Archiv der Kategorie 'Refugee welcome'

Gedenken an Mohammed Belhadj

Am 22.4.2001 wurde Mohammed Belhadj, ein Aslybewerber aus Algerien, von vier Rassisten am Südufer vom Zarrenthiner Kiessee ermordet. In dieser Zeit hab es viele rechtsextreme Taten und das hat bis heute nicht aufgehört.

Am Nachmittag vom 22.4. 2020 wurden vom „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ zum Blumen am Zarrenthiner Kiessee bei Jarmen abgelegt, wegen Corona nur von zwei Menschen in Vertretung von vielen.
Das war zum ersten Mal ein öffentliches Gedenken am Todesort.
Bis zum nächstes Jahr, dann zum 20. Todestag, soll es viele Gespräche geben und sich für einen dauerhaften Gedenkort eingesetzt werden.

Ganz in der Nähe vom Tatort findet sonst das „Wasted in Jarmen“ statt.

Viele Infos bei Pro Bleiberecht MV

Informativer Artikel im Nordkurier


Das Gedenken war in der Badesanstalt vom Zarrenthiner Kiessee, Der Tatort ist am Südufer (hinten rechts im Bild zu sehen, damals mit dem Auto befahrbar, heute abseits gelegen)

Mohammed Belhadj

Massenlager auflösen – überall * Evakuierung der griechischen Lager * Hier ist Platz * Aktion am 5.4.

Schutz vor Corona: Recht auf Abstand für Flüchtlinge !

Asylsuchende aus Aufnahmeeinrichtungen in die Kommunen umziehen lassen!
Corona-Risikogruppen in Wohnungen einziehen lassen!

Der gesellschaftliche Zusammenhalt wächst in Zeiten von Corona. Zusammenhalt und Solidarität – das muss für Alle gelten. Menschen in Flüchtlingsunterkünften dem Infektionsrisiko mit Corona auszusetzen, während alle denkbaren Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen werden, ist rassistisch. Wir fordern von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern (MV): Vernünftige Asylpolitik statt institutionellem Rassismus!

Unterschreibt die Petition:
https://weact.campact.de/petitions/schutz-vor-corona-recht-auf-abstand-fur-fluchtlinge-in-m-v

05.04.2020
Gemeinsamer bundesweiter Aktionstag zur Evakuierung der griechischen Lager

Am Sonntag setzen wir ein Zeichen. Wir setzen ein Zeichen unseres Protestes vor den Orten, die gerade darüber entscheiden, ob die Menschen auf den Inseln ihrem Schicksal überlassen werden oder nicht. Und wir setzen ein Zeichen an öffentlichen Orten und sagen: Hier ist Platz! Wir kippen Farbe aus, ziehen uns alte Schuhe an, spazieren einzeln im Minutentakt an diesen Orten vorbei und hinterlassen farbige Fußabdrücke. Wir können nicht zeitgleich mit vielen an einem Ort sein und wir werden auf unserer aller Gesundheit achten, aber wir können trotzdem zeigen, dass wir viele sind und unsere Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen.

mehr Infos hier:
https://seebruecke.org/wir-hinterlassen-spuren-leavenoonebehind/

Der 8. Mai und Corona

Noch ist unklar, wie der 8. Mai in Demmin dieses Jahr aussehen wird, doch der Coronavirus wirft seine Schatten voraus. Große Demonstrationen ähnlich wie im letzten Jahr wird es vermutlich nicht geben. Pläne und Vorbereitungen wurden in den letzten Monaten schon viele gemacht und angemeldet. Ein konkreter Aufruf zur Teilnahme an den Protesten ist vorbereitet, aber noch nicht veröffentlicht. Die Nazis haben noch nichts angekündigt. Spätestens Ende April wird mehr Klarheit da sein.

Derzeit wird verstärkt an Ideen gearbeitet, was an Protest / Meinungsäußerungen bei Verbot von Großveranstaltungen noch umgesetzt werden kann. Einige tolle Ideen gibt es schon. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin hatte dazu gerade die erste Telefonkonferenz seit Bestehen, denn auch hier finden keine normalen Gruppentreffen mehr statt.
Vor drei Tagen gab es beispielsweise eine angemeldete Kundgebung in Kiel, mehr Infos hier

Wegen der Corona-Krise dürften keine Grundrechte über den Haufen geworfen werden. Zugriff des Staates auf die Handyortungen ist keine Lösung. Keine Maßnahmen einführen, die danach schwer wieder rückgängig gemacht werden können wie der Bundeswehr-Einsatz im Inneren. Keine autoritäre Strukturen aufbauen. Statt dessen viele Menschen auf Corona testen und andere Maßnahmen zur Eindämmung umsetzen.
Grenzenlos solidarisch sich um andere kümmern ist angesagt, sich gegenseitig helfen und körperlichen Kontakt minimieren, ohne dabei den Lagerkoller zu bekommen. Und Care-Arbeit wie die Arbeiten im Krankenhaus und in der Lebensmittelversorgung sollten gut bezahlt werden, nicht wie in den letzten Jahren kaputtgespart.

In den nächsten Tagen werden wir verstärkt zu Online-Protest aufrufen.

29.03.2020 16 Uhr Hängt Banner raus und beteiligt euch an der Online Aktion der Seebrücke
https://seebruecke.org/

Beteiligt euch an der Petition: Der 8. Mai muss Feiertag werden!
https://weact.campact.de/petitions/petition-der-vielen-diebefreiungfeiern-1

Emailaktion: Schreibt Politiker*innen, dass sie die Lager an den Außengrenzen evakuieren und auflösen müssen.
http://bleiberecht-mv.org/de/2020/03/26/gefluechtete-aufnehmen/

Fordert: Tödliche Exporte verbieten!
https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/toedliche-exporte-verbieten.html

Griechische Lager jetzt evakuieren

8. Mai als Feiertag – gefordert unter anderem von Esther Bejarano

Keine Rüstungsexporte in andere Länder auf der Welt. In der Corona-Krise werden leider immer noch Waffen produziert wie bei Rheinmetall oder Heckler und Koch. Warum produzieren die jetzt keine Beatmungsgeräte für die medizinische Versorgung?

Demo: Nein zu Abschiebungen!

***trotz Corona gehen die Planungen erst mal weiter, genaueres sehen wir zeitnäher***

Am 18. April gibt eine Großdemo in Hamburg gegen Abschiebungen. Wir fahren aus MV gemeinsam mit dem Zug dorthin. Wir fahren mit Bummelbahn und Mecklenburg-Vorpommern-Tickets und setzen auf eine solidarische Fahrtkasse für diejenigen, die wenig Geld haben.

Weiter Infos: bleiberecht-mv.org/18April

Abfahrt Demmin: 9.10 Uhr oder gemeinsam 9:06 Uhr über Stavenhagen, damit wir länger bleiben können (der Bahnhof Demmin ist leider schlecht angebunden…)

andere Abfahrtszeiten:
Strecke Greifswald-Rostock-Schwerin-Hamburg
9.21 Uhr Greifswald | 10.00 Uhr Stralsund | 11.07 Uhr Rostock | 11.29 Uhr Bützow | 12.11 Uhr Schwerin | 12.52 Uhr Boizenburg

Strecke Neubrandenburg-Waren
9.31 Uhr Neubrandenburg | 11.08 Uhr Güstrow | 11.29 Bützow – hier treffen sich die beiden Wege

Weitere
10.30 Uhr Waren (Müritz) | 11.24 Uhr Wismar | 11.32 Uhr Parchim

Wir kommen um 13.38 Uhr in Hamburg an. Wir wissen, dass die Demo eigentlich um 13 Uhr losgeht. Unsere Ankunftszeit ist mit den Organisator*innen in Hamburg abgesprochen.

Vermutlich werden wir mit dem Zug um 18.21 Uhr zurück fahren.

Mittelmeerdialoge in Stavenhagen

Nach 700 Aufführungen der Asyl-Monologe, Asyl-Monologe und NSU-Monologe erzählen die Mittelmeer-Monologe von den politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boote nach Europa wiederfinden, von brutalen “Küstenwachen” und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Meer etwas entgegen setzen.

Dokumentarisches Theater (Organisation Wort und Herzschlag)
- mit anschließendem Publikumsgespräch -

14. März, 19.00 Uhr, Alte Synagoge Stavenhagen
(in Zusammenarbeit mit dem Projekthof Karnitz)
mehr beim Facebook

23.9.: Demo gegen die AfD in Rostock: Gemeinsam Für Vielfalt

Am 23. September möchte die AfD mit einer Demonstration erneut ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen. Diesmal wollen sie durch Evershagen laufen. Doch wir werden das nicht unbeantwortet lassen. Wir möchten gemeinsam mit dir einen bunten, lauten und vielfältigen Protest auf die Beine stellen. Denn Rassismus ist für uns ganz klar keine tragbare Alternative.

Die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben erneut deutlich gemacht, dass wir für Werte, die wir lange für selbstverständlich hielten, wie Humanität, Solidarität, die Gleichberechtigung aller und die Freiheit, wieder kämpfen müssen. Doch wir wollen nicht nur gegen die menschenverachtenden Positionen der AfD auf die Straße gehen. Wir nehmen es auch nicht weiter hin, dass die Politik von der AfD immer weiter nach rechts getrieben wird. Gemeinsam wollen wir für eine Welt auf die Straße gehen, in der alle Menschen gleichwertig sind.Wir setzen uns für ein solidarisches Europa ein, das helfend zur Seite steht, anstatt sich zu isolieren und Menschen ertrinken zu lassen. Wir kämpfen für Freiheit statt Überwachung, für Klimaschutz statt Kohlekraftwerke und für Menschenrechte statt blindem Rassismus.

Nimm deine Freund*innen mit und komm auch du gemeinsam mit uns und unseren Freund*innen von Rostock Nazifrei auf die Straße. Wir sehen uns am 23. September um 17:00 Uhr in der Bertholt-Brecht-Straße/Martin-Andersen-Nexö-Ring 1, 18106 Rostock-Evershagen. Wir gehen dann gemeinsam zu der Demonstration von Rostock Nazifrei.

mehr Infos: https://www.facebook.com/events/2454627174760707/

Twitter


Bild: bildwerk rostock/ Flickr

Unerwünscht – Lesung mit Gespräch – 27.9. Hanse-Bibliothek

Mojtaba und Masoud Sadinam lesen aus „Unerwünscht – Drei Brüder
aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“

27. September 2019 | 19 Uhr
Hanse-Bibliothek Demmin
Pfarrer-Wessels-Str. 1

Der Eintritt ist frei.

Eine Geschichte über Brüderlichkeit, Mut und Menschlichkeit

Die drei Brüder Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam wachsen im Iran der 1980er Jahre als Kinder regimekritischer Eltern auf. Als ihre Mutter bei einer verbotenen Flugblattaktion auffl iegt, müssen sie untertauchen und sind monatelang von der Außenwelt abgeschnitten. Mit Hilfe eines Schleppers wagen sie die Flucht im Sommer 1996. So gelangen sie als 10- und 11-Jährige illegal nach Deutschland. Ohne Geld, ohne Papiere und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, landen sie in einem Auffanglager bei Münster. Doch ihr Asylantrag wird abgelehnt und sie werden zur sofortigen Ausreise aufgefordert.

Wie Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam eine Integration gegen alle Widerstände gelingt, wie ihnen trotz Rückschlägen, bürokratischer Schikanen und eines dramatischen Kampfes gegen die Abschiebung der Sprung aufs Gymnasium mit Einserabitur glückt, wie sie an deutschen Eliteuniversitäten lernen müssen, ihren eigenen Weg zu finden – davon berichten sie aus drei Perspektiven in ihrem Buch „Unerwünscht“.

Es ist ein Flüchtlingsschicksal und die bewegende Geschichte dreier junger Menschen auf der Suche nach Heimat, Freiheit
sowie dem Wunsch, dazuzugehören.

Mehr Informationen zu den Brüdern Sadinam:
http://www.sadinam.de/
https://www.facebook.com/brueder.sadinam/

Organisiert von Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.
und Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Unterstützt von Demminer Bürger e.V. und Hanse-Bibliothek Demmin


Foto: Piper Verlag

24.8.: Unteilbar Dresden

Am 24. August findet die bundesweite #unteilbar Demo mit „We‘ll come United“-Power-Block statt! Seid dabei!

Zur Anreise aus MV sind hier Infos: https://www.facebook.com/events/364616480852217/

mehr Infos:
https://www.unteilbar.org/

4.6. Straßenmusik und mehr – Rotzfreche Asphaltkultur in Demmin

„Wir war’n im letzten Herbst wie eingefroren, 
die große Kälte hatte uns vereist. 
Wir fühlten uns zerschlagen und verloren 
und wie von Gletschern eingekreist.
Doch auch die Kälte geht vorüber, wenn wir wollen
 und bunte Blumen wachsen nicht erst im August.
 Wir werden kämpfen auf den Straßen, dass uns warm wird.
 Ich hab wie Frühling schon ein Kribbeln in der Brust.“

04.06.2019 – Demmin:
von 12 bis 15 Uhr auf dem Luisenplatz,
dem Geselliusplatz und am Marienhain

Die Tour: Greifswald, Usedom, Anklam, Neubrandenburg, Neuruppin/
Brandenburg, Schwerin, Rostock (Die Daten sind auf www.rak-treffen.de)

Gegen die Verschärfung des Polizeigesetzes SOG MV!

Raus zum 8. Mai

Für eine offene, solidarische und ökologische Welt!

Einladung zu den Friedensveranstaltungen am 8. Mai 2019 in Demmin

In Demmin wird viel zu oft nur das Kriegsende angeschaut, nicht die Ursachen. Die schlimmsten Verbrechen begingen die Nazis, unterstützt von weiten Teilen der Bevölkerung. Demmin war Anfang der 1930er eine Hochburg der NSDAP und anderer rechter Parteien. Menschen jüdischen Glaubens verließen schon früh die Stadt, weil sie die antisemitischen Anfeindungen nicht mehr aushielten. Die Menschen wussten um die Verbrechen der Nazis. 1945 erreichten die Schrecken des Krieges Demmin.

Aktive Erinnerungskultur hilft, nie wieder in eine solche Situation zu kommen. Dafür freuen wir uns über jede Unterstützung.

In den letzten Monaten gab es viele Demonstrationen für eine offene, solidarische und ökologische Welt. Trotzdem verändern sich die Strukturen in der Gesellschaft nur langsam. Wir wissen, dass wir einen langen Atem brauchen. Kontinuierliches Agieren zahlt sich aus.

„Denn alles verändert sich, wenn du es veränderst!“

Wir brauchen Lösungen für die sozialen und ökologischen Fragen, damit Menschen überall auf der Welt ein gutes Leben haben können. Dafür brauchen wir keine Überwachung der Gesellschaft, keine Rüstungsexporte, keine Grenzzäune zwischen den Staaten, sondern Begegnungen zwischen Menschen.

Lasst uns gemeinsam am 8. Mai ein Zeichen setzen für den Frieden!

Kommt alle und feiert mit uns den Tag der Befreiung, das Ende des Zweiten Weltkriegs!


Bild: Nils Borgwardt

Der 8. Mai rückt näher – ein Blick zurück

Die Vorbereitungen für dieses Jahr laufen bereits. Einige Pläne sind schon besprochen.

Zuerst ein Blick zurück: Beim letzten 8. Mai waren es gut 1000 Menschen, die sich bunt und vielfältig bei den Protesten am 8. Mai gegen den Naziaufmarsch gezeigt haben – so viele wie noch nie. Mit dem Stadtspaziergang, dem Friedensfest mit Alice Angst, Ole Erik Olafson, Wieder in der Gegend, Lappalie, Restposten, Knurrhahn, Quint and the Sharks und Feine Sahne Fischfilet, dem lautstarken Feierprotest entlang der Nazistrecke und den vielen andere Aktionen ist es gelungen, den Nazis die Laune nachhaltig zu vermiesen. Trotz ihrer Bemühungen stagniert bei ihnen die Zahl der Teilnehmer*innen bei 180. Das war auch nach dem 8. Mai noch spürbar, weswegen wir 2019 daran anknüpfen wollen.

Zwei Filme prägten das Frühjahr: „Über Leben in Demmin“ war der Renner, nicht nur in Demmin.
Das löste viele Diskussionen aus, die noch länger wirken werden. Veranstaltungen zu Trauma, Russenkindern, Aufarbeitung der Geschichte,… wird es auch 2019 geben sowie Unterrichtsmaterial ist in Planung.

„Wildes Herz“ mit der Geschichte von Feine Sahne Fischfilet und Monchi lies die Emotionen steigen, lief in vielen Kinos, aber sollte im lokalen Kino im Besitz der Stadt nicht laufen. Es kam aber doch zur Aufführung in Demmin. Dies lief im Rahmen der Jugendaktionswochen „Stand up Demmöng“, welche neuen Schwung in die selbstbestimmte Jugendbeteiligung brachten mit Projektideen für eine jugendgerechte Stadt.

In der Woldeforst entstand endlich ein Gedenkort für die bei Zwangsarbeit ums Leben gekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen.

AfD und Rechte versuchten im letzten Jahr mit viele Demos und Aktionen, noch mehr Einfluss zu bekommen. Die Ereignisse in Chemnitz waren ein trauriger Höhepunkt von Hetze und Gewalttätigkeiten gegen Geflüchtete und Andersdenkende. In Demmin war es wohl ein Auslöser für den Übergriff Anfang September.

Dagegen gab es vielfältige, zahlreiche Proteste. In Rostock kamen viele zu den erfolgreichen Demos gegen die AfD, deren Demos dadurch immer weniger Teilnehmer*innen hatten. Aber auch in anderen Städten liefen viele Aktivitäten für eine offene und solidarische Gesellschaft. Im Herbst der Solidarität ging es um Seebrücke, Miete, Kohleausstieg und vieles mehr.

Der Rechtsruck ist immer noch da, vom Spurwechsel ist nicht viel zu spüren.
Die Rechte feiert Erfolge in vielen europäischen Ländern, Brasilien, Türkei… und Deutschland exportiert weiter Waffen in Krisenregionen.
Rechte Netzwerke in Behörden wie NSU 2.0 werden öffentlich genauso wie Uniter oder Blutorden.
Die Regierung verschärft weiter die Ausgrenzungs- und Abschieberegelungen für Geflüchtete.

Wir brauchen einen langen Atem.

Wir brauchen Lösungen für die sozialen Fragen, damit Menschen auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr so abgehängt sind. Wir brauchen ein freies Internet, ökologisches Handeln, eine offene und solidarische Gesellschaft.
Wir brauchen nicht noch mehr Kontrolle, nicht noch mehr Durchgriffsmöglichkeiten für die Polizei. Zivilgesellschaft stärken ist angesagt.

Am 8. Mai soll es wieder ein Friedensfest von 16 Uhr bis in den späten Abend im Hafen von Demmin geben. Ab 16.30 Uhr gibt es einen Stadtspaziergang und danach wieder viele Aktionen entlang der Strecke um das Kriegsende zu feiern. Genaueres dazu demnächst.

Hier kommen noch ein paar Links und Bilder vom letzten 8. Mai:

Bildergalerien: 1 234

Nordkurier, Ostseezeitung, NDR-Beitrag ist leider nicht mehr online, Endstation Rechts, BNR und viele mehr.
hier noch mal Nordkurier


Stadtspaziergang – Bild: Georg Schramm


Vielfältiger Protest in der Stadt – Bild: Demmin Nazifrei


Schwimmender Protest – Bild: Georg Schramm


Friedensfest im Hafen – Bild: Georg Schramm


Am Markt gibt es Konfetti, als die Nazis vorbeiziehen – Bild: Nils Borgwardt

Party am 26.12. im Café 3K in Demmin

Zum dritten Mal findet die andere Party am 26.12. im Cafe 3K in Demmin statt.
Diesmal im Programm:

ab 16 Uhr: Clown Flori (mit den bunten Luftballons), Tischkicker, Spiele, sowie Kaffee und Kuchen
ab 18 Uhr: interkulturelle Küche, syrisches und afghanisches Essen, Pizza,…
ab 19 Uhr: Live-Musik aus aller Welt mit Susann und Laura, alle Interessierten dürfen mitmusizieren
ab 20.30 Uhr: Musik und Tanz
um 22 Uhr ist es vorbei

Ort: Clara-Zetkin-Str. 16, Demmin

Eingeladen sind alle:
Weihnachtsgäste, die vielleicht früher einheimisch waren, neugierige Zugezogene, ehemalige Flüchtlinge und Einheimische, die ein wenig Abwechslung wollen.

Unsere Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten und das aus vielen Gründen und Erfahrungen. Hass bringt uns nicht weiter. Doch wie wird die Welt friedlicher? Jeder Einzelne kann in kleinem Rahmen in seinem Wohnumfeld mit Toleranz und Verständigung etwas dazu beitragen anstatt das gesellschaftliche Zusammenwachsen zu gefährden.

Gefördert wird die Veranstaltung von der Ehrenamtsstiftung MV

Das Bundesinnenministerium verschärft leider immer noch die Regeln für Asylbewerber*innen und will schneller abschieben, auch in Kriegsgebiete. Abgelehnte Asylbewerber*innen sollen sogar in Haft. Deswegen gibt es im Café 3K Informationen über das Bürger*innenasyl.

Was geht in Nordsyrien? Ausstellungen und Vortrag über Selbstverwaltung und Frauenprojekte

Was hat der Frühling der Frauen in Rojava mit Demmin zu tun? Dieser Frage widmet sich der Vortrag zweier Referentinnen der Stiftung der Freien Frauen in Rojava (WJAR).
Am 30.10. lädt der Demminer Bürger e. V. in das Café 3K in der Clara-Zetkin-Straße 16 in Demmin ein. Ab 18 Uhr erzählen Annett Bender und Ruken Derya vom Aufbau selbstverwalteter gesellschaftlicher Strukturen in der nordsyrischen Provinz Rojava. Gemeinsam wird im Anschluss darüber diskutiert, welche Impulse der ökologische, feministische und demokratische Aufbau des Frauendorfs „Jinwar“ in Nordsyrien für Demmin und seine Region bietet.

Anlass der Info- und Diskussionsveranstaltung ist die Eröffnung gleich zweier Ausstellungen in Demmin. 3 Wochen lang können Besucher*innen im Café 3K donnerstags bis sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr die Exponate der Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“ anschauen. Parallel dazu wird die Ausstellung „Jinwar – das Dorf der freien Frauen“ gezeigt. Neuer Ort: Kleine Galerie im Marienhain, Demmin.

„Was geht in Nordsyrien?“ ist Teil von Weltwechsel – einer der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern. Weltwechsel wird vom Eine-Welt-Landesnetzwerk koordiniert. Rund 50 Vereine, Initiativen, Stiftungen und Verbände haben über 80 Vorträge, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Theatervorstellungen im gesamten Bundesland organisiert. In diesem Jahr beschäftigen sie sich alle mit Wachstumskritik. Finanziert wird die Reihe von Engagement Global, der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Land Mecklenburg-Vorpommern.
http://www.eine-welt-mv.de/weltwechsel

mehr Infos zu den Ausstellungen: http://rojavafruehlingderfrauen.blogsport.eu und https://jinwar.org/

20.10. Für ein solidarisches Rostock – der AfD zeigen, dass ihre Hetze unerwünscht ist

Die #unteilbar-Demo in Berlin war ein starkes Zeichen. Jetzt gilt es dran zu bleiben und am 20.10. in Rostock wieder zu zeigen: #wirsindmehr
Deswegen unterstützen wir aktiv Rostock nazifrei, schaut euch den Aufruf an:

https://www.facebook.com/events/286610138840475/

12.10. in Stralsund den Rechten entgegentreten

Demmin Nazifrei unterstützt Stralsund für alle:

In Zeiten, in denen in Deutschland progromartige Stimmung herrscht wie in Köthen und Apolda, ist es unsere Pflicht, unser Möglichstes zu tun, um ein klares Zeichen dagegen zu setzen.

Denn auch in Stralsund wollen erneut „besorgte Bürger“, Neonazis und alles, was dazu gehört, durch die historische Altstadt laufen.
Sie wollen ihr rechtes Gedankengut unter die Bevölkerung bringen. Aber nicht mit uns! Wir haben keinen Bock auf noch mehr Naziaufmärsche, die unbeantwortet bleiben.

Deshalb rufen wir auf, am Freitag, den 12.10.2018 um 18uhr mit uns gemeinsam gegen den erneuten Rechtsruck in Stralsund auf die Straße zu gehen.
Wir wollen friedlich, bunt, laut und deutlich mit euch ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Neonazis, gegen tägliche rechte Übergriffe in ganz Deutschland und vor allem FÜR ein weltoffenes und solidarisches Stralsund!

Lasst uns zeigen, dass auch wir präsent sind!

12.10.2018- 18 Uhr vor der Deutschen Bank- 19 Uhr alter Markt

https://www.facebook.com/events/505758589890849/

Am 22.9. in Rostock hinhocken, damit die AfD alt aussieht

Am Samstag wird es in Rostock wohl ziemlich voll und je voller es wird desto weniger kann die AfD sich bewegen. Denn ihre Inhalte speziell an diesem Tag sind rassistisch und nationalistisch. Und das liegt nicht nur daran, dass die sächsische AfD mobilisiert oder Björn Höcke reden will. Generell fällt gerade die schon länger nur scheinbar aufrechterhaltene Trennlinie zwischen AfD und der ganz rechten Nazisszene. Björn Höcke allein hält aber auch sehr heftige Reden und in seinem Buch schreibt er (hier kommen jetzt Textpassagen aus einem Artikel von Andreas Kemper) über die „Volksopposition“ (zu der er auch „remonstrierende“ Beamte zählt) und die Renovation (sprich „Revolution“).
Höckes faschistische Agenda lässt sich als ein völkischer Machiavellismus beschreiben. Zu den machiavellistischen Elementen zählen u.a.
- der Verfassungskreislauf als Geschichtsrad;
- die Bejahung von Grausamkeit als politisches Mittel und die Ablehnung von moralischen Maßstäben;
- die Annahme einer Machtenergie („virtù“), die im Volk vorhanden sei, sich aber in einzelnen Führern („uomo virtuoso“) besonders manifestiert;
- eine Geschlechterpolarität, die durch das Herkules-Bild symbolisiert wird

Beim Kyffhäusertreffen erklärt Höcke, dass nun die Zeit des Wolfes sei. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und tausend Patrioten würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen. Schon zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme „des Volkes“ zur Rechenschaft gezogen werden würden.

Zu diesen Themen positioniert sich die AfD im Demminer Raum nicht so gerne. Sie hat einige moderate Mitglieder aber auch Hardliner, gibt sich öffentlich handzahm und macht Diskussionsveranstaltung zur allgemeinen Bildung. Da gibt es viel aufzuklären.

Also am 22.9. auf nach Rostock der AfD entgegentreten.

Ab 14 Uhr am Doberaner Platz und an anderen Orten in der Innenstadt von Rostock
ab 15:30 Uhr, am Steintor mit viel Musik:
Roter Hering, Amir und Band, Die Blowboys, Mauler und Admission Reduced and Mc Fly

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

Heute um 18 Uhr: Kundgebung gegen Fremdenhass und Gewalt, für eine offene und solidarische Gesellschaft!

Heute wollen wir ein Zeichen setzen gegen den Rassismus. Auch heute sagten einige Geflüchtete, dass sie auf der Strasse in Demmin unschöne Bemerkungen und Blicke bekommen haben… Syrische Kinder haben gerade Angst, abends auf die Strassen von Demmin zu gehen. Und nachts gehen ihnen immer noch die Bilder vom Krieg durch den Kopf, von den Bomben des Assad-Regimes. Sie sind gekommen um Sicherheit zu haben, nicht um angepöbelt zu werden. Aber die Hetze gegen Geflüchtete nimmt zu, egal ob Chemnitz, Plauen, Köthen oder sonstwo. und die AfD ist immer vorne dabei.
Deswegen müssen wir aufstehen.

Kommt um 18 Uhr zum Luisenplatz in Demmin!


#wir sind mehr #genug ist genug


Ein paar Bilder aus dem interkulturellen Café 3K

22.9: In Rostock der AFD entgegentreten

Wir schließen uns dem Aufruf von Rostock Nazifrei an und werden am 22.9. auch mit vor Ort aktiv der AfD entgegentreten.

#hro2209 #hinhocken

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/Rostockfueralle/
und hier: https://rostock.blackblogs.org/

10.9.: Gegen Fremdenhass und Gewalt! Für eine offene und solidarische Gesellschaft! Kundgebung am 10.9. um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin

In der Nacht von Mi., 5.9. auf Do., 6.9. gab es in Demmin einen rassistischen Übergriff auf eine syrische Familie. Um 1.15 Uhr klopften und schlugen zwei Männer gegen Fenster und Türen einer Wohnung in der Rosestraße und riefen, dass die Familie „abhauen und in ihr Land zurückkehren“ soll. Durch die Schläge öffnete sich ein Fenster. Einer der Täter beugte sich durch das Fenster, ergriff den schlafenden 13-jährigen Jungen, der unter dem Fenster auf einer Couch lag, an der Schulter und erschreckte ihn. Die Mutter konnte die Angreifer zurückdrängen; der Vater war geschäftlich unterwegs. Einer der Männer pisste dann noch an die Haustür. Die Polizei sucht jetzt die Täter. Die Mutter und die zwei Kinder erlitten einen Schock und kamen ins Krankenhaus.

Dieser Vorfall reiht sich ein in die vielen rassistischen Vorfälle, die es die letzten Wochen gab, in Chemnitz aber auch an vielen anderen Orten.

Grund genug jetzt auf die Straße zu gehen und klar zu sagen, dass diese Übergriffe nicht geduldet werden. Das Problem heißt Rassismus. Refugee welcome!

Kommt zur Kundgebung am 10.9.2018 um 18 Uhr am Luisenplatz in Demmin.

#wirsindmehr #enoughisenough

Nordkurierartikel dazu

6. Mai Filmabend „Als Paul übers Meer kam“

6. Mai um 19 Uhr im Lübecker Speicher Demmin

Die Dokumentation „Als Paul übers Meer kam“ erzählt die bewegende Geschichte einer Flucht und einer außergewöhnlichen Freundschaft. Regisseur und Grimme-Preisträger Jakob Preuss hat in dem mehrfach preisgekrönten Film die Flucht von Paul Nkamani aus Kamerun nach Europa begleitet. Mit seinem Porträt über Herrn Nkamani ist dem Regisseur ein aufwühlender Film gelungen. In persönlichen und teils erschütternden Bildern berichtet der Film von den Gefahren, die Flüchtlinge in Kauf nehmen, um in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Dabei erzählt „Als Paul über das Meer kam -Tagebuch einer Begegnung“ auch von den eigenen Widersprüchen, die Preuss durchlebt, als ihm klar wird, dass er seine professionelle Distanz überwinden muss. Viereinhalb Jahre nachdem Paul Nkamani seine Heimat Kamerun verlassen hat, findet er ein Zuhause bei den Eltern von Preuss.

Der Filmabend findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Sonntag, den 6. Mai 2018, um 19 Uhr in Demmin im Lübecker Speicher, Am Bollwerk, statt (Eintritt frei).
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem international für Menschenrechte und Pressefreiheit aktiven Regisseur Jakob Preuss ins Gespräch zu kommen.

14.11., Film mit Gesprächsrunde in NB: „Deportation Class“

14.November, 18:00, Café International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg

Wenn ein Land als sicher deklariert wird, dann dürfen deutsche Behörden Asylbewerber dorthin abschieben. Was die deutsche Abschiebepraxis für die betroffenen Flüchtlinge – aber auch für die ausführenden Polizeibeamten bedeutet, zeigt die Dokumentation „Deportation Class“ in erschreckend nüchternen Bildern. Die kostenfreie Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde und die Möglichkeit sich zu informieren.
Anwesend sind:
Menschen von Pro Bleiberecht und eine Aktivistin, die bei den Protesten und Blockaden gegen die Abschiebung in Rostock-Laage dabei war.

https://www.facebook.com/events/698866790502506/

Bei den Weltwechseltagen gibt es noch mehr interessante Veranstaltungen, schaut rein:

We’ll Come United, Samstag, 16.9. in Berlin

Aus Demmin gibt e eine gemeinsame Anreise, schreibt uns bei Interesse an.

31.5. Veranstaltung: Die Furcht vor dem Fremden

Ein Informations- und Gesprächsabend über den Nahen Osten, den Islam und Mus­lime in Mecklenburg-Vorpommern.

31. Mai 2017, 18 Uhr, Lübecker Speicher, Am Bollwerk 5, Demmin

Die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge aus dem Nahen Osten in Deutschland polarisiert das Land. Während viele Bürger sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, gibt es nicht wenige, die das Geschehen mit Sorge beobachten: Warum tragen Frauen Schleier oder Kopftuch? Sind Muslime besonders anfällig für eine Radikalisierung? Können sie in großer Zahl dauerhaft mit anderen Religionen und Weltanschauungen friedlich und gleichberechtigt zusammenleben? Vor wem oder was sind sie geflüchtet?

Wenn auch in Mecklenburg-Vorpommern relativ wenige Geflüchtete untergebracht sind, so stellen sich Bürger auch hier Fragen nach dem Hintergrund von Menschen und Mächten im Nahen Osten. Wir laden Sie herzlich zu einem Gespräch mit Prof. em. Dr. Rösel ein und bitten Sie, Ihre Fragen zum Themenkomplex Islam und Naher Osten einzubringen.

Zum Referenten:
Jakob Rösel war Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock und gilt als Kenner von Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens sowie Südasiens. Viele Länder in diesen Regionen kennt er von Reisen persönlich.

Eine Veranstaltung vom Demokratieladen Anklam in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

20. Mai in Schwerin: Afghanistan ist nicht sicher!

Auch aus Demmin gibt es eine gemeinsame Anreise nach Schwerin. Meldet euch bei Interesse beim interkulturellen Café 3K, Clara-Zetkin-Str. 16 oder bei uns.

Mehr Infos gibt es auch bei http://afghanistanmv.blogsport.eu/

Proteste zum politischen Aschermittwoch der CDU

Über 50 Menschen demonstrierten gestern vor dem Hotel Trebeltal gegen die Abschiebung in Krisengebiete, statt dessen die wirklichen Fluchtursachen zu bekämpfen und nicht nur Symptome anzugehen, sowie das Leid an den Grenzen von Europa zu beenden. Im Hotel zelebrierte die CDU mit Merkel, de Maizière, Caffier und den anderen, welche die aktuelle Flüchtlingspolitik zu verantworten haben, ihren politischen Aschermittwoch.
Außen auf der Kundgebung sprach unter anderem ein Afghane, der als Übersetzer für die NATO gearbeitet hat und dessen Ex-Frau von den Taliban entführt und umgebracht wurde. Eine seiner Tochter musste er auch von den Taliban freikaufen. Aber er hat keine Erlaubnis, seine Kinder nach Deutschland zu holen.
Auf der Kundgebung waren neben den Afghanen auch Menschen aus Mauretanien, Syrien und anderen Ländern.

Am 8. März geht es weiter mit den Protesten vor dem Landtag in Schwerin. In der Landtagssitzung ist die Flüchtlingspolitik dann Thema und es wird ab 8 Uhr einen Infotisch mit Einladung an die Verantwortlichen zum Gespräch geben und ab 17 Uhr eine Kundgebung: http://afghanistanmv.blogsport.eu/protest/aktionen-zur-landtagssitzung-am-8-maerz/

Info-Blatt: Findet wirklich eine ausreichende Einzelprüfung vor den Abschiebungen statt?

Gleiche Rechte für alle Menschen

Warum gibt es fast keine legale Möglichkeit für Geflüchtete nach Europa zu kommen? Auch viele in der SPD stellen sich diese Fragen wie Gesine Schwan Doch bis jetzt wird die Abschottung von Europa weiter ausgebaut, dafür braucht es nicht einmal Trump.
Zeigen wir morgen am Aschermittwoch Angela Merkel und Lorenz Caffier, dass ihr aktuelles Agieren die Probleme nur verschärft, nicht verbessert.

Ein kleiner Erfolg der Proteste gegen die Abschiebungen nach Afghanistan ist vielleicht dadurch erkennbar, dass keiner der drei Extra-Flieger, die seit Mitte Dezember losgeflogen, vollbesetzt war und jedesmal weniger Menschen abgeschoben werden konnten, im letzten waren es nur 18 von 50.

Beim Diskutieren auf der Strasse hört mensch immer wieder das Argument, dass die Geflüchteten nur kommen, um von unserem „hart erarbeiteten Wohlstand“ was abzubekommen. Die Zeit der Kolonisation wird oft ausgeblendet. dabei hat die nicht nur bestehende Sozialstrukturen in den besetzten Ländern zerstört. Die wirtschaftliche Ausbeutung hält bis heute an, schon durch die geringen Löhne wie in der Textilindustrie oder durch die Erze, die Europa sehr billig einkaufen kann. Dadurch konnte sich in anderen Teilen der Welt kaum eine Wohlstand in der Bevölkerung entstehen.

Weitere Infos:
http://facebook.com/afghanistanmv/
http://50ausidomeni.de/

Kundgebung am Aschermittwoch in Demmin: Keine Abschiebung in Kriegsgebiete! Flüchtlingsleid an den Grenzen von Europa beenden!

Geflüchtete kommen nicht ohne Grund nach Europa. Weltweit gibt es immer mehr Kriege. Nicht nur in Afghanistan ist die Situation unsicher. Mali und weitere Staaten sind dauerhaft im Kriegszustand. Menschen fliehen aber auch aus Staaten, in denen Menschenrechtsverletzungen Standard sind. Die wirtschaftliche Lage wird in Afrika durch die Handelsverträge mit der EU verschlimmert. Klimaveränderungen werden weltweit spürbar. Die Lebensgrundlage in vielen Regionen der Welt sinkt. Primär sollten Fluchtursachen bekämpft werden, derzeit findet aber nur ein Flüchtlingsmanagement statt. Lösungen müssen gefunden werden, aber nicht auf dem militärischen Weg. Dadurch werden die Konflikte nur angeschürt.

Vor 80 Jahren waren auch in Europa viele Menschen auf der Flucht, um ihr Leben zu retten. Asylrecht ist ein Ergebnis aus diesen Erfahrungen und darf nicht noch weiter aufgehoben werden.
Derzeit sind die Bedingungen schon so verschärft worden, dass kaum ein Flüchtling eine Chance auf Asyl hat. Die neue Dublin-Verordnung soll es noch schwerer machen.
Auf der Suche nach Sicherheit scheitern sie an den Außengrenzen von Europa, hängen auf der Balkanroute unter widrigen Bedingungen fest oder sterben im Mittelmeer. Die wenigen, die es nach Europa schaffen wird oft die Familienzusammenführung erschwert oder unmöglich gemacht. Statt dessen werden Menschen, die hier Wurzeln geschlagen haben, in ein unsicheres Umfeld abgeschoben.

Geflüchtete, die in Griechenland unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, können in MV noch genug leerstehende Wohnungen finden. Deutschland hat schon vor drei Jahren zugesagt, Griechenland zu entlasten, umgesetzt wird es aber nur schleppend (Relocation Programme).

Innenminister Caffier: Stoppen sie die Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Kriegsgebiete. Sie haben die Möglichkeit dazu.

Kommt zur Kundgebung am 1.3.2017 von 15 Uhr bis 17 Uhr vor dem Hotel Trebeltal, Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg, 17109 Demmin


Demminer*innen waren auxh anwesend bei der Kundgebung am 11.2. in Rostock

Erster Eindruck von der Mahnwache gegen Abschiebung von heute

Heute waren 50 Menschen auf der Mahnwache in Demmin gegen die Abschiebung nach Afghanistan.
In den Reden wurde darauf eingegangen, dass es nicht nur um Afghanistan geht, sondern dass es auch in anderen Staaten Bürgerkrieg gibt, aber die Regierung trotzdem dorthin abschieben will. Am Rande gab es leider wieder die üblichen Pöbeleien von Autofahrer*innen, die meinten, das Pack soll nicht vor dem Krieg fliehen sondern kämpfen. Doch Krieg ist immer schrecklich.

Hier ein kurzer Eindruck:

Eindrücke von den anderen Mahnwachen in MV gibt es hier: http://afghanistanmv.blogsport.eu/

Mahnwachen gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 14.1.

Trotz Krieg und Bundeswehreinsatz in Afghanistan hob am 14.12.16 der erste Flieger nach Afghansistan in Hamburg ab, um Flüchtlinge zurück zu bringen. Doch die Sitution in Afghanistan ist nicht dafür geeignet, dass Menschen dort sicher leben. In der Bundesregierung ist es anscheinend aber gerade wichtig, die Flüchtlinge los zu werden, weil die Rassist_innen laut geworden sind. Also werden Grundsätze und Erfahrungen aus der Geschichte vergessen und fleißig der Weg zur Abschiebung bereitet.

Dagegen rührt sich Widerstand und am Samstag sollen an 14 Orten in MV Mahnwachen stattfinden.
In Demmin gibt es eine Mahnwache von 10 Uhr bis 11 Uhr auf dem Luisenplatz .

Weitere Infos zu den Landesweiten Mahnwachen, organisiert von vielen Gruppen, koordiniert vom Flüchtlingsrat MV, findet ihr hier:

http://afghanistanmv.blogsport.eu/

https://www.facebook.com/afghanistanmv/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

„Afghanistan ist nicht sicher. Die deutsche Regierung schließt ihre eigene Botschaft und gibt Reisewarnungen für Deutsche heraus. Uns schickt man aber dorthin zurück. Sind unsere Leben weniger schützenswert?“, so Mohamed, Aktivist im Netzwerk.

Abschiebungen stoppen! Fluchtursachen bekämpfen! Demo am 26.11. in Rostock

Viele erinnern sich bestimmt an die Situation vor einem Jahr, als Millionen Menschen gezwungen waren aus ihren Heimatländern zu fliehen. Für tausende war Rostock eine Station ihrer Fluchtroute; viele machten sich über den Fährhafen weiter auf den Weg nach Skandinavien. Diese und zahlreiche weitere Schutzsuchende sollen nun zurückgeführt und in ihre Erstaufnahmeländer, oder direkt zurück in den Krieg, abgeschoben werden. Menschlichkeit sieht anders aus!
Ob von islamistischen Gruppen terrorisiert, wegen der ethnischen Herkunft vom sozialen und wirtschaftlichen Leben ausgegrenzt oder von internationalen Konzernen ausgebeutet – für ein menschlicheres Leben bietet sich keine andere Perspektive als die Flucht.
Bleiben darf, wer profitabel ist. Alle anderen werden zurück ins Elend geschickt. Es wird wohl nicht lange dauern, wenn von „Rückführungen“ betroffene Geflüchtete am Fährhafen ankommen und mit ziemlicher Sicherheit direkt über den Flughafen Rostock-Laage weiter geschoben werden. Solch einer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit werden wir nicht tatenlos zuschauen.
Fordert mit uns ein „Bleiberecht für alle!“ – bis kein Mensch mehr zur Flucht gezwungen ist und bis sich alle niederlassen können wo sie wollen!

Refugees welcome!

Kommt zur Demo am Samstag, 26.11. von 13:00 – 17:00 Uhr
Start: Rostock Hbf