Archiv der Kategorie 'Refugee welcome'

Was geht in Nordsyrien? Ausstellungen und Vortrag über Selbstverwaltung und Frauenprojekte

Was hat der Frühling der Frauen in Rojava mit Demmin zu tun? Dieser Frage widmet sich der Vortrag zweier Referentinnen der Stiftung der Freien Frauen in Rojava (WJAR).
Am 30.10. lädt der Demminer Bürger e. V. in das Café 3K in der Clara-Zetkin-Straße 16 in Demmin ein. Ab 18 Uhr erzählen Annett Bender und Ruken Derya vom Aufbau selbstverwalteter gesellschaftlicher Strukturen in der nordsyrischen Provinz Rojava. Gemeinsam wird im Anschluss darüber diskutiert, welche Impulse der ökologische, feministische und demokratische Aufbau des Frauendorfs „Jinwar“ in Nordsyrien für Demmin und seine Region bietet.

Anlass der Info- und Diskussionsveranstaltung ist die Eröffnung gleich zweier Ausstellungen in Demmin. 3 Wochen lang können Besucher*innen im Café 3K donnerstags bis sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr die Exponate der Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“ anschauen. Parallel dazu wird die Ausstellung „Jinwar – das Dorf der freien Frauen“ gezeigt. Neuer Ort: Kleine Galerie im Marienhain, Demmin.

„Was geht in Nordsyrien?“ ist Teil von Weltwechsel – einer der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Weltwechsel wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine, Initiativen, Stiftungen und Verbände haben über 80 Vorträge, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Theatervorstellungen im gesamten Bundesland organisiert. In diesem Jahr beschäftigen sie sich alle mit Wachstumskritik. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Land Mecklenburg-Vorpommern.
http://www.eine-welt-mv.de/weltwechsel

mehr Infos zu den Ausstellungen: http://rojavafruehlingderfrauen.blogsport.eu und https://jinwar.org/

20.10. Für ein solidarisches Rostock – der AfD zeigen, dass ihre Hetze unerwünscht ist

Die #unteilbar-Demo in Berlin war ein starkes Zeichen. Jetzt gilt es dran zu bleiben und am 20.10. in Rostock wieder zu zeigen: #wirsindmehr
Deswegen unterstützen wir aktiv Rostock nazifrei, schaut euch den Aufruf an:

https://www.facebook.com/events/286610138840475/

12.10. in Stralsund den Rechten entgegentreten

Demmin Nazifrei unterstützt Stralsund für alle:

In Zeiten, in denen in Deutschland progromartige Stimmung herrscht wie in Köthen und Apolda, ist es unsere Pflicht, unser Möglichstes zu tun, um ein klares Zeichen dagegen zu setzen.

Denn auch in Stralsund wollen erneut „besorgte Bürger“, Neonazis und alles, was dazu gehört, durch die historische Altstadt laufen.
Sie wollen ihr rechtes Gedankengut unter die Bevölkerung bringen. Aber nicht mit uns! Wir haben keinen Bock auf noch mehr Naziaufmärsche, die unbeantwortet bleiben.

Deshalb rufen wir auf, am Freitag, den 12.10.2018 um 18uhr mit uns gemeinsam gegen den erneuten Rechtsruck in Stralsund auf die Straße zu gehen.
Wir wollen friedlich, bunt, laut und deutlich mit euch ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Neonazis, gegen tägliche rechte Übergriffe in ganz Deutschland und vor allem FÜR ein weltoffenes und solidarisches Stralsund!

Lasst uns zeigen, dass auch wir präsent sind!

12.10.2018- 18 Uhr vor der Deutschen Bank- 19 Uhr alter Markt

https://www.facebook.com/events/505758589890849/

Am 22.9. in Rostock hinhocken, damit die AfD alt aussieht

Am Samstag wird es in Rostock wohl ziemlich voll und je voller es wird desto weniger kann die AfD sich bewegen. Denn ihre Inhalte speziell an diesem Tag sind rassistisch und nationalistisch. Und das liegt nicht nur daran, dass die sächsische AfD mobilisiert oder Björn Höcke reden will. Generell fällt gerade die schon länger nur scheinbar aufrechterhaltene Trennlinie zwischen AfD und der ganz rechten Nazisszene. Björn Höcke allein hält aber auch sehr heftige Reden und in seinem Buch schreibt er (hier kommen jetzt Textpassagen aus einem Artikel von Andreas Kemper) über die „Volksopposition“ (zu der er auch „remonstrierende“ Beamte zählt) und die Renovation (sprich „Revolution“).
Höckes faschistische Agenda lässt sich als ein völkischer Machiavellismus beschreiben. Zu den machiavellistischen Elementen zählen u.a.
- der Verfassungskreislauf als Geschichtsrad;
- die Bejahung von Grausamkeit als politisches Mittel und die Ablehnung von moralischen Maßstäben;
- die Annahme einer Machtenergie („virtù“), die im Volk vorhanden sei, sich aber in einzelnen Führern („uomo virtuoso“) besonders manifestiert;
- eine Geschlechterpolarität, die durch das Herkules-Bild symbolisiert wird

Beim Kyffhäusertreffen erklärt Höcke, dass nun die Zeit des Wolfes sei. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und tausend Patrioten würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen. Schon zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme „des Volkes“ zur Rechenschaft gezogen werden würden.

Zu diesen Themen positioniert sich die AfD im Demminer Raum nicht so gerne. Sie hat einige moderate Mitglieder aber auch Hardliner, gibt sich öffentlich handzahm und macht Diskussionsveranstaltung zur allgemeinen Bildung. Da gibt es viel aufzuklären.

Also am 22.9. auf nach Rostock der AfD entgegentreten.

Ab 14 Uhr am Doberaner Platz und an anderen Orten in der Innenstadt von Rostock
ab 15:30 Uhr, am Steintor mit viel Musik:
Roter Hering, Amir und Band, Die Blowboys, Mauler und Admission Reduced and Mc Fly

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

Heute um 18 Uhr: Kundgebung gegen Fremdenhass und Gewalt, für eine offene und solidarische Gesellschaft!

Heute wollen wir ein Zeichen setzen gegen den Rassismus. Auch heute sagten einige Geflüchtete, dass sie auf der Strasse in Demmin unschöne Bemerkungen und Blicke bekommen haben… Syrische Kinder haben gerade Angst, abends auf die Strassen von Demmin zu gehen. Und nachts gehen ihnen immer noch die Bilder vom Krieg durch den Kopf, von den Bomben des Assad-Regimes. Sie sind gekommen um Sicherheit zu haben, nicht um angepöbelt zu werden. Aber die Hetze gegen Geflüchtete nimmt zu, egal ob Chemnitz, Plauen, Köthen oder sonstwo. und die AfD ist immer vorne dabei.
Deswegen müssen wir aufstehen.

Kommt um 18 Uhr zum Luisenplatz in Demmin!


#wir sind mehr #genug ist genug


Ein paar Bilder aus dem interkulturellen Café 3K

22.9: In Rostock der AFD entgegentreten

Wir schließen uns dem Aufruf von Rostock Nazifrei an und werden am 22.9. auch mit vor Ort aktiv der AfD entgegentreten.

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

10.9.: Gegen Fremdenhass und Gewalt! Für eine offene und solidarische Gesellschaft! Kundgebung am 10.9. um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin

In der Nacht von Mi., 5.9. auf Do., 6.9. gab es in Demmin einen rassistischen Übergriff auf eine syrische Familie. Um 1.15 Uhr klopften und schlugen zwei Männer gegen Fenster und Türen einer Wohnung in der Rosestraße und riefen, dass die Familie „abhauen und in ihr Land zurückkehren“ soll. Durch die Schläge öffnete sich ein Fenster. Einer der Täter beugte sich durch das Fenster, ergriff den schlafenden 13-jährigen Jungen, der unter dem Fenster auf einer Couch lag, an der Schulter und erschreckte ihn. Die Mutter konnte die Angreifer zurückdrängen; der Vater war geschäftlich unterwegs. Einer der Männer pisste dann noch an die Haustür. Die Polizei sucht jetzt die Täter. Die Mutter und die zwei Kinder erlitten einen Schock und kamen ins Krankenhaus.

Dieser Vorfall reiht sich ein in die vielen rassistischen Vorfälle, die es die letzten Wochen gab, in Chemnitz aber auch an vielen anderen Orten.

Grund genug jetzt auf die Straße zu gehen und klar zu sagen, dass diese Übergriffe nicht geduldet werden. Das Problem heißt Rassismus. Refugee welcome!

Kommt zur Kundgebung am 10.9.2018 um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin.

#wirsindmehr #enoughisenough

Nordkurierartikel dazu

6. Mai Filmabend „Als Paul übers Meer kam“

6. Mai um 19 Uhr im Lübecker Speicher Demmin

Die Dokumentation „Als Paul übers Meer kam“ erzählt die bewegende Geschichte einer Flucht und einer außergewöhnlichen Freundschaft. Regisseur und Grimme-Preisträger Jakob Preuss hat in dem mehrfach preisgekrönten Film die Flucht von Paul Nkamani aus Kamerun nach Europa begleitet. Mit seinem Porträt über Herrn Nkamani ist dem Regisseur ein aufwühlender Film gelungen. In persönlichen und teils erschütternden Bildern berichtet der Film von den Gefahren, die Flüchtlinge in Kauf nehmen, um in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Dabei erzählt „Als Paul über das Meer kam -Tagebuch einer Begegnung“ auch von den eigenen Widersprüchen, die Preuss durchlebt, als ihm klar wird, dass er seine professionelle Distanz überwinden muss. Viereinhalb Jahre nachdem Paul Nkamani seine Heimat Kamerun verlassen hat, findet er ein Zuhause bei den Eltern von Preuss.

Der Filmabend findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Sonntag, den 6. Mai 2018, um 19 Uhr in Demmin im Lübecker Speicher, Am Bollwerk, statt (Eintritt frei).
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem international für Menschenrechte und Pressefreiheit aktiven Regisseur Jakob Preuss ins Gespräch zu kommen.

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

We’ll Come United, Samstag, 16.9. in Berlin

Aus Demmin gibt e eine gemeinsame Anreise, schreibt uns bei Interesse an.

31.5. Veranstaltung: Die Furcht vor dem Fremden

Ein Informations- und Gesprächsabend über den Nahen Osten, den Islam und Mus­lime in Mecklenburg-Vorpommern.

31. Mai 2017, 18 Uhr, Lübecker Speicher, Am Bollwerk 5, Demmin

Die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge aus dem Nahen Osten in Deutschland polarisiert das Land. Während viele Bürger sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, gibt es nicht wenige, die das Geschehen mit Sorge beobachten: Warum tragen Frauen Schleier oder Kopftuch? Sind Muslime besonders anfällig für eine Radikalisierung? Können sie in großer Zahl dauerhaft mit anderen Religionen und Weltanschauungen friedlich und gleichberechtigt zusammenleben? Vor wem oder was sind sie geflüchtet?

Wenn auch in Mecklenburg-Vorpommern relativ wenige Geflüchtete untergebracht sind, so stellen sich Bürger auch hier Fragen nach dem Hintergrund von Menschen und Mächten im Nahen Osten. Wir laden Sie herzlich zu einem Gespräch mit Prof. em. Dr. Rösel ein und bitten Sie, Ihre Fragen zum Themenkomplex Islam und Naher Osten einzubringen.

Zum Referenten:
Jakob Rösel war Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock und gilt als Kenner von Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens sowie Südasiens. Viele Länder in diesen Regionen kennt er von Reisen persönlich.

Eine Veranstaltung vom Demokratieladen Anklam in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

20. Mai in Schwerin: Afghanistan ist nicht sicher!

Auch aus Demmin gibt es eine gemeinsame Anreise nach Schwerin. Meldet euch bei Interesse beim interkulturellen Café 3K, Clara-Zetkin-Str. 16 oder bei uns.

Mehr Infos gibt es auch bei http://afghanistanmv.blogsport.eu/

Proteste zum politischen Aschermittwoch der CDU

Über 50 Menschen demonstrierten gestern vor dem Hotel Trebeltal gegen die Abschiebung in Krisengebiete, statt dessen die wirklichen Fluchtursachen zu bekämpfen und nicht nur Symptome anzugehen, sowie das Leid an den Grenzen von Europa zu beenden. Im Hotel zelebrierte die CDU mit Merkel, de Maizière, Caffier und den anderen, welche die aktuelle Flüchtlingspolitik zu verantworten haben, ihren politischen Aschermittwoch.
Außen auf der Kundgebung sprach unter anderem ein Afghane, der als Übersetzer für die NATO gearbeitet hat und dessen Ex-Frau von den Taliban entführt und umgebracht wurde. Eine seiner Tochter musste er auch von den Taliban freikaufen. Aber er hat keine Erlaubnis, seine Kinder nach Deutschland zu holen.
Auf der Kundgebung waren neben den Afghanen auch Menschen aus Mauretanien, Syrien und anderen Ländern.

Am 8. März geht es weiter mit den Protesten vor dem Landtag in Schwerin. In der Landtagssitzung ist die Flüchtlingspolitik dann Thema und es wird ab 8 Uhr einen Infotisch mit Einladung an die Verantwortlichen zum Gespräch geben und ab 17 Uhr eine Kundgebung: http://afghanistanmv.blogsport.eu/protest/aktionen-zur-landtagssitzung-am-8-maerz/

Info-Blatt: Findet wirklich eine ausreichende Einzelprüfung vor den Abschiebungen statt?

Gleiche Rechte für alle Menschen

Warum gibt es fast keine legale Möglichkeit für Geflüchtete nach Europa zu kommen? Auch viele in der SPD stellen sich diese Fragen wie Gesine Schwan Doch bis jetzt wird die Abschottung von Europa weiter ausgebaut, dafür braucht es nicht einmal Trump.
Zeigen wir morgen am Aschermittwoch Angela Merkel und Lorenz Caffier, dass ihr aktuelles Agieren die Probleme nur verschärft, nicht verbessert.

Ein kleiner Erfolg der Proteste gegen die Abschiebungen nach Afghanistan ist vielleicht dadurch erkennbar, dass keiner der drei Extra-Flieger, die seit Mitte Dezember losgeflogen, vollbesetzt war und jedesmal weniger Menschen abgeschoben werden konnten, im letzten waren es nur 18 von 50.

Beim Diskutieren auf der Strasse hört mensch immer wieder das Argument, dass die Geflüchteten nur kommen, um von unserem „hart erarbeiteten Wohlstand“ was abzubekommen. Die Zeit der Kolonisation wird oft ausgeblendet. dabei hat die nicht nur bestehende Sozialstrukturen in den besetzten Ländern zerstört. Die wirtschaftliche Ausbeutung hält bis heute an, schon durch die geringen Löhne wie in der Textilindustrie oder durch die Erze, die Europa sehr billig einkaufen kann. Dadurch konnte sich in anderen Teilen der Welt kaum eine Wohlstand in der Bevölkerung entstehen.

Weitere Infos:
http://facebook.com/afghanistanmv/
http://50ausidomeni.de/

Kundgebung am Aschermittwoch in Demmin: Keine Abschiebung in Kriegsgebiete! Flüchtlingsleid an den Grenzen von Europa beenden!

Geflüchtete kommen nicht ohne Grund nach Europa. Weltweit gibt es immer mehr Kriege. Nicht nur in Afghanistan ist die Situation unsicher. Mali und weitere Staaten sind dauerhaft im Kriegszustand. Menschen fliehen aber auch aus Staaten, in denen Menschenrechtsverletzungen Standard sind. Die wirtschaftliche Lage wird in Afrika durch die Handelsverträge mit der EU verschlimmert. Klimaveränderungen werden weltweit spürbar. Die Lebensgrundlage in vielen Regionen der Welt sinkt. Primär sollten Fluchtursachen bekämpft werden, derzeit findet aber nur ein Flüchtlingsmanagement statt. Lösungen müssen gefunden werden, aber nicht auf dem militärischen Weg. Dadurch werden die Konflikte nur angeschürt.

Vor 80 Jahren waren auch in Europa viele Menschen auf der Flucht, um ihr Leben zu retten. Asylrecht ist ein Ergebnis aus diesen Erfahrungen und darf nicht noch weiter aufgehoben werden.
Derzeit sind die Bedingungen schon so verschärft worden, dass kaum ein Flüchtling eine Chance auf Asyl hat. Die neue Dublin-Verordnung soll es noch schwerer machen.
Auf der Suche nach Sicherheit scheitern sie an den Außengrenzen von Europa, hängen auf der Balkanroute unter widrigen Bedingungen fest oder sterben im Mittelmeer. Die wenigen, die es nach Europa schaffen wird oft die Familienzusammenführung erschwert oder unmöglich gemacht. Statt dessen werden Menschen, die hier Wurzeln geschlagen haben, in ein unsicheres Umfeld abgeschoben.

Geflüchtete, die in Griechenland unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, können in MV noch genug leerstehende Wohnungen finden. Deutschland hat schon vor drei Jahren zugesagt, Griechenland zu entlasten, umgesetzt wird es aber nur schleppend (Relocation Programme).

Innenminister Caffier: Stoppen sie die Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Kriegsgebiete. Sie haben die Möglichkeit dazu.

Kommt zur Kundgebung am 1.3.2017 von 15 Uhr bis 17 Uhr vor dem Hotel Trebeltal, Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg, 17109 Demmin


Demminer*innen waren auxh anwesend bei der Kundgebung am 11.2. in Rostock

Erster Eindruck von der Mahnwache gegen Abschiebung von heute

Heute waren 50 Menschen auf der Mahnwache in Demmin gegen die Abschiebung nach Afghanistan.
In den Reden wurde darauf eingegangen, dass es nicht nur um Afghanistan geht, sondern dass es auch in anderen Staaten Bürgerkrieg gibt, aber die Regierung trotzdem dorthin abschieben will. Am Rande gab es leider wieder die üblichen Pöbeleien von Autofahrer*innen, die meinten, das Pack soll nicht vor dem Krieg fliehen sondern kämpfen. Doch Krieg ist immer schrecklich.

Hier ein kurzer Eindruck:

Eindrücke von den anderen Mahnwachen in MV gibt es hier: http://afghanistanmv.blogsport.eu/

Mahnwachen gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 14.1.

Trotz Krieg und Bundeswehreinsatz in Afghanistan hob am 14.12.16 der erste Flieger nach Afghansistan in Hamburg ab, um Flüchtlinge zurück zu bringen. Doch die Sitution in Afghanistan ist nicht dafür geeignet, dass Menschen dort sicher leben. In der Bundesregierung ist es anscheinend aber gerade wichtig, die Flüchtlinge los zu werden, weil die Rassist_innen laut geworden sind. Also werden Grundsätze und Erfahrungen aus der Geschichte vergessen und fleißig der Weg zur Abschiebung bereitet.

Dagegen rührt sich Widerstand und am Samstag sollen an 14 Orten in MV Mahnwachen stattfinden.
In Demmin gibt es eine Mahnwache von 10 Uhr bis 11 Uhr auf dem Luisenplatz .

Weitere Infos zu den Landesweiten Mahnwachen, organisiert von vielen Gruppen, koordiniert vom Flüchtlingsrat MV, findet ihr hier:

http://afghanistanmv.blogsport.eu/

https://www.facebook.com/afghanistanmv/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

„Afghanistan ist nicht sicher. Die deutsche Regierung schließt ihre eigene Botschaft und gibt Reisewarnungen für Deutsche heraus. Uns schickt man aber dorthin zurück. Sind unsere Leben weniger schützenswert?“, so Mohamed, Aktivist im Netzwerk.

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf

Der erste Tag vom interkulturellen Café

Gestern gingen um 15 Uhr die Tür auf und verschiedene Menschen aus Demmin trafen sich zum Kaffeetrinken, Austauschen, Spielen und Lachen. Wie erwartet kamen noch nicht die Massen, aber es war ein schöner Anfang in den Räumlichkeiten des Vereins der Demminer Bürger e.V.

Die Stimmung war gut, bei den Geflüchteten und genauso bei den Hiergebliebenen („Einheimischen“). Es war ein Kommen und Gehen. Auch unerwartete Besucher*innen kamen und waren angetan von den Möglichkeiten, die sich vor Ort bieten und wollten Freunde für den nächsten Freitag dazu einladen. Unvermeidlicherweise liefen auch die lokalen Nazis die Straße entlang um von außen zu sehen was los ist.
Das interkulturelle Café gibt es jeden Freitag von 15 Uhr bis 19 Uhr in der Clara-Zetkin-Str. 16 in Demmin, weitere Öffnungszeiten und Angebote sind in Planung.

Bericht von gestern: Menschenrechte kennen keine Grenzen – Refugees welcome!

Gestern kamen ca. 40 Menschen zur Kundgebung, um sich solidarisch mit allen Opfern rechter Gewalt zu zeigen und sich gegen den sich ausbreitenden Rassismus zu wehren. Aus allen Fraktionen im Rathaus, also von SPD, CDU, UWG und Linke waren Stadtverordnete anwesend.

Zu Beginn wurde reflektiert über die Übergriffe der letzten Zeit in Demmin. Viele Übergriffe werden als nicht fremdenfeindlich eingestuft, wie es beispielsweise beim Vorfall auf dem Boltzplatz zuerst der Fall war.
Ein Geflüchteter sprach: „Wir sind friedlich und kamen hierher um in Sicherheit zu leben. Wir mussten leiden, als wir durch die Zustände gezwungen wurden, unser Land zu verlassen. Lasst uns nicht noch einmal leiden durch euren Rassismus.“

Auf der anderen Straßenseite standen zwei Dutzend beobachtende Menschen, die sehen wollten was abgeht. Dazwischen einige Figuren aus dem rechten Spektrum, die die Lage checken wollten.

Auszug aus einer vorgetragenen Rede von Menschen aus Greifswald: „Es kann nicht sein, dass viele Menschen nicht einkaufen gehen können, ohne von fremdenfeindlichen Sprüchen begleitet zu werden. Selbst klare Gewaltandrohungen bis zu Gewaltattacken sind mittlerweile gnadenloser Alltag. Immer wieder gibt es dabei auch zahlreiche Angriffe, wie am 22.12.2015, wo in Tutow zu einem Brandanschlag gegen die Wohnung einer freiwilligen Helfer_in , die in den Geflüchtetenunterkünften hilft, kam. Diese und weitere Beispiele zeigen auf, wohin Alltagsrassismus und ständige Hetze führen. Es darf zu keinem „Lichtenhagen 2.0“ kommen!! Wir, und das sind WIR ALLE, müssen JETZT aufstehen und handeln, statt wegzuschauen und rechte Ideologien und Übergriffe als Normalität zu tolerieren.“

Leider kommt es auch in anderen Stellen von MV zu heftigen Übergriffen. Am Freitag gab es in Schwerin eine vorbereitete Aktion von rechten Schlägern, einige auch aus Jamel. In der Innnenstadt drängten mehr als 30 von ihnen 10 Ausländer in eine Falle um sie zusammenzuschlagen.

Eine Person aus Neubrandenburg wies darauf hin, dass am 8.10. in Neubrandenburg ein Zeichen der Solidarität mit allen Betroffenen des Anschlags vom letzten Wochenende und allen Betroffenen rassistischer Gewalt gesetzt werden soll. Kommt um 14 Uhr zum Platz der Familie, NB-Datzeberg.

Viele Menschen aus Demmin unterstützen/helfen regelmäßig die Flüchtlinge. Kontinuierlich an den Schwierigkeiten zu arbeiten und Vorbehalte gegenüber Geflüchteten abzubauen ist wichtig. Musik, Sport und Kochen verbindet die Menschen und so öffnet am 14.10. zum ersten Mal das interkulturelle Cafe bei den Demminer Bürgern, Clara-Zetkin-Str. 16 in Demmin. Das Cafe soll jeden Freitag von 15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet sein. Weiteres ist in Planung.

Menschenrechte kennen keine Grenzen – Refugees welcome!

Hier der Link zum Nordkurierartikel

Solidarisch mit den Opfern! Gegen rechte Gewalt und gegen Rassismus!

Die Kundgebung am Mittwoch ist dazu gedacht, die Atmosphäre in der Stadt zu ändern, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Fremdenfeindlichkeit im Keim zu ersticken.
Es gibt seit einer Woche keine neuen heftigen Vorfälle in Demmin, aber der Alltagsrassismus in der Stadt ist spürbar und wir wollen weitere Vorfälle verhindern.

Viele Politiker hetzen weiter gegen Geflüchtete, vorneweg die AfD. Sie versucht auf legalem Weg an die Macht zu kommen – dann will sie „aufräumen“, „ausmisten“ und „Politik nur für das Volk machen“. Wer diese Rhetorik verharmlost, macht sich mitschuldig. Das heizt die Schläger und Brandstifter an. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es in Neubrandenburg einen Brandanschlag vor der Wohnung einer syrische Familie. Die Hintergründe sind noch nicht klar, vermutet wird Fremdenfeindlichkeit.

Am Mittwoch, 5.10.2016 treffen wir uns zur Kundgebung um 18 Uhr in Demmin auf dem Luisenplatz (beim Luisenturm an der Clara-Zetkin-Str.).

Infotelefon: 0160-6208018

Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt

Rechtsextremisten und Rassisten werden in Deutschland immer häufiger gewalttätig. Von Januar bis Mitte September registrierte die Polizei bereits 507 Fälle fremdenfeindlicher Gewalt. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Insgesamt wurden in den ersten achteinhalb Monaten des Jahres mehr als 1800 politisch motivierte Straftaten gegen Asylbewerber und Flüchtlinge registriert. Neonazis und Asylgegner legten in diesem Jahr schon 78 Mal Feuer, die Polizei zählte sieben Tötungsdelikte.
Trotz der massiven Zunahme rechter Gewalt stufen die Behörden nur 20 Rechtsextremisten als „Gefährder“ ein. Zum Vergleich: Bundesweit sind 520 islamistische Gefährder registriert. Da klafft im rechten Bereich ein gewaltiges Loch zwischen der Anschlagswirklichkeit und der Zahl derer, die man real im Fokus hat.

In MV haben sich die Straftaten in diesem Bereich verdreifacht. Mehrere fremdenfeindliche, gewalttätige Vorfälle gab es in letzter Zeit in Schwerin. Dort soll nun ein neu gegründetes mobiles Team dagegen vorgehen.

Auch in den Straßen von Demmin ist das zu spüren und es gibt es vermehrt Vorfälle, hier ein paar Beispiele: Am Nachmittag des 29.8. haben zwei Frauen und ein Mann, alle drei betrunken und polizeibekannt, in der Treptower Straße in Demmin zwei afghanische Frauen beleidigt, das Kopftuch runter gerissen und ins Gesicht geschlagen. Grund: Fremdenhass. Die Afghaninnen wurden leicht verletzt und mussten zur Behandlung ins Demminer Krankenhaus. Siehe auch den Nordkurierartikel dazu.
Am 20.9. wurde im Sky-Markt eine Demminerin, deren Partner einen Iraner ist, von einer der Frauen, die schon beim ersten Vorfall dabei war, im und vor dem Sky-Markt mit „Ausländerschlampe“ und weiterem beleidigt Später kam noch die Drohung: „Ich verprügele dich und deine Kinder.“ Siehe auch den Nordkurierartikel dazu.

Sonntag, 25.9. ist ein Gruppe von Syrer auf dem roten Fußballboltzplatz bei der Pestalozzi-Schule am Spielen. Zwei Autos mit Rechten fahren vollbesetzt vor und steigen aus. Einer geht auf einen Syrer zu, trägt dabei komische Sprüche vor und gibt dem Syrer einen Schlag in den Bauch. Dann sagt er, sie sollen hier verschwinden, Fußballspielen sei vorbei. Schon in der Zeit davor saßen die Deutschen öfter auf dem Platz beim Bier trinken und wurden dabei beobachtet, wie sie die Flaschen zerstört und die Scherben auf dem Platz verteilt haben, um das Fußballspielen zu stören.

Rassistische Pöbeleien sind leider Alltag in Demmin. Aus Gruppen heraus werden oft fremdenfeindliche Parolen ausgestoßen gegen Nicht-Deutsche, die an der Gruppe vorbei laufen. Deswegen trauen sich auch Frauen mit Migrationshintergrund nicht alleine auf die Straße.
Angefeuert werden die Rassisten_innen durch fremdenfeindlichen Sprüchen aus der Politik und sie fühlen sich motiviert von den Erfolgen der AfD. Doch Flüchtlinge aufnehmen ist ein Zeichen der Menschlichkeit. Auf der Flucht haben sie schon genug Schreckliches erlebt und brauchen unsere Hilfe. Wehren wir uns gegen die rassistische Hetze und fremdenfeindliche Gewalt.

Wichtig ist schon im Alltag gegen die Pöbeleien direkt den Mund auf zu machen. Denn wenn es da schon Widerspruch gibt, trauen sie sich weniger, noch aggressiver zu werden. Und falls irgendwer Übergriffe sieht hilft es oft, mit anderen zusammen dazwischen zu gehen um die Situation zu deeskalieren.

Kommt zur Kundgebung am 5.10.2016 um 18 Uhr in Demmin auf dem Luisenplatz (beim Luisenturm an der Clara-Zetkin-Str.)

Gemeinsam gegen Rassismus!

auch wenn jetzt anscheinend gleich Udo Pastörs in Demmin spricht, für den wahrnehmbaren Rechtsruck in der Politik steht die AFD, deswegen unterstützen wir Neubrandenburg Nazifrei bei ihrem Protest übermorgen:

Gemeinsam gegen Rassismus!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenubrg Marktplatz abhalten.
Zuletzt hat der Kreisverband bereit klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.
So sagte Höcke auf einer Kundgebung am 30.09.15 in Erfurt:
„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“

weitere Infos und Treffpunkte unter:
http://nbnazifrei.de/nb1208-der-afd-widersprechen/

Kurzer Rückblick auf den Naziaufmarsch heute

Schon vor 19 Uhr war klar, dass die Rassist_innen heute weniger auf die Straße bringen werden. Und es werden dann auch nur ca. 120, also nur die Hälfte von dem letzten Aufmarsch im November. Sie hetzten wie nicht anderes zu erwarten von Anfang bis Ende über die Flüchtlinge. Die Heimat sei das tollste und die „Gutmenschen“ würden die Welt nicht verstehen, weil halt nicht alle Menschen gleiche Rechte haben.
Die Gegendemo war mit ca. 50 Menschen ähnlich besucht wie bei den letzten Anlässen. Eine bunte Mischung aus Schüler_innen, Stadtvertreter_innen, Handwerker_innen,…
Die Nazis drehten dann noch eine Schleife und liefen vom Markt aus über Frauenstr, Gartenstr, ehemalige Gasanstalt und Baustr. wieder zum Markt, unterwegs mit kleinen Zwischenkundgebung. Dabei fiel ihnen aber nichts Neues ein, alles schon mal in den letzten Monaten gehört. Geredet hat am Anfang Andrejewski und dann weitgehend Norman Runge, beide sind NPD-Kader. Die Infrastruktur war wie beim 8. Mai und wurde komplett von der NPD gestellt. Begleitet war das Ganze von einem großen Polizeiaufgebot. Weiterer Berichte folgen noch.

Nachtrag: Bericht vom Nordkurier
Bericht von der Polizei

Anbei ein paar Impressionen von heute


Frontbanner der Nazis mit zwei Fackeln daneben

Infos für morgen

Hier noch das
Infotelefon für den 18.03.: 0160-62 080 18

Die Nazis laufen vom Markt aus eine Schleife durch die Stadt und beenden wieder am Markt.
Stellen wir uns den Nazis entgegen!
Wir freuen uns auf viele Menschen, die uns unterstützen wollen!

Der rechten Menschenfeindlichkeit am 18.3. in Demmin entgegentreten

Viele haben Angst vor Unbekanntem, vor zu viel Veränderung, suchen Sicherheit.
Doch Sicherheit findet sich nicht, in dem wir wieder Mauern bauen sondern in einem offenen, direkten Umgang miteinander. Nach dem Wahlsonntag gibt es Diskussionen, wie mit den Flüchtlingen weiter umzugehen ist. Aber eine neue Lage ergibt sich nicht. Schon seit Jahren gibt es Umfragen die auf rassistische Vorbehalte bei 20 bis 30 % der Bevölkerung hinweisen und das zeigt sich jetzt. Daneben spielen oft auch Sozialneid und anderes eine Rolle. Aber statt gegen die immer größer werdende Lücke zwischen arm und reich anzugehen, mehr Sozialwohnugen zu fordern oder anderes werden leider von vielen die Flüchtlinge beschuldigt.
In der Gesellschaft bekommen die Flüchtlinge aber auch viele Unterstützungsangebote von Freiwilligen, die sich für eine bessere Gesellschaft einsetzen. Die Polarisierung wird sichtbarer. Es gilt sich für eine emanzipierte Gesellschaft einzusetzen.
In Folge der letzten (Gesetzes-)Änderungen ist Deutschland/Europa aber schon weitgehend abgeschottet und die Flüchtlinge verzweifeln in Lagern wie Idomeni ohne eine sichtbare Perspektive.
1945 mussten viele Flüchtlinge, auch in der Demminer Region, aufgenommen werden, damals wurden sie als „Polaken“ beschimpft. Nicht nur die Menschen, die vor Nazideutschland ins Ausland fliehen mussten, trafen in der Fremde auf Ausgrenzung. Nach 70 Jahren scheint die Erinnerung verblasst und anscheinend wurde viel vergessen über den Krieg und seine Folgen. Heute geht es oft um die eigene Besitzstandswahrung. Dabei leben wir hier gut durch die billigen Ressourcen aus den ehemaligen Kolonien. Wirtschaftsgerechtigkeit sieht anderes aus, wodurch weitere Menschen fliehen.
Und für alle die den Islam als die Bedrohung sehen: Im Namen Christi wurden schon ganze Landstriche verwüstet wie im 30-jährigen Krieg und in Nordirland bekriegen sich noch heute Protestanten und Katholiken. Harmlos ist kaum eine Religion, aber es kommt doch auf den Umgang miteinander an. Und auch viele Islam-Gläubige wollen einen friedlichen und offenen Umgang miteinander. Über die Details hierbei zu diskutieren lohnt sich, den die Gleichberechtigung aller will erkämpft werden.

Am Freitag ab 19 Uhr
wollen nach längerer Pause wieder die Rassist_innen durch Demmin marschieren. Diesmal ist es organisiert von MVGIDA. Das heißt die Oberfläche ist vielleicht ein wenig anders als im November, aber es ist wieder von der NPD und ihrem Umfeld durchorganisiert und NPDler werden auch reden und wir werden sie auch wieder Nazis nennen. Die Nazis laufen vom Markt aus eine Schleife durch die Stadt und beenden wieder am Markt.


Frontbanner der Rassist_innen-Demo am 7.11. in Demmin

Alltagsrassismus bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen und Ausbeutung stoppen.
Und keine Waffenexporte! Die heizen nur die Kriege an!

Aufhebung der Abschottung von Europa!

Wir treffen uns am Freitag, 18.3.2016 um 18.30 auf dem Marktplatz in Demmin zur Gegenkundgebung. Infotelefon für den 18.03.: 0160-62 080 18

Refugee welcome!
MV für alle!

Lesung am 2.3.: „Krieg – Stell dir vor. er wäre hier“

zum Thema Flucht und Krieg veranstaltet der Tischtennisverein gemeinsam mit der Hansebibliothek eine Buchlesung.

am 2.3. um 16 Uhr in der Hansebibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Straße 1

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Titel eines Buches der dänischen Autorin Janne Teller, aus dem die Bibliotheksmitarbeiter vorlesen werden.

Buch autorin Janne Teller

In diesem Buch werden die aktuellen Verhältnisse in Europa und dem Nahen Osten vertauscht. In Europa herrscht Krieg. Die demokratische Politik ist gescheitert. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie ein 14-jähriger Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Anschließend soll zum hochaktuellen Thema Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit ausgiebig diskutiert werden.
Zwei Flüchtlinge, die in Demmin eine Unterkunft gefunden haben,werden über ihre Flucht aus ihrer Heimat erzählen und Fragen dazu beantworten. „Wir hoffen, dass viele Interessierte diese Diskussionsrunde nutzen, um Vorurteile abzubauen und Antworten auf viele Fragen zu erhalten“, sagt der Mitorganisator des Tischtennisvereins Dieter Schulz. Im Oska-Treff des Vereins treffen sich regelmäßig viele Flüchtlinge, sie erhalten Hilfe bei Behördengängen und bei der Integration.
Das Buch ist auch als Theaterstück umgesetzt worden und soll ab dem Juni im Goethe-Gymnasium Demmin auch zur Diskussion präsentiert werden.

Rassismus ist keine Alternative – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Demmin am 20.2. um 9.30 Uhr am Hotel Trebeltal

Grenzzäune ziehen, Menschen aus Deutschland entfernen, sich stolz fühlen… das Programm der „Alternative für Deuschland“ ist gespickt mit rassistischen Forderungen und dem Ziel, dass die Reichen noch reicher werden. Auf ihrem Landesparteitag im Hotel Trebeltal in Demmin am 20. und 21. Februar will die AfD-MV ihre Kandidat*innenliste für die Landtagswahl am 4. September 2016 aufstellen und weiter an ihrem Programm arbeiten.


Protest beim Landesparteitag der AfD am 29.11.2015 in Greifswald

Ihre Politik zu Wirtschaft/Bildung/Familie/… wird dabei wohl eine geringere Rolle spielen, denn nichts verschafft der AfD derzeit mehr Auftrieb als das Thema Flüchtlinge. Bei den Meinungsumfragen sind sie im Aufschwung und sie werden wahrscheinlich die NPD im Landtag verdrängen. Aber ihre inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich kam von der NPD und anderen rechtspopulistischen bzw. rechtsradikalen Kräften. Das fängt an bei der Verwendung der gleichen Begrifflichkeiten der NeoNazis und einer unzureichenden Abrenzung gegen die NPD, auch bei den Demonstrationen. Die NPD-Anträgen im Kreistag Vorpommern/Greifswald beispielsweise unterstützt die AfD meist unhinterfragt (weitere Infos hier). Alles in allem also nach außen ein bürgerliches Erscheinugsbild, innendrin aber das selbe rechtsradikale Fundament.

Ein Auftrieb für Hetze gegen Flüchtlinge waren die Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Aber Idioten gibt es in jeder Gesellschaft und dagegen muss ausnahmslos vorgegangen werden. Beim Peenefest iin Demmin oder anderen Festen in der Provinz gibt es jedes mal Übergriffe, aber das wird meist als normal ignoriert. Da wird einfach nicht mit gleicherlei Maß gemssen. Die Täter sollten nicht ungeschoren davonkommen, aber verhältnismässig und ohne sie schlimmeren Gefahren durch Abschiebung auszusetzen.

Oft geben sie den Flüchtlinge für soziale Probleme die Verantwortung wie bei knappen Sozialwohnungen, geringem Hartz4-Satz und anderem. Diese Probleme waren aber schon lange vor den vielen Flüchtlingen vorhanden und liegen an einer verfehlten Ausrichtung der Regierung, denn für mehr Waffen und Prestigeprojekte ist immer Geld da.

Ängste schüren ist keine Alternative, deswegen kommt am 20. Februar um 9.30Uhr zum Protest vor das Hotel Trebeltal in Demmin. (Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg)

Auf dass die AfD, die nationalistischen Populist*innen nicht in den Landtag einziehen!

MV für alle!

Anmerkungen zur Flüchtlings“debatte“

Ein Flugblatt mit diesem Text wird heute in Demmin an die Anwohner_innen verteilt:

«Wir können doch nicht die ganze Welt aufnehmen»

- 81% der Flüchtlinge weltweit leben in Entwicklungsländern. Fast immer sind es die Nachbarstaaten. Beispielweise sind seit 2011 über 2 Millionen Kriegsflüchtlinge in die Nachbarstaaten Syriens gekommen. Allein Libanon hat 800.000 Menschen aufgenommen. Dabei zählt das Land nur 4,5 Millionen Einwohnner. Die Flüchtlingszahl im Libanon entspricht damit fast 20%.
In den letzten 3 Monaten kamen ca. 1,5 Millionen Flüchtlinge in die EU. Bei 550 Mio. Einwohnern sind das weniger als 1%. Nur ein ganz kleiner Teil der Menschen, die vor den Kriegen in Syrien, in Afganistan, im Sudan und Nordafrika flüchten, kommen nach Deutschland.

Hektisch eröffnete Notunterkünfte suggerieren: Wir haben nicht genug Platz, die neu ankommenden Flüchtlinge unterzubringen

- Doch die Verwaltungen haben zu spät reagiert. Zum Problem gehört auch der Abbau des sozialen Wohnungsbaus. Derzeit erfolgt die Unterbringung oft in so genannten «Gemeinschaftsunterkünften», obwohl solche Einrichtungen teurer sind als normale Wohnungen. Mehr und mehr Kommunen zeigen inzwischen, dass es auch anders geht: Dort, wo die lokalen Behörden auf Grossunterkünfte und Alarmismus verzichten, kann der Prozess gut gelingen.

Böse Geister flüstern es uns ein: Asylsuchende seien kriminell

- Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat bisher ca. 2000 Flüchtlinge aufgenommen. Das entspricht weniger als 1% der Bevölkerung.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Ladendiebstähle gegeben.
Nein, es hat seit dem nicht mehr Wohnungseinbrüche gegeben.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Fahrraddiebstähle gegeben.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Messerstechereien oder Vergewaltigungen gegeben.
… , so der Leiter der Polizeiinspektion Anklam, Gunnar Mächler (23.10.15)

«Wir wollen kein Flüchtlingsheim, weil unser Haus dann an Wert verliert

- Die Idee zentraler Großeinrichtungen führt zu unnötiger Funktionalisierung. Die Folgen sind ähnlich wie bei Gewerbegebieten. Flüchtlinge sollten in normalen Wohnungen untergebracht werden. Dann ist auch die Chance grösser, dass die Nachbarn keinen Bogen um sie machen, ja, vielleicht sogar auf sie zu gehen. Wir müssen darauf achten, dass Freizügigkeit und die Freiheit, den eigenen Wohnsitz selbst zu bestimmen, für alle gewahrt werden.

Viele Menschen denken: So viele Flüchtlinge aufzunehmen, kann Deutschland finanziell nicht leisten

- Als Folge der Grausamkeit des zweiten Weltkrieges wurden verschiedene Konventionen zum Schutze der Flüchtlinge beschlossen. In der Bundesrepublik ist das Asylrecht, die europäisches Gestzgebung und vor allem das Völkerrecht verbindlich – auch dann wenn es Geld kostet.

Neonazis behaupten, durch Zuwanderung gehe die deutsche Kultur zu Grunde

- Es ist verwunderlich, dass Menschen gerade in solchen Gegenden mehr Angst vor einer vermeintlichen «Überfremdung» haben, in denen statistisch gesehen die wenigsten «Ausländer» leben. Ein «rein» deutsches Volk oder «die» deutsche Kultur ist schon immer eine Erfindung. Zuwanderung und Flüchtlingsbewegungen hat es in der Geschichte von Mitteleuropa immer gegeben. Schon die Vielfalt in der Namenslandschaft zeugt davon.

Wer selber wenig hat, denkt vielleicht: Auch in Deutschland sind viele Menschen arm. Wenn Flüchtlinge kommen, nehmen sie «uns» die Arbeitsplätze weg oder leben von «unseren» Steuern

- Kämen tatsächlich weniger Flüchtlinge, bekäme ein Arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger nicht einen Cent mehr, geringe Löhne würden deshalb nicht steigen, und Mittelständler hätten nicht weniger Angst vor dem sozialen Absturz. Hinter diesen Sorgen steht nämlich ein anderes, weit grösseres Problem: die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich. In den letzten Jahren sind die höheren Einkommen gestiegen, während der Lohn der ohnehin schlechter bezahlten Vollzeitbeschäftigten nach Abzug der Inflation gesunken ist. Geld ist genug da.

Kleiner Bemerkung zum Schluss: Deutschland ist der drittgrösste Waffenexporteur, regelmässig bewilligt die Regierung weitere Exporte und die Waffenindustrie floriert. Schaffen diese Waffen Frieden oder Krieg?

Letzte Infos für morgen

Morgen Nachmittag wollen wieder die Rassist_innen in Demmin demonstrieren. Ab 14.30 Ihr treffen sich alle, die die Flüchtlinge willkommen heißen, auf dem Marktplatz, um Farbe zu bekennen.
Die NeoNazis (und ein paar verwirrte Bürger_innen) wollen ihren Aufmarsch um 15 Uhr auf dem Markt beginnen. Danach wollen sie eine größere Runde durch die Innenstadt drehen, also mehr laufen als beim letzten Mal.

Uns geht es darum zu zeigen, dass wir keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Flüchtlingen machen und ein Recht auf Asyl für alle wollen. Die unwürdige Abschiebung von Albaner_innen, wie sie auch letzte Woche in Demmin stattgefunden hat, verurteilen wir. Bei der Abschiebungen wurden bestehende Gesetze teilweise ausgehebelt, um schnell abschieben zu können, um ein Exempel zu statuieren. Reiseunfähigkeitsbescheinigungen wurden ignoriert. Menschen die erklärterweise freiwillig gehen wollten wurden zwangsabgeschoben, nachts direkt am Bett wach gemacht und in einem Fall wurde die minderjährige Tochter zurückgelassen, da sie nicht aufgefunden wurde.

Morgen gibt es einen größeren Willkommenstisch für Flüchtlinge und wir stellen uns den Nazis entgegen.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Hier noch ein paar Bilder von letzten Mal:
Zu sehen war der selbe Lautsprecherwagen wie beim 8. Mai

Auf der rechten Seite das Frontbanner der Nazis

Bekannte NeoNazis…