Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Die Hetze eines Thomas de Jesus Fernandes – heute in Demmin

Bekannt wurde de Jesus Fernandez durch abfällige Bemerkungen gegen ältere Menschen, sozial Benachteiligte, Geflüchtete, Schwulen und Lesben und anderes „Ungeziefer“.

Heute versucht sich Thomas de Jesus Fernandes um 19 Uhr im Tannenrestaurant in Demmin in der Kritik an den Wohlfahrtsverbänden.
Der Landtagsabgeordnete der AfD ist vom rechten Rand der Partei und es geht es ihm mehr darum, die soziale Arbeit im Land generell zu diskreditieren. Sein Pauschalvorwurf gegenüber den Wohlfahrtsverbänden ist ein Schlag ins Gesicht für alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Sozialarbeit.
Er will die persönliche Verfehlungen einzelner zu nutzen, um die Struktur der Wohlfahrtsverbände komplett zu zerschlagen.

Auf Wikipedia steht:
Im August 2017 wurden Protokolle eines Chats unter AfD-Mitgliedern bekannt, unter denen auch Thomas de Jesus Fernandes war. In diesen Protokollen, deren Veröffentlichung zum Rücktritt von AfD-Vizefraktionschef im Landtag Mecklenburg-Vorpommern Holger Arppe führte, antwortete de Jesus Fernandes Arppe auf dessen Beitrag „Ich kann mir jetzt erklären, warum Revolutionen immer so blutig verliefen. Da muss man einfach ausrasten und erstmal das ganze rotgrüne Geschmeiß aufs Schafott schicken. Und dann das Fallbeil hoch und runter, dass die Schwarte kracht!“ mit den Worten „Du weißt aber schon das dieses Rotgrüne Geschmeiß trotz ihrer Abartigkeit nur willfähige [sic]* Erfüllungsgehilfen sind.“
Auf eine andere Eingabe seitens Arppe: „Er glaubt, dass es fast schon zu spät ist, da der Organisationsvorsprung der Linken kaum noch aufzuholen ist. Und wenn jetzt auch noch die AfD scheitert, dann ist es eben gut, wenn man einen Schrank voller Gewehre und ne Munitionskiste in der Garage hat.“ antwortete de Jesus Fernandes mit den Worten: „Recht hat er!“
Gegen mehrfache weitere gewaltverherrlichende Phantasien gegen politische Gegner, die von Arppe und anderen Mitgliedern des Chats geäußert wurden, erhob de Jesus Fernandes laut der Protokolle keinen Widerspruch, sondern reagierte nicht.

Arppe ist nach öffentlichem Druck aus der AfD rausgegangen(worden).

Hersel, de Jesus Fernandes und andere sind immer noch Teil der AfD.

Sandro Hersel von der AfD, der sein Wahlkreisbüro in Demmin hat, machte Feststellungen wie „Gestern war Willkommensfest in Greifswald, 50 Rentner, 50 Studenten, 10 Fahrradneger“. Im April 2015 verteidigte Hersel im Chat Angriffe auf Flüchtlingsheime: „Wir brauchen mal den Mut, die Meinung umzukehren. Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern eine Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben“

Gegen solche Hetze gilt es aktiv zu werden!

Chat-Ausschnitt vom 1. September 2015, weitere Beteiligte u.a. Sandro Hersel und Thomas De Jesus Fernandes

19.10.: Buchlesung: Gewaltfreier Widerstand in islamischen und arabischen Gesellschaften – Im Kampf gegen die Tyrannei

Gewaltfreien, zivilen Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in islamischen und arabischen Gesellschaften.

Die Kriege im Mittleren Osten und in der afrikanischen Sahelzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen zur Flucht. Viele Medien stellen als Handelnde nur die bewaffneten Militärs und Milizen dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgelieferte Bevölkerung gegenübersteht. Dieses Bild lässt zunehmend in Vergessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen 2011 Militärdiktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.

Der erste Teil des Buches dokumentiert die syrische gewaltfreie Massenbewegung während der Jahre 2011 bis 2013. Die Texte der syrischen gewaltfreien RevolutionärInnen und Graswurzel-JournalistInnen schildern u.a. die Aktionen von Frauen, die zu Beginn der Massenproteste eine besondere Rolle gespielt haben. Beschrieben werden die Freien Frauen Darayyas, das Mazaya-Frauenzentrum oder die in der arabischen Welt bekannte Schauspielerin Fadwa Suleiman, die mit den Mitteln der Kunst gegen die Tyrannei des al-Assad-Regimes kämpfte. Erinnert wird außerdem an den Einfluss des Anarchisten Omar Aziz auf die entstehende Rätebewegung in Stadtteilen und Regionen Syriens sowie an Jawdat Said, den wichtigsten Theoretiker der Syrischen Bewegung für Gewaltfreiheit. Die Gründung der Freien Syrischen Armee (FSA), neue islamistische Tyranneien sowie Interventionskriege machten aus dem Traum der sozialen Revolution jedoch einen Albtraum.

Der zweite Teil des Buches informiert über die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985. Sie wurde wesentlich durch den Sufi, Antikolonialisten und libertären Interpreten des Koran, Mahmud Taha, und seine Organisation Republikanische Brüder geprägt. Ihr gelang es, die Militärdiktatur an-Numairis, der seine Tyrannei als säkular-„sozialistischer“ Putschist in der Tradition der jungen Offiziere von Nasser bis Gaddafi begründete, aber später als Verbündeter der Muslimbrüder die Scharia einführte, entscheidend zu schwächen. Taha wurde als „Ketzer“ verurteilt und 1985 hingerichtet. Er hatte ein Konzept für ein föderalistisches System entwickelt, das den Krieg zwischen Nord- und Südsudan entschärft und den späteren Massenmord in Darfur möglicherweise verhindert hätte.

Lou Marin (Mitherausgeber des Buches) liest aus dem Buch, danach gibt es eine gemeinsame Diskussion.

am Freitag, 19.10. um 18 Uhr im Café 3K, Clara-Zetkin-Str. 16, Demmin
Der Eintritt ist frei.

weitere Veranstaltung:
Was geht in Nordsyrien?
Di, 30. Oktober | 18:00

Eine Referentin der Stiftung der Freien Frau in Rojava (WJAR) berichtet über die Grundsätze des demokratischen Konföderalismus und Frauenorganisierung in der demokratischen Föderation Nordsyrien. Dieser Abend eröffnet zugleich die Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“, die bis zum 17. November am selben Ort zu sehen sein wird

Wanderausstellung der Kirche: Neue Anfänge nach 1945?

Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr, Ausstellung vom 13.10. bis 14.11.2018

Das Kriegsende 1945 in Demmin hat sich tief in das Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt, zu schrecklich war und ist das Erlebte und Erzählte, bis heute. Wie können wir angemessen daran zurückdenken? Wie können wir uns mit den seelischen Verletzungen auseinandersetzen?

Die Ausstellung »Neue Anfänge nach 1945?« setzt sich mit der Situation des Neuanfangs nach dem Krieg im Bereich der alten Bundesländer der Nordkirche auseinander. Dabei werden ehemalige nordelbische Kirchengemeinden, aber auch das Verhalten einzelner Menschen in den Blick genommen. Es zeigen sich tatsächliche Neuanfänge ebenso wie ein Ausblenden realer Schuld.

Wir zeigen diese Ausstellung in der Kirche auch, um vom Blick anderer zurück in die Vergangenheit zu lernen. Eine Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Demmin steht noch aus, und wir versuchen, uns diesem wichtigen Thema von verschiedenen Seiten anzunähern. Seien Sie mit dabei!

Bei der Eröffnung am Freitag, den 12. Oktober um 18 Uhr wird Dr. Stephan Linck, Studienleiter der Evangelischen Akademie der Nordkirche, in die Ausstellung einführen.

https://www.nordkirche-nach45.de/

Neue Broschüre zu den Gräbern sowjetischer Kriegsgefangener in Demmin

Nach der öffentlichen Einweihung der Gedekstätte in der Woldeforst ist zu diesem Thema jetzt eine Broschüre erschienen. Es geht neben Woldeforst und dem damalige Geschehen im Lager auch um das Fehlen der Namen der Toten auf dem Barlachplatz sowie um Gräber auf dem Vorwerker Friedhof und in Kletzin.

Die Broschüre gibt es für 2,50 Euro in der Stadtinformation, in der Buchhandlung Steinke und beim Verein „Demminer Regionalmuseum“. Kontakt: demminer-regionalmuseum@web.de

20.9. Buchlesung „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“

Die Diskussionen um die Ereignisse ’45 gehen weiter. Ein wichtiges Thema, welches im Film „Über Leben in Demmin“ nicht angesprochen wird, sind die Russenkinder, die durch Vergewaltigung oder durch Liebe entstanden sind. Martin Farkas hatte für den Film mit Russenkindern in Demmin gesprochen. Aber diese wollten nicht im Film auftauchen. Sie sind schon genug stigmatisiert und durch ein öffentliches Interview würde die Ausgrenzung weiter steigen, was wahrscheinlich bedeuten würde, dass sie wegziehen müssten. Es ist halt immer noch ein gesellschaftliches Tabu.

Zu dem Thema gibt es eine Veranstaltung mit einer Buchlesung: „Distelblüten – Russenkinder in Deutschland“
Winfried Behlau und Birgrit Michler, beide sind Russenkinder, lesen und diskutieren am:

Donnerstag, 20. September, 19 Uhr in der Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomaei

Mehr Infos hier oder hier

In Goldberg gibt es gerade eine Fotoausstellung: „Die Russen kommen!“, hier ein Filmbeitrag dazu.

18.9. „Über Leben in Demmin“ im Kino mit Regisseur und Diskussion

Über Leben in Demmin“ läuft am Dienstag, 18.9. um 18 Uhr im Filmeck Demmin, Martin Farkas ist da zur Diskussion, da der Film als DVD erscheint.
Kommt und diskutiert mit! Wie können wir aus der Geschichte lernen?

7.4. Demo in Rostock: Zentrale der Identitären dichtmachen!

Identitäre sind NeofaschistInnen und altbekannte Neonazis aus Kameradschaften, die seit 2014 auch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv sind. Sie organisieren Kundgebungen, Flashmobs und Volkstanzabende.
Mit ihren Aktionen befördern sie den Rassismus in Deutschland wollen diejenigen einschüchtern, die sich gegen Nazis engagieren. Trotz der aktuell noch wenigen Aktiven der Gruppe, schafft es die Gruppe durch ihre mediale Inszenierung Gelder und neue Personen für sich zu werben.

Nun verlegten sie ihre Bundeszentrale ins Rostocker Bahnhofsviertel. Eng vernetzt mit der AfD versuchen sie gesellschaftlich anschlussfähig zu werden und vor allem junge Menschen anzusprechen. Vor Militanz und offener Gewalt gegen Andersdenkende oder den politischen Feind schrecken sie nicht zurück!

Dieser Gruppierung gilt es – besonders in Rostock – entschlossen entgegenzutreten.

Samstag, 7. April, Bahnhof Nord Rostock, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Mehr Infos unter http://resistancehro.org/


Jugendaktionswochen in Demmin

Seit Jahren bietet das Angebot für junge Menschen in Demmin wenig Abwechslung. Wer wirklich was erleben will geht meist in andere Städte.
Jetzt gibt es eine Initiative für mehr Jugendkultur und Beteiligung in Demmin, getragen vom Kreisjugendring Mecklenburgische Seenplatte e.V.
in Koopersation mit dem Demminer Bürger e.V. mit Unterstützung des Landkreises.

Ziel ist es, die Jugendlichen zu erreichen, damit sie sich beteiligen und miteintscheiden, was es an Programm für Jugendliche in Demmin gibt.
Das erste Angebot lief schon: Swing gegen rechts
Das nächste ist der Film „Wildes Herz“, aber schaut selbst unten ins Programm.

Im Juni gibt es dann das Jugendforum und die Zukunftswerkstatt für weitere Planungen.

mehr Infos auch auf facebook

20.3. Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Reichs- banner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“

Die Weimarer Republik wird häufig lediglich als Intermezzo zweier verheerender Kriege wahrgenommen. Aber hatte „Weimar“, zumal in Pommern, wirklich keine Chance?
Wir laden herzlich ein in die Aula des Goethe-Gymna­siums Demmin zu einem Vortrag der Dipl.-Pol. Marion Goers und anschließendem Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann.
Der Eintritt ist frei!
Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium Demmin und dem
Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e. V.

Dienstag, 20.3.2018, 19:00 Uhr im Goethe-Gymnasium, An der Mühle 7, Demmin

Das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ war eine überparteiliche Organisation zum Schutz der Republik. Sein Ziel war es, die bedrohte Weimarer Demokratie nicht allein mit Worten, sondern auch mit Taten zu verteidigen.
Wie stand es in Pommern, respektive Demmin, um die Demokratie in jenen Jahren?
Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass die NSDAP auch in dieser Region z. T. außergewöhnlichen Erfolg hatte? Welche Konsequenzen lassen sich aus dem Schicksal des Reichsbanners auch heute noch ziehen?

Marion Goers ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Sie be­­schäftigt sich in ihren Publikationen u. a. mit der Geschichte der Arbeiter­bewe­gung,insbesondere mit gewerkschaftlichem Widerstand gegen den National­sozialismus.
Thomas Stamm-Kuhlmann lehrt und forscht am Historischen Institut der Universität Greifswald u. a. zu den Schwerpunkten preußische Geschichte und deutsche Wissenschaftsgeschichte.

Die Ausstellung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Pommern 1924-1933“ ist am 6. und am 20. März von 15 bis 18 Uhr in der Schule auch für Besucher*innen zu besichtigen.

25.2. Gedenken an Mehmet Turgut in Rostock

Am 25. Februar 2018 jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 14. Mal. Der 25-jährige Kurde wurde 2004 in einem Imbiss im Neudierkower Weg von Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschossen. Gemeinsam mit der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zum Gedenken an Mehmet Turgut und alle anderen Betroffenen der rassistischen Mordserie ein.

Die Veranstaltung findet um 14 Uhr am Gedenkort im Neudierkower Weg im Beisein von Familienangehörigen des Ermordeten statt. Neben Redebeiträgen des Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, Dr. Wolfgang Nitzsche und der Initiative „Mord verjährt nicht!“ werden in diesem Jahr erstmals auch Grußworte von Angehörigen und Betroffenen aus anderen Städten verlesen.

Wir rufen die alle dazu auf, gemeinsam an Mehmet Turgut zu erinnern und ein Zeichen für Solidarität und gegen rassistische Gewalt zu setzen. Mitgebrachte Blumen und Kerzen dürfen gerne niedergelegt bzw. aufgestellt werden.

Veranstaltung auf facebook

Mahnmal für Mehmet Turgut zwei Mal in zwei Tagen beschmiert und geschändet

Spatenstich für die Gedenkstätte für Kriegsgefangene, die bei der Zwangsarbeit in der Woldeforst zu Tode gekommen sind

Im Wald, ungefähr an der Kreuzung der Woldeforster Straße und der Straße nach Seedorf, baut die Hansestadt Demmin mit Unterstützung des Landesamtes für Innere Verwaltung, dem Landkreis und dem Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gedenkstätte. Dadurch wird die letzte Ruhe für die Zwangsarbeiter auf Dauer sichergestellt. Gestern war der erste Spatenstich.

Ein Brief einer Ukrainerin, deren Vater 1942 im Woldeforst als Letzter der bis jetzt bekannten 125 zu Tode gekommen ist, wurde vorgelesen. Deren Tochter und Enkeltochter wollen zur Einweihung der Gedenkstätte im Frühjahr 2018 kommen. Der Kontakt entstand erst vor kurzem über das Rote Kreuz zum Demminer Museumsverein.

Am 1.Dezember1941 kamen die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit nach Demmin. Die 125 gefangenen Soldaten sollten in der Heeres-Hauptmunitionsanstalt (Muna) im Wald nördlich von Demmin arbeiten.

Ca. 2/3 von ihnen starben in den ersten zwei Monaten. Viel Information darüber, was genau dort geschah, gibt es in den Archiven leider nicht. Alle Informationen kommen aus dem Meldekartensystem der NS-Verwaltung. Die hohe Sterblichkeit erklärt sich vielleicht durch die menschenunwürdigen Bedingungen und die schwere Zwangsarbeit. Vermutlich mussten sie auch erst mal Baracken bauen, in denen sie schlafen sollten, und bis dahin im Freien schlafen. Der letzte der 125 starb nach eine Jahr. Weitere Zwangsarbeiter sind sehr wahrscheinlich nach Dezember 1941 angekommen, viele auch zu Tode gekommen, denn die Muna brauchte bis zum Ende Arbeitskräfte, aber darüber gibt es bis jetzt nur wenig Information. Leider brauchte es Jahrzehnte, bis dafür eine Gedenkstätte entsteht.

Lange Zeit waren nur die Namen von etwa 20 Kriegstoten bekannt. Durch die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Demmin wurde auch das Thema Zwangsarbeit im Aktionsbündnis 8. Mai aufgegriffen und ab 2012 recherchierte deswegen das Regionalmuseum Demmin im Archiv in Dresden und anderen Archiven. Dadurch sind heute 125 Namen bekannt, die an der Gedenkstätte alle auf einer Tafel stehen sollen.

Standortarzt Dr. Gürich bei einer Visitation der Gefangenen im Lager Woldeforst

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

Gedenken am 9.11. in Demmin

1938 und auch schon davor gab an verschiedenen Stellen in Demmin Übergriffe gegen jüdische Menschen und ihre Geschäfte. Die Synagoge musste vor dem 9.11.1938 an einen deutschen Geschäftsmann verkauft werden, da sehr früh der antisemitische Druck in Demmin hoch war. Daran erinnert heute noch eine Gedenktafel an dem Gebäude. Drei Stolpersteine erinnern an die im KZ Getöteten mit jüdischem Glauben. Am jüdischen Friedhof gab es heute morgen eine Kranzniederlegung der Stadt.

Am Mittag gab es eine Gedenkaktion in der Stadt zur Erinnerung an Rosa Lewinski, die damals in der Luisenstr. 22 (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) ein Schuhgeschäft hatte. Sie wurde vor dem 9.11.1938 zur Geschäftsaufgabe gezwungen und zog deswegen nach Südafrika. Daran erinnert bis jetzt noch kein Stolperstein.

Veranstaltung: Miteinander Reden in Demmin

Hingehen, hinschauen, hinhören: Miteinander nicht übereinander reden – das ist der Leitgedanke des Dialogprojekts der ZEIT und ZEIT ONLINE, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bildungsagentur labconcepts.

Wie tickt eine Kommune? Reden Menschen in der Stadt anders über Politik, als auf dem Land? Wofür interessieren sich Schülerinnen und Schüler im Jahr der Bundestagswahl – und wofür sind sie bereit, sich zu engagieren? Wir wollen mehr über Themen, Einstellungen, Kontroversen, Erwartungshaltungen und Stimmungen vor Ort erfahren, um im Gespräch mit den handelnden Personen ein individuelles und präzises Bild davon zu erhalten, was die Menschen in (ländlichen) Kommunen bewegt.

Als politische Bildner, Journalisten und Medienschaffende wollen wir das Gespür für die politische Kultur und das Demokratiebewusstsein im ländlichen Raum vertiefen. Dazu wollen wir ins Gespräch kommen, die Bedürfnisse der Menschen erkunden, die für deren Arbeit vor Ort wichtig sind, und Themen identifizieren, über die die Menschen reden – miteinander und mit uns. Wir wollen die richtigen Fragen an ganz unterschiedliche Akteure stellen: an Schülerinnen und Schüler ebenso, wie an Vertreter/innen der Parteien, an engagierte Bürger/innen wie an Menschen, die sich an den Rand gedrängt fühlen. Daraus entsteht idealerweise ein gemeinsamer und gegenseitiger Lernprozess.

Hier anmelden

Termin:
20.09.2017, von 18:30 bis 21:00

Ort
Ratssaal der Hansestadt Demmin
Am Markt 1
17109 Demmin

Für
(Berufs-)Schülerinnen und -Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, zivilgesellschaftliche Akteure, kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Verwaltung und Kreis, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter, lokale interessierte Öffentlichkeit und lokale Presse

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die ZEIT, labconcepts

Protest gegen die AfD in Neubrandenburg, Samstag, 16.9., 15 Uhr, Marktplatz

Keine Partei ist derzeit so umstritten, wie die AfD – und das aus gutem Grund! Angefangen als kleine Anti-Euro-Partei, hat sie in den letzten Jahren stark dazu beigetragen, durch Provokationen, Diskriminierungen und offen gelebten Rassismus, sowie dem gezielten Schüren von Vorurteilen und Ängsten gegenüber Migrant_innen den Wutbürger in einem Teil der Bevölkerung offenzulegen und immer weiter von den eigentlichen Problemen im ungezügelten, neoliberalen Kapitalismus abzulenken. Erst kürzlich zeigte sich im Fall Holger Arppe in Rostock inwieweit die Gewaltfantasien eines AfD-Landtagsabgeordneten gehen können, die von Teilen der Partei so unterschrieben werden (siehe hierzu: http://www.taz.de/!5441138/).

Am Samstag, dem 16. September – knapp eine Woche vor der Bundestagswahl – hat sich die AfD in Neubrandenburg angekündigt. Unter dem Motto „Merkel muss weg!“ wollen sie auf dem Marktplatz ihre hetzerischen Parolen zum Besten geben. Als Höhepunkt des braunen Bundestagswahlkampfes hier vor Ort, treten neben dem Neubrandenburger Direktkandidaten Enrico Komning, auch der AfD-Franktionsvorsitzende Sachsen-Anhalts, André Poggenburg, und der Fraktionsvorsitzende Thüringens, Bernd Höcke, auf. Alle unterwegs in rechtskonservativen Kreisen und bekannt für ihre offen rassistischen, sexistischen, homophoben und geschichtsrevisionistischen Äußerungen. Als Teil des Rechtsaußenflügels der AfD geben sie inzwischen klar den Ton in der Partei an – gefolgt von Anhänger_innen, die auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen, oder in der AfD das wiederfinden, was sie seit 1945 vermisst haben.

Kommt Samstag um 15 Uhr auf den Marktplatz und stellt euch gegen die Idiotie des Abendlandes! Einige Gegenproteste setzen mit Kundgebungen und trashigen Aktionen ein Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus. Unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität“ wollen wir der Weltuntergangshysterie der AfD eine solidarische und positive Alternative entgegensetzen und dabei ordentlich Infomaterial und gute Laune unter die Leute bringen!
Seid laut, seid kreativ – vermiest den Rassist_innen den Tag! Make racists afraid again! Alles kann, nichts muss.

Für eine freie Welt ohne Grenzen!
Für Vielfalt statt Einfalt!

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Donnerstag, 14. September 2017, 18:00 Uhr – freier Eintritt
im Lübecker Speicher (Am Bollwerk 5) in Demmin

Themenabend: Völkische Netzwerke in Mecklenburg-Vorpommern

Springerstiefel und Bomberjacken waren gestern. Heute treten Neonazis und Rassist*innen vielfältig auf, modisch-hip, mit langen Haaren, mit Che-Guevara-T-Shirt, mit Anzug und Krawatte oder auch im traditionellen, fast schon folkloristischen Gewand. Darin finden sich dann auch die sogenannten „Völkischen Siedler*innen“. Doch es ist nicht nur ihre altmodisch erscheinende Kleidung durch die sie auffallen, es ist vielmehr ihr völkisches Weltbild. Sie ziehen aufs Land und nach einiger Zeit zeigen die neuen Nachbar*innen ihr wahres Gesicht.
Ökologischer Landbau, artgerechte Tierhaltung, Vegetarismus, Naturheilkunde, Selbstversorgung – all das dient nicht einer freien Gesellschaft in intakter Natur, sondern ist ein wesentlicher Teil der Idee der „Rassenhygiene“. Durch die Pflege deutschen Brauchtums soll die „Rasse“ rein gehalten und vermehrt werden.

Referent*innen:

Andrea Röpke, freie Journalistin und Politologin, Hamburg
Marius Hellwig, Amadeu-Antonio Stiftung, Berlin

Moderation:
Dr. Daniel Trepsdorf, RAA MV

Veranstalter*innen:
Quietjes e.V. (Wasow)
in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperativen e.V. (Dargun)
und dem Aktionsbündnis 8. Mai (Demmin)

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisant*innen von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Party am 2. Weihnachtsfeiertag im interkulturellen Café

Gemeinsam vielfältig essen, tanzen, musizieren, spielen… wollen wir am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.
Und so ein wenig Farbe in den grauen Alltag bringen – Kleinstadt beleben.

Offen einander zuhören, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Gedanken austauschen. Geschichten erzählen, und dabei auch die Schwierigkeiten ansprechen ist Programm im Café zu den Öffnungszeiten an jedem Freitag.
Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Live Musik mit Bob Beeman (Folk, Soul, Blues), sowie DJ Samir
Kochcrew: „Fläming Kitchen“

Kommt ins interkulturelle Café am Montag, 26.12.2016 ab 16 Uhr, Demmin, Clara-Zetkin-Str. 16, in den Räumen des Vereins Demminer Bürger e.V.

Anmerkung: Am 23.12. ist das Café nicht geöffnet!

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf

Gemeinsam gegen Rassismus!

auch wenn jetzt anscheinend gleich Udo Pastörs in Demmin spricht, für den wahrnehmbaren Rechtsruck in der Politik steht die AFD, deswegen unterstützen wir Neubrandenburg Nazifrei bei ihrem Protest übermorgen:

Gemeinsam gegen Rassismus!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenubrg Marktplatz abhalten.
Zuletzt hat der Kreisverband bereit klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.
So sagte Höcke auf einer Kundgebung am 30.09.15 in Erfurt:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“

weitere Infos und Treffpunkte unter:
http://nbnazifrei.de/nb1208-der-afd-widersprechen/

Ausstellung: Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)

Eine Ausstellung des Demminer Regionalmuseums e.V. auf der Basis von Akten der Stasi-Unterlagenbehörde, Außenstelle Neubrandenburg zum „Vorgang Axel Bandelin“, eines seinerzeit 24jährigen Demminers, der seine Solidarität mit der polnischen Demokratiebewegung in die Fassade des damaligen „Hauses der Massenorganisationen“ kratzte.

Eröffnung am 23. April 2016, 17 Uhr im Rahmen der Demminer Kunstnacht in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage.
Zugang auch über die Feuerleiter an der Deutsch-Krone-Straße.

Ausgestellt wird es auch am Sonnabend 7. Mai und Sonntag 8. Mai von 14-18 Uhr

Lesung am 2.3.: „Krieg – Stell dir vor. er wäre hier“

zum Thema Flucht und Krieg veranstaltet der Tischtennisverein gemeinsam mit der Hansebibliothek eine Buchlesung.

am 2.3. um 16 Uhr in der Hansebibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Straße 1

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Titel eines Buches der dänischen Autorin Janne Teller, aus dem die Bibliotheksmitarbeiter vorlesen werden.

Buch autorin Janne Teller

In diesem Buch werden die aktuellen Verhältnisse in Europa und dem Nahen Osten vertauscht. In Europa herrscht Krieg. Die demokratische Politik ist gescheitert. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie ein 14-jähriger Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Anschließend soll zum hochaktuellen Thema Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit ausgiebig diskutiert werden.
Zwei Flüchtlinge, die in Demmin eine Unterkunft gefunden haben,werden über ihre Flucht aus ihrer Heimat erzählen und Fragen dazu beantworten. „Wir hoffen, dass viele Interessierte diese Diskussionsrunde nutzen, um Vorurteile abzubauen und Antworten auf viele Fragen zu erhalten“, sagt der Mitorganisator des Tischtennisvereins Dieter Schulz. Im Oska-Treff des Vereins treffen sich regelmäßig viele Flüchtlinge, sie erhalten Hilfe bei Behördengängen und bei der Integration.
Das Buch ist auch als Theaterstück umgesetzt worden und soll ab dem Juni im Goethe-Gymnasium Demmin auch zur Diskussion präsentiert werden.

Rassismus ist keine Alternative – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Demmin am 20.2. um 9.30 Uhr am Hotel Trebeltal

Grenzzäune ziehen, Menschen aus Deutschland entfernen, sich stolz fühlen… das Programm der „Alternative für Deuschland“ ist gespickt mit rassistischen Forderungen und dem Ziel, dass die Reichen noch reicher werden. Auf ihrem Landesparteitag im Hotel Trebeltal in Demmin am 20. und 21. Februar will die AfD-MV ihre Kandidat*innenliste für die Landtagswahl am 4. September 2016 aufstellen und weiter an ihrem Programm arbeiten.


Protest beim Landesparteitag der AfD am 29.11.2015 in Greifswald

Ihre Politik zu Wirtschaft/Bildung/Familie/… wird dabei wohl eine geringere Rolle spielen, denn nichts verschafft der AfD derzeit mehr Auftrieb als das Thema Flüchtlinge. Bei den Meinungsumfragen sind sie im Aufschwung und sie werden wahrscheinlich die NPD im Landtag verdrängen. Aber ihre inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich kam von der NPD und anderen rechtspopulistischen bzw. rechtsradikalen Kräften. Das fängt an bei der Verwendung der gleichen Begrifflichkeiten der NeoNazis und einer unzureichenden Abrenzung gegen die NPD, auch bei den Demonstrationen. Die NPD-Anträgen im Kreistag Vorpommern/Greifswald beispielsweise unterstützt die AfD meist unhinterfragt (weitere Infos hier). Alles in allem also nach außen ein bürgerliches Erscheinugsbild, innendrin aber das selbe rechtsradikale Fundament.

Ein Auftrieb für Hetze gegen Flüchtlinge waren die Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Aber Idioten gibt es in jeder Gesellschaft und dagegen muss ausnahmslos vorgegangen werden. Beim Peenefest iin Demmin oder anderen Festen in der Provinz gibt es jedes mal Übergriffe, aber das wird meist als normal ignoriert. Da wird einfach nicht mit gleicherlei Maß gemssen. Die Täter sollten nicht ungeschoren davonkommen, aber verhältnismässig und ohne sie schlimmeren Gefahren durch Abschiebung auszusetzen.

Oft geben sie den Flüchtlinge für soziale Probleme die Verantwortung wie bei knappen Sozialwohnungen, geringem Hartz4-Satz und anderem. Diese Probleme waren aber schon lange vor den vielen Flüchtlingen vorhanden und liegen an einer verfehlten Ausrichtung der Regierung, denn für mehr Waffen und Prestigeprojekte ist immer Geld da.

Ängste schüren ist keine Alternative, deswegen kommt am 20. Februar um 9.30Uhr zum Protest vor das Hotel Trebeltal in Demmin. (Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg)

Auf dass die AfD, die nationalistischen Populist*innen nicht in den Landtag einziehen!

MV für alle!

Letzte Infos für morgen

Morgen Nachmittag wollen wieder die Rassist_innen in Demmin demonstrieren. Ab 14.30 Ihr treffen sich alle, die die Flüchtlinge willkommen heißen, auf dem Marktplatz, um Farbe zu bekennen.
Die NeoNazis (und ein paar verwirrte Bürger_innen) wollen ihren Aufmarsch um 15 Uhr auf dem Markt beginnen. Danach wollen sie eine größere Runde durch die Innenstadt drehen, also mehr laufen als beim letzten Mal.

Uns geht es darum zu zeigen, dass wir keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Flüchtlingen machen und ein Recht auf Asyl für alle wollen. Die unwürdige Abschiebung von Albaner_innen, wie sie auch letzte Woche in Demmin stattgefunden hat, verurteilen wir. Bei der Abschiebungen wurden bestehende Gesetze teilweise ausgehebelt, um schnell abschieben zu können, um ein Exempel zu statuieren. Reiseunfähigkeitsbescheinigungen wurden ignoriert. Menschen die erklärterweise freiwillig gehen wollten wurden zwangsabgeschoben, nachts direkt am Bett wach gemacht und in einem Fall wurde die minderjährige Tochter zurückgelassen, da sie nicht aufgefunden wurde.

Morgen gibt es einen größeren Willkommenstisch für Flüchtlinge und wir stellen uns den Nazis entgegen.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Hier noch ein paar Bilder von letzten Mal:
Zu sehen war der selbe Lautsprecherwagen wie beim 8. Mai

Auf der rechten Seite das Frontbanner der Nazis

Bekannte NeoNazis…

Tag des offenen Denkmals, Buchvorstellung „Güter Kultur Nachkrieg …“ im Schloß Kummerow

13. September 2015, 16.00-16.30 Uhr Schloss Kummerow (bei Malchin)

„Güter Kultur Nachkrieg. Kulturgutbergung im Landkreis Demmin 1946 –1950“, herausgegeben vom Demminer Regionalmuseum, MMKoehn Berlin 2015.
Buchvorstellung im Rahmen des Denkmaltages, an dem sich die Türen der in der Sanierung befindliche Anlage erstmals für Besucher öffnen.

Die Rekonstruktion der Erfassung und Sicherstellung von privaten Kunst- und Möbelbeständen aus den 1945 enteigneten Guts- und Herrenhäusern des Kreises offenbart die Geschichte der Möbelsammlung des Demminer Museums. Die Autoren Hans H. Clemens und Petra Clemens präsentieren das gerade erschienene Buch an einem der authentischen Orte.

Weitere Infos:
Schloss Kummerow
MMKoehn Verlag
Demminer Regionalmuseum

Vortrag am 24.1.: Der NSU, der Staat, die Gesellschaft

Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am Samstag, 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Eintritt kostenlos

Veranstaltet von Feine Sahne Fischfilet

Feine Sahne Fischfilet – Record Release Party auf Burg Klempenow

Kaum war der Termin vom 24.1. bekannt, war es auch schon ausverkauft, die Releaseparty auf Burg Klempenow von Feine Sahne Fischfilet

Was noch einfach so besucht werden kann ist die Veranstaltung direkt davor. Denn die antifaschistische Inhalte sollten an dem Tag nicht zu kurz kommen. Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König und Richard Goldstein werden am 24.1. um 17 Uhr auf Burg Klempenow den Vortrag „Der NSU, der Staat, die Gesellschaft“ halten.

Zur Band und dem Tag gibt es gerade einen Artikel im Nordkurier: Lieder mit Punkrock – so dreckig wie Treckerreifen im Matsch

Feine Sahne Fischfilet

Nachtrag:

Hier noch ein wenig ausführlicher, worum es im Vortrag am Samstag auf Burg Klempenow gehen wird:
Der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungs-ausschusses NSU sorgte bundesweit für Aufregung: Der „Verdacht gezielter Sabotage“ kann laut den Mitgliedern des Ausschusses nicht ausgeschlossen werden. Den Sicherheitsbehörden wird bei der Fahndung nach dem untergetauchten NSU-Kerntrio „Versagen auf ganzer Linie“ bescheinigt.
Katharina König (ehem. Mitglied im Thüringer Untersuchungsausschuss) wird gemeinsam mit Richard Goldstein in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch den bisherigen Stand der Aufklärung des NSU-Komplexes darstellen. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe lebten bis zu ihrer Flucht in Jena. Die in den 90er Jahren und teils bis heute bestehenden gesellschafts- politischen Bedingungen, welche die Entstehung des NSU mindestens beförderten, werden ebenso detailliert dargestellt wie Verwicklungen des Verfassungsschutzes und das den NSU unterstützende Neonazi-Netzwerk.

Staudenbörse und Erntetausch am 18.10.

Jedes Mal ein tolles Ereignis:

Neben den Pflanzen, Samen und Gemüse gibt es auch viele Informationen, Erfahrungsaustauch, Geselligkeit und ….
Also kommt vorbei, bringt mit was ihr geben wollt/könnt und freut euch über den Austausch.

mit Kaffee/Tee und Kuchen im Hafen von Demmin

Lübecker Speicher Demmin e.V.
Am Bollwerk, 17109 Demmin (der Verein freut sich auch über Spenden, um das Gebäude weiter ausbauen zu können)

Die Diskussion geht weiter

Heute wollte der Innenminister der Linksfraktion erklären, was am 8. Mai in Demmin passiert ist. Doch Caffier stoppte, als er merkte: die Sitzung ist öffentlich und es ist nicht nur die Presse da sondern auch Menschen vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin. Denn eigentlich wollte Caffier nur der Linksfraktion sagen, dass der Polizeieinsatz am 8. Mai vollständig in Ordnung war…

Wer mehr dazu sehem will, hier die Pressemitteilung vom Innenministerium, ein Bericht vom NDR, und ein Video vom NDR
Und noch ein Artikel vom Nordkurier.

Es gibt jetzt auch einen Spendensammlung für die Opfer der Polizeigewalt, zum Beispiel hier.

4. Demminer Saatgut- und Pflanzen-Tauschbörse

Wir wollen selbstgezogene Sämereien, Pflanzen und Stecklinge von Gemüse, Kartoffeln, Blumen, Kräuter, Beeren oder Getreide tauschen, Erprobtes weiterreichen, Neues ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Hilfe geben. Unter diesem Motto treffen sich Gartenfreunde und stellen ihr selbstgezogenes Saatgut und Pflanzen auf Schenk,- Tausch- oder Spendenbasis zur Verfügung.

Jede/r kann mitmachen, etwas mitbringen oder mitnehmen.

Samstag, 5. April – 14 – 16 Uhr
Lübecker Speicher (Hafen Demmin)

16 Uhr: Kurzer Film über die Bauernproteste in Kolumbien gegen das Freihandelsabkommen und dessen Folgen. Drei Gäste aus Kolumbien beantworten gerne Fragen.

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

SPECIAL: Diesmal mit Kleidertauschbörse vom T-Shirt bis zum Hut

Saatgut muss Gemeingut bleiben und darf nicht privatisiert werden!
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und interessante Gespräche!

Veranstalter: Lübecker Speicher Demmin e.V.

Schutzlos ausgeliefert – DDR-Heimkinder erzählen

Filmvorführung und Gespräch zu Spezialheimen in der DDR

Dienstag, 8. April 2014, 18 Uhr im Lesesaal der Hanse-Bibliothek Demmin,
Pfarrer-Wessels-Straße 1, 17109 Demmin

In dem Dokumentarfilm „Schutzlos ausgeliefert-DDR-Heimkinder erzählen“ berichtet eine Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Durchgangsheim Demmin. Die Filmemacherin Uta Rüchel steht für die anschließende Gesprächsrunde zur Verfügung, die Moderation übernimmt die Landesbeauftragte Anne Drescher.

Menschenrechtsverletzungen in Heimen für Kinder und Jugendliche sind aufgrund der Berichterstattung über Missbrauchsskandale in den letzten Jahren verstärkt diskutiert worden. Ein Ergebnis dieser Debatte ist die Einrichtung des Fonds Heimerziehung seit 2012. Ehemalige Kinder und Jugendliche, die in Heimen der DDR Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgen leiden, können Leistungen aus dem Fonds erhalten.


Schlafraum eines Spezialkinderheimes Ende der 1960 Jahre. Foto: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.

Methoden der „schwarzen Pädagogik“, die auf Erziehungsvorstellungen voriger Jahrhunderte zurückgehen, sind in fast allen europäischen Ländern angewandt worden. Eine Besonderheit in der DDR war jedoch der erklärte Wille, in den Spezialheimen wie Spezialkinderheimen für Schwererziehbare und Jugendwerkhöfen unangepasste Kinder und Jugendliche oder solche mit „abweichendem“ Verhalten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umzuerziehen, also zu
brechen und passend zu machen. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Die Landesbeauftragte für MV für die Stasi-Unterlagen
Hansestadt Demmin, Hanse-Bibliothek
Mit Unterstützung von DemokratieLaden Anklam, ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern