Archiv der Kategorie 'Refugee welcome'

Comedy-Lesung am 12.11.: Eingedeutscht – die schräge Geschichte unserer Integration

Am 12.11. um 19 Uhr liest Allaa Faham in der Sporthalle des Schulzentrums „Katharina von Bora“ aus dem Buch „Eingedeutscht. Die schräge Geschichte unserer Integration“. 100.000 Facebook-Follower und über eine Million Youtube Views – Allaa Faham erzählt davon, wie er sich in seinen ersten Monaten in Deutschland gefühlt hat, von Missverständnissen, seinen liebsten deutschen Sätzen und davon, wie deutsch er mittlerweile geworden ist.
„Ich finde, dass er klasse erzählen kann, absolut unterhaltsam und glaube, dass er den richtigen Ton trifft. Humor ist wichtig, um Vorurteile abzubauen und sich besser verstehen zu lernen“, sagt Gundula Meyer vom Café 3K im Demminer Bürger e.V.. „Gerade für junge Leute ist Allaa Faham mit seiner witzigen Art ein Türöffner.“
Das Buch hat Allaa Faham gemeinsam mit seinem Freund Abdul Abbasi geschrieben auch wenn er, wie er sagt, selber gar nicht so gerne liest. In seinen ersten Videos erklärte er Neuankömmlingen auf arabisch, wie die Menschen in Deutschland leben. Dann drehte er Videos auf Deutsch und untertitelte sie mit arabischen Übersetzungen. Damit die Geflüchteten Deutsch lernen – und damit Deutsche zuhören können. Und die schätzen Allaa Fahams liebevoll-ironischen Blick auf Deutschland offenbar – auch um mal über sich selber zu lachen.
Allaa Faham und Abdul Abbasi wurde 2016 die Integrationsmedaille der Bundesregierung verliehen.

Die Veranstalterin, das Café 3K im Demminer Bürger e.V. gründete sich 2016, um Geflüchtete zu unterstützen und hat sich um Laufe der Zeit mehr und mehr auch zu einem Treffpunkt für viele einheimische Demminerinnen und Demminer entwickelt. Zurzeit finden neben Abendveranstaltungen wie dieser Lesung in der Sporthalle, Nähcafés, Upcycling- und andere kreative Projekte und gemeinsame Koch- und Spieleabende in den Räumen des Demminer Bürger e.V. statt.

Die Lesung ist eine Veranstaltung der Reihe weltwechsel, die dieses Jahr unter dem Titel „Gerechtigkeit – sozial global klimaneutral“ stattfindet. Gerechtigkeit und das Streben danach verbindet alle soziale Bewegungen weltweit. Die Veranstaltungsreihe weltwechsel trägt dieses Jahr den Ruf nach Gerechtigkeit mit Veranstaltungen in 22 Orten in ganz Mecklenburg-Vorpommern. In Theaterstücken, Filmen, Lesungen, Vorträgen, Workshops und sogar einem Escape Room suchen insgesamt 50 Vereine, Initiativen, Stiftungen und Verbände vom 5. bis 27. November nach Wegen zu einer gerechteren Welt. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Land Mecklenburg-Vorpommern. weltwechsel findet jedes Jahr im November statt und wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert.

Zeit: 12.11., 19 Uhr, Einlass nach der 3G Regel ab 18:30 Uhr
Ort: Sporthalle des Ev. Schukzentrum Demmin, Waldstr. 20

Der Eintritt ist frei – Spenden sind gern gesehen.

Veranstalter*in: Demminer Bürger e.V.
weitere Infos: https://www.weltwechsel.de/

https://www.youtube.com/c/GermanLifeStyleGLS

Appell: Landesaufnahmeprogramm für Afghan*innen nach MV

Gestern wurde ein offener Appell von 66 Organisationen an Manuela Schwesig und die neue Staatskanzlei MV geschickt: Wir wollen, dass MV Solidarität mit den Leuten in Afghanistan zeigt, die von den Taliban verfolgt werden. Wir wollen unsere Freund*innen, Familien und Mitstreiter*innen unterstützen, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzen.

Wir, das sind Afghan*innen aus MV und 65 unterstützende Organisationen aus MV aus unterschiedlichen Bereichen – Parteien, kirchliche Stellen, zivilgesellschaftliche Vereine, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Kulturinitiativen, Jugendverbände.

Ihr findet den vollständigen Appell und die Liste der unterstützenden Organisationen hier: www.jugendspricht.de/appell

Hier die Pressemitteilung dazu: www.jugendspricht.de/pm-landesaufnahmeprogramm/

Die Mittelmeer-Monologe am 24.9. in Demmin

„Die Mittelmeer-Monologe“ erzählen von der politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und von Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen ‚Küstenwachen‘, zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. Die Aktivist*innen versuchen, beim Alarmphone die Küstenwachen zu überzeugen, nach Menschen in Seenot zu suchen oder auf dem Seenotrettungsschiff Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – kurzum sie retten menschliches Leben!
„Die Mittelmeer-Monologe“, das ist dokumentarisches, wortgetreues Theater, basierend auf mehrstündigen Interviews. Dadurch werden reale Fälle der Seenotrettung rekonstruiert, erzählt aus Sicht von Betroffenen und Aktivist*innen.
Im Anschluss an die Aufführung findet eine Gesprächsrunde mit dem Publikum statt.

Freitag, 24.09.2021, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30) Lübecker Speicher, Am Bollwerk 5, 17109 Demmin

Dokumentarisches Theater – Buch/Regie: Michael Ruf (Berlin)
Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 unter dem Motto – #offengeht – findet die Veranstaltungsreihe mit dem Theaterstück „Die Mittelmeer-Monologe“ an 6 Orten in MecklenburgVorpommern vom 22. September bis 2. Oktober 2021 statt.
Initiiert und koordiniert werden die Theaterabende vom Zentrum für Mission und Ökumene -
Nordkirche weltweit, unterstützt durch den Flüchtlingsrat M-V e.V., das Diakonische Werk MV e.V. und die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern.

Die Veranstaltung wird organisiert durch den Demminer Bürger e.V.

Der Eintritt ist frei, vor Ort wird eine Spende für Flüchtlingshilfe oder Seenotrettung erbeten.
Es gelten die aktuellen CORONA-Regeln. Wir bitten die Besucher gegebenenfalls ihren jeweiligen GGG Nachweis bereit zu halten.

Regionale Förderer in Demmin sind die Amadeo Antonio Stiftung und die kommunale Stiftung Hospital St. Spiritus.

Weiteres zu den Mittelmeer-Monologen gibt es hier:
http://www.wort-und-herzschlag.de/

Kundgebung: Solidarität mit der afghanischen Zivilbevölkerung – Di, 24.8., 18 Uhr am Luisenplatz

Die Situation in Afghanistan hat sich dramatisch und nachhaltig verändert. Die Taliban hat die Kontrolle über das Land übernommen. Die Verzweiflung der Menschen in Afghanistan ist offensichtlich – viele befinden sich in einer lebensbedrohlichen Situation. Aber auch für in Deutschland lebende Afghan*innen ist die Situation hochgradig bedrückend. Schnelles und konsequentes Handeln auf Bundes- und Landesebene ist nun geboten!

Vor einer Woche haben die Taliban nach 20 Jahren erneut in Afghanistan die Macht übernommen. Die jetzige Katastrophe war abzusehen und ist direktes Ergebnis von internationalen machtpolitischen Auseinandersetzungen. Jetzt überrascht zu tun, ist beschämend. Noch vor ein paar Monaten hieß es von der Bundesregierung “Wir lassen niemanden zurück”: Anstatt aber gefährdete Menschen frühzeitig zu evakuieren, wurden ein 20 Tonnen schwerer Gedenkstein und über 20.000 Liter Bier, Wein und Sekt ausgeflogen. In vollkommener Verkennung der Realität wurde auf Basis geschönter Lageberichte des Auswärtigen Amtes bis zuletzt an der Politik der Abschiebungen nach Afghanistan festgehalten, Afghan*innen der Schutz in Deutschland versagt, der Familiennachzug verschleppt und die rechtzeitige Evakuierung gefährdeter Personen und ihrer Familienangehörigen unterlassen. Alle Afghan*innen, die sich seit Jahren für ein friedliches und demokratisches Afghanistan einsetzen, sind in akuter Lebensgefahr. Deutschland trägt die Verantwortung, für den Schutz dieser Menschen und ihrer Angehörigen zu sorgen! Deshalb fordern wir:

1. Die Bundesregierung muss die Luftbrücke zur Evakuierung mit aller Kraft aufrechterhalten–und möglichst viele Menschen aufnehmen.
2. Innerhalb Afghanistans müssen Fluchtwege zum Flughafen Kabul für gefährdete Personen geschaffen werden.
3. Afghan*innen müssen in Deutschland Flüchtlingsschutz bekommen.
4. Der Familiennachzug zu in Deutschland lebenden Afghan:innen muss unbürokratisch und schnell erfolgen.
5. Bundes-und Landesaufnahmeprogramme für Afghan:innen aus den Anrainerstaaten Afghanistans müssen eingerichtet werden.

Politische Veränderungen schaffen wir nur durch den kollektiven Druck auf der Straße. Deswegen schließt euch uns an:
Schutz für Afghaninnen und Afghanen jetzt!

Kundgebung in Demmin: Di, 24.8., 18 Uhr am Luisenplatz

15.5.: Proteste gegen den Landesparteitag der AfD MV in Kemnitz bei Greifswald und mehr

Vom 15.-16. Mai findet der AfD-Parteitag in Kemnitz bei Greifswald statt. Im hintersten Winkel des Dorfes wird bereits ein Zelt aufgebaut in dem
ca. 400 AfDler*innen über ihre politischen Ziele der kommende Jahre beratschlagen möchten und wie sie ihre rassistische Politik in den Landtag tragen tragen.

Wir werden der AfD am Samstag, 15.05. von 07:30 – 11:00 Uhr einen ungemütlichen Empfang bereiten.

Wir werden die Zufahrt mit Bannern und Fahnen dekorieren. Kommt also hin, bringt eure Freunde, eure Trillerpfeifen und Material mit und zeigt klare Kante gegen die Hetze der AfD!

Lasst sie uns gemeinsam daran erinnern, was für eine Gesellschaft wir uns auch für die Zukunft wünschen: Solidarisch, nachhaltig, demokratisch! Denn MVistbunt und soll es auch bleiben.

Wer von euch auf Frühsport steht, kann sich der Fahrraddemo von „Fridays for Future Greifswald“ anschließen und pünktlich um 8 Uhr am Mühlentor Richtung Kemnitz losfahren und gleichzeitig noch Kilometer fürs Stadtradeln sammeln.

Wir sehen uns mit Masken, Abstand und Kaffee in Kemnitz

Weitere Infos bei https://www.facebook.com/MVgegenRassismus

Proteste gibt es am Nachmittag vom 15.5. gegen die Querdenker*innendemos in Anklam und Schwerin.

und in Parchim gibt es am 15.5. ein Bürger*innenforum Dort ist Gelegenheit, die Sorgen, Ängste und Frust in Punkto Coronapolitik mit Experten*innen aus den Bereichen Kunst & Kultur, Bildung und Wirtschaft zu besprechen.

Intensive Vorbereitungen für den 8. Mai 2021

Wir feiern den 8. Mai, den Tag der Befreiung vom Faschismus und sind aktiv für eine offene und solidarische Gesellschatf! Egal was sonst noch an dem Tag passiert. Denn noch ist nicht klar, ob die Nazis marschieren wollen und was die Behörden dazu sagen. Nach derzeitiger Pandemielage wird es keine großen Versammlungen geben.

Über die Stadt verteilt sind an 8 Orten in Demmin Versammlungen von uns für den 8. Mai angemeldet. Wegen der Pandemielage und anderen Unklarheiten feilen wir noch am Konzept für den 8. Mai, der diesmal ein Samstag ist. Wir haben ein Hygiene-Konzept mit Abstand, Maske und anderem vorbereitet.

Die Nazis haben noch nichts veröffentlicht, was sie zum 8. Mai machen wollen. Im letzten Jahr hat sich das weniger als 48 Stunden vorher entschieden. Wir erwarten aber, dass dazu bald eine Ansage von ihnen kommt und sie nicht wie im letzten Jahr einfach absagen, denn im Wahljahr wollen sie bestimmt ihren Senf dazugeben.
Auch Gerichtsentscheidungen über Corona-Auflagen könnten kurzfristig fallen.

Vorläufiges Programm:

Friedensgebet um 17 Uhr in St. Bartolomaei

ab 17 Uhr Versammlungen in der Stadt an 8 Orten mit unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung
Themen:
- 100. Geburtstag von Sophie Scholl am 9. Mai
- #unteilbar – für eine offene, solidarische Gesellschaft
- Rassismus und Kolonialismus
- 8. Mai als Feiertag – Tag der Befreiung
- Aktiv werden – kreativ/interaktiv
- Nagelkreuzgemeinde und die Litanei von Coventry
- Versammlungsrecht
- Für Frieden – die aktuellen Kriege in aller Welt
- für ohne Nazis

Lasst uns feiern – tanzend, laut und bunt!
Der Tag der Befreiung vom Faschismus und das Kriegsende
Und klar, mit Hygiene-Konzept!

Hashtag #8mdm

Kontakttelefon: 0152- 3190 2847

Spendenkonto:
Demminer Bürger e.V.
IBAN: DE56 1505 0200 0301 016020
BIC: NOLADE21NBS
Verwendungszweck: 8. Mai

weitere Infos zum Tag der Befreiung finden sich hier: https://tagderbefreiung.info/


Am 9. Mai 2021 wäre der 100. Geburtstag von Sophie Scholl


und unsere Forderung bleibt: 8. Mai – Bundesweiter Feiertag

Gedenken an Mohammed Belhadj

Heute vor 20 Jahren: Sonntagspaziergänger fanden am Morgen des 22. April 2001 am Ufer des Zarrenthiner Kiessees bei Jarmen im Landreis Vorpommern-Greifswald die Leiche von Mohammed Belhadj, einem 31-jährigen algerischen Asylbewerber.
Vier Männern haben ihn aus menschenfeindlichen Motiven schwer misshandelt und dann ermordet.

Diese Jahr wird das Gedenken nur Online stattfinden. Bis zum nächsten Jahrestag soll es Gespräche geben, wie ein dauerhaftes Gedenken und Erinnern aussehen kann.

Gegen rassistische Gewalt!

Kein Vergessen!

weitere Infos:

Amadeu-Antiono-Stiftung

LOBBI MV

Pro Bleiberecht

Nordkurier


Hier das Gedenken vom 22.4. 2020 am Zarrenthiner Kiessee

In Gedenken an Hanau

#HanauWarKeinEinzelfall
#HanauIstUeberall
#saytheirnames

Plakat-Aktion zum Jahrestag von Hanau 19.2.

Wir trauern und erinnern uns. An Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.
Infos zum 10. Opfer, Gabriele Rathien, der Mutter. des Attentäters


Erinnerung
Gerechtigkeit
Aufklärung
Konsequenzen
Gemeinsam für eine offene Gesellschaft !

Morgen ist der Jahrestag – 19.2.2020 #Hanau
Heute haben wir dazu Plakate in den Straßen von Demmin verteilt, die eine Woche sichtbar bleiben.

Der rechte Terror existiert auch in MV. Die rechtsextreme Gruppe Nordkreuz um ihren Gründer Marko Groß (SEK-Polizist) plante wesentlich mehr Menschen umzubringen, organisierte sich Leichensäcke und Löschkalk dafür.

In Demmin ist der Alltagsrassismus jeden Tag zu spüren. Auch hier gilt sich öffentlich dagegen zu stellen, den Mund auf zu machen.

Weitere Infos: https://19feb-hanau.org/ und Statement aus der Klimagerechtigkeitsbewegung

Nordkurier-Artikel

Dazu:
Filmbeitrag der ARD: Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen
Radiobeitrag: Der letzte Tag – das rassistische Attentat von Hanau
Deutschlandfunk: Der letzte Tag – Das Attentat von Hanau

„Es sind diese fließenden Formen rechten Terrors, die in den Handlungen Einzelner ihre mörderische Zuspitzung und Folge finden und damit niemals Einzeltaten sind. Schluss damit! Damit wir keine Angst mehr haben müssen, muss es politische Konsequenzen geben.“
Initiative 19. Februar Hanau

#mehr Blumen – Kein Handschlag mit Faschisten

Der 5. Februar 2020 in Thüringen war ein Dammbruch. Durch die Wahl eines Ministerpräsidenten mit Hilfe der Stimmen der AfD konnte zum ersten Mal seit 1945 eine faschistische Partei die Regierung eins Bundeslandes mitbestimmen. Die solidarische Zivilgesellschaft hat laut deutlich gemacht: Wir stehen #unteilbar miteinander. Nicht mit uns! Kein Handschlag mit Faschisten! Kein Pakt mit Faschisten!

Diese Nichtzusammenarbeit mit der AfD ist für die lokalen, kommunalen Parlamente genauso wichtig, Leider findet diese Zusammenarbeit in einigen Städten und Gemeinden trotzdem statt. Dies sollte umgehend beendet werden.

Das Bündnis, welches den Protest unter dem Motto #nichtmituns am 15.2.2020 organisiert hat, lädt zu einem Livestream ein, um an den Dammbruch der Wahl Kemmerichs zu erinnern. Das Motto lautet: #mehrBlumen – Kein Handschlag mit Faschisten! Auch in diesem Jahr gilt es wieder alles dafür tun, dass so eine Wahl sich nicht wiederholt.
Am Freitag wird die Vielfalt und die unterschiedlichen Perspektiven des Bündnisses zu diesem Ereignis durch eine Auswahl verschiedener Redner:innen sichtbar gemacht:

DGB Hessen- Thüringen: Michael Rudolph
Thüringer Bündnisvernetzung und auf die Plätze Bündnis Erfurt: Anna-Lena Metz
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (Thüringen): Konrad Erben
Damigra: Yara Mayassah
Fridays for Future: Marvin Volk
Aktion der Vielen: Gernot Süßmuth (Nationaltheater Weimar)
Moderation: Romy Arnold (MOBIT)

Auch wenn wir euch gern alle wieder sehen würden: Bitte seht von einer Teilnahme an der Versammlung in Präsenz ab.

Teilt gern die Live-Übertragung (Start ab 13 Uhr) mit folgenden Links:

https://www.youtube.com/watch?v=Cuzcd6BUkVc

https://www.facebook.com/events/993152601091343/

https://www.twitch.tv/dgbjugendthueringen

Forderungen und Positionen des Flüchtlingsrats Thüringen zur Landtagswahl 2021

Aktion am Samstag, 30.1. in Demmin : Kein Pushback ist legal!

Am Samstag, 30.1. um 14 Uhr gibt es eine Aktion am Marienhain (Demminer Innenstadt). Wir wollen auf die unmenschliche Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam machen. Im Marienhain werden wir sichtbar auf die Missstände hinweisen.
Kommt dazu und achtet auf Hygiene und Abstand!

Unsere Aktion ist Teil eines europaweiten Aktionstag unter dem Motto „Aufnahme statt Abschottung“. In vielen Städten und Kommunen werden die Forderungen nach draußen getragen, Spuren hinterlassen um Solidarität mit Menschen an den europäischen Außengrenzen zu zeigen.

Die EU und Deutschland nehmen die Verhältnisse in Bosnien nicht nur in Kauf, sondern haben sie bewusst herbeigeführt. Schutzsuchenden wird die Ankunft in der EU systematisch verweigert. Anstelle eines Asylverfahrens erwartet die Menschen in Kroatien eine gewalttätige Grenzpolizei, die sie mit brutalen Methoden zurück nach Bosnien-Herzegowina drängt.

Die Bundesregierung unterstützt dieses Vorgehen: Erst im Dezember 2020 schenkte das Deutsche Innenministerium der kroatischen Grenzpolizei 20 Fahrzeuge. Diese Finanzierung des Grenzschutzes ist eine Finanzierung der Gewalt, die von Amnesty International als Folter eingestuft wird. Dieser systematische Bruch nationalen, europäischen und internationalen Rechts ist der Grund, weshalb Menschen in Bosnien-Herzegowina festsitzen.

Insgesamt sind aufgrund der EU-Abschottungspolitik etwa 10.000 Menschen in Bosnien gestrandet. Sie alle benötigen Schutz und eine Perspektive.

#KeinPushbackIstLegal!

Tagesschau dazu: Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat europäische Staaten scharf kritisiert, die Flüchtlinge an den Grenzen zurückweisen.

mehr Infos:
https://balkanbruecke.org/aktionstag-30-01-2021/
https://seebruecke.org/news/aktionstag-30-01-aufnahme-statt-abschottung/

Demo für Menschrechte – Do. 24.09. 15 h Neubrandenburg

Wir kämpfen für das Recht auf globale Bewegungsfreiheit. Wir kritisieren die Sammellager für Geflüchtete auf der ganzen Welt – von Libyen über Moria und Nostorf-Horst bis hier vor Ort. Wir fordern: Sichere Wege! Grenzen öffnen! Gleiche Rechte für Geflüchtete!

#LeaveNoOneBehind
#ProBleiberecht
#RefugeesWelcome

Zu der No Lager! -Tour 2020 von Pro Bleiberecht soll es auch in Neubrandenburg eine Demo geben. Wir wollen Protest direkt zu der Behörde selber tragen. Seid dabei!

Startpunkt: Behördenzentrum, An der Hochstraße 1 in Neubrandenburg (wo auch die „Ausländerbehörde“ sitzt)

Endpunkt: Marktplatz Neubrandenburg

Mehr zu der No Lager!- Tour und zu Pro Bleiberecht:
http://tour.bleiberecht-mv.org/
http://bleiberecht-mv.org/de/

Gedenken an Mohammed Belhadj

Am 22.4.2001 wurde Mohammed Belhadj, ein Aslybewerber aus Algerien, von vier Rassisten am Südufer vom Zarrenthiner Kiessee ermordet. In dieser Zeit hab es viele rechtsextreme Taten und das hat bis heute nicht aufgehört.

Am Nachmittag vom 22.4. 2020 wurden vom „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ zum Blumen am Zarrenthiner Kiessee bei Jarmen abgelegt, wegen Corona nur von zwei Menschen in Vertretung von vielen.
Das war zum ersten Mal ein öffentliches Gedenken am Todesort.
Bis zum nächstes Jahr, dann zum 20. Todestag, soll es viele Gespräche geben und sich für einen dauerhaften Gedenkort eingesetzt werden.

Ganz in der Nähe vom Tatort findet sonst das „Wasted in Jarmen“ statt.

Viele Infos bei Pro Bleiberecht MV

Informativer Artikel im Nordkurier


Das Gedenken war in der Badesanstalt vom Zarrenthiner Kiessee, Der Tatort ist am Südufer (hinten rechts im Bild zu sehen, damals mit dem Auto befahrbar, heute abseits gelegen)

Mohammed Belhadj

Massenlager auflösen – überall * Evakuierung der griechischen Lager * Hier ist Platz * Aktion am 5.4.

Schutz vor Corona: Recht auf Abstand für Flüchtlinge !

Asylsuchende aus Aufnahmeeinrichtungen in die Kommunen umziehen lassen!
Corona-Risikogruppen in Wohnungen einziehen lassen!

Der gesellschaftliche Zusammenhalt wächst in Zeiten von Corona. Zusammenhalt und Solidarität – das muss für Alle gelten. Menschen in Flüchtlingsunterkünften dem Infektionsrisiko mit Corona auszusetzen, während alle denkbaren Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen werden, ist rassistisch. Wir fordern von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern (MV): Vernünftige Asylpolitik statt institutionellem Rassismus!

Unterschreibt die Petition:
https://weact.campact.de/petitions/schutz-vor-corona-recht-auf-abstand-fur-fluchtlinge-in-m-v

05.04.2020
Gemeinsamer bundesweiter Aktionstag zur Evakuierung der griechischen Lager

Am Sonntag setzen wir ein Zeichen. Wir setzen ein Zeichen unseres Protestes vor den Orten, die gerade darüber entscheiden, ob die Menschen auf den Inseln ihrem Schicksal überlassen werden oder nicht. Und wir setzen ein Zeichen an öffentlichen Orten und sagen: Hier ist Platz! Wir kippen Farbe aus, ziehen uns alte Schuhe an, spazieren einzeln im Minutentakt an diesen Orten vorbei und hinterlassen farbige Fußabdrücke. Wir können nicht zeitgleich mit vielen an einem Ort sein und wir werden auf unserer aller Gesundheit achten, aber wir können trotzdem zeigen, dass wir viele sind und unsere Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen.

mehr Infos hier:
https://seebruecke.org/wir-hinterlassen-spuren-leavenoonebehind/

Der 8. Mai und Corona

Noch ist unklar, wie der 8. Mai in Demmin dieses Jahr aussehen wird, doch der Coronavirus wirft seine Schatten voraus. Große Demonstrationen ähnlich wie im letzten Jahr wird es vermutlich nicht geben. Pläne und Vorbereitungen wurden in den letzten Monaten schon viele gemacht und angemeldet. Ein konkreter Aufruf zur Teilnahme an den Protesten ist vorbereitet, aber noch nicht veröffentlicht. Die Nazis haben noch nichts angekündigt. Spätestens Ende April wird mehr Klarheit da sein.

Derzeit wird verstärkt an Ideen gearbeitet, was an Protest / Meinungsäußerungen bei Verbot von Großveranstaltungen noch umgesetzt werden kann. Einige tolle Ideen gibt es schon. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin hatte dazu gerade die erste Telefonkonferenz seit Bestehen, denn auch hier finden keine normalen Gruppentreffen mehr statt.
Vor drei Tagen gab es beispielsweise eine angemeldete Kundgebung in Kiel, mehr Infos hier

Wegen der Corona-Krise dürften keine Grundrechte über den Haufen geworfen werden. Zugriff des Staates auf die Handyortungen ist keine Lösung. Keine Maßnahmen einführen, die danach schwer wieder rückgängig gemacht werden können wie der Bundeswehr-Einsatz im Inneren. Keine autoritäre Strukturen aufbauen. Statt dessen viele Menschen auf Corona testen und andere Maßnahmen zur Eindämmung umsetzen.
Grenzenlos solidarisch sich um andere kümmern ist angesagt, sich gegenseitig helfen und körperlichen Kontakt minimieren, ohne dabei den Lagerkoller zu bekommen. Und Care-Arbeit wie die Arbeiten im Krankenhaus und in der Lebensmittelversorgung sollten gut bezahlt werden, nicht wie in den letzten Jahren kaputtgespart.

In den nächsten Tagen werden wir verstärkt zu Online-Protest aufrufen.

29.03.2020 16 Uhr Hängt Banner raus und beteiligt euch an der Online Aktion der Seebrücke
https://seebruecke.org/

Beteiligt euch an der Petition: Der 8. Mai muss Feiertag werden!
https://weact.campact.de/petitions/petition-der-vielen-diebefreiungfeiern-1

Emailaktion: Schreibt Politiker*innen, dass sie die Lager an den Außengrenzen evakuieren und auflösen müssen.
http://bleiberecht-mv.org/de/2020/03/26/gefluechtete-aufnehmen/

Fordert: Tödliche Exporte verbieten!
https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/toedliche-exporte-verbieten.html

Griechische Lager jetzt evakuieren

8. Mai als Feiertag – gefordert unter anderem von Esther Bejarano

Keine Rüstungsexporte in andere Länder auf der Welt. In der Corona-Krise werden leider immer noch Waffen produziert wie bei Rheinmetall oder Heckler und Koch. Warum produzieren die jetzt keine Beatmungsgeräte für die medizinische Versorgung?

Demo: Nein zu Abschiebungen!

***trotz Corona gehen die Planungen erst mal weiter, genaueres sehen wir zeitnäher***

Am 18. April gibt eine Großdemo in Hamburg gegen Abschiebungen. Wir fahren aus MV gemeinsam mit dem Zug dorthin. Wir fahren mit Bummelbahn und Mecklenburg-Vorpommern-Tickets und setzen auf eine solidarische Fahrtkasse für diejenigen, die wenig Geld haben.

Weiter Infos: bleiberecht-mv.org/18April

Abfahrt Demmin: 9.10 Uhr oder gemeinsam 9:06 Uhr über Stavenhagen, damit wir länger bleiben können (der Bahnhof Demmin ist leider schlecht angebunden…)

andere Abfahrtszeiten:
Strecke Greifswald-Rostock-Schwerin-Hamburg
9.21 Uhr Greifswald | 10.00 Uhr Stralsund | 11.07 Uhr Rostock | 11.29 Uhr Bützow | 12.11 Uhr Schwerin | 12.52 Uhr Boizenburg

Strecke Neubrandenburg-Waren
9.31 Uhr Neubrandenburg | 11.08 Uhr Güstrow | 11.29 Bützow – hier treffen sich die beiden Wege

Weitere
10.30 Uhr Waren (Müritz) | 11.24 Uhr Wismar | 11.32 Uhr Parchim

Wir kommen um 13.38 Uhr in Hamburg an. Wir wissen, dass die Demo eigentlich um 13 Uhr losgeht. Unsere Ankunftszeit ist mit den Organisator*innen in Hamburg abgesprochen.

Vermutlich werden wir mit dem Zug um 18.21 Uhr zurück fahren.

Mittelmeerdialoge in Stavenhagen

Nach 700 Aufführungen der Asyl-Monologe, Asyl-Monologe und NSU-Monologe erzählen die Mittelmeer-Monologe von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boote nach Europa wiederfinden, von brutalen “Küstenwachen” und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Meer etwas entgegen setzen.

Dokumentarisches Theater (Organisation Wort und Herzschlag)
- mit anschließendem Publikumsgespräch -

14. März, 19.00 Uhr, Alte Synagoge Stavenhagen
(in Zusammenarbeit mit dem Projekthof Karnitz)
mehr beim Facebook

23.9.: Demo gegen die AfD in Rostock: Gemeinsam Für Vielfalt

Am 23. September möchte die AfD mit einer Demonstration erneut ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen. Diesmal wollen sie durch Evershagen laufen. Doch wir werden das nicht unbeantwortet lassen. Wir möchten gemeinsam mit dir einen bunten, lauten und vielfältigen Protest auf die Beine stellen. Denn Rassismus ist für uns ganz klar keine tragbare Alternative.

Die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben erneut deutlich gemacht, dass wir für Werte, die wir lange für selbstverständlich hielten, wie Humanität, Solidarität, die Gleichberechtigung aller und die Freiheit, wieder kämpfen müssen. Doch wir wollen nicht nur gegen die menschenverachtenden Positionen der AfD auf die Straße gehen. Wir nehmen es auch nicht weiter hin, dass die Politik von der AfD immer weiter nach rechts getrieben wird. Gemeinsam wollen wir für eine Welt auf die Straße gehen, in der alle Menschen gleichwertig sind.Wir setzen uns für ein solidarisches Europa ein, das helfend zur Seite steht, anstatt sich zu isolieren und Menschen ertrinken zu lassen. Wir kämpfen für Freiheit statt Überwachung, für Klimaschutz statt Kohlekraftwerke und für Menschenrechte statt blindem Rassismus.

Nimm deine Freund*innen mit und komm auch du gemeinsam mit uns und unseren Freund*innen von Rostock Nazifrei auf die Straße. Wir sehen uns am 23. September um 17:00 Uhr in der Bertholt-Brecht-Straße/Martin-Andersen-Nexö-Ring 1, 18106 Rostock-Evershagen. Wir gehen dann gemeinsam zu der Demonstration von Rostock Nazifrei.

mehr Infos: https://www.facebook.com/events/2454627174760707/

Twitter


Bild: bildwerk rostock/ Flickr

Unerwünscht – Lesung mit Gespräch – 27.9. Hanse-Bibliothek

Mojtaba und Masoud Sadinam lesen aus „Unerwünscht – Drei Brüder
aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“

27. September 2019 | 19 Uhr
Hanse-Bibliothek Demmin
Pfarrer-Wessels-Str. 1

Der Eintritt ist frei.

Eine Geschichte über Brüderlichkeit, Mut und Menschlichkeit

Die drei Brüder Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam wachsen im Iran der 1980er Jahre als Kinder regimekritischer Eltern auf. Als ihre Mutter bei einer verbotenen Flugblattaktion auffl iegt, müssen sie untertauchen und sind monatelang von der Außenwelt abgeschnitten. Mit Hilfe eines Schleppers wagen sie die Flucht im Sommer 1996. So gelangen sie als 10- und 11-Jährige illegal nach Deutschland. Ohne Geld, ohne Papiere und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, landen sie in einem Auffanglager bei Münster. Doch ihr Asylantrag wird abgelehnt und sie werden zur sofortigen Ausreise aufgefordert.

Wie Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam eine Integration gegen alle Widerstände gelingt, wie ihnen trotz Rückschlägen, bürokratischer Schikanen und eines dramatischen Kampfes gegen die Abschiebung der Sprung aufs Gymnasium mit Einserabitur glückt, wie sie an deutschen Eliteuniversitäten lernen müssen, ihren eigenen Weg zu finden – davon berichten sie aus drei Perspektiven in ihrem Buch „Unerwünscht“.

Es ist ein Flüchtlingsschicksal und die bewegende Geschichte dreier junger Menschen auf der Suche nach Heimat, Freiheit
sowie dem Wunsch, dazuzugehören.

Mehr Informationen zu den Brüdern Sadinam:
http://www.sadinam.de/
https://www.facebook.com/brueder.sadinam/

Organisiert von Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.
und Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Unterstützt von Demminer Bürger e.V. und Hanse-Bibliothek Demmin


Foto: Piper Verlag

24.8.: Unteilbar Dresden

Am 24. August findet die bundesweite #unteilbar Demo mit „We‘ll come United“-Power-Block statt! Seid dabei!

Zur Anreise aus MV sind hier Infos: https://www.facebook.com/events/364616480852217/

mehr Infos:
https://www.unteilbar.org/

4.6. Straßenmusik und mehr – Rotzfreche Asphaltkultur in Demmin

„Wir war’n im letzten Herbst wie eingefroren, 
die große Kälte hatte uns vereist. 
Wir fühlten uns zerschlagen und verloren 
und wie von Gletschern eingekreist.
Doch auch die Kälte geht vorüber, wenn wir wollen
 und bunte Blumen wachsen nicht erst im August.
 Wir werden kämpfen auf den Straßen, dass uns warm wird.
 Ich hab wie Frühling schon ein Kribbeln in der Brust.“

04.06.2019 – Demmin:
von 12 bis 15 Uhr auf dem Luisenplatz,
dem Geselliusplatz und am Marienhain

Die Tour: Greifswald, Usedom, Anklam, Neubrandenburg, Neuruppin/
Brandenburg, Schwerin, Rostock (Die Daten sind auf www.rak-treffen.de)

Gegen die Verschärfung des Polizeigesetzes SOG MV!

Raus zum 8. Mai

Für eine offene, solidarische und ökologische Welt!

Einladung zu den Friedensveranstaltungen am 8. Mai 2019 in Demmin

In Demmin wird viel zu oft nur das Kriegsende angeschaut, nicht die Ursachen. Die schlimmsten Verbrechen begingen die Nazis, unterstützt von weiten Teilen der Bevölkerung. Demmin war Anfang der 1930er eine Hochburg der NSDAP und anderer rechter Parteien. Menschen jüdischen Glaubens verließen schon früh die Stadt, weil sie die antisemitischen Anfeindungen nicht mehr aushielten. Die Menschen wussten um die Verbrechen der Nazis. 1945 erreichten die Schrecken des Krieges Demmin.

Aktive Erinnerungskultur hilft, nie wieder in eine solche Situation zu kommen. Dafür freuen wir uns über jede Unterstützung.

In den letzten Monaten gab es viele Demonstrationen für eine offene, solidarische und ökologische Welt. Trotzdem verändern sich die Strukturen in der Gesellschaft nur langsam. Wir wissen, dass wir einen langen Atem brauchen. Kontinuierliches Agieren zahlt sich aus.

„Denn alles verändert sich, wenn du es veränderst!“

Wir brauchen Lösungen für die sozialen und ökologischen Fragen, damit Menschen überall auf der Welt ein gutes Leben haben können. Dafür brauchen wir keine Überwachung der Gesellschaft, keine Rüstungsexporte, keine Grenzzäune zwischen den Staaten, sondern Begegnungen zwischen Menschen.

Lasst uns gemeinsam am 8. Mai ein Zeichen setzen für den Frieden!

Kommt alle und feiert mit uns den Tag der Befreiung, das Ende des Zweiten Weltkriegs!


Bild: Nils Borgwardt

Der 8. Mai rückt näher – ein Blick zurück

Die Vorbereitungen für dieses Jahr laufen bereits. Einige Pläne sind schon besprochen.

Zuerst ein Blick zurück: Beim letzten 8. Mai waren es gut 1000 Menschen, die sich bunt und vielfältig bei den Protesten am 8. Mai gegen den Naziaufmarsch gezeigt haben – so viele wie noch nie. Mit dem Stadtspaziergang, dem Friedensfest mit Alice Angst, Ole Erik Olafson, Wieder in der Gegend, Lappalie, Restposten, Knurrhahn, Quint and the Sharks und Feine Sahne Fischfilet, dem lautstarken Feierprotest entlang der Nazistrecke und den vielen andere Aktionen ist es gelungen, den Nazis die Laune nachhaltig zu vermiesen. Trotz ihrer Bemühungen stagniert bei ihnen die Zahl der Teilnehmer*innen bei 180. Das war auch nach dem 8. Mai noch spürbar, weswegen wir 2019 daran anknüpfen wollen.

Zwei Filme prägten das Frühjahr: „Über Leben in Demmin“ war der Renner, nicht nur in Demmin.
Das löste viele Diskussionen aus, die noch länger wirken werden. Veranstaltungen zu Trauma, Russenkindern, Aufarbeitung der Geschichte,… wird es auch 2019 geben sowie Unterrichtsmaterial ist in Planung.

„Wildes Herz“ mit der Geschichte von Feine Sahne Fischfilet und Monchi lies die Emotionen steigen, lief in vielen Kinos, aber sollte im lokalen Kino im Besitz der Stadt nicht laufen. Es kam aber doch zur Aufführung in Demmin. Dies lief im Rahmen der Jugendaktionswochen „Stand up Demmöng“, welche neuen Schwung in die selbstbestimmte Jugendbeteiligung brachten mit Projektideen für eine jugendgerechte Stadt.

In der Woldeforst entstand endlich ein Gedenkort für die bei Zwangsarbeit ums Leben gekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen.

AfD und Rechte versuchten im letzten Jahr mit viele Demos und Aktionen, noch mehr Einfluss zu bekommen. Die Ereignisse in Chemnitz waren ein trauriger Höhepunkt von Hetze und Gewalttätigkeiten gegen Geflüchtete und Andersdenkende. In Demmin war es wohl ein Auslöser für den Übergriff Anfang September.

Dagegen gab es vielfältige, zahlreiche Proteste. In Rostock kamen viele zu den erfolgreichen Demos gegen die AfD, deren Demos dadurch immer weniger Teilnehmer*innen hatten. Aber auch in anderen Städten liefen viele Aktivitäten für eine offene und solidarische Gesellschaft. Im Herbst der Solidarität ging es um Seebrücke, Miete, Kohleausstieg und vieles mehr.

Der Rechtsruck ist immer noch da, vom Spurwechsel ist nicht viel zu spüren.
Die Rechte feiert Erfolge in vielen europäischen Ländern, Brasilien, Türkei… und Deutschland exportiert weiter Waffen in Krisenregionen.
Rechte Netzwerke in Behörden wie NSU 2.0 werden öffentlich genauso wie Uniter oder Blutorden.
Die Regierung verschärft weiter die Ausgrenzungs- und Abschieberegelungen für Geflüchtete.

Wir brauchen einen langen Atem.

Wir brauchen Lösungen für die sozialen Fragen, damit Menschen auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr so abgehängt sind. Wir brauchen ein freies Internet, ökologisches Handeln, eine offene und solidarische Gesellschaft.
Wir brauchen nicht noch mehr Kontrolle, nicht noch mehr Durchgriffsmöglichkeiten für die Polizei. Zivilgesellschaft stärken ist angesagt.

Am 8. Mai soll es wieder ein Friedensfest von 16 Uhr bis in den späten Abend im Hafen von Demmin geben. Ab 16.30 Uhr gibt es einen Stadtspaziergang und danach wieder viele Aktionen entlang der Strecke um das Kriegsende zu feiern. Genaueres dazu demnächst.

Hier kommen noch ein paar Links und Bilder vom letzten 8. Mai:

Bildergalerien: 1 234

Nordkurier, Ostseezeitung, NDR-Beitrag ist leider nicht mehr online, Endstation Rechts, BNR und viele mehr.
hier noch mal Nordkurier


Stadtspaziergang – Bild: Georg Schramm


Vielfältiger Protest in der Stadt – Bild: Demmin Nazifrei


Schwimmender Protest – Bild: Georg Schramm


Friedensfest im Hafen – Bild: Georg Schramm


Am Markt gibt es Konfetti, als die Nazis vorbeiziehen – Bild: Nils Borgwardt

Party am 26.12. im Café 3K in Demmin

Zum dritten Mal findet die andere Party am 26.12. im Cafe 3K in Demmin statt.
Diesmal im Programm:

ab 16 Uhr: Clown Flori (mit den bunten Luftballons), Tischkicker, Spiele, sowie Kaffee und Kuchen
ab 18 Uhr: interkulturelle Küche, syrisches und afghanisches Essen, Pizza,…
ab 19 Uhr: Live-Musik aus aller Welt mit Susann und Laura, alle Interessierten dürfen mitmusizieren
ab 20.30 Uhr: Musik und Tanz
um 22 Uhr ist es vorbei

Ort: Clara-Zetkin-Str. 16, Demmin

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Gefördert wird die Veranstaltung von der Ehrenamtsstiftung MV

Das Bundesinnenministerium verschärft leider immer noch die Regeln für Asylbewerber*innen und will schneller abschieben, auch in Kriegsgebiete. Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen sogar in Haft. Deswegen gibt es im Café 3K Informationen über das Bürger*innenasyl.

Was geht in Nordsyrien? Ausstellungen und Vortrag über Selbstverwaltung und Frauenprojekte

Was hat der Frühling der Frauen in Rojava mit Demmin zu tun? Dieser Frage widmet sich der Vortrag zweier Referentinnen der Stiftung der Freien Frauen in Rojava (WJAR).
Am 30.10. lädt der Demminer Bürger e. V. in das Café 3K in der Clara-Zetkin-Straße 16 in Demmin ein. Ab 18 Uhr erzählen Annett Bender und Ruken Derya vom Aufbau selbstverwalteter gesellschaftlicher Strukturen in der nordsyrischen Provinz Rojava. Gemeinsam wird im Anschluss darüber diskutiert, welche Impulse der ökologische, feministische und demokratische Aufbau des Frauendorfs „Jinwar“ in Nordsyrien für Demmin und seine Region bietet.

Anlass der Info- und Diskussionsveranstaltung ist die Eröffnung gleich zweier Ausstellungen in Demmin. 3 Wochen lang können Besucher*innen im Café 3K donnerstags bis sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr die Exponate der Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“ anschauen. Parallel dazu wird die Ausstellung „Jinwar – das Dorf der freien Frauen“ gezeigt. Neuer Ort: Kleine Galerie im Marienhain, Demmin.

„Was geht in Nordsyrien?“ ist Teil von Weltwechsel – einer der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Weltwechsel wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine, Initiativen, Stiftungen und Verbände haben über 80 Vorträge, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Theatervorstellungen im gesamten Bundesland organisiert. In diesem Jahr beschäftigen sie sich alle mit Wachstumskritik. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Land Mecklenburg-Vorpommern.
http://www.eine-welt-mv.de/weltwechsel

mehr Infos zu den Ausstellungen: http://rojavafruehlingderfrauen.blogsport.eu und https://jinwar.org/

20.10. Für ein solidarisches Rostock – der AfD zeigen, dass ihre Hetze unerwünscht ist

Die #unteilbar-Demo in Berlin war ein starkes Zeichen. Jetzt gilt es dran zu bleiben und am 20.10. in Rostock wieder zu zeigen: #wirsindmehr
Deswegen unterstützen wir aktiv Rostock nazifrei, schaut euch den Aufruf an:

https://www.facebook.com/events/286610138840475/

12.10. in Stralsund den Rechten entgegentreten

Demmin Nazifrei unterstützt Stralsund für alle:

In Zeiten, in denen in Deutschland progromartige Stimmung herrscht wie in Köthen und Apolda, ist es unsere Pflicht, unser Möglichstes zu tun, um ein klares Zeichen dagegen zu setzen.

Denn auch in Stralsund wollen erneut „besorgte Bürger“, Neonazis und alles, was dazu gehört, durch die historische Altstadt laufen.
Sie wollen ihr rechtes Gedankengut unter die Bevölkerung bringen. Aber nicht mit uns! Wir haben keinen Bock auf noch mehr Naziaufmärsche, die unbeantwortet bleiben.

Deshalb rufen wir auf, am Freitag, den 12.10.2018 um 18uhr mit uns gemeinsam gegen den erneuten Rechtsruck in Stralsund auf die Straße zu gehen.
Wir wollen friedlich, bunt, laut und deutlich mit euch ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Neonazis, gegen tägliche rechte Übergriffe in ganz Deutschland und vor allem FÜR ein weltoffenes und solidarisches Stralsund!

Lasst uns zeigen, dass auch wir präsent sind!

12.10.2018- 18 Uhr vor der Deutschen Bank- 19 Uhr alter Markt

https://www.facebook.com/events/505758589890849/

Am 22.9. in Rostock hinhocken, damit die AfD alt aussieht

Am Samstag wird es in Rostock wohl ziemlich voll und je voller es wird desto weniger kann die AfD sich bewegen. Denn ihre Inhalte speziell an diesem Tag sind rassistisch und nationalistisch. Und das liegt nicht nur daran, dass die sächsische AfD mobilisiert oder Björn Höcke reden will. Generell fällt gerade die schon länger nur scheinbar aufrechterhaltene Trennlinie zwischen AfD und der ganz rechten Nazisszene. Björn Höcke allein hält aber auch sehr heftige Reden und in seinem Buch schreibt er (hier kommen jetzt Textpassagen aus einem Artikel von Andreas Kemper) über die „Volksopposition“ (zu der er auch „remonstrierende“ Beamte zählt) und die Renovation (sprich „Revolution“).
Höckes faschistische Agenda lässt sich als ein völkischer Machiavellismus beschreiben. Zu den machiavellistischen Elementen zählen u.a.
- der Verfassungskreislauf als Geschichtsrad;
- die Bejahung von Grausamkeit als politisches Mittel und die Ablehnung von moralischen Maßstäben;
- die Annahme einer Machtenergie („virtù“), die im Volk vorhanden sei, sich aber in einzelnen Führern („uomo virtuoso“) besonders manifestiert;
- eine Geschlechterpolarität, die durch das Herkules-Bild symbolisiert wird

Beim Kyffhäusertreffen erklärt Höcke, dass nun die Zeit des Wolfes sei. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und tausend Patrioten würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen. Schon zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme „des Volkes“ zur Rechenschaft gezogen werden würden.

Zu diesen Themen positioniert sich die AfD im Demminer Raum nicht so gerne. Sie hat einige moderate Mitglieder aber auch Hardliner, gibt sich öffentlich handzahm und macht Diskussionsveranstaltung zur allgemeinen Bildung. Da gibt es viel aufzuklären.

Also am 22.9. auf nach Rostock der AfD entgegentreten.

Ab 14 Uhr am Doberaner Platz und an anderen Orten in der Innenstadt von Rostock
ab 15:30 Uhr, am Steintor mit viel Musik:
Roter Hering, Amir und Band, Die Blowboys, Mauler und Admission Reduced and Mc Fly

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

Heute um 18 Uhr: Kundgebung gegen Fremdenhass und Gewalt, für eine offene und solidarische Gesellschaft!

Heute wollen wir ein Zeichen setzen gegen den Rassismus. Auch heute sagten einige Geflüchtete, dass sie auf der Strasse in Demmin unschöne Bemerkungen und Blicke bekommen haben… Syrische Kinder haben gerade Angst, abends auf die Strassen von Demmin zu gehen. Und nachts gehen ihnen immer noch die Bilder vom Krieg durch den Kopf, von den Bomben des Assad-Regimes. Sie sind gekommen um Sicherheit zu haben, nicht um angepöbelt zu werden. Aber die Hetze gegen Geflüchtete nimmt zu, egal ob Chemnitz, Plauen, Köthen oder sonstwo. und die AfD ist immer vorne dabei.
Deswegen müssen wir aufstehen.

Kommt um 18 Uhr zum Luisenplatz in Demmin!


#wir sind mehr #genug ist genug


Ein paar Bilder aus dem interkulturellen Café 3K

22.9: In Rostock der AFD entgegentreten

Wir schließen uns dem Aufruf von Rostock Nazifrei an und werden am 22.9. auch mit vor Ort aktiv der AfD entgegentreten.

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/