine solidarische und positive Alternative entgegensetzen und dabei ordentlich Infomaterial und gute Laune unter die Leute bringen!
Seid laut, seid kreativ – vermiest den Rassist_innen den Tag! Make racists afraid again! Alles kann, nichts muss.

Für eine freie Welt ohne Grenzen!
Für Vielfalt statt Einfalt!

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Donnerstag, 14. September 2017, 18:00 Uhr – freier Eintritt
im Lübecker Speicher (Am Bollwerk 5) in Demmin

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Springerstiefel und Bomberjacken waren gestern. Heute treten Neonazis und Rassist*innen vielfältig auf, modisch-hip, mit langen Haaren, mit Che-Guevara-T-Shirt, mit Anzug und Krawatte oder auch im traditionellen, fast schon folkloristischen Gewand. Darin finden sich dann auch die sogenannten „Völkischen Siedler*innen“. Doch es ist nicht nur ihre altmodisch erscheinende Kleidung durch die sie auffallen, es ist vielmehr ihr völkisches Weltbild. Sie ziehen aufs Land und nach einiger Zeit zeigen die neuen Nachbar*innen ihr wahres Gesicht.
Ökologischer Landbau, artgerechte Tierhaltung, Vegetarismus, Naturheilkunde, Selbstversorgung – all das dient nicht einer freien Gesellschaft in intakter Natur, sondern ist ein wesentlicher Teil der Idee der „Rassenhygiene“. Durch die Pflege deutschen Brauchtums soll die „Rasse“ rein gehalten und vermehrt werden.

Referent*innen:

Andrea Röpke, freie Journalistin und Politologin, Hamburg
Marius Hellwig, Amadeu-Antonio Stiftung, Berlin

Moderation:
Dr. Daniel Trepsdorf, RAA MV

Veranstalter*innen:
Quietjes e.V. (Wasow)
in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperativen e.V. (Dargun)
und dem Aktionsbündnis 8. Mai (Demmin)

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisant*innen von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Party am 2. Weihnachtsfeiertag im interkulturellen Café

Gemeinsam vielfältig essen, tanzen, musizieren, spielen… wollen wir am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.
Und so ein wenig Farbe in den grauen Alltag bringen – Kleinstadt beleben.

Offen einander zuhören, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Gedanken austauschen. Geschichten erzählen, und dabei auch die Schwierigkeiten ansprechen ist Programm im Café zu den Öffnungszeiten an jedem Freitag.
Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Live Musik mit Bob Beeman (Folk, Soul, Blues), sowie DJ Samir
Kochcrew: „Fläming Kitchen“

Kommt ins interkulturelle Café am Montag, 26.12.2016 ab 16 Uhr, Demmin, Clara-Zetkin-Str. 16, in den Räumen des Vereins Demminer Bürger e.V.

Anmerkung: Am 23.12. ist das Café nicht geöffnet!

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf

Gemeinsam gegen Rassismus!

auch wenn jetzt anscheinend gleich Udo Pastörs in Demmin spricht, für den wahrnehmbaren Rechtsruck in der Politik steht die AFD, deswegen unterstützen wir Neubrandenburg Nazifrei bei ihrem Protest übermorgen:

Gemeinsam gegen Rassismus!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenubrg Marktplatz abhalten.
Zuletzt hat der Kreisverband bereit klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.
So sagte Höcke auf einer Kundgebung am 30.09.15 in Erfurt:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“

weitere Infos und Treffpunkte unter:
http://nbnazifrei.de/nb1208-der-afd-widersprechen/