Archiv der Kategorie 'um den 8.5.2013'

Der Demminer 8.5. in der ARD

Heute lief im Ersten im Rahmen von „16xDeutschland“ ein Beitrag über die Natur in MV und die Neo-Nazis in MV, speziell der 8.5. in Demmin. (ab 0:58:40, leider teilweise die Musik weggeschnitten…)

Ist sehenswert! Interessant sind die nebeneinander gestellten Aussagen zum Verhalten gegenüber den Neo-Nazis.

Wie es mit dem Friedensfest am 8.5.2014 in Demmin weitergeht ist noch unklar, wird aber gerade diskutiert – mal schauen was das ergibt.
Den historischen Spaziergang, Mahnwachen und weitere Veranstaltungen wird das Aktionsbündnis am 8. Mai weiterhin organisieren, auch das Jahr hindurch mit verschiedenen Veranstaltungen präsent sein. Allein das Friedensfest am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, soll übergeben werden, da der Aufwand nicht dauerhaft ehrenamtlich getragen werden kann.

PS: Beim Fall der Beschlagnahmung von Filmaterial durch die Feldjäger am 31.8. füllen sich die Akten. Wir bleiben dran und informieren Euch, sobald was Relevantes passiert.

Als Wahlnachtrag: Parteienmeinung ändert sich öfter mal.
Wichtig für die Gesellschaft ist es in der Sache weiterzukommen, zum Beispiel für mehr Selbstbestimmung, für gewaltfreie Konfliktlösungen und gegen Rassismus, gegen Rechtsradikalismus, gegen Ausgrenzung. Das gestaltet sich zwar zäh, weil denken anstrengend ist, lohnt sich aber.

neue Tollensetaler

Gerade erschienen:
Ausgabe 3 / September 2013
mit Artikel zu: Beglückte Bürger, Kleine Könige, Weltgeschichten, Aussenraum, Zweitstimme, Denkmalpflege, Landleben, In Sachen Natur und Allerlei

und hier noch ein Nachtrag:
Sonderausgabe zum 8. Mai 2013

Demnächst sollen alle Tollensetaler Stimmen auch auf einer eigene Seite online sein: www.tollensetaler.blogger.de

Courage-Preis

Heute wurde dem „Aktionsbündnis 8. Mai Demmin“ der Courage-Preis 2013 für Demokratie und Toleranz von der Fraktion Die Linke in Landtag von MV verliehen.

(den zweiten Platz teilt sich übrigens die Band „Feine Sahne Fischfilet“ mit dem Stralsunder Bündnis „Rock gegen Rechts“, dazu ein Statement von Feine Sahne)

Zu diesem Anlass dokumentieren wir hier aus der Rede, die ein Mitglied vom Aktionbündnis bei diesem Anlass gehalten hat:

Am 8. Mai 2009 stand eine Handvoll Menschen mit einem Transparent auf der Hafenbrücke von Demmin „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“. Zeitgleich liefen 200 fackeltragende Neo-Nazis durch die Stadt. Polizeischutz bekamen wir keinen. Im Gegenteil, man ging massiv gegen uns vor und der Bürgermeister rief dazu auf, „Türen und Fenster geschlossen“ zu halten und den braunen Spuk zu ignorieren. Der offizielle Spaziergang zur Kranzniederlegung der Stadtoberen wurde „wegen Nieselregens“ abgesagt.

Angestoßen von diesem Erlebnis und aus der Unzufriedenheit über die mangelnde Unterstützung und diverse Schikanen, beschloss diese kleine Gruppe von Menschen, dass der Protest anders angegangen werden muss und gründete in den nächsten Monaten einen parteiunabhängigen Zusammenschluß. Viele, vom Pastor bis zum Schüler wurden angesprochen. Und etliche, bunt gemischt, kamen. Das Aktionsbündnis 8. Mai war geboren.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf den Aktivitäten gegen den Neo-Naziaufmarsch am 8. Mai und gegen die Vereinnahmung der Geschichte der Stadt durch die Neo-Nazis.
Verschiedenste Initiativen und Vereine schlossen sich über die Jahre hinweg an, jedes Jahr wurde der Protest stärker gegen den sogenannten „Ehrendienst“ der Nazis.


Das Friedensfest 2013 um ca. 18 Uhr (Foto: KL)

Ein breites Bündnis war dieses Jahr aktiv auf dem Friedensfest unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters. Darunter Mitglieder demokratischer Parteien, organisierte Antifaschist_innen, Schüler_innen, Unternehmer_innen der Stadt und Bürger_innen. Aus vielen Dörfern und Städten waren Menschen zur Unterstützung angereist. Es war ein bunter und kreativer Protest.
Neben all dem gab es friedliche Sitz-Blockaden, die den Nazi-Aufmarsch deutlich behindert und fast verhindert haben.


Der historische Stadtrundgang 2013 vor der ehemaligen Synagoge (Foto: OS)

Der 8. Mai ist nicht der große Kristallisationspunkt für die Neo-Nazis geworden, wie sie es sich erhofft hatten.
Für die nächsten Jahre haben sie sich wieder angekündigt, sie haben ihren unsäglichen Umzug sogar versucht, gleich für die nächsten 15 Jahre im voraus anzumelden. Aber wir werden auch da sein. Und das nicht nur am 8. Mai.

Wichtig ist uns in der Auseinandersetzung, das ganze Jahr über präsent zu sein. Wir bieten Podiumsdiskussionen, Lesungen und Kulturelles zum Thema Weltoffenheit und Vergangenheitsbetrachtung.
Viel der wichtigen historischen Aufarbeitung der Stadtgeschichte findet durch Mitarbeiter_innen des Regionalmuseums statt, welche auch in unserem Bündnis aktiv sind. Etliche Veranstaltungen konnten wir gemeinsam durchführen.
So wird Kriegsleid sichtbar und mahnt uns, nie wieder Krieg zu führen. Und wer die geschichtlichen Zusammenhänge kennt, wird – hoffentlich – nicht die gleichen Fehler wiederholen.

Gegenüber den Asylsuchenden -ein von den Neo-Nazis derzeit in den Vordergrund gespieltes Thema- kann die Willkommenskultur in Mecklenburg-Vorpommern durchaus noch ausgebaut werden. Die Vorbehalte in der Bevölkerung sind breit verankert. Eine offene Diskussion vor Ort darf nicht gescheut werden. Aber Gespräche können nur dann fruchtbar sein, wenn sie freiwillig sind, von oben verordnet bringen sie nicht viel.
Es muss eine Beteiligungskultur wachsen, es muss Raum geben für ein eigenes Erleben von Anderem und Anderen.


Der Blick auf die zwei größeren Blockaden kurz bevor die Nazis vorbeikommen (2013, Foto: OS)

Lebendige Jugendarbeit, bunte Kultur und eine wirtschaftliche Perspektive, dass gräbt den Neo-Nazis das Wasser ab. In Demmin hat unsere Aktivität schon ein wenig abgefärbt und Menschen mischen sich aktiver in die Gestaltung der Stadt ein.
Ein kleines Beispiel ist eine Gruppe von jungen (und nicht mehr ganz so jungen) Leuten, die neuerdings auf öffentlichen Grünflächen die neue Trendsportart Jugger spielen und alle Zuschauer einladen, mitzutun.

Einiges hat sich in letzter Zeit verbessert, aber noch lange läuft nicht alles reibungslos. Wir wünschen uns mehr Unterstützung durch Politik und Behörden. Immer wieder gibt es Spannungen mit der Versammlungsbehörde. Nicht nur in Demmin.

In Güstrow musste im März diesen Jahres bis zum Oberverwaltungsgericht geklagt werden, um in räumlicher Nähe gegen den Neo-Naziaufmarsch demonstrieren zu dürfen. In anderen Städten und Dörfern in M-V tun sich die Offiziellen schwer, sich klar gegen die Neo-Nazis zu positionieren, was in unserer Demokratie selbstverständlich sein sollte. Aber es gibt auch positive Bespiele wie Greifswald oder Pasewalk.

Initiativen vor Ort zu fördern, auch wenn es unbequem ist, bringt die Zivilgesellschaft weiter. Politikverdrossen sind oft diejenigen, die sich einbringen wollten und deren Bedürfnisse abgebügelt wurden. Es geht um Anerkennung der geleisteten Arbeit und um eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Behörden.

Engagierte Bürger sind keine Bittsteller_innen oder Unruhestifter_innen sondern haben ein gleichberechtigtes Anliegen. Es ist eine Errungenschaft, wenn in unserer Landesverfassung steht, dass die Willensbildung von Parteien und Bürgerbündnissen ausgeht. Dies gilt es umzusetzen. Wir brauchen eine weitere Demokratisierung der Gesellschaft. Dezentrale Mitbestimmungsmöglichkeiten müssen selbstverständlich werden.

Derzeit werden Aktionsbündnissen, von denen es neben uns einige gibt, auch zu anderen Themen, noch zu oft Knüppel zwischen die Beine geworfen. Wir wünschen uns eine breitgefächerte Akzeptanz und Würdigung von zivilgesellschaftlichem Engagement, sowohl in der Bevölkerung als auch auf politischen Ebenen.

Wir empfinden den Courage-Preis als einen Schritt in diese Richtung.

Dankeschön.

Weitere Bilder von 2013 beim Umbruch-Bildarchiv

weitere Berichterstattung zur Preisverleihung: NDR, SVZ, Neues Deutschland,…

Rückblick Historischer Stadtrundgang

Anbei die Liste der Themen des Historischer Stadtrundgang am 8. Mai 2013 mit Informationen zur NS-Zeit

Route 18.15-19.15 Uhr: Lübecker Speicher (Start) – Heilgeiststraße – Kahldenstraße – Frauenstraße – Schulstraße – Breitscheid-Straße – Holstenstraße – Synagogenstraße – Schwedenwallweg – Loitzerstraße – Heilgeiststraße – Hafen, Veranstalter: Demminer Regionalmuseum


Viele vom Friedensfest entscheiden sich beim Stadtrundgang mitzumachen.

Lübecker Speicher
Geleitworte: Sowjetische Kriegsgefangene, Kriegstote und Grabanlagen in Demmin als ein Schwerpunktthema des diesjährigen historischen Stadtrundganges, Hinweis auf Ausstellung über das Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener in Woldeforst.
und mit Blickrichtung zum angrenzenden Gelände des ehemaligen Schlachthofes, weil wir nicht wie ursprünglich durch die Nicolaistraße ziehen konnten:
Thema: Errichtung einer Entlausungsbaracke für ausländische Arbeiter und Kriegsgefangene im Oktober 1942 vor dem Schlachthof mit Eingang Nicolaistraße

Kahlden- und Frauenstraße:
Straßenzug, in dem bis 1945 alle Demminer Schulen lagen
Thema: Lehrer unter den Selbsttötungsfällen 1945 in Demmin


Stadtrundgang passiert das Jugger-Spiel

Frauenstraße 2:
Geschäftsräume des Reichsnährstandes in der Landwirtschaftsschule
Thema: Reichsnährstand ab 1942 zuständig für den Zwangsarbeitereinsatz in der Landwirtschaft, von Rohr, Gutsbesitzer in Demmin-Vorwerk, als konservativer Gegenspieler von NS-Landwirtschaftspolitik, seine Verurteilung wegen „verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen“ aus der Sowjetunion

Frauenstraße 25: Stolpersteine für Arnold und Lisbeth Davidsohns, umgekommen im Februar 1943 in Theresienstadt. Möglichkeit dort Blumen abzulegen

Schulstraße / Breitscheid-Straße:

Thema: Erster sowjetischer Friedhof 1946 auf der Nordseite der Bartholomaei-Kirche


Baumklettterer bringen ein Banner an: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“


Rathausplatz:

Thema: „Kristallnacht“ in Demmin

Synagogenstraße:

Themen: Situation der Demminer Jüdische Gemeinde 1937 und Zwangsverkauf des Synagoge 1938 an den hiesigen Kaufmann und Möbelfarikanten Oskar Günther

Loitzerstraße / „Westkaserne“:
Thema: Räumung der Notunterkünfte in Westkaserne im Mai 1933 und Einrichtung als Reichsarbeitsdienstlager 1934; Selbsttötungen in Demmin 1945 und ihr Zusammenhang zum Rassenwahn des Nationalsozialismus


Der historische Stadtrundgang endet vorzeitig, weil sich viele Teilnehmer_innen zu einer Sitzblockade entschließen und wird im nächsten Jahr an der Stelle fortgeführt, an der er stoppte.

Fotos in diesem Beitrag: OS

Video und Berichte zum 8.5.2013

Das folgende Video ist von georg nr one:

Interessant ist auch der Beitrag vom NDR

Berichte von gestern gibt es bis jetzt zum Beispiel bei Kombinat Fortschritt, bei Greifswald Nazifrei, bei ino, im Blog der Zeit, im Neuen Deutschland und beim Nordkurier

Bilder zum Beispiel hier, hier, hier und hier und hier.

Auch von uns kommt demnächst ein Bericht und weitere Bilder.

Wichtige Infos zum 8.5.2013

Der 8. Mai rückt näher, hier das wichtigste noch mal in Kürze:
Übermorgen wollen die Nazis zum siebten Mal in Demmin ihren „Trauermarsch“, ihren „Ehrendienst“ durchführen. Unser Ziel ist es deren Pläne zu durchkreuzen.

Das Friedensfest im Hafen von Demmin und die Mahnwachen beginnen ab 17 Uhr.
Die Nazis treffen sich ab 19.30 auf dem Parkplatz beim Stadion und wollen von 20 Uhr bis 22 Uhr marschieren, einmal in den hinteren Teil des Hafens mit ihrer zentralen Kundgebung und dann genauso wieder zurück.

Dies ist die Karte mit allen relevanten Punkten und Routen eingezeichnet inklusive allen Telefonummern und Twitter auf einem Blatt.

Hier als PDF zum Runterladen und Ausdrucken (am Besten in Farbe): Karte für den 8. Mai 2013

Ihr könnt es euch auch auf andere Art anschauen:
Naziroute und Friedensfest/Protestveranstaltungen/Stadtrundgang

Diese Nummern sind ab spätestens 17 Uhr am 8. Mai erreichbar:
Info: 0151 20051487
EA: 0151 237 45 808
Kontakt zum EA: http://eagreifswald.blogsport.eu/
Ticker: https://twitter.com/#!/demminnazifrei
Bei der Sanitäter-innen-Nummer fehlte die letzten Tage am Ende noch ne 3 – ist jetzt alles korrigiert auf :
Sanis: 01578 3537643

Bei Blockaden gilt: Wir haben ein Ziel und wir lassen uns nicht provozieren. Unser Aktionskonsens ist gewaltfrei, von uns geht keinerlei Eskalation aus.

Den Nazis keinen Fußbreit!

Demmin Shake

Wir haben noch was anzukündigen:

ca. 19.30 soll es am 8.5. vermutlich auf dem Friedensfest zu Harlem/Demmin Shake kommen

Also haltet euch bereit und denkt an Requisiten und Kostümteile

In Neubrandenburg sieht das so aus:
http://www.youtube.com/watch?v=Z_rYsIrzHRc

Nochmal hingewiesen sei auf die Veranstaltung:
Demminer Regionalmuseum präsentiert die von ihm herausgegebene Broschüre
„Das Kriegsende in Demmin 1945. Umgang mit einem schwierigen Thema“
7. Mai, Dienstag, 18 Uhr, Betriebskantine von E.ON – neben der Stadtinformation, Am Hanseufer 2, Demmi
mit Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Die letzten wichtigen Infos zum 8. Mai sollten morgen oder übermorgen erscheinen.

Banner, Busse und Naziroute

Die Stadt wird immer mehr geschmückt für den 8. Mai

Es fährt einen Bus aus Neustrelitz und Neubrandenburg zum Friedensfest, weitere Infos hier

Für alle die es wissen wollen: Die geplante Route der NeoNazis findet ihr hier.

Strickkunst

In Malchin sind in letzter Zeit wieder viele Nazi-Graffitis und Aufkleber aufgetaucht.
Doch schon kurz davor fingen Menschen in Malchin an, die Stadt bunt zu machen – bewußt als Zeichen gegen rechtes Gedankengut.

Guerilla Knitting hat als Protestform vor ein paar Jahren in den USA begonnen und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten aktiv zu werden.

Kein Fuß breit den Faschisten!

Wir senden Grüße an die DemonstrantInnen gegen die Naziaufmärsche heute in Frankfurt, Berlin, Dortmund, Würzburg und Erfurt!

Reflektion über Blockaden

Eine interessante, lesenswerte Broschüre kommt vom Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Nach der Darstellung der Nazi-Demos geht es um die Formen der Proteste dagegen. Danach genauer um die Blockaden, die ein fester Bestandteil der Proteste sind. Es folgt die juristische Bewertung und die Verantwortung der Kommunen.

Die Boschüre kann bestellt werden oder als pdf heruntergeladen werden bei:
http://www.demos-gegen-nazis.de/

Kunstnacht 2013

Angenehm war sie, die neunte Demminer Kunstnacht.

Dabei wurden die neuen Plakate für das Friedensfest vorgestellt:

Welche dann an an verschiedenen Stellen verteilt wurden:



Auch die Flyer kamen gut an.

Tagsüber gab es wieder Vorbereitungen auf die kommenden Aktionen.

Kommt und macht mit!

Wir finden in Demmin auch noch ein Sofa für Euch.

Website für das Friedensfest

Das Friedensfest am 8. Mai in Demmin hat jetzt eine eigene Website, kann also kräftig beworben werden:

http://friedensfestdemmin.wordpress.com/

Unterstützung vom Landesjugendring

Die Vollversammlung des Landesjugendrings hat am 20. April 2013 beschlossen: „Der Landesjugendring möge alle Beteiligten, die sich im Bündnis Demmin nazifrei / Aktionsbündnis 8. Mai inhaltlich, organisatorisch einbringen und gewaltfreien Protest leisten, unterstützen. Die Nazis sollen daran gehindert werden, ihre menschenverachtende Ideologie und demokratiefeindlichen Bestrebungen in Demmin am 8. Mai 2013 zu verbreiten.“

Anbei die Graphik der Plakate, welche die nächsten Tage für das Friedensfest in Demmin werben werden.

Das Kriegsende in Demmin 1945

Das Demminer Regionalmuseum präsentiert die von ihm herausgegebene Broschüre
„Das Kriegsende in Demmin 1945. Umgang mit einem schwierigen Thema“

7. Mai, Dienstag, 18 Uhr, Betriebskantine von E.ON (neuer Ort) – neben der Stadtinformation, Am Hanseufer 2, Demmin

Unser Gast ist Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Sie hat die Einnahme Demmins durch die Rote Armee am 30. April 1945 erstmals anhand von Planungs- und Berichtsdokumenten der die Stadt einnehmenden 65. Armee untersucht, die im Moskauer Militärarchiv überliefert sind und den Befund für das Heft zur Verfügung gestellt. In ihrer Darstellung verknüpft sie die gewonnenen Fakten mit den Erinnerungen und Erzählungen, die vor Ort existieren. So lässt sich das Geschehen aus der Sicht der Eroberer u n d aus der Sicht der Eroberten betrachten und aufeinander beziehen.

Elke Scherstjanoi spricht über ihre Recherchen in Moskau und darüber, warum der Fall Demmin am Kriegsende 1945 sie interessiert.

Begleitend lesen Schüler des Goethe-Gymnasiums Briefe von Rotarmisten, geschrieben in den letzten Kriegsmonaten während der Eroberung Deutschlands, herausgegeben von Elke Scherstjanoi.

Wir laden herzlich zu dieser Veranstaltung ein und hoffen auf ein anregendes Gespräch.

VeranstalterInnen: Demminer Regionalmuseum und Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

Veranstaltungsverschiebung auf den 7.5.

Die für Dienstag, den 30.4. angekündigte Veranstaltung vom Aktionsbündnis 8. Mai verschiebt sich auf:
Dienstag, 7.5.2013 um 18.00 Uhr im ehemaligen Blumenladen am Hanseufer, Demmin

Das Demminer Regionalmuseum präsentiert das von ihm herausgegebene Heft „Das Kriegsende in Demmin 1945. Umgang mit einem schwierigen Thema“
Zu Gast ist Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Sie hat die Einnahme Demmins durch die Rote Armee am 30. April 1945 erstmals anhand von Dokumenten aus dem Moskauer Militärarchiv recherchiert und ihren Befund für das Heft zur Verfügung gestellt.

Weitere Infos folgen.

Bus aus Berlin…

…organisiert die Antifaschistische Traumatherapie für die Anreise

Mittwoch, 08.05.2013 um 13:00 Uhr I Berlin-Ostbahnhof
Bustickets gegen Spende vor Ort

dazu:

Soli-Konzert // 20.04. // Kinzigstr. 9 // Berlin – Friedrichshain // 21 Uhr
mit Mobilisierungsveranstaltung für Aktivitäten gegen den alljährlichen von Neonazis geplanten “Trauermarsch” am 8. Mai 2013 in Demmin (MV).
WE WILL FLY (HC) // AFTERLIFE KIDS (HC) // KENNY KENNY OH OH (PUNK)
Danach PARTY

und

Infoveranstaltung:
Dienstag 23.04.2013, 19.30 Uhr
K 19, Kreutzigerstr. 19, 10247 Berlin – Friedrichshain

Mobilisierung zum 8.5.

Nach allem was zu hören ist werden dieses Jahr noch ein paar mehr Menschen zum 8. Mai nach Demmin kommen – um die Befreiung vom Faschismus zu feiern und um gegen die Nazis zu protestieren. Viele Gruppen beteiligen sich am Friedensfest, wie ihr am vorläufigen Programm sehen könnt.

Es gibt von verschiedenen Gruppen auch schon Aufrufe, auf ein paar davon haben wir schon hingewiesen.
Vor ein paar Tagen ist der Aufruf von mehreren antifaschichstischen Gruppen erschienen.

Dazu gab es einen Artikel bei Kombinat Forschritt

Mobilisiert wird aber auch von anderen Bündnissen wie dem Aktionsbündnis Vorpommern.

Derzeit finden an vielen Stellen in MV und drüber hinaus Infoveranstaltungen statt – achtet auf lokale Ankündigungen, beispielsweise hier.

Die „Muna“ in der Woldeforst

Im Norden von Demmin ist ein Waldgebiet. Dort gibt es den Bereich Woldeforst, in dem während der Nazizeit die Heeres-Hauptmunitionsanstalt Waffen produzierte. Auch mit sowjetische Kriegsgefangene als ZwangsarbeiterInnen.

Das Regionalmuseum Demmin will zur Aufklärung der noch in weiten Teilen unbekannten Geschichte beitragen.
Dazu gibt es beim Friedensfest am 8.5. eine Freiluftausstellung: „Tote sowjetische Kriegsgefangene – ein Massengrab in der Woldeforst“
Diese Geschichte ist auch Teil des historischen Stadtrundgangs am 8. Mai
Vor kurzem gab es dazu einen Artikel im Nordkurier

art der provinz

Kunstausstellung in Demmin, im „Hinterland“? Warum nicht! Im alten Gemäuer des Lübecker Speicher ist das richtige Ambiente.
Fotografie/Malerei/Plastik/Skulptur: Künstler der Region präsentieren Arbeiten aus den vergangenen 2 Jahren

Besonders zu empfehlen ist die Installation von Franz Riegel, der schon viele Nazigraffitis mit tollen Kunstwerken überdeckt hat.

Vernissage ist am Samstag, 13.4. um 19 Uhr im Lübecker Speicher

Während des 8. Mai 2013 hat diese Ausstellung extra geöffnet und ist Teil vom Friedensfestprogramm

Weitere Infos unter: art der provinz

Impressionen gegen die NPD

Gestern um 13.30 in Demmin: die NPD baut ihren langweiligen Standardstand am Luisentor auf. Im Vorfeld von der Bundestagswahl, ganz allgemein, aber auch wegen dem 8. Mai wollten sie wohl wieder in Demmin auftauchen.

Kurz danach steht auch die Versammlung für eine lebendige, bunte Kultur
… und der rote NPD-Sonnenschirm ist schon vom Wind verweht….

Ein paar Hinweise von uns haben die Neonazis leider ignoriert.

Für die AutofahrerInnen war erstmal nur der bunte Protest zu sehen und erst sehr spät dann der NPD-Stand.

Muss irgendwie schon frustig gewesen sein, so einsam rumzustehen und dann kommt noch die Strassenreinigung und nimmt den letzten Müll mit…

… da schaut mann doch mal gerne was bei den anderen gerade tolles abgeht.

Am bunten Proteststand war immer einiges los, teilweise waren bis zu 20 Menschen gleichzeitig da, wobei es neben einigen Pöbeleien auch viele Solidaritätsbekundungen von PassantInnen gab.

Und so packen wir gut gelaunt kurz nach den Nazis und nach drei Stunden wieder ein. Für die kurzfristige Mobilisierung war das ein guter Erfolg. Am 8. Mai werden die Nazis bestimmt um einiges mehr Gegenwind bekommen.

Das nächste mal ist dann auch unser Transpi: „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“ dabei.

Dazu erschien ein Artikel im Norkurier

Juggern in Demmin

Juggern ist eine interessante Sportart, die seit 2010 in der Demminer Gegend gespielt wird und bei der Menschen aus dem Aktionsbündnis 8. Mai mitmachen.

Von ihrer Website:
„Jugger fördert Fairneß, Selbstbeherrschung, Vertrauen, Einsicht in klare Werte und Regeln, Achtsamkeit … (Siehe dazu auch das Buch “Juggern statt Prügeln” von Ruben Philipp Wickenhäuser). Spielende merken sehr bald, daß es dann, wenn kein Schiedsrichter mehr gebraucht wird, am meisten funzt.
Man kann dem Juggern auch eine theatralische Note geben, neue Ausdrucksformen probieren, sich stilecht verkleiden, schminken, Rollen spielen und unerhört laut sein.
Jugger bietet die Möglichkeit, mit gewalttätigen Impulsen, wer sie denn intus hat, umzugehen, ohne Schaden anzurichten. Das martialisch anmutende Spiel spricht somit Gewaltbereitschaft an, die gefahrlos integriert werden kann.
Und Juggern bringt mit seiner Ansteckungspotenz Menschen zusammen.“

Auch am 8. Mai 2013 wird es dazu eine Veranstaltung geben unter dem Motto: „Fair Spielen statt Mitmarschieren. Juggern statt Prügeln“, geplant im Marienhain, wo sich derzeit jeden Montag ab 13.00 Jugger-Begeisterte ab 9 Jahren aufwärts treffen.

Doch lassen wir die Gruppe selbst erklären:
„Wir wollen auf unserer Versammlung die politischen und sozialen Dimensionen und Möglichkeiten kundtun und diskutieren, die sich aus der Spezifik der Sportart Jugger ergeben, ebenso wie unsere Erfahrungen, die wir mit unserer strikten demokratischen Organisation unseres Spielbetriebs und mit den beteiligten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen z.B. in punkto Toleranz- und Kompetenzenerwerb gemacht haben (das betrifft auch Konflikte beim Aufeinandertreffen mit Jugendlichen der Demminer Nazi-Nachwuchszene).
Gerade der Tag der Befreiung ist dafür besonders geeignet: auf der einen Seite ein demokratisch organisiertes, unglaublich dynamisch-schönes Spiel, das Selbstkontrolle, Teamgeist, Halten an die Regeln erfordert und fördert, in Reflexion und Diskussion – auf der anderen Seite ein dumpfer Nazi-Trott, von eigenen Kapos bewacht und kontrolliert, der nicht viel mehr Perspektiven als Gehorsam und Gewalt bietet.“

Weiter Infos unter:
http://juggerdemmin.wordpress.com/

Soliparty in Berlin am 23.3.

Die antifaschistische Traumatherapie aus Berlin organisiert eine Soliparty für die Proteste am 8. Mai in Demmin. Am 23.03.2013 ab 22 Uhr steigt das Ganze in der Schreinerstr. 47 in Berlin-Friedrichshain – also falls ihr nach den Protestaktionen in Güstrow noch nichts vorhabt…

Es wird wieder Infoveranstaltungen der Gruppe geben, die Termine werden veröffentlicht sobald bekannt.

Und mindestens einen Bus aus Berlin soll es auch diesmal wieder geben zum 8. Mai in Demmin.

Dazu ist eine erneuerte Mobilisierungsseite online gegangen, die noch ein wenig sparsam ist:
http://attdemmin.tumblr.com/

Tag der Befreiung

Der 8. Mai rückt näher und auch andere Gruppen beschäftigen sich intensiv mit den Ereignissen vom Kriegsende 1945.
Zum Beispiel das Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Mecklenburg-Vorpommern.
In deren aktueller Kampagne zum 8. Mai geht es vor allem um die Schuldfrage vom zweiten Weltkrieg. Die Ereignisse von Kriegsende wurde in DDR-Zeiten leider nur wenig aufgearbeitet, in Demmin gab es auch ein Forschungsverbot, um die Verbrechen der roten Armee nicht thematisieren zu müssen, was aber den Nazis half, um sich selbst als Opfer darzustellen.

Kampagne von ino.blogsport.de
Unter http://ino.blogsport.de/befreiung/ kann Material dazu bestellt werden.

Auch das Demminer Regionalmuseum wird zu diesem Thema demnächst eine Broschüre herausgeben und das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin präsentiert dazu eine Veranstaltung am 30.4. mit Frau Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte. Sie wird über ihre Recherchen im Militärarchiv in Moskau sprechen bezogen auf die Ereignisse vom 30. April und 1. Mai 1945 in Demmin.