Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen vom Aktionsbündnis'

31.5. Veranstaltung: Die Furcht vor dem Fremden

Ein Informations- und Gesprächsabend über den Nahen Osten, den Islam und Mus­lime in Mecklenburg-Vorpommern.

31. Mai 2017, 18 Uhr, Lübecker Speicher, Am Bollwerk 5, Demmin

Die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge aus dem Nahen Osten in Deutschland polarisiert das Land. Während viele Bürger sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, gibt es nicht wenige, die das Geschehen mit Sorge beobachten: Warum tragen Frauen Schleier oder Kopftuch? Sind Muslime besonders anfällig für eine Radikalisierung? Können sie in großer Zahl dauerhaft mit anderen Religionen und Weltanschauungen friedlich und gleichberechtigt zusammenleben? Vor wem oder was sind sie geflüchtet?

Wenn auch in Mecklenburg-Vorpommern relativ wenige Geflüchtete untergebracht sind, so stellen sich Bürger auch hier Fragen nach dem Hintergrund von Menschen und Mächten im Nahen Osten. Wir laden Sie herzlich zu einem Gespräch mit Prof. em. Dr. Rösel ein und bitten Sie, Ihre Fragen zum Themenkomplex Islam und Naher Osten einzubringen.

Zum Referenten:
Jakob Rösel war Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock und gilt als Kenner von Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens sowie Südasiens. Viele Länder in diesen Regionen kennt er von Reisen persönlich.

Eine Veranstaltung vom Demokratieladen Anklam in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

Großes Polizeiaufgebot setzt Naziaufmarsch in Demmin durch

300 Menschen demonstrierten auf dem Stadtspaziergang vom Aktionsbündnis für den Frieden. Ungefähr 200 weitere Protestierende waren an verschiedenen Stellen in der Stadt aktiv. Viele setzten ein starkes Zeichen gegen Faschismus und Rassismus.
Ca. 200 Ewiggestrige liefen in alter Reihenformation auf kürzestem Weg in den Hafen und wirkten eher unmotiviert. Daran konnte auch die altbekannte Trauersymbolik nichts ändern. Gefährlich sind sie aber weiterhin.

Der für Demmin größte Polizeieinsatz hat dem Naziaufmarsch den Weg freigehalten. Mehr als 800 Einsatzkräfte sperrten dauerhaft für Hin- und Rückweg alle Nebenstraßen. So als ob es nie eine Beschwerde über Polizeikräftemangel gegeben hätte. An viele Stellen wurden die Protestierenden schikaniert. Schon der Zugang zu einer genehmigte Mahnwache wurde oft versperrt. Selbst der in den Auflagen als Lautsprecherwagen mit Kennzeichen eingetragene PKW kam nicht durch die Polizeiketten. Wer von der Mahnwache der Linken auf die Toilette zum Büro der Linken wollte, durfte dies nur mit Ordner*innenbegleitung (Nachträgliche Korrektur) erledigen. Die Ergebnisse der Kooperationsgespräche wurden leider von der Polizei oft ignoriert. An Absperrungen kam auf Nachfrage, warum diese Polizeimaßnahme stattfand, oft nur ein „Deswegen“. Weit ab der Strecke wurden Protestierende in den Kleinsparten gekesselt. Die Polizei übte auch Druck auf Busunternehmen aus und behindert die Anreise von Gegendemonstranten. Der Frust bei der Demonstrierenden ist nur all zu verständlich.

Die Proteste vom Aktionsbündnis verliefen friedlich. Ein friedlicher Polizeieinsatz sieht anders aus.

Bei der Anmeldung von Versammlungen beim Ordnungsamt musste meist stark mit dem Gesetzestext argumentiert werden, um eine Genehmigung vom Ordnungsamt zu bekommen. Einige Anmeldungen wurden schlicht über Monate nicht bearbeitet und immer wieder vertröstet. Den Nazis wurde dadurch der Weg gebahnt, weswegen es unter anderem auch einige Klagen vor Gericht geben wird.

Da entsteht der Eindruck, demokratischen Protest gegen Naziaufmärsche soll handzahm gemacht werden. Protestierende, die sich für eine freie, friedliche und offenen Gesellschaft einsetzen, werden von den Behörden regelmäßig eingeschüchtert. Aber eine wehrhafte Demokratie braucht auch aktive Protestierende. Und so muss sich das Innenministerium die Frage gefallen lassen, ob dies mit dem Grundgesetz noch vereinbar ist.

Weitere Berichte dazu:
Bewertunng vom Arbeitskrei kritischer Jurist*innen

Artikel vom Nordkurier:
Polizei wehrt sich nach Demo in Demmin gegen Kritik

„Licht vertreibt Schatten“ Am 8. Mai nach Demmin

Aufruf vom Aktionsbündnis „8. Mai Demmin“ für 2017
zur Teilnahme am Fest für den Frieden im Gedenken an den Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945

„Licht vertreibt Schatten“ – das Motto des Friedensfestes geht zurück auf die Rede „Kraft zum Lieben“, die der amerikanische Bürgerrechtskämpfer Martin Luther King 1963 hielt.

Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt und der Region,
machen Sie Licht,
feiern Sie mit uns das Fest des Friedens.
Und setzen Sie sich gegen den Marsch der NPD ein!

Die Mitglieder der NPD, die im Lichte diszipliniert erscheinen, agieren umso gefährlicher im Schatten. Nun wurde die Partei ein zweites Mal nicht verboten, aber das Bundesverfassungsgericht bescheinigte, dass ihr politisches Konzept die Menschenwürde missachte, mit dem Demokratieprinzip unvereinbar sei und eine „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ aufweise.

Die Politik setzte scheinheilig auf ein Verbot, um glauben zu machen, dass sie wirklich eine Auseinandersetzung führt. Die Justiz hat den Ball an die Zivilgesellschaft abgegeben, gegen diese Feinde der Demokratie aufzustehen.

Lasst uns diese Auseinandersetzung gemeinsam aufnehmen.

14.00 – 16.30 Uhr Friedensfest auf dem Marktplatz
17.00 Uhr Friedensgebet, St. Bartholomaei
17.30 Uhr Stadtspaziergang, Start am Marktplatz
ab 19 Uhr Mahnwachen an verschiedenen Punkten in der Stadt
ab 19 Uhr Fest am Hafen mit den Bands
Freaks Dynamite, Bremen
Lappalie & Konsorten, Rostock
Filmausschnitt „Der grosse Diktator“ von und mit Charlie Chaplin
Volxküche, Getränkestand

8. Mai Demmin: Infoveranstaltung in Rostock: Friedensdemo statt Nazi-Fackelmarsch

Nachdem es schon in anderen Städten Mobi-Veranstaltungen zum 8. Mai in Demmin gab: Heute ist eine in Rostock, weitere werden folgen. Mehr Infos zum 8. Mai folgen auf diesem Blog demnächst.

Tag der Befreiung vom Faschismus feiern statt mit Heldengedenken die Geschichte verzerren

Veranstaltung zum PolDo, 20.4., 19 Uhr; Peter-Weiss-Haus, Doberaner Strasse 21, 18057 Rostock

Seit der Landtagswahl im Herbst ‘16 gab es nicht mehr viele Naziaufmärsche. Nach dem Erfolg der AfD ist die NPD und deren rechtsradikales Umfeld dabei, sich neu zu orientieren. Aber jetzt zu den „klassischen“ Terminen wollen sie wieder laufen: am 1. Mai diesmal in Stralsund und am 8. Mai zum 10. Mal in Folge in Demmin. Wie die letzten Jahre wird es wieder viele Proteste und Aktionen geben.

In Demmin gibt es am Nachmittag vom 8. Mai das Fest von Vereinen und Organisationen auf dem Markt unter dem Motto: Licht vertreibt Schatten.

Nach dem Friedensgebet startet um 17.30 Uhr die breite Bündnisdemo gegen den Nazispuk am Markt und läuft den Nazis entgegen. Danach gibt es mehrere Mahnwachen in der Stadt und die Nazis werden mit Protest eingedeckt – auf und entlang ihrer Route.

Leider hat die Polizeiführung die letzten Jahre intensiv dafür gesorgt, dass der Naziaufmarsch sein Ziel erreichte. Hintergrund ist die Zerstörung von Demmin eine Woche vor dem 8. Mai 1945, als die rote Armee einrückte. Im Gegensatz zu Greifswald wurden in Demmin keine weißen Fahnen geflaggt, sondern einzelne Nazis kämpften immer noch gegen die einrückende Sowjetarmee. Demmin brannte und viele Bewohner begingen aus verschiedenen Gründen Selbstmord. Die Diskussion um die Wertung dieser Ereignisse ist immer noch ein breites Thema. Anfang der 90er wurde das Ganze in konservativen Kreisen intensiv reflektiert, das Ereignis der Zerstörung von Demmin als der Tiefpunkt der Geschichte dargestellt, und als es 10 Jahre später groß in den Medien war, wurde es von den Nazis aufgegriffen.

Bei unseren Aktionen wollen wir nicht nur auf die Vergangenheit eingehen, sondern auch neue Entwicklungen beleuchten und Geflüchtete aus verschiedenen Regionen der Welt sprechen über ihre aktuellen Kriegserfahrungen.

Wichtig ist, auch dieses Jahr wieder den Nazis entgegenzutreten. Also kommt am 8. Mai nach Demmin!

Mehr Infos zum 8. Mai folgen auf diesem Blog demnächst.


Die Bündnis-Demo am 8. Mai 2016

Vortrag am 26.4.: Parteienverbote in der Demokratie: Problemlösung oder politische Verdrängung? Politische Kontroverse um das NPD-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Vortrag von und Diskussion mit Dr. Rolf Gössner zum Thema

„Parteienverbote in der Demokratie:
Problemlösung oder politische Verdrängung?“

Politische Kontroverse um das NPD-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Mittwoch, 26. April 2017, 19 Uhr,
im Lübecker Speicher, Demmin

Ende Januar ist das Verbotsverfahren gegen die NPD ein zweites Mal gescheitert. Mit dieser Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts kann die neonazistische Partei zwar künftig darauf verweisen, dass sie nicht verboten sei, doch das Gericht stellt ausdrücklich fest, dass das politische Konzept der NPD die Menschenwürde missachtet, mit dem Demokratieprinzip unvereinbar ist und eine „Wesensgemeinschaft mit dem Nationalsozialismus“ aufweist. Allerdings sei die NPD als Kleinstpartei mit wenig Kapazität, Resonanz und Wählerstimmen nicht wirkkräftig genug, um ihre verfassungsfeindlichen Ziele auch erfolgreich durchsetzen zu können, und daher mangels Wirkkraft zu unbedeutend, um ein Verbot zu rechtfertigen.
Welche Auswirkungen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts für den Umgang mit der Partei haben wird, ist noch nicht abzusehen. Es darf jedenfalls nicht passieren, dieses Urteil als „Persilschein“ für die NPD misszuverstehen. Darüber hinaus stellt sich aber grundsätzlich die Frage, ob Parteiverbote taugliche Instrumente einer sich als „wehrhaft“ bezeichnenden Demokratie sein können. Wie sind staatliche Parteiverbote in einer freiheitlichen Demokratie überhaupt zu bewerten? Handelt es sich um einen wirksamen Ansatz und Bestandteil einer antifaschistischen Problemlösung oder eher um Symbol- und riskante Verdrängungspolitik?
Setzt ein Zurückdrängen menschenverachtenden Gedankenguts und rassistischen Verhaltens nicht in weit stärkerem Maße eine aktive zivilgesellschaftliche und bürgerrechtliche Auseinandersetzung voraus, die sich auch an die gesellschaftlichen Ursachen und Bedingungen der Problematik heranwagen müsste? Müssten im Fall von neonazististisch-rassistischer Gewaltorientierung und strafbaren Handlungen Polizei und Justiz nicht viel stärker in die Pflicht genommen und gesellschaftlich kontrolliert werden?
Diesen und weiteren gesellschaftlichen, verfassungs- und bürgerrechtlichen Fragestellungen widmet sich Dr. Rolf Gössner in seinem Vortrag und und in der anschließenden Diskussion.

Der Referent, Dr. Rolf Gössner, ist Rechtsanwalt in Bremen, Publizist, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte (Berlin), Stellv. Richter am Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen und Mitherausgeber des „Grundrechte-Report“, der jährlich die Lage der Bürger- und Menschenrechte in der Bundesrepublik kritisch unter die Lupe nimmt.

Entschlossen gegen den rechten Spuk

Mehr als 500 Menschen zeigten in zwei Demonstrationen und fünf Mahnwachen, dass sie den Nazis am 8. Mai nicht die Straße überlassen. Themen waren die Lebenssituation der Asylbewerber_innen (es sprach eine Frau aus dem Iran), die Kriegseinsätze und Waffenexporte von Deutschland und der Naziterror, den Bürgerwehren und Schläger auf die Straße tragen.

Um die 200 Nazis spulten ihren Trauermarsch wie eine Pflichtübung ab. Petereit und noch einer hielten Reden, die schon im Abstand von 10 Meter nicht mehr zu hören waren. Und der Pathos, der ihnen sonst so wichtig ist, war nicht zu spüren.

Unverhältnismäßig und ruppig war mal wieder das Verhalten der Polizei. Wie leider bei vielen Naziaufmärschen üblich wurden die Grundrechte von Gegendemonstrierenden stark eingeschränkt: Einkesselung im Gartenbereich weit ab der Strecke. Viele Pfeffersprayeinsätze, die jedes mal Verletzte produzieren sowie teilweise gegen bestätigte Versammlungen eingesetzt werden. Oder das Polizeibeamte einfach so präventiv abschrecken und dadurch Meinungsäußerung im Keim ersticken. Gegenprotest wird als störend tituliert.

Wir werden jedenfalls auch am nächsten 8. Mai mit neuen Ideen auf die Straße gehen, um uns den Nazis engegenzustellen.

Weitere Berichte folgen die Tage.

Aktionskarte, Ticker und Infotelefon für den 8.5.2016

Infotelefon ab dem 8. Mai 15 Uhr: 0160-62 080 18
Ermittlungsausschuss: 0157 337 30 212

Twitter-Hashtag:: #8mDM

Ticker: https://www.aktionsticker.org/
https://twitter.com/#!/demminnazifrei
Antifa-Ticker: https://twitter.com/nonazisdm

Friedensdemonstration: Start um 17.15 Uhr am Marktplatz
Mahnwachen von verschiedenen Organisationen starten ca. 18 Uhr
Antifademo startet um 17 Uhr am Bahnhof

Die Neo-Nazis haben ihren Treffpunkt am 8. Mai in Demmin um 19.00 Uhr am Parkplatz vom Stadion. Das Ziel vom Naziaufmarsch bleibt wie in den letzten Jahren die Kundgebung im Hafen, zum Gedenken an die deutschen Toten von 1945.
Die genaue Nazi-Route für 2016 ist nicht bekannt, und wird es vermutlich auch nicht, aber Start und Ziel sind klar. Dazwischen haben sie oft die Straßen genommen, die frei sind.

Und schaut euch den Brölliner Aktionskonsens an.

Karte für Sonntag:

Wehren wir den Anfängen – stellen wir uns entgegen!

Vorläufiges Programm für den 8. Mai 2016

Demonstration für eine freie und offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! “MV für alle“ beginnt um 17.15 Uhr auf dem Markt im Anschluss an die Veranstaltung in der Bartholomaei-Kirche und endet auf dem Barlachplatz

Kundgebung, Infostände und Musik
ab 19 Uhr im Hafen vor dem Lübecker Speicher mit Essen und Trinken

Mahnwachen sind in der Stadt zwischen 18 und 22 Uhr zu finden und bieten Informationen und Gesprächsmöglichkeiten

Auf weitere Veranstaltungen möchten wir Sie hinweisen:

Nicht lange fackeln! – Demonstration von antifaschistischen Gruppen aus MV, 17 Uhr, Bahnhof

Ausstellung “Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)” am Sonnabend 7.5. und Sonntag 8.5. von 14-18 Uhr in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage

Klosterruine Dargun: Tag der Begegnung
, 11-14 Uhr, Matinéekonzert „zivilCHORage“

Friedensfest der Vereine der Stadt, Marktplatz, 13-16 Uhr,

Ökumenische Friedensandacht, Bartholomaei-Kirche, 16.30 Uhr

Weiter Informationen folgen die nächsten Tage

Das Friedenskonzert in Demmin

3 Tage Veranstaltungen mit Frieden diskutieren, Frieden demonstrieren und Frieden feiern fanden heute ihren Abschluss mit einem tollen Konzert.

Bilder vom Auftritt von „Bejarano und Microphone Mafia“

8. Mai 2015 in Demmin – Naziaufmarsch erfolgreich aufgehalten

Pressemitteilung vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

Mit ca. 500 Demonstranten brachte das Aktionsbündnis 8. Mai in diesem Jahr so viele Menschen für die Friedensdemonstration auf die Straße wie noch nie. Ein deutliches Signal für aktiv gelebte Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Bei der Abschlusskundgebung sprachen Vertreter des Landkreises, der Kreistagspräsident, Landtagsabgeordnete und internationale Gäste.

Bereits seit dem Vortag fand in Demmin anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus die Erste Demminer Konferenz – gegen Krieg und Faschismus, für ein kulturelles Miteinander und für Toleranz statt. An der mehrtägigen Veranstaltung nahmen über 150 Menschen teil, darunter mehr als 20 Franzosen.

Ein beeindruckendes Beispiel für Zivilcourage waren zahlreiche friedliche und fantasievolle Blockaden. Dadurch kam der in diesem Jahr zahlenmäßig deutlich kleinere Neo-Nazi-Aufzug immer wieder zum halten und musste sich der ablehnenden Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger stellen. Dabei waren vielfältige Protestformen zu sehen: Es wurde getanzt, gesungen und Musik gemacht. Insgesamt waren fast 1000 Menschen auf der Straße.
Die Neo-Nazis mussten stundenlang ausharren, bis sie auf ihrer Route weiter kamen.

Erstmals waren neben der regionalen und überregionalen Presse auch 12 internationale Beobachter aus Belgien, Großbritannien, Kamerun, Frankreich und der Schweiz vor Ort und begleiteten die Veranstaltungen. Insgesamt konnten Sie ein besonnenes Verhalten der Demonstrationsteilnehmer und der Polizeieinsatzkräfte resümieren, nur vereinzelt gab es unübersichtliche Situationen. Dennoch fahren die Beobachter mit dem bedrückenden Eindruck nach Hause, dass der politische Revanchismus in Deutschland wieder auflebt. Im Ergebnis haben die Veranstaltungen und Aktionen von Aktionsbündnis und den Demonstranten zum ersten Mal in Demmin den Neo-Naziaufzug erfolgreich aufgehalten. Das engagierte Auftreten und die gezeigte Zivilcourage haben deutlich gemacht: Demmin bleibt bunt!

Heute, am 9. Mai, haben die Veranstaltungen vom Aktionsbündnis ihren Abschluss mit dem Friedenskonzert ab 14.30 Uhr im Hafen von Demmin mit „Bejarano und die Microphone Mafia“ sowie weiteren.

Flyer zum Ausdrucken und Verteilen

Damit das Mobilisieren für die 1. Demminer Konferenz gegen Krieg und Faschismus in der Demminer Region einfacher geht, anbei verschiedene Flyer-Varianten zum selber vervielfältigen, am Besten auf buntes Papier. Die Rückseite ist jedes mal der Zeitplan für die drei Tage um den 8. Mai

Variante 1

Variante 2

Variante 3

Variante 4

Diese Wochenende wurden die Flyer schon bei der Demminer Kunstnacht verteilt und haben zu interessantem Feedback geführt.

multilinguale Konferenz

Das Konferezprogramm vom 7. bis 9. Mai gibt es jetzt auch in englisch, französisch und spanisch. Bei den Vorträgen wird es auch eine Simultanübersetzung geben, die Übersetzer_innen sind von Echoo , die Technik kommt von Bla aus Marseille.

Here the program in english

Le programme en francaise

Programa espagnol

With BLA (Equipment and support for simultaneous interpretation in multilingual gatherings) and ECHOO-Interpreters
Avec BLA (Équipement et support pour la traduction simultanée de rencontres multilingues) et des interprètes de ECHOO
Mit BLA (Technologie und Unterstützung für simultanes Dolmetschen bei mehrsprachigen Treffen) und Dolmetscher_innen von ECHOO

„La Vita Continua“ – Friedenskonzert am 9. Mai

ab 14.30 Friedenskonzert am Hafen
14.30 Leo Kraus und Amri Habimana, Percussion-Aktion
15.30 Basart, Rap aus Marseille
16.30 – Bejarano und Microphone Mafia, „La Vita Continua Tour“
(Esther Bejarano ist Überlebende des KZ Auschwitz, wo sie im Häftlingsorchester spielte)
18.30 – Die Stormbirds, Pirate Blues Music


Bejarano & Microphone Mafia – La Vita Continua Tour“

Eine Kritik von http://resurrectionofrap.blogspot.de

Die jüngste Vergangenheit brachte viele interessante Kollabo-Projekte, Mash-Ups und anderes hervor, doch ein ähnlich krasses Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Welten wie es bei dieser CD der Fall ist, hat es wohl bis dato nicht gegeben und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht geben. Nur ein weiterer Grund, weshalb wir uns unbedingt diesem ganz besonderen Projekt widmen sollten.
Zu den Charakteren dieser Zusammenführung:

Esther Bejarano hat Geschichte am eigenen Leibe erlebt, hat den Schrecken des dritten Reiches mitsamt Aufenthalten in den KZs Auschwitz und Ravensbrück auf schmerzliche Art und Weise spüren müssen. Ihre Eindrücke, ihre Herkunft, ja ihre Geschichte, drückt sie dabei seit Jahren schon zusammen mit ihren beiden Kindern Edna und Joram, sowie weiteren Musikern als Mitglied der Gruppe „Coincidence“ aus. Die dabei behandelten Themen wie Ausgrenzung, Rassismus oder etwa Gewalt sind dabei damals wie heute unglücklicherweise noch aktuell und gehören noch längst nicht der Vergangenheit an.

Den Beweis dafür liefert die Microphone Mafia, welche schon seit mittlerweile sage und schreibe zwanzig Jahren ihre Erfahrungen mit Rassismus als sogenannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund“ in ihren Musikstücken verarbeitet und sich nicht zeitwilligen Trends, wie bspw. dem bis vor kurzem noch extrem populären Gangsta-Rap, beugt, sondern auf konsequent gehaltvolle Texte, mit Sinn und Verstand getextet und eingerappt, setzt.

Auf den ersten Blick mag man meinen, dass dieses Zusammentreffen niemals funktionieren könnte, zu groß sind die Unterschiede, allein auf musikalischer Ebene. Auf den zweiten Blick ergibt diese Kombi aber durchaus Sinn. Hier treffen zwei gänzlich unterschiedliche Zeitepochen aufeinander, die Vergangenheit und die Gegenwart prallen aufeinander und verschmelzen zu einem.

Das Ganze klingt dabei derart harmonisch, dass man sich unweigerlich fragen muss, wieso es Projekte dieser Art nicht öfters gibt. Texte, die es wert sind geschrieben und verbreitet zu werden, mal anprangernd, meist jedoch voller Optimismus, verpackt in einem musikalisch aktuellen Gewand, das schlicht und einfach zu gefallen weiß und wohl auch die Jugend zum Hinhören und Nachdenken bewegen kann. „Per La Vita“ heißt übersetzt „Für das Leben“ und genau so klingt diese CD auch – vielschichtig, facettenreich und dabei stets dem Leben zugewandt. Großartig.

„Forty Eight Crash“ am 7. Mai um 20 Uhr

„Gegen Demokraten helfen nur Soldaten…!“ -­‐ Wissen Sie vielleicht, von wem diese legendäre Zeile stammt?
Allerhöchstwahrscheinlich nicht. Körbel & Letz aber sind tief in die Archive gestiegen und haben Erstaunliches zu Tage gefördert. Das Jahr 1848 kann als die Geburtsstunde der deutschen Demokratie gesehen werden – aber wie kam sie zur Welt! Ein preußischer König sieht sich „an der Spitze der Bewegung…“ – und ist zu feige, die ihm vom Volk angebotene Kaiserkrone aufzuheben („Ich bin nicht Friedrich der Große….!“). Eine Berliner Bürgerwehr entsteht – und stellt sich unter den Befehl des königlichen Stadtkommandanten. Advokaten, Ärzte, Bankiers und Geschäftsleute, Männer mit Geld also, dürfen sich in den Zeughäusern Waffen kaufen – aber die Opfer auf den Barrikaden sind Schlosser und Bäcker, Erdarbeiter und Droschkenkutscher. Körbel & Letz fackeln ein furioses Feuerwerk ab und ziehen alle Register ihres kabarettistisch-­‐musikalischen Könnens. Acht Musikinstrumente und diverse Requisiten runden die Atmosphäre ab und bereiten den Boden für urbanen Folk, für überraschende Entdeckungen in jedem Moment.

Die „Frankfurter Rundschau“ schrieb über das Gastspiel im legendären Club Voltaire u.a.: „Das Publikum hätte sie am liebsten dabehalten!“ Na bitte.

Lieder und Texte aus der Revolution 1848 mit Stefan Körbel und Michael Letz
am Donnerstag, 7. Mai um 20 Uhr im Tannenrestaurant, Sandbergtannen 1, Demmin im Rahmen der 1. Demminer Konferenz gegen Krieg und Faschismus

Lesung: Die Jüdin von Toledo

Lesung aus “Die Jüdin von Toledo” nach Lion Feuchtwanger mit sephardischer Musik

Montag, den 4.5.2015 um 18:00 Uhr im Lübecker Speicher, am Bollwerk, 17109 Demmin

mit Liane Krüger, Antonio Morejón Caraballo und Fabian Klentzke

Als die Deutschen vom Himmel fielen

Dokumentation: “ Als die Deutschen vom Himmel fielen“ über den Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen.
Buch und Regie: Olga Schell

Mittwoch, den 15.04.2015 Mittelhof Gessin 7a, 17139 Gessin von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Dienstag, den 21.04.2015 in der Stadtbibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Strasse 1, 17109 Demmin von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer.
Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflußnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten.
Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film eine weitere Spur auf. An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung: Es ist der Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien

Programm vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin: Konferenz, Demonstration, Konzert

Konferenz

Donnerstag, den 7. Mai 2015
Ort: Tannenrestaurant, Sandbergtannen 1, Demmin
13.00 Uhr Pressekonferenz
14.00 bis 16.00 Uhr „Rückblick“
• Der heutige Umgang mit der Geschichte von Demmin
• 1942/43 Die Rettung von Juden durch die ländliche Bevölkerung in Frankreich (Lou Marin, Marseille)
• Freund_innen berichten von der Lagergemeinschaft Ravensbrück
• Zurück in die Zukunft. Wir starten in der Gegenwart, gehen zurück in die Vergangenheit des Naziterrors, um einen Ausblick in die Zukunft zu haben (Standpunkt e.V. Bremen)

16.30 bis 18.30 Uhr „Heute“
• Das Aufleben des Neofaschismus in Europa und der Vergleich mit dem fanatischen Islamismus (Tomasz Konicz, Polen)
• Bericht eines Betroffenen über den heutigen Krieg gegen Flüchtlinge
• Polizeirepression in Europa (Monroy, Berlin)

20.00 Uhr Kulturprogramm
„forty eight crash“ Lieder und Texte aus der Revolution 1848 mit Stefan Körbel und Michael Letz

Freitag, den 8. Mai 2015
10.30 bis 12.30 Uhr „Neue Kriege?“
• Rückkehr zu einer Ost-West-Konfrontation: Wie wahrscheinlich ist ein Krieg gegen Russland? (Kai Ehlers, Publizist)
• Wiederaufrüstung in Europa (Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung, Tübingen)
• Psychologie der Kriegsmobilisierung (Prof. Klaus-Jürgen Bruder „Neue Gesellschaft für Psychologie“, Berlin)

Nachmittag: Austausch unter den Konferenzteilnehmern, Erfahrungen antifaschistischer Bewegungen in verschiedenen Ländern

14.00 – 17.00 Uhr Marktplatz: Friedensfest von Vereinen und Verbänden der Stadt, u.a. mit ZivilCHORage – Einladung für alle zum offenen Singen am Markt
17.00 Uhr Friedensgebet, Kirche St. Bartholomaei
17.30 Uhr Friedensdemonstration vom Marktplatz bis zum Barlachplatz, mit mehreren Stationen für Kundgebungen

19 Uhr bis 22 Uhr Mahnwachen von verschiedenen Vereinen und Organisationen in der Stadt

Sonnabend, den 9. Mai 2015
11.00 Uhr Pressekonferenz über die Ereignisse vom 7. und 8. Mai

ab 14.30 Friedenskonzert am Hafen
14.30 Leo Kraus und Amri Habimana, Percussion-Aktion
15.30 Basart, Rap aus Marseille
16.30 – Bejarano und Microphone Mafia, „La Vita Continua Tour“
(Esther Bejarano ist Überlebende des KZ Auschwitz, wo sie im Häftlingsorchester spielte)
18.30 – Die Stormbirds, Pirate Blues Music

Für Verpflegung während der Tagung ist gesorgt. Für Unterbringung bitte anmelden. Vermittlung über demmin.n (ät) gmx.de

Wir freuen uns über Spenden: MV Nazi frei – IBAN: DE 54 1505 0500 0102 0489 24 – BIC: NOLADE21GRW

Wir behalten uns vor, einzelne Personen der Veranstaltungen zu verweisen

70 Jahre Befreiung vom Faschismus und Ende des 2. Weltkrieges – wo stehen wir heute?

Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin für 2015

70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Diktatur wollen wir uns damit auseinandersetzen, welche Bedeutung Krieg, Nationalismus und Ausgrenzung heute in unserer Gesellschaft haben.

Welche Resonanz finden „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ oder „Schwerter zu Pflugscharen!“ in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft? In einer Zeit, in der nationalistische, ausgrenzende Bewegungen europaweit stärker öffentlich auftreten. In einer Zeit, in der wir als Bürger_innen dieses Staates an immer mehr Kriegen beteiligt sind, ohne die Gründe und den deutschen Beitrag wirklich zu verstehen. Viele sind um eine Antwort verlegen. Verlassen wir uns auf die „Diplomatie“ und verharmlosende Erklärungen der Politik? Oder wollen wir eigene Antworten suchen und das Verständnis für andere Menschen, die von Krieg, Flucht, Vertreibung oder Rassismus betroffen sind, verbessern?

Nationalismus sehen wir als Wegbereiter für gewalttätige Konflikte und Kriege.
Nationalismus kann abnehmen, wo Freundschaften und Solidarität mit anderen Ländern und Kulturen entstehen. Weil in Demmin Neo-Nazis seit Jahren den 8. Mai für ihre nationalistische Hetze missbrauchen, wollen wir dort mit einer internationalen Begegnung die weltweite Hoffnung auf Frieden, die mit dem Ende des Naziregimes verbunden ist, weitertragen.

Wir wollen uns gegenseitig informieren, miteinander diskutieren und für eine Zukunft ohne Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gehen.
Vorträge, Diskussionen, kulturelle Beiträge und Feste sind Teil dieser dreitägigen Zusammenkunft vom 7. bis 9. Mai in Demmin. Durch Freundschaften über nationale und religiöse Grenzen hinaus entgehen wir der nationalistischen Ansteckungsgefahr. 70 Jahre nach dem Kriegsende und dem Zusammenbruch der deutschen NS-Diktatur ist Solidarität innerhalb und über die Grenzen dieses Landes hinaus dringend notwendig. Gemeinsam mit Freunden aus anderen Ländern haben wir den Mut, gegen Kriegstreiber und Nationalisten im eigenen Land aufzustehen. Zu diesen drei Tagen laden wir die Bürger_innen aus Demmin und Umgebung, Organisationen, Politik und Verwaltung landesweit ein.

Es genügt heute nicht zurückzublicken.
Setzen Sie mit uns ein Zeichen für die Zukunft in Frieden und ohne Rassismus und Ausgrenzung!

Interessierte melden sich bitte unter: achtermai@demmin.de
Siehe auch: https://friedensfestdemmin.wordpress.com/

7. März: Lesung “Emma Rosenbaum, eine jüdisch-deutsche Geschichte” und Musik: “Frau Schwalbe” singt und musiziert

Jana Franke-Frey, Wallmow
liest aus ihrem Buch:
“Emma Rosenbaum, eine jüdisch-deutsche Geschichte”
Eine deutsch-jüdische Geschichte, die von der Gegenwart in die Vergangenheit springt, die mit Ungeduld überholt und sich dann selbst wieder einholt. Es gibt Wechsel und Kehrtwendungen, wie sie das Leben schreibt.

zwischendurch ein kleiner Imbiss

Annette Bohsang, Berlin
“Frau Schwalbe” singt und musiziert

Frau Schwalbes Musik ist Gesang und Akkordeon, die eigenen Lieder finden sich in chansonalen Klangwelten wieder, sind Ohr gängig und trotzdem unerhört eigen.

am 7. März 2015, 18 bis 20 Uhr
Gemeindehaus St. Bartholomaei
Demmin, Am Kirchplatz

Eine Veranstaltung vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin

Pressemitteilung zum 8. Mai 2014 vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin


Proteste gegen den Neonaziaufmarsch am Tag der Befreiung vom Faschismus

Mit einem historischen Stadtspaziergang, an dem auch der Landesrabbiner teilnahm, und vielen Mahnwachen in der Stadt protestierte das Aktionsbündnis gegen den geschichtsverfälschenden Fackelumzug der NPD. Dabei war ein breites Spektrum von Bürgern, Institutionen, Vereinen und Parteien die sich dem Motto „Demmin bleibt bunt“ anschlossen. Für diese Menschen ist Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen und sie sind überzeugt, dass man den Anfängen wehren muss. Vereine und Verbände aus Demmin organisierten auf dem Marktplatz ein Friedensfest und in der Bartholomaei-Kirche fand ein ökumenischer Gottesdienst statt. Insgesamt waren an den Aktionen mehr als 800 Menschen beteiligt.

Die Aktionen im Stadtgebiet waren Versammlungen verschiedener Parteien, Gewerkschaften und Organisationen. Der massive Polizeieinsatz war geprägt von der einseitigem Gewährung des Versammlungsrechtes für den Neonazi-Marsch, das Demonstrations- und Versammlungsrecht von Bürger_innen wurde ignoriert. Ein junger Mann wurde von Polizisten bewusstlos geschlagen. Er wurde im Krankenwagen in künstliches Koma versetzt und sofort in das Universitätsklinikum in Greifswald gebracht.

Es handelt sich um einen jungen Franzosen, der nur wenig Deutsch versteht und bei Freunden in der Region zu Besuch war. Er hatte an einer Sitzblockade am Luisentor teilgenommen. Eine Polizeieinheit stürmte auf die Sitzenden brüllend los und trieben sie brutal von der Straße. Dabei drückte ihm ein Polizist die Nase zu und steckte ihm einen Finger in den Mund. Der Polizist sagte, er sei gebissen worden. Ein normaler medizinisch-psychologischer Reflex wird durch das Stossen des Fingers in den Mund ausgelöst. Daraufhin stürzten sich mehrere Beamte auf den jungen Mann. Er wurde gefesselt und mit Handschellen während mehreren Minuten an eine Wand gepresst und mit Knien in den Rücken und in den Brustkorb getreten. Der junge Mann hatte Angst zu ersticken und rief nach Hilfe. Als er auf dem Boden lag, knieten die Beamten laut Augenzeugen auf seinem Kopf und Rücken und schlugen ihn. Alle zu Hilfe kommenden Personen wurden brutal abgedrängt, das Angebot, zu übersetzen, wurde abgelehnt. Selbst als der Franzose bewusstlos am Boden lag, durfte ein anwesender Arzt nicht helfen bis offizielle Sanitäter und der Krankenwagen eingetroffen waren.

Der junge Mann hat inzwischen auf eigenen Wunsch das Krankenhaus verlassen. Er sei schockiert von der Brutalität der Polizei und fühle sich hier nicht mehr sicher. Er hat inzwischen auch die Region verlassen, und einen Anwalt damit beauftragt, Klage gegen die Polizeibeamten einzureichen.

Nach dem historischen Spaziergang des Aktionsbündnisses, während des stattfindenden Neonazi-Aufzugs kam es zu vereinzelten Aktionen von verschiedenen Seiten. Noch ist die Auswertung unübersichtlich, viele Grüchte in verschiedene Richtungen sind im Umlauf. Der Rechtsanwalt Thomas Wanie wird alle Zeugenaussagen sammeln. Er ist zu erreichen unter der Telefonnummer 0381 7691022 und der Emailadresse INFO@KTV-ANWAELTE.DE.

Telefonnummern und Anreise

Infotelefon: 0160-… ab 8.5. um 15 Uhr
Ermittlungsausschuss: 015754772702 (juristische Fragen)
Twitter-Hashtag:: #8mDM
Ticker: https://twitter.com/#!/demminnazifrei

Anreise: an diesem Tag werden nach dem Naziaufmarsch zu später Stunde keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren, also empfiehlt sich die Anreise in Fahrgemeinschaften oder in eine der Busse aus Berlin, Greifswald, Rostock, Neubrandenburg und Hamburg Meldet euch dort schnell, falls ihr noch einen Platz braucht.

Eine Übersichtskarte kommt noch.

An den Zugriffszahlen auf diesen Blog können wir ein stark gestiegenes Interesse feststellen und auch die Ostseezeitung und die SVZ verlinkt- Beim Nordkurier gibt es einen Artikel

Zu den Mahnwachen sind noch einige Organisationen dazugekommen.

Die Vorbereitungen für den 8. Mai laufen

Die letzten wichtigen Infos wie die Übersichtskarte und Telefonnummern für den Donnerstag kommen bald.

Die verschiedenen Gruppen/Verbände/Organisationen werben vielfältig für den Protest am 8. Mai in Demmin:


Diese Plakate sind in der ganzen Stadt verteilt sichtbar.

Von hier kam der Aufruf zu den vielen Mahnwachen:

Aktionsbündnisse, Vereine, Organisationen und Einzelpersonen aus Mecklenburg-Vorpommern haben vor einigen Monaten einen Aktionskonsens erarbeitet, der auch in Demmin gilt:

- Wir stellen uns mit friedlichen Mitteln gegen menschenverachtende Ideologien.
- Wir sind solidarisch mit allen, die sich gegen Nazis und ihre Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern stellen.
- Wir arbeiten gewaltfrei, nicht eskalierend und positionieren uns gegen Versuche der Kriminalisierung entsprechender anti-Nazi Proteste.
- Wir verstehen unsere langfristige Arbeit über anti-Nazi Proteste hinaus als einen Beitrag für eine solidarische und freie, kulturell vielfältige Entwicklung der Gesellschaft.
- Wir setzen uns ein für Menschenwürde und Menschenrechte, Respekt und Toleranz und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unserem Bundesland.

mehr Infos dazu hier:
Brölliner Aktionskonsens

Keinen Fußbreit den Faschist_innen! – gemeinsam, entschlossen, entgegen!

Nach den Erfolgen am 1. Mai in Rostock: Jetzt am 8.Mai in Demmin den Naziaufmarsch verhindern!

Ca 2000 Menschen demonstrierten am 1. Mai gegen den Naziaufmarsch in Rostock. Zuerst mußten die Nazis wegen diverser Protestaktionen den Stadtteil wechseln, dann wurden sie in Dierkow immer wieder blockiert. Am Ende mussten sie ihren Marsch abbrechen. Empörend sind die Verbotsversuche der Gegendemos durch die Stadt Rostock.
Erste Berichte der Ereignisse von Rostock gibt es unter anderem bei NDR, Kombinat Fortschritt und Endstation rechts.

Der nächste Event wartet schon in Demmin:
Die ersten Plakate werben schon für den Protest gegen die Nazis am 8. Mai:

Pressemitteilung vom Aktionsbündnis

Farbe bekennen gegen Neonazis!
Für ein lebenswertes, weltoffenes Demmin!

Am 8. Mai 2014 will die Neonazi-Szene Mecklenburg-Vorpommerns zum achten Mal in Demmin aufmarschieren. Sie versuchen, die Deutschen von der Kriegsschuld rein zu waschen und Geschichte zu relativieren. Um die Deutschen als Opfer darzustellen, nutzen sie die massenhaften Selbsttötungen zum Kriegsende.
Eine Tragödie für die Einzelnen, ihre Familien, für die Stadt. Für Viele hatte das Gedenkprogramm der DDR keinen Platz. Doch es darf nicht vergessen werden, dass die sich in Demmin abspielende Ereignisse deutlich im Rassenwahn des Nationalsozialismus wurzelten und letztendlich und ausnahmslos alle eine direkte Folge des von den Deutschen begonnenen Krieges waren.
Unter den Toten, denen seit 1995 ein Gedenkstein auf dem Friedhof Demmin gewidmet ist und derer nun als Opfer des Krieges offiziell gedacht wird, sind auch jene, die die entsetzlichen Ereignisse in Demmin forcierten.

Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, in Demmin Farbe zu bekennen und sich dem perfiden Schauspiel der neuen Nazis entgegen zu stellen. Das Aktionsbündnis 8. Mai will in diesem Jahr eine Vielfalt von Veranstaltungen präsentieren, die Lebendigkeit der demokratischen Kultur zeigen und den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus begehen:

Mahnwachen, organisiert von politischen und sozialen Verbänden, von Vereinen sowie von Politikern des Landes, des Kreises und der Stadt, sind zahlreich in der Stadt zwischen 17 und 22 Uhr zu finden und bieten neben Informations- und Gesprächsmöglichkeiten auch Kulturbeiträge. Unter anderem werden Studenten der Theaterakademie Vorpommern mit Texten und musikalischen Aktionen an von Nationalsozialisten verfemte Schriftsteller, Dichter, Musiker und Komponisten erinnern.

Auch in diesem Jahr wird es einen historischen Stadtspaziergang geben. Dieser Mahngang mit Informationen zu Orten der NS-Zeit wird inhaltlich gestaltet vom Demminer Regionalmuseum. Er beginnt um 17.30 Uhr im Anschluss an die Ökumenische Friedensandacht in der Bartholomaei-Kirche.

Es haben sich viele offizielle Teilnehmer angekündigt, unter ihnen der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, Herr William Wolff. Er wird am jüdischen Friedhof eine kurze Ansprache halten.
Route: Bartholomaei-Kirche/an den Glocken > Marktplatz > Breitscheidstraße > Clara-Zetkin-Straße > Goethestraße > Reiferstraße > Bergstraße > Pfarrer-Wessels-Straße / Barlachplatz

Auf dem Marktplatz organisieren Vereine und Verbände aus Demmin von 15 bis 16.30 Uhr ein sportliches Fest unter dem Motto: „Demmin bewegt sich“

Für detaillierte Informationen:
www.friedensfestdemmin.wordpress.com
www.demminnazifrei.blogsport.de/

30.4.2014

Karte mit Mahnwachen und historischem Mahngang

Für den Überblick gibt es hier eine Karte mit allen angemeldeten Protestveranstaltungen gegen den Naziaufmarsch am 8.5.2014. An der Karte kann sich im Detail noch mal was ändern, der Link bleibt bestehen.
Der Mahngang geht von 17.30 bis 19 Uhr, die Mahnwachen von 17 Uhr bis ca. 22 Uhr, im Hafen bis ca. 24 Uhr.
Zur Naziroute selbst, die ab 19.30 startet, kommen mehr Infos die nächsten Tage.


Mahnwachen Demmin 8.5.14 auf einer größeren Karte anzeigen

Und die Moblisierung rollt

Busse nach Demmin gibt es bis jetzt aus Berlin, Greifswald, Rostock, Neubrandenburg und seit neustem auch aus Hamburg

Ein Friedensfest gibt es diese Jahr nicht, dafür viele Mahnwchen von 17 Uhr bis 22 Uhr mit:
Amnesty International HRO, Europähisches Integrations Zentrum Rostock e.V., Technisches Hilfswerk OV DM, DGB-Region Ost-MV, IG Metall Stralsund-Neubrandenburg, ATTAC HGW, Landtag vor Ort / WIR-Initiative, Pfadfinderbund HST, Pfadfinderbund HRO, Pfadfinderbund HGW, Pfadfinderbund MV, Jusos Greifswald, SPD Fraktion DM, Alternative HGW, Bündnis 90/Die Grünen MSE, Bündnis 90/Die Grünen HST, Grüne Jugend MV, Swingkids HGW, ADFC MV, MILAN-Unternehmerverband, BI Rettet das Landleben, Straze HGW, Die Linke MSE, Die Lnke Fraktion MSE, Die Linke Fraktion DM, Die Linke Landtagsfraktion, Demokratiebus der LPB, AStA HGW, Wir für Lübtheen, Bündnis Vorpommern weltoffen-demokratisch-bunt, Villa Kunterbündnis Güstrow, Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin, Selbstbestimmung für Frauen, Soziale Bildung HRO, BI Kernenergie, Piraten HGW, BUNDjugend NB, Die Linke Torgelow, AA Anklam, Lola für Lulu und Menschen ohne Gruppenzugehörigkeit. Es werden ständig mehr.

Zum Mahngang
, der wahrscheinlich wie einen große Gegendemo wahrgenommen wird, haben sich schon viele angekündigt, vorne weg der Landesrabbiner William Wolff, der am jüdischen Friedhof sprechen wird.

Beim Kombinat Fortschriit erschien ein informativer, einladender Artikel

Hier der Blick auf Infos aus Hamburg:

Demmin am 8. Mai – einfach mal sitzenbleiben

Historischer Mahngang am 8. Mai 2014

Beginn: 17.30 beziehungsweise im Anschluss der Veranstaltung in der Kirche
Ende: voraussichtlich 19 Uhr.

Veranstaltet_innen: Ak­ti­ons­bünd­nis 8. Mai und Demminer Regionalmuseum

Route:
Bartholomaei-Kirche/an den Glocken > Marktplatz > Breitscheidstraße > Clara-Zetkin-Straße > Reiferrstraße > Bergstraße > Pfarrer-Wessels-Straße (Ende)

Stationen / Themen:
1. Bartholomaei-Kirche: Erster sowjetischer Friedhof

2. Marktplatz:
Winterhilfswerk der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
Alltag und Mitmachen im Nationalsozialismus

3. Breitscheidstraße / Neubaublock hinter der Volksbank (früher: Luisenstr. 22):
Kein Stolperstein für die emigrierte Jüdin Rosa Lewinsky?

4. Luisentor: 1936-1945 HJ-Heim
Aus den Erinnerungen von Reimund Blühm, geb. 1929

5. Clara-Zetkin-Straße / Kreuzung Treptower Straße:
Führerkult. Anklamer Straße wird Adolf-Hitler-Straße.

6. Goethestraße / Katholische Kirche:
Rassisch und politisch Verfolgte des Nationalsozialismus (Geschwister Davidsohn, Pfarrer Adolf Nolewaika)
Blumenablage an den Stolpersteinen, Goethestr. 3, möglich.

7. Bergstraße / Jüdischer Friedhof: Informationen zu den dort Begrabenen.
Ansprache des Landesrabbiners von Mecklenburg-Vorpommern, Herrn William Wolff
Keine Blumen hier ablegen sondern Steine! Männer tragen Kopfbedeckung!

8. Pfarrer-Wessels-Straße 2 / Barlachplatz (Ende des Mahnganges):
Kriegsgefangenenmeldestelle der Wehrmacht (im Quergebäude der einstigen Ostkaserne) und zweiter sowjetischer Friedhof / sowjetische Kriegsgefangene
Blumenablage am Friedhof möglich.


Der historische Stadtrundgang am 8.5.2013 vor der ehemaligen Synagoge (Foto: OS)

Aufruf zu weiteren Mahnwachen

Die Idee, viele Mahnwachen am 8. Mai in Demmin gegen den Naziaufmarsch zu machen, findet breite Unterstützung:


Bidschimfoto der Website vom Städte- und Gemeindetag MV

Also seid auch dabei und macht mit!
Meldet euch bei Mahnwachenkoordinator Michael Steiger, per Mail finderhkb@gmx.net oder Telefon: 01724019038

Die Mahnwachen am 8. Mai in Demmin – seid dabei!

Von 17 Uhr bis ca. 22 Uhr wird es am 8. Mai, verteilt über die Stadt Demmin, Mahnwachen geben.

- damit die viel­fäl­ti­ge Le­ben­dig­keit un­se­rer Kul­tu­ren wäh­rend des Na­zi­auf­mar­sches in der ganzen Stadt Demmin sicht­bar wird,
- um den 8. Mai zu fei­ern,
- um Kunst/Kul­tur vorzu­tra­gen, die in der Na­zi­zeit ver­bo­ten war und
- um gegen Neonazis zu demonstrieren, deren Geschichtsrelativierungen, deren Versuche, die Deutschen von Schuld reinzuwaschen sowie deren rassistisches und menschenverachtendes Menschenbild.

Bis jetzt haben schon über 40 Gruppen/Bündnisse/Initiativen/Organisationen bereit erkärt, eine der vielen Mahnwachen zu organisieren und es werden ständig mehr. Die Mahnwachen sind während des Naziaufmarsches, der ab 19.30 startet, die Anlaufpunkte für den Protest.

Wir freuen uns über weitere Gruppen / Initiativen, die dabei sein wollen. Nehmt Kontakt mit uns auf.

Davor wird es ab 17.30 einen großen, gemeinsamen his­to­ri­schen Stadt­spa­zier­gang / Mahn­gang durch Dem­min geben, organisiert vom Regionalmuseum Demmin und dem Ak­ti­ons­bünd­nis 8. Mai Dem­min. Ein ge­plan­ter Punkt ist der jü­di­sche Fried­hof, an dem der Lan­des­rab­bi­ner spricht.

Genaueres dazu kommt die nächsten Tage.

Gedenkkulturen und Veränderungen

Sowjetische und deutsche Kriegsgräber – Veränderungen im Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges nach 1990 in Demmin und anderenorts.

Veranstaltung des Demminer Regionalmuseums und des Aktionsbündnisses „8. Mai Demmin“

Donnerstag, 13. März 2014, 18.00 Uhr im Museum (Demmin, Hanseufer 2, 4. Etage)


Sowjetische Kriegsgräber am Barlachplatz in Demmin

Der Zweite Weltkrieg endete in Demmin mit zahlreichen Selbsttötungen und einer großflächigen Zerstörung der Stadt. Nach der weitgehenden Tabuisierung der Ereignisse zu DDR-Zeiten brach in der Stadt eine Debatte um die Deutung der Vergangenheit aus, wurden der sowjetische Friedhof umgestaltet und Erinnerungszeichen neu gesetzt, besetzten Rechtsextreme das Thema. Was setzt die Erinnerungspolitik der Stadt dagegen? Welchen Stellenwert hat historisches Wissen gegenüber Gedenken? In der Stadt, in ihren Schulen weiß und spricht man jetzt mehr über die zivilen deutschen Kriegstoten. Wie steht es um das Wissen über Einsatz und Tod sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter/innen in der Stadt, in Demmin-Woldeforst, in den Dörfern der Umgebung? Wie hält man es in anderen Kommunen mit sowjetischen Grabanlagen?

Diesen Fragen gehen in einem Podiumsgespräch nach:
Dr. Lutz Prieß und Sebastian Kindler, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
PD Dr. Elke Scherstjanoi, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Dr. Michael Koch, Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und Bürgermeister der Stadt Demmin
Eleonore Wolf, Leiterin des Stadtarchivs Neubrandenburg, das u.a. zuständig ist für die Sammlung, Dokumentation und Bewahrung von Beständen zur Gedenkstätte Fünfeichen
Dr. Petra Clemens, Demminer Regionalmuseum
Moderation: Thoralf Plath, Journalist beim Nordkurier, Lokalredaktion Demmin

Einleitend spricht Dr. Lutz Prieß zur Frage „Sowjetische Gräberstätten in Deutschland – unbequeme Denkmale?“. Sebastian Kindler stellt das Dokumentationsprojekt „Sowjetische Grabstätten und Ehrenmale in Deutschland“ des Museums Berlin-Karlshorst vor. (jeweils 15 Minuten) Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, in der Datenbank des Deutsch-Russichen Museums gezielt nach Orten (in der Region) zu recherchieren.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf eine Diskussion, in der wir gemeinsam den Stand der Dinge aufnehmen und Überlegungen für zukünftige Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur vor Ort anstellen.