Archiv der Kategorie 'Refugee welcome'

„Wir wollen Frieden und Glück“ – Aufruf zur Flüchtlingskundgebung für Flüchtlingsrechte und gegen Rassismus

30.05.2015 | 13 Uhr 30 | Rathaus – Güstrow

Wir, eine Gruppe Güstrower Flüchtlinge, haben uns zusammengeschlossen, weil wir nicht länger am Rand stehen wollen, während über uns und unsere Situation geredet wird. Im Gegenteil, wir wollen mitreden und die Situation der Flüchtlinge in Güstrow aus unserer Sicht schildern und mithelfen, diese zu verbessern.

Seit fast zwei Jahren sind Flüchtlinge in Güstrow untergebracht. Rassismus ist Alltag für uns in Güstrow. Immer wieder gibt es Demonstrationen neonazistischer Gruppen und Parteien gegen uns. Sie versuchen mit rassistischen Parolen in der Bevölkerung Stimmung gegen uns zu machen. Immer wieder werden wir auf der Straße und in Geschäften rassistisch beschimpft oder sogar bedroht. Aber auch bei Behördengängen wird uns oft kein Respekt und Vertrauen entgegengebracht. Das alles führt dazu, dass viele von uns sich in Güstrow nicht glücklich und sicher fühlen.

Aus diesem Grund wollen wir am 30.05.2015 ein klares Signal gegen Rassismus und für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben aller Güstrower und Güstrowerinnen setzen.

Wir wünschen uns ein sicheres und friedliches Leben in Deutschland. Wir sind bereit, uns auch als Bürger und Bürgerinnen Güstrows einzubringen, aber wir fordern von der Politik und der Bevölkerung, dass uns die Chance gegeben wird, am öffentlichen und sozialen Leben als vollwertige Mitglieder teilzunehmen.

Wir wollen Deutsch lernen, eine Ausbildung machen oder eine Arbeit finden. Die Gesetze und die vielen Einschränkungen im Alltag lassen das aber derzeit nicht zu. Viele von uns werden krank durch die fehlende Privatsphäre, die ungewisse Perspektive und Aufgabenlosigkeit sowie die oft traumatischen Erfahrungen in unserer Heimat und auf der Flucht. Um hier anzukommen und unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten, haben wir folgende Forderungen aufgestellt:

Wir fordern für alle Geflüchteten in Güstrow:

• Ein klares Bekenntnis der Stadt zu den Flüchtlingen
• Internetzugang in allen Heimen
• Mehr Platz pro Person in den Heimen (jedem von uns stehen nur 6 m² zu)
• Mehr Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen in den Heimen und für dezentrale Flüchtlinge
• Mehr professionelle und bezahlte Dolmetscher und Dolmetscherinnen für Arztbesuche und Behördengänge
• Langfristig fordern wir Flüchtlinge in Wohnungen statt in Heimen unterzubringen

Wir fordern von der Regierung und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
• Schnellere Bearbeitung der Asylverfahren (oft Wartezeiten bis zum Anhörungstermin von über 9 Monaten)
• Dass von jedem, der in Deutschland Asyl sucht, die Fluchtgründe angehört werden sowie ein Ende des Dublin-Systems
• Keine Abschiebungen – ob innerhalb der EU oder in unsere Herkunftsländer
• Besserer Zugang zu Arbeit/Ausbildung/Praktika
• Eine gleichwertige medizinische Versorgung
• Deutschkurse für alle vom ersten Tag an
• Einfacherer und schnellerer Familiennachzug

Heute NPD-Demo in Waren (Müritz) um 9.30 Uhr auf dem Neuen Markt / Demo von Geflüchteten am 30. Mai in Güstrow

Kurzfristig haben die Nazis in Waren jetzt etwas angemeldet.
Unter dem Titel „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt – unsere Dörfer und Städte haben genug eigene Probleme“ wollen sie heute eine Kundgebung auf dem Neuen Markt abhalten. Das Thema haben sie gewechselt. Ursprünglich wollte Chris Knaak mit seinen Kamerad_innen am Samstag, 16. Mai „gegen System und Kapital“ auflaufen. Siehe auch Nordkurier. Der Mega-Event wird es wohl nicht werden. Trotzdem ist es wichtig gegen das NaziTreiben aktiv zu sein. SPD und Linke haben Mahnwachen angekündigt.

Nachtrag: Am Donnerstag sind die Nazis von 9 Uhr bis 11 Uhr in Stavenhagen auf dem Markt mit gleichem Inhalt. Und das ist wohl auch eher ein Infostand, der als Kundgebung angemeldet ist.

Übrigens:
Eigene Akzente setzen Geflüchtete am 30. Mai in Güstrow und organisieren eine Kundgebung mit anschließendem Info-Nachmittag in der Südstadt. Mehr dazu demnächst.

Kritik am Dialog mit MVgida

Kein Dialog mit Nazis und Rassist*innen – das fordern zehn Bündnisse, Organisationen und Initiativen in MV in einem Appell. Hier die gemeinsame Erklärung:

Am Montag, dem 2.2.2015 fand in Schwerin ein sogenannter „Offener Dialog“ zwischen Gegner*innen und Befürworter*innen der MVgida Demonstrationen statt; ein weiterer soll wohl am Dienstag, den 17.2.2015 stattfinden. Wir distanzieren uns klar von dieser Veranstaltung und jedem „Dialog-Angebot“ an MVgida, der zuletzt eine Vielzahl direkter Verbindungen zu NPD und Neonazikameradschaften nachgewiesen wurde.

Wir sind es Leid, dass die sog. „Ängste und Sorgen“ von Nazis und Rassist*innen durch Dialoge ernst genommen werden sollen. Wir setzen uns dafür ein, die Ängste und Sorgen von Betroffenen rassistischer Gewalt durch Nazis und anderer Rassist*innen ernst zu nehmen!

Außerdem ist es völlig klar, dass durch Dialogangebote an Nazis der NPD-Strategie der Wortergreifung ein Scheunentor geöffnet wird. Es ist naiv zu glauben, dass die Gespräche nicht für Propaganda missbraucht würden. Welches Ziel es haben kann, mit Brandstifter*innen und anderen Rechtsradikalen zu diskutieren, ist für uns völlig unklar. Wir fordern die Organisator*innen dieses Dialogs auf, von weiteren Veranstaltungen dieser Art abzusehen! Wir fordern alle demokratisch gesinnten Personen auf, nicht zu diesen Veranstaltungen zu gehen!

Unser Ziel ist nicht der Dialog mit Tätern. Vielmehr ist es unser Ziel Betroffene von rassistischer Bedrohung und Gewalt zu schützen. Daher sollen MVgida Demonstrationen möglichst verhindert werden.

Unterzeichner*innen:
Lola für Ludwigslust (Amadeu Antonio Stiftung), Bündnis Vorpommern-weltoffen-demokratisch-bunt, Aktionsbündnis 8. Mai Demmin, VVN-BdA (Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), AKL-MV (Die Linke), Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende vom Flüchtlingsrat MV, Andreas Katz, Vorsitzender vom Landesverband MV B90/Grüne, Villa Kunterbündnis Güstrow, Migranet MV, Antirassistische Initiative Rostock, Stralsund Nazifrei, Rostock Nazifrei

Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin ist heute wieder bei den Protesten in Stralsund dabei. Weitere Infos zu den Protesten direkt bei Stralsund Nazifrei

Zur Einstimmung auf die Aktionen gibt es hier ein tolles Video

Ich möchte vergessen können

Ein Film über den Alltag von Asylbewerber_innen, die Erfahrungen, die sie in ihrer Vergangenheit gemacht haben und warum sie jetzt hier sind.

Ein Projekt vom proVie Theater
Der Verein trommelt und kocht mit Flüchtlingen und nimmt sie mit in die Schulen.

Mahnwache vom Demminer Aktionsbündnis am 19.1. in Stralsund gegen MVgida

Wer einen Blick auf die Veranstalter_innen und auf die Demonstrationsteilnehmer_innen von MVgida wirft, kann unschwer erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Bewegung besorgter Bürger_innen handelt, sondern um Menschen mit klarem rassistischen Gedankengut und einer Gegenhaltung zu allem, was sie als fremd empfinden.
Wir werden nicht dulden, dass MVgida diese menschenverachtende Politik auf die Straße trägt.

Menschen vom Demminer Aktionsbündnis 8. Mai werden auch vor Ort sein und mit einer Mahnwache ab 17.30 beim Hauptbahnhof (Triebseer Damm/Jungfernstieg) die Anreisenden empfangen.

MVgida hat für ihren „Spaziergang“ morgen um 18.30 einen neuen Treffpunkt: “An den Bleichen”Eecke “Friedrich-Engels-Straße”
Weitere Infos zum Streckenverlauf und allgemein demnächst bei Stralsund Nazifrei

Remembering Khaled Idris Bahray

MV für alle! Am Montag, 19.1. in Stralsund MVGIDA stoppen.

Letzten Montag demonstrierte MVGIDA in Schwerin und Stralsund. Sie hetzten gegen Ausländer, beklagten sich über die Lügenpresse und weiteres. Aber vor allem war sichtbar, dass die Orga weitgehend von der NPD gestellt wurde und sehr viele Neonazis mitgelaufen sind, die gerne handfest zuschlugen, wenn die dazu Gelegenheit hatten. Aber es gelangen auch mehrere Blockaden ihrer „Abendspaziergänge“. In Stralsund mussten sie vorzeitig abbrechen, die Altstadt erreichten sie nicht.

Ist Pegida in MV nur eine Frischzellenkur für die stagnierende NPD?

Diesen Montag wollen sie wieder um 18.30 Uhr laufen, diesmal nur in Stralsund. Starten wollen sie in Knieper West beim Trelleborger Platz.
Stellen wir uns ihnen entgegen. Gegen ihre menschenfeindlichen Vorbehalte, für eine offene Gesellschaft der Solidarität.


Diese drei Bilder sind vom letzten Montag in Stralsund.

Hier standen sich MVGIDA und die Demonstrierenden direkt gegenüber.


Blockade am Frankendamm

Das Demminer Aktionsbündnis 8. Mai wird am Montag, 19.10, auch in Stralsund sein und organisiert unter anderem eine Mahnwache, weiteres dazu demnächst.

Mehr Infos bei Stralsund Nazifrei

Weitere Infos zum Fackelmarsch in Güstrow am 18.10.

Unter dem Motto „Kinder sind unsere Zukunft“ will die Initiative „Güstrow wehrt sich gegen Asylmissbrauch“ am Samstag ab 16.30 am Rathaus startend einen „Fackelumzug für groß und klein ohne Gewalt gegen Asylmissbrauch“ veranstalten, zu dem es bei facebook schon 93 Zusagen gibt. Ganz unpolitisch wollen die Nazis so mir ihren Inhalten Akzeptanz finden.
Damit dies nicht gelingt, hat sich ein breites Bündnis gebildet aus Gewerkschaften, antirassistischen Gruppen, Parteien, Einzelpersonen sowie Bündnissen gegen rechts aus anderen Bereichen von MV.
Um 13 Uhr startet in Güstrow ein Herbstfest am Pferdemarkt. Ein vielfältiges Programm gibt es am Nachmittag bis in den Abend hinein, bei dem auch über die Lebenssituation von Flüchtlingen informiert wird. Auf dem Markt und am Borwinbrunnen gibt es jeweils eine Mahnwache.

Refugee welcome

Das Ziel der Nazis ist vermutlich das neu entstehende, dritte Flüchtlingsheim in der Südstadt. In dem leergezogenen Wohnblock in der Werner-Seelenbinder-Straße 9-12 ist der Bezug ist ab dem 1. Dezember vorgesehen. Angemeldet ist der Fackelmarsch bis 23 Uhr. Mal schauen, ob ihnen nicht vorher die Puste / die Fackeln ausgehen.
Auf dem Herbstfest ist als ein Programmpunkt auch buntes Geistertreiben angesagt.

Nachtrag: Das Herbstfest war schon lange geplant und wird durch den Anlass ein wenig vergrößert.
Die Nazis in Güstrow hetzten schon im letzten Jahr intensiv gegen die Flüchlinge und wollen vermutlich mit dem Fackelmarsch das Herbstfest stören. So viele wie März 2013 beim Marsch gegen das Flüchtlingsheim in Güstrow-Dettmannsdorf werden es wohl nicht werden.

Rückblick auf „Zeit im Zelt“

Das „Flüchtlingszelt“ wurde auf dem Markt zu einem richtigen Anlaufpunkt, vor allem am Freitag Nachmittag, am 3. Oktober. Die Projekt-Akteure waren überrascht, dass auf dem Markt viele Nicht-Deutsche „flanierten“ und das Zelt besuchten. Auch viele Anwohner_innen kamen vorbei und informierten sich.
Die Bilder sind vom Donnerstag Nachmittag auf dem Markt:

Musiker, ein Seilkünstler und Kinder am Zelt zeigten am Zelt, was sie können.

Ab Montag, 29.9. war das Zelt vor der Pestalozzischule aufgestellt und vormittags überfüllt mit Schüler_innen. Nachmittags war es ruhiger. Dafür war dann aber auch möglich vieles im Detail mit den anwesenden Interessierten zu besprechen. Am Dienstag besuchte eine syrische Familie das Zelt für längere Zeit und kam auch am Donnerstag Nachmittag auf den Markt mit Selbstgebackenem.

Schon ab Montag gab es pöbelnde Autofahrer_innen und nen Böller in Richtung vom Zelt.
Nach der Attacke in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, bei der ein paar Seile vom Zelt durchgeschnitten wurden, stimmte dann doch das Rathaus nach stärkerer Intervention zu, dass das Zelt schon ab Donnerstag Nachmittag auf den Marktplatz durfte, was davor abgelehnt wurde.
Am Freitag tauchten dann den ganzen Tag über ein paar örtliche Nazis auf, die teilweise auch schon die Woche über gesichtet wurden. Kurz vor dem Abbau wurden dann 8 bis 9 Glatzen in dunklen Thor Steinar Klamotten anstrengend, die sich dem Zelt näherten und nervten, sich dann aber nicht trauten öffentlich mehr zu machen.

Das Projekt als interkultureller Treffpunkt auf dem Markt wurde von allen Anwesenden als richtig und ermutigend empfunden.
Den Akteuren wurde Mut zu gesprochen, solche Aktionen zu wiederholen – gegen den Widerstand einiger Gruppierungen.

Weitere Infos bei proVie

Nordkurier: Zelt findet Zulauf ­– auch unerwünschten

Das „Flüchtlingszelt“ ist am Freitag auf dem Marktplatz

Als Reaktion auf den rassitischen Vereitlungsversuch von der Information über Flüchtlinge wird jetzt das Projekt „Zeit im Zelt“ am Freitag, 3. Oktober auf dem Marktplatz in Demmin sein, was ursprünglich vom städtischen Ordnungsamt nicht gewollt war.
Wir lassen uns nicht einschüchtern sondern zeigen Flagge.

Morgen, am Donnerstag, um 14 Uhr wird an der Pestalozzischule eine syrische Familie vor Ort ein mit selbstgemachtem Gebackenen und freut sich über Interessiertre, die kommen wollen.

Gegen jede Form der Diskriminierung, Refugees welcome!

Rassistische Attacke in Demmin

Heute Nacht wurden an dem Zelt, in dem zur Zeit über die Situation der Flüchlinge in Demmin informiert wird , einige Seile durchgeschnitten, wodurch das Zelt teilweise in sich zusammenfiel.
Wer außer Rassist_innen sollte den ein Interesse an der Sabotage der Veranstalungen des proVie-Theater vor der Pestalozzischule in Demmin haben.

Die Veranstaltungen gingen heute im Zelt trotzdem weiter. Über weitere Reaktionen auf die Attacke wird noch beraten.

Siehe dazu auch den Artikel im Nordkurier.

Weitere Infos folgen

Afrika – Lampedusa – Migration: ein interkultureller Treffpunkt in Demmin

Vom 29.9.-3.10. stellt das proVie-Theater in Demmin ein Zirkuszelt auf und will die Stadt „rocken“. Informatioen über unsere ausländischen Mitbürger_innen, Diskussionen über Asylrechtsfragen, Musik machen und eine gute Zeit verbringen sind das Programm.
Immer von 9 – 17 Uhr in der Schützenstr., neben der Pestalozzischule.

Wer dort selbst Mucke machen oder mit den proVie-Menschen zusammen Musik machen will, meldet sich einfach bei proVie.
Jede andere Form der Unterstützung ist genauso willkommen, um in Demmin etwas zu bewegen.

Kontakt: www.provie-theater.de
Tel. 0157/88875901 und info@provie-theater.de
Hohenbüssow Speicher 2A, 17129 Alt Tellin

Isolation aufbrechen! Kundgebung und Solifest am 29.3. vor dem Lager Horst

Dazu eine passenden Beitrag von Deutschlandradio Kultur: Rechts ist in der Mitte
Gibt es einen geeigneten Ort für Mahnwachen vor der Mitte?

Und heute Abend eine Lesung und Diskussion in Anklam: OhneMacht

Keine Rassist_innen in die Parlamente

Zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind auf den Listen in Demmin und Demmin-Land keine Vertreter_innen der NPD, auch keine der AFD. Dies betrifft nicht nur die kommunalen Parlamente sondern auch die Wahlen zu den Bürgermeister_innen.
Das mag daran liegen, dass die Fans dieser Parteien hier meist nur Dumpfbacken sind, die bei der konkreten Arbeit versagen würden, wie in anderen Städten wie Schwerin und Rostock die Vertreter der NPD zeigten. Deswegen finden sie keine Personen, die zur Wahl antreten.
Im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte sieht das ein wenig anderes aus, aber vom selbständigen Agieren der NPDler ist da nicht die Rede. Sie bringen oft Anträge rein, die auch in andere Kreistage eingebracht werden.

Vorbehalte gegenüber Geflüchteten sind auch bei Vertreter_innen der demokratischen Parteien zu finden. Da ist noch viel zu diskutieren in dieser Gesellschaft.

Für eine Will­kom­mens­kul­tur, die ihren Namen wert ist. Re­fu­gee wel­co­me.

Willkommenskultur gemeinsam gestalten

Den Statistiken nach steigt die Zahl der Geflüchteten, die nach Deutschland kommen. Und so werden auch in unserer Region mehr Geflüchtete ankommen, was der Region nur gut tun kann.

Während des Historischen Spaziergangs

Denn meist wird nur gejammert über die Demographie, Abwanderung und anderes. Zwar kommen die Asylsuchenden hierher, weil sie die Verwaltung zugeteilt hat, aber einige sind trotzdem teilweise erst mal zufrieden, angekommen zu sein. Die Verbesserung der Bedingungen, unter denen sie hier leben, ist notwendig für ein menschenwürdiges Dasein.
Die viel besprochene Willkommenskultur ist ausbaufähig. Dafür braucht es mehr Initiativen von unten, denn die Ämter verwalten das Problem oft nur. Zwar wird auf Landesebene das Problem auch langsam erkannt, doch vor Ort sind die Schwierigkeiten unterschiedlich.
Sinnvoll wäre beispielsweise, mit den Schulen/Kindergärten, Vereinen, Verwaltung, Politik, mögliche zivilgesellschaftliche Kräfte,… vor Ort einen Runden Tisch zu veranstalten und zu schauen, was im Detail umzusetzen ist.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Broschüre: „Gemeinsam Willkommenskultur gestalten“ von der Amadeu-Antonio-Stiftung und Pro Asyl, die gerade erschienen ist und von der einige Beiträge online sind.

Wichtig ist ein offensiver Umgang, heißt nicht „wir müssen ….“ sondern „wir wollen Flüchtlinge aufnehmen, freuen uns auf mehr kulturelle Vielfalt … wollen die Aufgabe gemeinsam mit engagierten Menschen aus der Stadt angehen…“

Auf nach Schneeberg!

Die Diskussion um Asyl geht weiter. Neben dem, dass die Geflüchteteten sich für ihre Rechte einsetzen und auch viel Aufmerksamkeit bekommen, nutzt die NPD das Thema, um massiv zu hetzen, die Vorbehalte in der Bevölkerung zu nutzen. An einigen Stellen gibt es auch schon Angriffe auf die Unterkünfte der Asylsuchenden wie gerade in Eggesin. In zwei Nächten kurz nacheinander wurde die Hauseingangstür eingeworfen.
Erst vor einem Monat hatten Unbekannte in Güstrow zwei brennende Feuerwerkskörper durch ein Fenster in den Keller der Unterkunft für Asylbewerber geworfen.
Die meiste Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt die NPD mit ihrer Agitation derzeit in Schneeberg (Sachsen). Dort reagiert sogar schon die Landesregierung und geht auf die Forderungen der NPD ein. Damit dies nicht noch weitere Kreise zieht, gibt es am Samstag eine bundesweite Demo in Schneeberg.

Auch aus MV (Rostock) fährt ein Bus, denn dann will der rassistische Mob wieder auf die Straße gehen.

Für ein Leben in Frei­heit, Würde und ohne Angst für alle!

Video zum 9.11.2013 in Friedland

Rückblick Friedland 9.11.

Über 5oo verteilt über die ganze Stadt demonstrierten am 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht gegen die Hetze der NPD gegenüber den Geflüchteten. Am Marktplatz erwartete die Nazis schon ein breites Bündnis mit vielen Trillerpfeifen und klaren Parolen. Entlang der ganzen Route der Rechten waren Mahnwachen von verschiedenen Organisationen angemeldet worden, um den Protest sichtbar zu machen. Auch in den abgelegenen Teilen der Naziroute konnte die NPD nicht ungestört für ihre menschenverachtenden Position werben. Als die NPD-Demo kurz nach Beginn an dem Friedensfest bei der Nikolaikirchen-Ruine verbeiziehen wollte, gingen hier viele auf die Straße, und so mußten die Nazidemo erstmal wieder umdrehen. Mehrere größere antifaschistische Reisegruppen waren in der Stadt dynamisch unterwegs und brachten den Ablauf der Nazis durcheinander. Die Polizei hatte sich nach einer Weile darauf eingestellt und anscheinend mehr Kräfte zusammengezogen, so daß die NPD dann in der Nähe der Mahnwache vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin beim geplanten Flüchtlingsheim vorbeikam.


Auch in Friedland: Demmin bleibt bunt!

Bis zum Ende des Naziaufmarsches kam es immer wieder zu Störungen.

Über die Stadt verteilte Mahnwachen, Friedensfest, dynamische dezentrale Aktionen – die Proteste in Friedland konnten auf die Erfahrungen aus anderen Städten wie Demmin. Pasewalk, Wolgast und Güstrow zurückgreifen, wodurch eine lebendige Protestkultur sichtbar wurde.

Die meisten Friedländer_innen schauten aber diesmal dem Ereigissen nur interessiert zu. Ein paar liefen auch in der Demo gegen das Flüchtlingsheim mit.
Trotzdem ist der Tag als Erfolg zu werten. Vor ein paar Jahren wäre es nicht zu solchen Protesten in Friedland gekommen.

Erste Berichte auch bei Kombinat Forschritt und Nordkurier

Demminer Mahnwache am 9.11. in Friedland

Direkt vor dem geplanten Asylbewerber*innenheim in der Jahnstraße in Friedland (Mecklenburg) ist am 9.11.2013 eine Mahnwache angemeldet.
Mitglieder vom Demminer Aktionsbündnis 8. Mai werden dort ab 9 Uhr den Tag über präsent sein, um klar zu machen, dass die Flüchtlinge in der Mecklenburgischen Seenplatte erwünscht sind.
Die Demminer Mahnwache ist eine von viele Mahnwachen an diesem Tag in Friedland gegen die NPD-Demo unter dem Motto: „Kein Asylantenheim in Friedland!“, die ab 11 Uhr auf dem Marktplatz starten soll, ausgerechnet am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht 1938.

Von viele Organsiationen aus Friedland selbst wird ein Friedensfest an der Nikolaikirchen-Ruine organisiert,
Auch viele weitere Organsiationen beteiligen sich an den Protesten und haben Mahnwachen angemeldet wie das Aktionsbündnis aus Vorpommern, der Demokratieladen aus Anklam,Bunt statt braun Rostock“, mehrere demokratische Parteien und die Kampagne Rassist*innen stoppen. Mitfahrgelegenheit in Bussen gibt es bis jetzt ab Rostock und Greifswald für 5 Euro.

Hiermit rufen wir alle zu kreativem Protesten gegen den Naziaufmarsch am 09.11.2013 in Friedland auf. Findet euch zusammen, fahrt hin und zeigt den Nazis, dass wir ihre rassistischen Hetze nicht wollen!

Nachtrag: wer Mitfahrgelegenheiten aus Demmin sucht wendet sich bitte an das Aktionsbündnis: achtermai@demmin.de

Rassist*innen stoppen am 9.11. in Friedland

Es passiert gerade einiges in Vorbereitung gegen den Naziaufmarsch in Friedland (bei Neubrandenburg)
Die überregionale Mobilisierung startet durch, es gibt Bustickets und Mobilisierungsveranstaltungen (Infos auf http://rassistenstoppen.blogsport.eu)
Dort findet ihr auch nen Aufruf und Plakat/Flyer für die Proteste am 9.11. sowie in den folgenden Tagen wichtige Infos zu der Naziroute und den Mahnwachen/Protesten.

In der Stadt selbst waren bei der öffentlichen Präventionsratsitzung Viele anwesend und haben für den 9.11. ein Friedensfest an der Ruine der Nikolaikirche angekündigt. Sie wollen zeigen, dass die Asylbewerber*innen willkommen sind. Unter dem Namen „Friedland – friedliches Land“ wurde ein Bündnis gegen Rechts gebildet.

Morgen wollen viele Friedländer*innen sich mit einer Monatgsdemo und Friedensgebet gegen die Rassist*innen wehren und freuen sich auf Unterstützung.

Die Asylsuchende sind noch nicht in Friedland untergebracht. Im Dezember sollen ca. 80 Menschen dann in der Jahnstraße untergebracht werden.
Die Rechten nutzen verstärkt die Asylthematik um für ihre menschenverachtende Ideologie zu werben, deren Potential in Friedland nicht unterschätzt werden darf.

Also am 9.11. auf nach Friedland!!! Rassist*innen stoppen!!!