Archiv der Kategorie 'andere Naziaufmärsche'

Erfolgreiche Protestaktionen gegen einen kümmerlichen Trauermarsch und ein unverhältnismäßiger Polizeieinsatz

Mehrere Blockaden zwangen die Nazis immer wieder zum Warten und Umwege laufen. Sie erreichten erst spät die Altstadt. Die Polizei fiel wieder durch heftige Aktionen auf, bei denen sie die Versammlungsfreiheit nicht mehr wahrten. Und die Nazis mussten ihren Plan verkürzen und trollten sich frustriert nach Hause. Insgesamt waren an den verschiedenen Protesten erfreulicherweise mehr als 1000 Menschen beteiligt, die an verschiedenen Punkten verteilt in der ganzen Stadt schon am Nachmittag anfingen.

Der Aufmarsch startete um mehr als eine Stunde verspätet und mit nur ca. 100 Beteiligten. Schon zu Beginn am Bahnhof gab es es große Proteste auf der Straße. Die größte Blockade war am Eingang der Altstadt beim Theater. Hier sammelten sich schon früh viele Menschen vor allem aus Stralsund auf der Straße. Die Teilnehmer_innenzahl am Kreisel wuchs auf mehrere hundert Menschen. Unterschiedliche Versuche der Polizei die Blockade beiseite zu schieben hatten keinen Erfolg. Doch der Naziaufmarsch wurde nicht zurückgeschickt sondern über einen kleinen Weg auf die Sundpromenade umgeleitet. Der Blockadepunkt wurde gekesselt.
Sonja Steffen (SPD, MdB): “Es kann nicht sein, dass man Gegendemonstrationen behindert, um den Nazis einen Marsch durch die gesamte Altstadt zu ermöglichen.“
Offiziell waren wieder 500 Polizist_innen wie in Demmin im Einsatz. Wahrnehmbar waren im Vergleich mehr Polizeieinheiten anwesend. Trotzdem konnte die Polizei nicht mehr alles kontrollieren. Als der Trauermarsch von der Sundpromenade aus den Hafen erreicht war es wieder wie in Demmin am 8.5.: Der Naziaufmarsch sollte unbedingt laufen dürfen. Polizeieinheiten stürmten mit dem Küppel auf die Menschen los, ohne sich um die Anwesenheit von angemeldeten Mahnwachen oder das Recht auf spontane Versammlung zu kümmern. Zum Glück kam es dabei zu keine schweren Verletzungen. Demonstrant_innen wurde der Zugang zu angemeldeten Versammlungen versperrt.
Jürgen Suhr (Grüne, MdL): “Friedlich demonstrierende NPD-Gegner wurden überrannt oder zu Boden gestoßen.“

Bei der Sitzblockade in der Seestraße wurden einige Demonstrant_innen wie am Bahnhof einfach beiseite geschoben und der Aufmarsch direkt daran vorbeigeleitet. In der Semelower Straße kurz vor dem alten Markt war dies nicht mehr möglich. Mit der Ansage, dies sei eine Verhinderungsblockade und somit eine Straftat, gab es nur eine Aufforderung vor der Räumung. Der Hinweis, die Aktion sei eine Versammlung und müsse vor Räumung ordentlich aufgelöst werden, ignorierte der Einsatzleiter.

Die erste und letzte Kundgebung der Nazis auf dem alten Markt dauert über eine Stunde und dabei gingen ihnen zu Beginn einfach die Fackeln aus. Absurde Thesen wurden verbreitet und ihr Frust über die Gegendemo wurde deutlich. Sie schaffen es nicht mehr wie vor einigen Jahren mit einem Lächeln über die Proteste hinweg zu gehen – sie spüren zu deutlich den Gegenwind. In Stralsund konnten sie mit ihrem Thema nicht punkten, trotz ihrer populistischen Anbiederung schlossen sich keine Passant_innen dem Gedenkmarsch an. Die Route der Nazis wurde abgekürzt, es ging dann über die leeren Shoppingmeile direkt zum Neuen Markt, wo sie mit Pfiffen empfangen wurden. Sie führten keine Kundgebung mehr durch und kein Niederlegen von Blumen und Kranz. Es ging für sie nur noch ohne Glanz direkt zur Bahnhofstraße um ca. 22.30 Uhr.

Die Ereignisse sollen auch wieder Thema im Landtag sein. Frustrierend ist zu sehen, dass die Aufarbeitung der Ereignisse vom 8. Mai in Demmin keine wirkliche Verhaltensänderung der Polizei bewirkte. Ein wenig zurückhaltender agierte die Polizei und setzte mehr auf Kommunikation im Vergleich zu Demmin. Die schlimmsten Fehler wollten sie nicht wiederholen. Aber die gesamte Strategie und das taktische Verhalten haben sich nicht geändert. Sobald es wirklich darauf ankommt hat der Naziaufmarsch immer noch mehr Rechte als die Proteste dagegen und das wird mit Gewalt durchgesetzt. Wenn die Polizei merkt, das der Aufmarsch nicht mit verhältnismäßigen Mittel durchgesetzt werden kann, muss halt abgebrochen werden. Schon bei der Anreise wurden die Gegendemonstrant_innen in den Bussen wieder stundenlang festgehalten und durchsucht. Sind Menschen, die sich für eine demokratische Kultur einsetzen, immer noch die Störenden? Da gibt es noch einiges zu verändern. Sinnvoll wäre beispielsweise auch endlich mal eine Kennzeichnungspflicht für die Polizei in MV.

Unverständlicherweise lobte Caffier unterdessen „die professionelle Arbeit und den erfolgreich durchgeführten Einsatz der Polizei“ und die GdP meint, die Kritik am Polizeieinsatz geht wieder einmal deutlich an der Realität vorbei.

Einige Stunden nach dem Ende vom Naziaufmarsch gab es dann einen Brandanschlag in Groß Lüsewitz auf eine Flüchtlingsunterkunft.

Weitere Berichte: Stralsund Nazifrei mit Links zu Presseberichten wie: Ostsee Zeitung (Video), Kombinat Fortschritt (Bilder), Endstation rechts (Bilder und Video) und NDR

Bilder sind hier und hier zu finden.

Der nächste Naziaufmarsch gegen ein Flüchtlingsheim kommt schon am 18.10 in Güstrow, am 9.11. in ? und ….

Naziaufmarsch am 18.10 in Güstrow stoppen!

Bei den Nazis ist weiterhin das ADHS ausgebrochen. Nach dem die NPD in Stralsund nicht mal ihre eigenen Kameraden zum Trauermarsch mobilisieren konnte, organisiert der Güstrower Stadtvertreter und regionale „Reinigungsfachkraft“ Nils Matischent an diesem Samstag ab 16.30, angemeldet bis 23 Uhr, einen „Fackelumzug für Groß und Klein“ und gaukelt politisches Desinteresse mit der Veranstaltung vor. An manchen Tagen müssen wir ihm das sogar glauben. Anders ist es nicht zu erklären, warum er am Freitag wegen des Diebstahls von fast zwei Dutzend Waschmaschinen vor Gericht erscheinen muss.
Vor dem jetzigen Aufruf wurde von den Nazis per Facebook jedoch unter dem Motto „Wehrt euch gegen Asylmissbrauch“ mobilisiert. In Güstrow soll demnächst eine dritte Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Südstadt eröffnet werden.

Kommt nach Güstrow. Bringt, wenn ihr Lust habt, bunte Lampions und Intrumente mit und lässt uns dem braunen Spuk etwas schönes, vielfältiges und fröhliches entgegensetzen!

Ein update mit neuen Infos findet sich hier

Wichtige Infos für heute in Stralsund

Hier der Link, zur Seite, die regelmäßig aktualisiert wird

Falls ihr Pennplätze benötigt meldet euch per e-mail mit Personenzahl und Kontaktdaten: info@rockgegenrechts.com
Bitte kalkuliert ein, dass ihr einen Schlafsack mit Isomatte benötigt.

Reihennfolge der Mahnwachen an der Route:
1. Martinsgarten Ecke Friedrich Engels Straße, 2. Knieperdmm Ecke Gerhart Hauptmann Straße, 3. Olof-Palme-Platz / Theatervorplatz, 4. Fährwall Ecke Fährstraße, 5. Alter Markt Einmündung Ossenreyerstraße, 6. Fischmarkt, 7. Mönchstraße Ecke Katharinenberg, 8. Neuer Markt / vor dem Toilettenhäuschen, 9. Tribseer Damm Ecke Frankenwall (vor der Deutschen Bank)

Aktionskarte:
Die Aktionskarte findet ihr hier: http://aktionskarten.noblogs.org/files/2014/10/StralsundA4_print03.png

Twitter-hashtag: #NoNazisHST
EA – Nummer: 01573-3730212
Presse – NR für Journalist_innen: 01748171346

Es gibt auch noch Bustickets.

Kein Naziaufmarsch am 11. Oktober in Stralsund!

Am 11. Oktober ist in Stralsund ein NPD Trauer- und Gedenkmarsch mit Fackeln geplant, ähnlich wie in Demmin am 8. Mai.

Neben dem Gedenken an die deutschen Opfer bei der Bombardierung von Stralsund vor 70 Jahren thematisieren die Geschichtsrevisionisten gleichzeitig die Ukraine-Krise und stellen sich diesmal zur Abwechslung auf die Seite von Russland. Ab 17.30 Uhr wollen sich die Nazis auf dem Parkplatz in der Bahnhofstr. treffen.

Dieser geschichtsrevionistischen Aktion gilt es entgegenzuwirken.

Aus diesem Anlass hat sich in Stralsund ein Bündnis gebildet:

Ein Demokratiefest gibt es am Samstag ab 17 Uhr vor der Jacobikirche. Dort und an anderen Mahnwachen in der Stadt soll ein Anlaufpunkt für alle sein, die sich gegen die Rechtsextremisten und für eine weltoffene Region engagieren wollen.
Alle sind eingeladen, sich mit kreativen, musikalischen oder politischen Aktionen an dem Fest zu beteiligen. Das bunte Bündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, einen familienfreundlichen und gewaltfreien Protest zu ermöglichen sowie eine angemessene Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte zu befördern. Toleranz und Mitmenschlichkeit stellen die Grundlage für alle Aktionen des Stralsunder Bündnisses dar.
Das Bündnis will zeigen, dass Rechtsextremisten in Stralsund nicht willkommen sind!

Weitere Gruppen rufen dazu auf, kreativ aktiv den Nazis zu zeigen, dass sie unerwünscht sind:

Infos Auch bei Endstation rechts, Kombinat Fortschritt und Defiant Greifswald

Achtet auf weitere Ankündigungen.

Wir sehen uns in Stralsund!

Bunter Widerstand mit Blumen in Bützow

Um die 300 Menschen zeigten sich gestern in Bützow solidarisch mit den Flüchtlingen und demonstrierten gegen die menschenverachtende Hetze – trotz der kurzfristigen Bekanntmachung von der „Bürger-Demo“ gegen Asylmissbrauch, die dann doch ein Naziaufmarsch war. Entlang der ganzen Route gab es immer wieder Proteste. Drei Sitzblockaden auf der Nazistrecke gelangen, und zwangen die ca. 120 Rassist_innen zu Planabweichungen.


Direkt neben den Gegendemonstrant_innen sammelten sich die Nazis, nach einer Weile durch Polizeiautos getrennt.

Als es kurz nach 11 losgehen sollte, lief die Gegendemo spontan auf die geplante Route und sperrte eine Brücke.
Dadurch musste der Aufmarsch mit Verspätung in umgekehrter Reihenfolge losgehen.

Auch wenn zu Beginn gleich die freien Kameradschaften in ihrem klassischen Outfit zu sehen waren – spätestens am Marktplatz zeigte sich dann der volle Einfluss der NPD. Udo Pastörs betrieb seine Propaganda im bekannten Stil. Spontaner Applaus von Passant_innen blieb aus, dafür gab es Technomusik, die den Marktplatz beschallte.

Am Forsthof war schon am Morgen ein Infotisch aufgebaut worden.

Die zweite Zwischenkundgebung am Leninplatz mussten die Nazis sogar ganz ausfallen lassen, weil ihnen der Weg am Forsthof versperrt war.
Die Polizei wollte anscheinend größere Konfrontationen mit den Gegendemonstrant_innen vermeiden und löst die Blockaden nicht auf.

Zwar waren einige Bützower_innen schockiert, wer bei den Nazis mitlief, aber die Nazis hatten fast nur ihr leider schon bestehendes Klientel mobilisieren können.

Die Marschformation in Dreier-Reihen löste sich nach der Hälfte der Demo wieder auf. Dazu reichte die Disziplin dann doch nicht.


Die dritten Blockade auf der L11 zwang die Rechten mit ihrem Lautprecherwagen über eine Wiese auszuweichen, um ihr Hetze gegen die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Bützow in der Karl-Marx-Str. fortsetzen zu können.


Einige Frauen wurden mal wieder das Frontbanner in die Hand gedrückt.


Die Hoffnung, der Rassist_innen, in Bützow mehr „normale“ Bürger_innen zum Mitmachen zu bewegen, misslang, sie blieben klar unter der von Ihnen mit 150 angekündigten Teilnehmer_innenzahl.

Angetan war die erst seit Juni existierende Gruppe „Eine Blume für Bützow“ von der breiten Unterstützung, die trotz des heißen Sommerwetters in Bützow Gesicht zeigte.

Bützow zeigt sich: Keine Toleranz für Intoleranz!

Morgen, 19.7. wollen die Nazis und Rassist_innen ab 10.30 durch Bützow marschieren und zwar direkt an den Wohnungen der Flüchtlinge vorbei. Dies wurde kurzfristig bekannt und um so wichtiger ist, dass die, die es jetzt mitbekommen, erscheinen.
Zeigt Solidarität mit Flüchtlingen und kommt, damit sie nicht ungestört demonstrieren können!

Die Route der Nazis:
Schlossparkplatz Treffpunkt (10:30), Landesstraße 11 zur Karl-Marx-Straße, dann zurück L 11 Richtung Rosengarten, Forsthof, Leninring, Leninplatz, Rühner Landweg, Gartenstraße, Rathaus, Schlossparkplatz.
Kundgebungen der Nazis sind am NEC-Parkplatz (Karl-Marxstr), am Leninplatz (nahe Rühner Landweg) und am Rathaus vorgesehen.

Entlang der Naziroute wird es verschiedene Infopunkte geben. Ab 9.30 Uhr treffen sich alle, die ein Zeichen für ein tolerantes Bützow setzen wollen, auf dem Schloßparkplatz Es ist erwünscht, kreaktiven, lauten und bunten Protest dem Nazi- und Rassist_innenaufmarsch entgegen zu bringen. Die Infotische sollen an folgenden Orten sein: Rühner Landweg, Karl-Marx straße, Forsthof, am Schlossparkplatz (in Nähe zu den Flüchtlingswohnungen) und vielleicht auch noch ein Stand am Rathaus.


Hier der Aufruf aus Bützow:

Bützow zeigt sich: Keine Toleranz für Intoleranz!

Für morgen, den 19. Juli, rufen Rassist_innen und Neonazis im Deckmantel einer vermeintlichen „Bürgerinitiative“ unter dem Motto „Asylmissbrauch nicht mit uns! Būtzow wehrt sich“ ab 10.30 Uhr zu einer Demonstration durch Bützow auf. Sie wollen damit ihr menschenverachtendes Weltbild durch Bützows Straßen tragen und gezielt direkt an den Wohnungen der kürzlich angekommenen Flüchtlinge entlang hetzen.

Das Bützower Bündnis für eine offene Gesellschaft will das nicht ungestõrt zulassen und ruft dazu auf, gegen den Aufmarsch der Nazis und RassistInnen kreaktiv, laut und bunt zu protestieren!

Als sogenannte „Bürgerinitiative gegen Asylantenwohnungen in Bützow“ hetzen die Organisatoren der Demonstration auf Facebook seit Wochen und Monaten gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Bützow. In den Kommentaren fallen neben permanenten rassistischen Kommentaren bis hin zu Gewaltaufforderungen, nicht selten Aufrufe für ein „zweites Lichtenhagen“.

Wir wollen diesen Aufmarsch nicht ungestört durch Bützow ziehen lassen! Wir wollen laut, bunt und kreativ unseren Protest gegen ihre menschenverachtende Einstellungen entgegen bringen. Mehrere Infostände sind in der direkten Nähe der Demoroute geplant. Die anwohnenden Flüchtlinge werden von uns nicht alleine gelassen. Wir solidarisieren uns mit ihnen und rufen alle dazu auf, dies mit uns zu tun!

Das Bützower Bündnis für eine offene Gesellschaft und Toleranz setzt sich ein für eine vielfältige, solidarische und offene Gesellschaft, in der Rassismus und Neonazismus keinen Platz haben!

Das Bündnis, dass sich aus allen namhaften Vereinen der Stadt, vielen Unternehmen, Kirchen, der Stadtverwaltung, den Stadtparlamentsfraktionen und vielen Bürgerinnen und Bürger zusammensetzt, hat bereits in der Vergangenheit ein positives Zeichen gesetzt und sich zur gemeinsamen gesellschaftlichen Verantwortung, hilfesuchenden Menschen Zuflucht zu gewähren, bekannt.

Für ein Leben in Freiheit und Sicherheit für alle Menschen!

Eine Blume für Bützow – keine Rassist_innen-Demo!

Nach aktuellen Infos soll am Samstag, 19.7.2014 eine Nazi-Demo ab 10 Uhr durch Bützow unter dem Motto: „Asylmissbrauch – nicht mit uns ! – Bützow wehrt sich“ geben. Offiziell soll es eine „Bürger-Demo“ sein, hinter der sich aber die NPD-Kader gerne verstecken. Der Naziaufmarsch soll auch an Wohnungen von Flüchtlingen vorbeigehen.
Dagegen organisiert sich gerade Widerstand! Es wird auf alle Fälle Proteste dagegen geben!
Haltet die Augen und Ohren offen, wir informieren über weiteres. Nachtrag: Hier findet sich die Aktualisierung

Was der gemeinsame interfraktionelle Beschluss der demokratischen Landtagsfraktionen zum partnerschaftlichen Umgang zwischen Polizei und DemonstrantInnen sowie zum legitimen Einsatz von spontanen Sitzblockaden taugt, wird sich am Samstag zeigen.

Eine Blume für Bützow – Refugees welcome!

Nach den Erfolgen am 1. Mai in Rostock: Jetzt am 8.Mai in Demmin den Naziaufmarsch verhindern!

Ca 2000 Menschen demonstrierten am 1. Mai gegen den Naziaufmarsch in Rostock. Zuerst mußten die Nazis wegen diverser Protestaktionen den Stadtteil wechseln, dann wurden sie in Dierkow immer wieder blockiert. Am Ende mussten sie ihren Marsch abbrechen. Empörend sind die Verbotsversuche der Gegendemos durch die Stadt Rostock.
Erste Berichte der Ereignisse von Rostock gibt es unter anderem bei NDR, Kombinat Fortschritt und Endstation rechts.

Der nächste Event wartet schon in Demmin:
Die ersten Plakate werben schon für den Protest gegen die Nazis am 8. Mai:

Rostock heute: Gegendemo erlaubt, Demokratiefest verboten

Das OVG Greifswald hat heute Nacht das beim Stadtteil- und Begegnungszentrum Groß-Klein geplante Demokratiefest mit Konzerten, Infoständen, Malaktionen, Demokratie-Café und vielem mehr untersagt und in seiner Begründung dem Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Jugendverbänden, Sozial- und Kultureinrichtung massive Störungsabsichten der npd-Kundgebung unterstellt.
Die Demonstration von Klenowtor (S-Bahnhof Lichtenhagen) nach Lütten-Klein ist genehmigt.
Irgendwie absurd.

Die Proteste starten aber auf alle Fälle.

Auch gut: Im Stadtteil Groß-Klein öffnet das Demokratie-Café um 9 Uhr und ist zusammen mit ganz vielen Menschen aus Rostock mit einem kleinen Programmangebot für euch da. Wir lassen uns doch den Kaffee nicht verbieten!

Rostock Nazifrei!

Notwendiger Protest darf nicht weggeschoben werden

Die Stadt Rostock kriminalisiert demokratische Proteste gegen Neonazi-Kundgebung am 1. Mai und erlaubt keine Protestveranstaltungen in Hör- und Rufweite der Nazis. Von den Versammlungen gegen den Naziaufmarsch würde eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen.
Die Frage ist: Wer sind hier die Gewalttäter? Wer will angreifen und wer sich nur schützen? Die NPD hat in ihrem Agieren klare Bezüge zur NS-Zeit. Und wenn sie heutzutage mehr Macht bekämen, würden sie es auch genauso umsetzen wollen. Deswegen braucht es die Gegendemonstrationen und Mahnwachen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Klagen vor dem OVG erfolgreich sind. Proteste wird es aber auf alle Fälle geben.

Rostock Nazifrei!

1. Mai Rostock: Nazis stoppen!!

Die NPD plant am 1. Mai durch Rostock- Toitenwinkel/Dierkow zu marschieren.
Innerhalb kurzer Zeit hat sich in Rostock ein breites Bündnis zusammen gefunden, dass zu vielfältigem Gegenprotest aufruft:

Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit Menschen für gleiche Rechte, eine gerechte Arbeitswelt und freies, selbstbestimmtes Leben auf die Straße gehen. Der Tag, an dem weltweit für ein Leben ohne Krieg, Ausbeutung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung gekämpft wird. Der Tag für ein schöneres Leben – ganz bestimmt ohne Nazis!

Ausgerechnet am 1. Mai will die NPD unter dem Motto „Arbeit – Heimat –Zukunft“ durch Dierkow und Toitenwinkel aufmarschieren. Damit wollen sie den 1. Mai nationalistisch umdeuten und zum „Tag der deutschen Arbeit“ machen. Mit menschenverachtenden Parolen wie „Arbeitsplätze nur für Deutsche“ oder „Asylmissbrauch stoppen“ hetzen sie in den letzten Jahren gegen MigrantInnen und Asylsuchende. Dass die NPD zudem mit ihrer Demonstration unweit des Todes- und Gedenkortes von Mehmet Turgut entlang marschieren wollen, der am 25. Februar 2004 in einem Imbiss in Toitenwinkel vom NSU ermordet wurde, ist eine Verhöhnung des Opfers und darf nicht zugelassen werden!

Die schrecklichen Folgen der Nazi-Herrschaft 1933-1945 können wir nicht ungeschehen machen, das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen und den Mord an Mehmet Turgut sowie den anderen NSU-Opfern nicht rückgängig machen. Vielmehr sollten wir daraus lernen und konsequent für ein freies und sicheres Leben für alle eintreten und dafür kämpfen!
Ob Nazis mit ihrer menschenverachtenden Ideologie wieder durch unseren Straßen marschieren oder nicht, liegt an uns!
Die Millionen Opfer aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern und des von Nazi-Deutschland entfachten Weltkriegs, aber auch die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und alle anderen Opfer neonazistischer Gewalt mahnen uns:

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Nie wieder NSU!

Am 1. Mai wollen wir daher gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften aus Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Initiativen, Parteien, Jugend- und Studierendenverbänden, Kirchen sowie zahlreichen Rostocker Einwohnerinnen und Einwohner den Naziaufmarsch blockieren.
Von uns wird dabei keine Gewalt und Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die sich dem Naziaufmarsch entgegenstellen wollen.

Deshalb „1. Mai – Rostock nazifrei! Vielfalt statt Faschismus“!

Kommt zur Demonstration und beteiligt euch an weiteren Veranstaltungen in Dierkow/Toitenwinkel!

Start der Demo: 1. Mai / Holzhalbinsel / 10 Uhr

Dafür gibt es schon viele Unterstützer_innen

Einige antifaschistische Gruppen haben auch eigene Aufrufe für den !. Mai:

Nazis Stoppen!
Nazis Stoppen auf facebook
Defiant Greifswald
und weitere…

Rostock 1. Mai Naziaufmarsch

Wie heute definitiv bekannt wurde: die Nazis wollen am 1. Mai in Rostock marschieren. David Petereit hat für die Landtagsfraktion am 1. Mai in Rostock eine Demo zwischen Dierkow und Toitenwinkel angemeldet auf dem Kurt-Schumacher-Ring und Dierkower Damm. Die genaue Route ist noch nicht genau bekannt. Start ab 12 Uhr, angemeldet bis 24 Uhr unter dem Motto: „Arbeit – Heimat – Zukunft – wir kämpfen für Deutschland“. Demnächst kommen weitere Infos. Zum Denkmal für Mehmet Turgut soll es wohl nicht gehen. Der Bezug ist gerade doch zu unpopulär für sie.

Vom 24.-27. April 2014
gibt es eine andere Annäherung an den NSU-Tatort.
Ein Projekt mit Anwohner*innen aus Dierkow und Toitenwinkel, mit Engagierten aus Jugendgruppen, Chören, Seniorentreffs, migrantischen Organisationen, mit Heimatforscher*innen, Aktivist*innen, Geflüchteten und allen weiteren, die sich noch an diesem Projekt beteiligen möchten.
Tondokumente über Zuhause, Arbeit, Migration, Flucht und die Suche nach Glück unter den Rettungsschirmen sind zu hören. Die Erzählungen werden begleitet von Szenen professioneller Schauspieler*innen sowie kurzen Performances oder Aktionen der Teilnehmer*innen des Projekts.

Auch in Ueckermünde: Aktiv gegen Rassismus und Naziaufmarsch

Das bunte Fest auf dem Parkplatz an der Belliner Straße und die zwei weiteren Mahnwachen auf der Nazistrecke zwischen Bahnhof und der Oststadt strahlten viel Lebensfreude aus mit Musik und Tanz. Insgesamt ca. 200 Menschen zeigten, dass jetzt auch im tiefsten Vorpommern, wo die Neonazis ihre Homezone verorten, sich Viele gegen faschistisches Gedankengut wehren. Sie wanden sich aktiv gegen die zwei mal direkt daran vorbeilaufenden 170 Rassist_innen.

Ziel der nationalen Bürgerinitiative „Schöner und sicherer Wohnen“ war der Osten von Ueckermünde, in dem in nächster Zeit 25 Asylsuchende untergebracht werden. Bei den langen Reden am Haffring blieb der erhoffte weitere Zustrom aus den Wohnblocks aber aus. Daran änderte sich auch nichts durch die „Theatergruppe“ mit dem letzten Deutschen und den Männern, die sich unter Burkas versteckten.

Am Anfang wurde noch versucht in klassischer Aufmarschformation zu laufen. Die Anwohner_innen, die ca. 1/4 des Zuges ausmachten und mehrheitlich aus der Oststadt waren, unterliefen aber diese Vorgabe, so dass das Spalier gegen Ende nicht mehr sichtbar war.

Die Frauenquote war mit ca. 20 % höher als üblich, was sich schon vorher andeutete. Andrejewski und eine Truppe, die versuchte Hetzschriften an Passant_innen zu verteilen, wirkte beim Rückmarsch mehr gereizt als zufrieden. Denn es gibt schon eine Weile ein Mobilisierungsproblem in den Reihen der nationalen Kameraden – auch an diesem Tag.


Das Demokratie-Fest protestierte an der Straße, wenn der Aufmarsch vorbeikam.

Zum Abschluß wurden die Neo-Nazis dann von den auf dem Fest Feiernden aus der Stadt gekehrt.

Ein Bericht findet sich im NDR von Minute 9.15 bis 10.28

Weitere Bilder hier bei google+ von Hans Schlechtenberg.

Zum „letzten Deutschen“ ein Artikel bei publikative.org

Weitere NPD-Mini-Kundgebungen am Mittwoch und Donnerstag

Mittwoch, 19. März
08.30 Uhr – 10.00 Uhr Ahlbeck
10.30 Uhr – 12.00 Uhr Heringsdorf
13.00 Uhr – 14.30 Uhr Zinnowitz
15.00 Uhr – 16.30 Uhr Wolgast

Wehrt euch gegen faschistische Propaganda!

Update:

Donnerstag, 20. März

09.00 – 10.30 Uhr Grimmen
11.30 – 13.00 Uhr Ribnitz-Damgarten
14.00 – 15.30 Uhr Barth

Am 22.3. nach Ueckermünde gegen den Naziaufmarsch

Die Nazis müssen sich dran gewöhnen: es gibt kein ruhiges Hinterland!! Nachdem der Wahlkampfauftakt der NPD gestern daneben ging und sich in Demmin viele Menschen lautstark bemerkbar machten, beteiligten sich ein paar Stunden später 140 Menschen beim Friedenssingen in Pasewalk gegen die NPD.

Am 22.03.2014 ruft die rechte „Bürgerinitiative Schöner und sicherer Wohnen in Ueckermünde” zu einem Aufmarsch unter dem Motto „Asylbetrug stoppen“ auf, um rassistische Parolen gegen Asylsuchende auf die Straße zu tragen. Sie wollen ab 13.30 Uhr am Busbahnhof starten.
Dagegen soll es Wochenende ein Friedensfest und eine Mahnwache in Ueckermünde geben. Aus Greifswald kommt jetzt ein Aufruf zu den Protesten und es fahren am 22.03. Busse von Greifswald nach Ueckermünde.


Unsere Solidarität gilt den Flüchtlingen.
Kommt mit uns nach Ueckermünde und lasst uns gemeinsam gegen den Naziaufmarsch protestieren!

Update 21.3.
: Infos von Vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt

Die NPD: In Demmin einfach untergegangen

Nur ganz wenige hartgesottene Passant_innen, besser gesagt Sympathisant_innen, trauten sich noch an den Stand der NPD in Demmin. Von der Kundgebung war kaum was zu hören, denn von 13 Uhr bis 14.30 gingen die Verlautbarungen der Neo-Nazis im Lärm unter. Ca. 40 bis 50 Menschen taten ihren Unmut kund und zeigten der NPD klare Kante. Auch ein paar Vertreter der Stadtspitze protestierten neben einige aus den Fraktionen der Stadt gegen die menschenverachtende Hetze der NPD.

Die Polizei sorgte meist nur für den Abstand der Demonstrant_innen. Bei den wenigen Kontakten, die es doch noch gab, wirkten die bezahlten NPDler sehr angespannt. Ein paar kleine Rangeleien teilte sie aus. Aber wenn die Gelegenheit gewesen wäre, hätte die Neo-Nazis gerne zugeschlagen, wie sie selbst indirekt ausdrückten. Für ihre kriminellen Machenschaften sind sie bekannt. Doch zum Glück kam es diesmal nicht dazu.

Einige Demonstrant_innen nutzen die Fläche zum Juggern.

In Demmin war nur noch ein Kleinbus mit einem Stand zu sehen, der mit Norman Runge, Hannes Welchar, Frank Klawitter, Daniel Ohm und Stefan Kunz besetzt war.

In Malchin und Demmin haben sie übrigens die Sonnenschirme, von denen in Stavenhagen einer im wahrsten Sinne das Wortes unter die Räder kam, nicht wieder aufgebaut. In Malchin war der „Andrang“ bei der NPD nicht größer als in Stavenhagen.

Dazu ein Bericht vom Nordkurier

Der Wind in Stavenhagen

Nichts mit deutscher Pünktlichkeit. Erst 9.20 beginnt die NPD-Kundgebung auf dem Maktplatz in Stavenhagen. Anmelder Norman Runge kam erst 9.15 auf den Platz gefahren. 5 Minuten nach Beginn schlug die Natur zu und der Sonnenschirm, den es nicht brauchte, flog direkt vor ein fahrendes Auto.

Da konnten sie ihn nur wieder einpacken. Des öfteren sammelte Norman Runge wieder seine Schriften ein, die der Wind wie Blätter verwehte. Der Lautsprecher erzählte was von Problemen von Inklusion. Viel los war nicht bei der Mini-Kundgebung, die mit zwei Kleinbussen, zwei Ständen und vier Menschen ausgestattet war. Da kann schon von Missachtung durch die Bevölkerung gesprochen werden.
Nachher in Demmin werden sie noch mehr Missfallen abbekommen…

Weitere NPD-Kundgebungen in der kommenden Woche

Gerade erreichte uns die Info von geplanten NPD-Kundgebungen:

Montag, 17.03.14

09.00 Uhr – Stavenhagen
11.00 Uhr – Malchin
13.00 Uhr – Demmin

Dienstag, 18.03.14

08.30 Uhr – Altentreptow
10.30 Uhr – Friedland

Die Veranstaltungen sollen unter dem Motto stehen:

„Ausländer kosten Millionen – Recht auf Asyl abschaffen“

„Auswanderung stoppen – Deutsche Familien fördern“

Sobald wir von weiteren Gegenkundgebungen neben der in Demmin erfahren, erscheinen hier die Informationen.

Mit Trillerpfeife und Kochtopf gegen die Nazi-Kundgebung

Am Montag, 17.3. von 13 bis 14 Uhr wollen die Nazis auf dem Markplatz in Demmin wieder gegen Flüchtlinge hetzen, wie schon am 1.8.2013
Auch diesmal gibt es wieder ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft und demokratischen Parteien, welches den Nazis zeigen will, was wir von ihnen halten. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin ruft dazu auf, ab 12.30 auf dem Marktplatz präsent zu sein und lautstark den Protest kund zu tun. Seid dabei!
Für eine Willkommenskultur, die ihren Namen wert ist. Refugee welcome.

gegen nazis

NPD-Kundgebung am Montag, 17.3. auf dem Markt in Demmin

Gerade wurde bekannt: die NPD hat am Montag, 17.3. von 13.00 -14.00 auf dem Marktplatz von Demmin eine Kundgebung angemeldet.
Weitere Infos dazu noch heute.

Nazis in Waren (Müritz) und Dresden

Nachdem die Nazis an vielen Orten bei ihren Aufmärschen immer wieder blockiert werden und dann unglücklich nach Hause gehen, versuchen seit einer Weile mit dezentralen Konzepten, wie jetzt in Dresden und Waren (Müritz)

Dass 300 Nazis in Dresden am 12.2. in Dresden laufen konnten – unter massivem Protest – ist wirklich unschön, es ist aber nicht der erhoffte Erfolg der Nazis, nicht der groß angekündigte Gedenkmarsch. Am 13.2. haben sie ihre Anmeldungen ganz abgesagt und mischten sich teilweise unter die bürgerliche Menschenkette.

Da sie die Niederlage in Dresden nicht hinnehmen wollten, demonstrierten Nazis aus MV kurzfristig in Waren (Müitz) – mit Unterstützung aus Dresden.
Nach außen feiern es die Nazis als Erfolg, aber 50 Teilnehmer*innen eines Aufmarsches durch fast leere Straßen hat nicht die Wirkung, die sie sich erhoffen, auch wenn es wirklich ekelhaft aussah. Auch diese letzten Reste müssen angegangen werden.

In Demmin wollen sie es dieses Jahr am 8. Mai wohl doch noch versuchen mit nem „richtigen“ Aufmarsch – versalzen wir ihnen die Suppe.

Put an end to the Myth of Dresden!

Vor ein paar Jahren noch kamen Tausende Rechtsradikale um den 13.2. nach Dresden, um der deutschen Opfer zu Gedenken. Durch antifaschistischen Widerstand ist die Anzahl der teilnehmenden (Neo)Nazis drastisch gesunken. Trotzdem wurde wieder ein Naziaufmarsch angekündigt, offiziell reduziert auf eine Kundgebung. Dem wollen wir entgegentreten.

Bei der Diskussion um die Vergangenheit geht es auch um das Gedenken aus der „Mitte“ der Gesellschaft. Noch immer schwafeln einige von der unschuldigen Kunst- und Kulturstadt, es kursieren überhöhte Opferzahlen und nahezu jedes Jahr wird mit neuen Denkmälern aufgetrumpft.

Am 13.2.14 startet ab 14 der »Mahngang Täterspuren« Stoppen wir die Nazis, wenn sie ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße tragen. In den letzten 4 Jahren konnte der Aufmarsch erfolgreich blockiert werden, also: Let’s do it again!
Put an end to the Myth of Dresden!

Auch im neuen Jahr gilt: Nazi blockieren!

In Demmin gehen die Vorbreitungen zum 8. Mai schon wieder richtig los, aber auch andere Themen werden hier gerade aktuell – mehr dazu demnächst.

Jetzt wollen wir erstmal auf die Ereignisse morgen in Magdeburg hinweisen.

Dazu ist ja schon einiges geschrieben worden und aus MV gibt es auch ne Busfahrt.

Bleibt nur noch zu sagen; ¡No pasarán!

Auf nach Schneeberg!

Die Diskussion um Asyl geht weiter. Neben dem, dass die Geflüchteteten sich für ihre Rechte einsetzen und auch viel Aufmerksamkeit bekommen, nutzt die NPD das Thema, um massiv zu hetzen, die Vorbehalte in der Bevölkerung zu nutzen. An einigen Stellen gibt es auch schon Angriffe auf die Unterkünfte der Asylsuchenden wie gerade in Eggesin. In zwei Nächten kurz nacheinander wurde die Hauseingangstür eingeworfen.
Erst vor einem Monat hatten Unbekannte in Güstrow zwei brennende Feuerwerkskörper durch ein Fenster in den Keller der Unterkunft für Asylbewerber geworfen.
Die meiste Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt die NPD mit ihrer Agitation derzeit in Schneeberg (Sachsen). Dort reagiert sogar schon die Landesregierung und geht auf die Forderungen der NPD ein. Damit dies nicht noch weitere Kreise zieht, gibt es am Samstag eine bundesweite Demo in Schneeberg.

Auch aus MV (Rostock) fährt ein Bus, denn dann will der rassistische Mob wieder auf die Straße gehen.

Für ein Leben in Frei­heit, Würde und ohne Angst für alle!

Video zum 9.11.2013 in Friedland

Rückblick Friedland 9.11.

Über 5oo verteilt über die ganze Stadt demonstrierten am 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht gegen die Hetze der NPD gegenüber den Geflüchteten. Am Marktplatz erwartete die Nazis schon ein breites Bündnis mit vielen Trillerpfeifen und klaren Parolen. Entlang der ganzen Route der Rechten waren Mahnwachen von verschiedenen Organisationen angemeldet worden, um den Protest sichtbar zu machen. Auch in den abgelegenen Teilen der Naziroute konnte die NPD nicht ungestört für ihre menschenverachtenden Position werben. Als die NPD-Demo kurz nach Beginn an dem Friedensfest bei der Nikolaikirchen-Ruine verbeiziehen wollte, gingen hier viele auf die Straße, und so mußten die Nazidemo erstmal wieder umdrehen. Mehrere größere antifaschistische Reisegruppen waren in der Stadt dynamisch unterwegs und brachten den Ablauf der Nazis durcheinander. Die Polizei hatte sich nach einer Weile darauf eingestellt und anscheinend mehr Kräfte zusammengezogen, so daß die NPD dann in der Nähe der Mahnwache vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin beim geplanten Flüchtlingsheim vorbeikam.


Auch in Friedland: Demmin bleibt bunt!

Bis zum Ende des Naziaufmarsches kam es immer wieder zu Störungen.

Über die Stadt verteilte Mahnwachen, Friedensfest, dynamische dezentrale Aktionen – die Proteste in Friedland konnten auf die Erfahrungen aus anderen Städten wie Demmin. Pasewalk, Wolgast und Güstrow zurückgreifen, wodurch eine lebendige Protestkultur sichtbar wurde.

Die meisten Friedländer_innen schauten aber diesmal dem Ereigissen nur interessiert zu. Ein paar liefen auch in der Demo gegen das Flüchtlingsheim mit.
Trotzdem ist der Tag als Erfolg zu werten. Vor ein paar Jahren wäre es nicht zu solchen Protesten in Friedland gekommen.

Erste Berichte auch bei Kombinat Forschritt und Nordkurier

Demminer Mahnwache am 9.11. in Friedland

Direkt vor dem geplanten Asylbewerber*innenheim in der Jahnstraße in Friedland (Mecklenburg) ist am 9.11.2013 eine Mahnwache angemeldet.
Mitglieder vom Demminer Aktionsbündnis 8. Mai werden dort ab 9 Uhr den Tag über präsent sein, um klar zu machen, dass die Flüchtlinge in der Mecklenburgischen Seenplatte erwünscht sind.
Die Demminer Mahnwache ist eine von viele Mahnwachen an diesem Tag in Friedland gegen die NPD-Demo unter dem Motto: „Kein Asylantenheim in Friedland!“, die ab 11 Uhr auf dem Marktplatz starten soll, ausgerechnet am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht 1938.

Von viele Organsiationen aus Friedland selbst wird ein Friedensfest an der Nikolaikirchen-Ruine organisiert,
Auch viele weitere Organsiationen beteiligen sich an den Protesten und haben Mahnwachen angemeldet wie das Aktionsbündnis aus Vorpommern, der Demokratieladen aus Anklam,Bunt statt braun Rostock“, mehrere demokratische Parteien und die Kampagne Rassist*innen stoppen. Mitfahrgelegenheit in Bussen gibt es bis jetzt ab Rostock und Greifswald für 5 Euro.

Hiermit rufen wir alle zu kreativem Protesten gegen den Naziaufmarsch am 09.11.2013 in Friedland auf. Findet euch zusammen, fahrt hin und zeigt den Nazis, dass wir ihre rassistischen Hetze nicht wollen!

Nachtrag: wer Mitfahrgelegenheiten aus Demmin sucht wendet sich bitte an das Aktionsbündnis: achtermai@demmin.de

Rassist*innen stoppen am 9.11. in Friedland

Es passiert gerade einiges in Vorbereitung gegen den Naziaufmarsch in Friedland (bei Neubrandenburg)
Die überregionale Mobilisierung startet durch, es gibt Bustickets und Mobilisierungsveranstaltungen (Infos auf http://rassistenstoppen.blogsport.eu)
Dort findet ihr auch nen Aufruf und Plakat/Flyer für die Proteste am 9.11. sowie in den folgenden Tagen wichtige Infos zu der Naziroute und den Mahnwachen/Protesten.

In der Stadt selbst waren bei der öffentlichen Präventionsratsitzung Viele anwesend und haben für den 9.11. ein Friedensfest an der Ruine der Nikolaikirche angekündigt. Sie wollen zeigen, dass die Asylbewerber*innen willkommen sind. Unter dem Namen „Friedland – friedliches Land“ wurde ein Bündnis gegen Rechts gebildet.

Morgen wollen viele Friedländer*innen sich mit einer Monatgsdemo und Friedensgebet gegen die Rassist*innen wehren und freuen sich auf Unterstützung.

Die Asylsuchende sind noch nicht in Friedland untergebracht. Im Dezember sollen ca. 80 Menschen dann in der Jahnstraße untergebracht werden.
Die Rechten nutzen verstärkt die Asylthematik um für ihre menschenverachtende Ideologie zu werben, deren Potential in Friedland nicht unterschätzt werden darf.

Also am 9.11. auf nach Friedland!!! Rassist*innen stoppen!!!