10.8. um 12.30 in Demmin: Die NPD entlarven, damit sie nicht wieder in den Landtag einzieht!

Da die NPD um den erneuten Einzug in den Landtag bangen muss, will sie mit krassen Sprüchen auf sich aufmerksam machen. Morgen ab 13 Uhr will sie für eine Stunde auf dem Markt wieder ihre Hetze abgeben. Hauptthema werden wohl wieder die Flüchtlinge sein. Oft verstecken sie sich hinter populistischen Forderungen, doch die NPDler wollen die Demokratie abschaffen und einen Staat mit Führerstruktur, alles Andersdenkende soll ausgemerzt werden, wie damals.

Ab 12.30 ist eine Mahnwache vom Aktionsbündnis auf dem Markt angemeldet.
Auch einige Menschen aus der Stadtspitze wollen sich wieder gegen rechts positionieren.
Wir freuen uns über weitere Unterstützung von Menschen, die sich gegen Faschismus und Rassismus wehren.

So ählich wird es dann wohl morgen auf dem Markt aussehen:

NPD-Mini-Kundgebung am Montag, 17.03.2014, auf der anderen Seite zahlreiche Protestierende

NPD-Kundgebung am Mittwoch, 10.8. in Demmin

Der Wahlkampf läuft auf vollen Touren. Auch die NPD will jetzt nach Demmin kommen: am Mittwoch, 10.8.2016 von 13 – 14 Uhr soll es eine Versammlung auf dem Markt geben. Bei so kurzer Versammlungszeit deutet das auf eine Minikundgebung ohne marschieren hin. Aber auch das sollte nicht unkommentiert bleiben.
Also achtet auf weitere Ankündigungen!

Entschlossen gegen den rechten Spuk

Mehr als 500 Menschen zeigten in zwei Demonstrationen und fünf Mahnwachen, dass sie den Nazis am 8. Mai nicht die Straße überlassen. Themen waren die Lebenssituation der Asylbewerber_innen (es sprach eine Frau aus dem Iran), die Kriegseinsätze und Waffenexporte von Deutschland und der Naziterror, den Bürgerwehren und Schläger auf die Straße tragen.

Um die 200 Nazis spulten ihren Trauermarsch wie eine Pflichtübung ab. Petereit und noch einer hielten Reden, die schon im Abstand von 10 Meter nicht mehr zu hören waren. Und der Pathos, der ihnen sonst so wichtig ist, war nicht zu spüren.

Unverhältnismäßig und ruppig war mal wieder das Verhalten der Polizei. Wie leider bei vielen Naziaufmärschen üblich wurden die Grundrechte von Gegendemonstrierenden stark eingeschränkt: Einkesselung im Gartenbereich weit ab der Strecke. Viele Pfeffersprayeinsätze, die jedes mal Verletzte produzieren sowie teilweise gegen bestätigte Versammlungen eingesetzt werden. Oder das Polizeibeamte einfach so präventiv abschrecken und dadurch Meinungsäußerung im Keim ersticken. Gegenprotest wird als störend tituliert.

Wir werden jedenfalls auch am nächsten 8. Mai mit neuen Ideen auf die Straße gehen, um uns den Nazis engegenzustellen.

Weitere Berichte folgen die Tage.

Farbe bekennen gegen rechtes Gedankengut am 8. Mai in Demmin

Neo-Nazis verbreiten Schrecken im Land, zünden Flüchtlingsheime an, streben nach einem starken Reich mit einem Führer. Sie setzen auf die Angst vor dem Fremden. Nach außen geben sie sich populistisch. In den letzten Monaten stiegen die Umfragewerte der Parteien am rechten Rand. Dagegen gilt es aufzustehen, sich einzusetzen für eine offene, freie Gesellschaft.
Heute marschieren die Neo-Nazis wieder in Trauer geordnet und wollen die Geschichte verdrehen. Seit 2006 gedenken sie an Tötungen und Vertreibung der Deutschen 1945 und verlieren dabei die Ursachen aus dem Blick. Deutschland hatte den Krieg 1939 begonnen und seit der Machtergreifung 1933 viele Juden, Sinti und Roma, Andersdenkende terrorisiert und umgebracht. Demmin war eine Hochburg der Nazis, mehr als 2/3 der Bevölkerung wählte 1932/1933 faschistisch. Der Antisemitismus war so groß, dass schon Mitte 30er der viele Juden flohen. Viele autoritäre Strukturen waren nach der Kaiserzeit ungebrochen am Werk und bauten ihren Einfluss in der Weimarer Republik weiter aus.
Früher wie heute gab es viele Flüchtlinge, die in Demmin ankamen. Viele Flüchtlinge kamen nach dem 2. Weltkrieg an. Damals wurden die Ankommenden an vielen Stellen als „Polaken“ ausgegrenzt, sind aber heute normaler Teil der Gesellschaft. Die Großeltern viele Menschen heute waren damals Flüchtlinge. Wirtschaftliche Flucht weg aus der Demminer Region gab es beispielsweise von 1863 bis 1881, als 1/3 der Bevölkerung auswanderten oder nach 1989.

Bei den letzten Naziaufmärschen in MV wurden die Rechte von Demonstrierenden oft stark eingeschränkt, damit die Neo-Nazis ungehindert laufen konnten. Protest wird oft in die Nebenstraßen abgeschoben und unrechtmäßig festgesetzt. Dies widerspricht dem gemeinsamen Landtagsbeschluss nach den Ereignissen vor zwei Jahren am 8. Mai in Demmin. Wir werden die Ereignisse an diesem 8. Mai auswerten und gegebenenfalls juristisch klären lassen

Stellen wir uns den Neo-Nazis entgegen! Rollläden runter lassen reicht nicht!

Musik-Flashmob

Was soll der Flashmob?
Brandanschläge auf Flüchtlingsheime. Messerattacken und Steinwürfe gegen Asylsuchende. Ein kleiner Auszug aus einer langen Liste. Denn auch vor unserer Haustür in Mecklenburg-Vorpommern entlädt sich wöchentlich der rassistische Hass gegen Geflüchtete. Menschen verlassen ihre Heimat nicht freiwillig. Sie entrinnen Gewalt, Zerstörung und Tod. Sie wollen in Deutschland ein neues Leben in Frieden und Freiheit beginnen. Doch wiederum fürchten sie um ihr Leben. Und die AfD zieht mit einem deutschnationalen Wahlkampf in ost- und westdeutsche Landtage ein. Die Nazis versammeln sich alljährlich zu Fackelmärschen und „Gedenkversammlungen“ in Demmin und anderswo, um ihr rassistisches und rechtsradikales Gedankengut zu verbreiten.
Es reicht! Wir dulden keine weiteren Opfer und keine weiteren Anfeindungen von Geflüchteten. Dafür gehen wir auf die Straße und singen, weil wir glauben, dass wir nur mit friedlichem, aber lautem Protest etwas erreichen können. Und wir sind nicht alleine: In Demmin gehen am 8. 5. viele Menschen gegen Rechtsradikalismus und Fremdenhass auf die Straße. Sei dabei!

Warum genau dieses Lied?
Dieses Traditional stammt aus der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre in den USA, als die schwarze Bevölkerung für gleiche Rechte kämpfte. Ähnlich ist es heute mit den Geflüchteten, die sich auf das Asylrecht in unserer Verfassung und die von Deutschland unterzeichnete Genfer Flüchtlingskonvention beziehen. Gewähren wir ihnen Schutz und Hilfe, auf dass sie in eine friedliche Welt kommen!

Reichen wir uns für gegenseitige Toleranz die Hände und singen gemeinsam „We shall overcome“!

Aktionskarte, Ticker und Infotelefon für den 8.5.2016

Infotelefon ab dem 8. Mai 15 Uhr: 0160-62 080 18
Ermittlungsausschuss: 0157 337 30 212

Twitter-Hashtag:: #8mDM

Ticker: https://www.aktionsticker.org/
https://twitter.com/#!/demminnazifrei
Antifa-Ticker: https://twitter.com/nonazisdm

Friedensdemonstration: Start um 17.15 Uhr am Marktplatz
Mahnwachen von verschiedenen Organisationen starten ca. 18 Uhr
Antifademo startet um 17 Uhr am Bahnhof

Die Neo-Nazis haben ihren Treffpunkt am 8. Mai in Demmin um 19.00 Uhr am Parkplatz vom Stadion. Das Ziel vom Naziaufmarsch bleibt wie in den letzten Jahren die Kundgebung im Hafen, zum Gedenken an die deutschen Toten von 1945.
Die genaue Nazi-Route für 2016 ist nicht bekannt, und wird es vermutlich auch nicht, aber Start und Ziel sind klar. Dazwischen haben sie oft die Straßen genommen, die frei sind.

Und schaut euch den Brölliner Aktionskonsens an.

Karte für Sonntag:

Wehren wir den Anfängen – stellen wir uns entgegen!

Für eine offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends!

Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin zum 8. Mai 2016

Viele, die nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus wollen; viele, die Menschen, gleich welcher Herkunft, willkommen heißen; viele, die Unterstützerkreise für die Geflüchteten aufgebaut haben; viele, die für eine freie, friedliche und offene Gesellschaft eintreten – sie, wir wollen den öffentlichen Raum nicht denjenigen überlassen, die Hass, Angst und Sündenböcke schaffen.

Etwas mehr als acht Jahrzehnte erst ist es her, dass die Machtergreifung der Nazis Krieg, Zerstörung, Vernichtung über Europa brachte und Millionen Menschen in die Flucht trieb. Auch heute ist Krieg der wichtigste Grund, zu fliehen. Mit Waffenexporten und wirtschaftlichen Interessen ist Deutschland mit verantwortlich für die aktuellen Kriege, die wieder Millionen Menschen in die Flucht treiben. Falls es diesen gelingt, Stacheldraht an den Grenzen und das Mittelmeer lebend zu überwinden, suchen sie Schutz bei uns. Doch für viele Geflüchtete werden die europäischen Grenzen immer undurchlässiger, andere begegnen hier auf den Straßen Misstrauen und Gewalt.

Bedrohlich ist der Aufmarsch der Neo-Nazis jedes Jahr am 8. Mai in Demmin. Sie geben vor, den Opfern der sowjetischen Besetzung zu gedenken. Dabei negieren sie, dass die deutschen Faschisten Krieg und Vernichtung über Europa gebracht haben. Diese Verdrehung der Geschichte benutzen sie, um mit Hassparolen gegen alles Fremde anzugehen.

Wehren wir den Anfängen – stellen wir uns entgegen!

Infoveranstaltungen zum 8. Mai 2016

Mobiveranstaltungen in MV: (Es kann noch weitere Veranstaltungen geben, auch in anderen Städten. Hört euch um!)

27.04.2016 | 20.00 Uhr | AJZ Neubrandenburg
02.05.2016 | 20.00 Uhr | Median Rostock
03.05.2016 | 20.00 Uhr | Klex Greifswald
entfällt: 04.05.2016 | Stralsund
05.05.2016 | 20.00 Uhr | IKuWo Greifswald

um Berlin
:
21.04. / 19 Uhr / Projektraum H48 / U Boddinstraße
23.04. / 20 Uhr / Schreina47 / S+U Frankfurter Allee
26.04. / 19 Uhr / Potsdam / Black Fleck / Zeppelinstr. 26
02.05. / 18 Uhr / Linienstr. 206

Hamburg:
noch in Planung

Busanreise: aus allen genannten Städten gibt es auch eine Anreise mit dem Bus, weiteres dazu demnächst.

„zivilCHORage“ – Tag der Begegnung am 8.5. in Dargun

Am Vormittag des 8. Mai gibt es eine interessante Veranstaltung in Dargun, auf die wir gerne hinweisen:

„Zivilchorage“ ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich mit Gesang zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu Wort melden um eine Kultur des ‚Miteinander‘ zu stärken.

Wir laden alle zu uns geflüchteten Menschen, deren UnterstützerInnen sowie singfreudige Menschen und Chöre unserer Region herzlich ein, die offene Bühne mit Beiträgen aus verschiedenen Kulturen und in verschiedenen Sprachen mit uns zu gestalten.
Ladet FreundeInnen, Bekannte, NachbarInnen und die geflüchteten
Menschen aus eurer Umgebung zu diesem Tag ein!

Kontakt: zivilchorage@systemausfall.org

#mvfüralle

8. Mai 2016 – Swing-Tanz-Blockade in Demmin

Viele Gruppen aus dem letzten Jahr wollen wieder zum 8. Mai nach Demmin kommen und kündigen dies auch schon an, wie zum Beispiel die “ Swing-Tanz-Blockade“:

Auch in diesem Jahr wollen Nazis wieder am 8. Mai in Demmin marschieren. Dagegen sind vielfältige Aktionen und Blockaden geplant. Einige Menschen planen auch wieder eine Swing-Tanz-Blockade.

http://gegenseitig.blogsport.de/2016/04/14/swing-tanz-blockade-in-demmin/
swing-gegen-nazis@mail36.net

Jedes Jahr am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, ziehen mehrere hundert Nazis am Abend mit einem Fackelmarsch durch die Kleinstadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern, um den „deutschen Opfern“ zu gedenken und ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten. Anlass für einen der wichtigsten Naziaufmärsche in Norddeutschland ist ein Massenselbstmord am Ende des 2. Weltkrieges. Direkt nach dem Einmarsch der Roten Armee kam es zu hunderten Selbstmorden der deutschen Bevölkerung in Demmin.

Auch in diesem Jahr soll am 8. Mai den Nazis und ihrer Hasspropaganda nicht die Straße überlassen werden. So gibt es zahlreiche Gegenveranstaltungen in Demmin: ein Friedensfest, eine antifaschistische Demonstration, Mahnwachen und Blockaden.
Wir wollen wie im letzten Jahr mit einer Tanzblockade unseren Beitrag dazu leisten. Alle sind eingeladen sich tanzend dem braunen Spuk entgegenzustellen. Und all denen, die gerne auf der Tanzblockade Swingschritte tanzen möchten, bieten wir nachmittags eine Einführung an.

Swing gegen Rechts
Swing-Musik und Swing-Tanz galt bei den Nazis als „entartete Musik“, als „künstlerische Zuchtlosigkeit“ und „Verlotterung und Verschlampung im musikalischen Ausdruck“. Die Rede war auch von „unanständigen Tanzformen“ und einem „politischem Kampfmittel der Juden“.
Swing-Musik entstand in den 20er und 30er-Jahren in den USA. Vor allem Afroamerikaner_innen entwickelten den Swing aus vorangegangen Stilrichtungen des Jazz. Auch im Deutschland der 30er Jahre wurde Swing sehr populär. Aber schon 1932 wurde von der Reichsregierung unter Franz von Papen (später Vizekanzler unter Hitler) ein Auftrittsverbot für schwarze Musiker veranlasst und 1935 vom Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky das endgültige Verbot des Jazz für den Rundfunk in Nazi-Deutschland erlassen.
Trotzdem wurde weiter Swing-Musik gespielt, gehört und dazu getanzt. So entstand die Swing-Jugend, eine oppositionelle Jugendkultur in vielen deutschen Großstädten, die sich oft erst mal nur gegen Uniformierung und militärischen Drill in der Hitlerjugend wendete.
Am 18. August 1941 wurden bei der „Sofort-Aktion gegen die Swing-Jugend“ über 300 Mitglieder der Swing-Jugend verhaftet. Die Repression reichte vom Abschneiden langer Haare über Schutzhaft und Schulverweise bis zur Verhaftung angeblicher Rädelsführer und deren Deportation in Konzentrationslager. Nach der Verhaftungswelle begannen einige Swing-Jugendliche den Nationalsozialismus auch politisch zu bekämpfen. Sie verteilten regimekritische Flugblätter und es gab Kontakte zur „Weißen Rose“ und zu den „Edelweißpiraten“.
An diese Geschichte wollen wir mit unserer (Swing-)Tanzblockade anknüpfen.

Treffzeit und -ort für die Einführung ins Swing-Tanzen und die Swing-Tanz-Blockade werden wir demnächst bekannt geben.

Vorläufiges Programm für den 8. Mai 2016

Demonstration für eine freie und offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! “MV für alle“ beginnt um 17.15 Uhr auf dem Markt im Anschluss an die Veranstaltung in der Bartholomaei-Kirche und endet auf dem Barlachplatz

Kundgebung, Infostände und Musik
ab 19 Uhr im Hafen vor dem Lübecker Speicher mit Essen und Trinken

Mahnwachen sind in der Stadt zwischen 18 und 22 Uhr zu finden und bieten Informationen und Gesprächsmöglichkeiten

Auf weitere Veranstaltungen möchten wir Sie hinweisen:

Nicht lange fackeln! – Demonstration von antifaschistischen Gruppen aus MV, 17 Uhr, Bahnhof

Ausstellung “Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)” am Sonnabend 7.5. und Sonntag 8.5. von 14-18 Uhr in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage

Klosterruine Dargun: Tag der Begegnung
, 11-14 Uhr, Matinéekonzert „zivilCHORage“

Friedensfest der Vereine der Stadt, Marktplatz, 13-16 Uhr,

Ökumenische Friedensandacht, Bartholomaei-Kirche, 16.30 Uhr

Weiter Informationen folgen die nächsten Tage

Ausstellung: Solidarnosc an der Ostkaserne (22./23.1.1983)

Eine Ausstellung des Demminer Regionalmuseums e.V. auf der Basis von Akten der Stasi-Unterlagenbehörde, Außenstelle Neubrandenburg zum „Vorgang Axel Bandelin“, eines seinerzeit 24jährigen Demminers, der seine Solidarität mit der polnischen Demokratiebewegung in die Fassade des damaligen „Hauses der Massenorganisationen“ kratzte.

Eröffnung am 23. April 2016, 17 Uhr im Rahmen der Demminer Kunstnacht in den Räumen des Vereins Demminer Regionalmusem e.V., Am Hanseufer 2, Speicher, 1. Etage.
Zugang auch über die Feuerleiter an der Deutsch-Krone-Straße.

Ausgestellt wird es auch am Sonnabend 7. Mai und Sonntag 8. Mai von 14-18 Uhr

Kurzer Rückblick auf den Naziaufmarsch heute

Schon vor 19 Uhr war klar, dass die Rassist_innen heute weniger auf die Straße bringen werden. Und es werden dann auch nur ca. 120, also nur die Hälfte von dem letzten Aufmarsch im November. Sie hetzten wie nicht anderes zu erwarten von Anfang bis Ende über die Flüchtlinge. Die Heimat sei das tollste und die „Gutmenschen“ würden die Welt nicht verstehen, weil halt nicht alle Menschen gleiche Rechte haben.
Die Gegendemo war mit ca. 50 Menschen ähnlich besucht wie bei den letzten Anlässen. Eine bunte Mischung aus Schüler_innen, Stadtvertreter_innen, Handwerker_innen,…
Die Nazis drehten dann noch eine Schleife und liefen vom Markt aus über Frauenstr, Gartenstr, ehemalige Gasanstalt und Baustr. wieder zum Markt, unterwegs mit kleinen Zwischenkundgebung. Dabei fiel ihnen aber nichts Neues ein, alles schon mal in den letzten Monaten gehört. Geredet hat am Anfang Andrejewski und dann weitgehend Norman Runge, beide sind NPD-Kader. Die Infrastruktur war wie beim 8. Mai und wurde komplett von der NPD gestellt. Begleitet war das Ganze von einem großen Polizeiaufgebot. Weiterer Berichte folgen noch.

Nachtrag: Bericht vom Nordkurier
Bericht von der Polizei

Anbei ein paar Impressionen von heute


Frontbanner der Nazis mit zwei Fackeln daneben

Infos für morgen

Hier noch das
Infotelefon für den 18.03.: 0160-62 080 18

Die Nazis laufen vom Markt aus eine Schleife durch die Stadt und beenden wieder am Markt.
Stellen wir uns den Nazis entgegen!
Wir freuen uns auf viele Menschen, die uns unterstützen wollen!

Der rechten Menschenfeindlichkeit am 18.3. in Demmin entgegentreten

Viele haben Angst vor Unbekanntem, vor zu viel Veränderung, suchen Sicherheit.
Doch Sicherheit findet sich nicht, in dem wir wieder Mauern bauen sondern in einem offenen, direkten Umgang miteinander. Nach dem Wahlsonntag gibt es Diskussionen, wie mit den Flüchtlingen weiter umzugehen ist. Aber eine neue Lage ergibt sich nicht. Schon seit Jahren gibt es Umfragen die auf rassistische Vorbehalte bei 20 bis 30 % der Bevölkerung hinweisen und das zeigt sich jetzt. Daneben spielen oft auch Sozialneid und anderes eine Rolle. Aber statt gegen die immer größer werdende Lücke zwischen arm und reich anzugehen, mehr Sozialwohnugen zu fordern oder anderes werden leider von vielen die Flüchtlinge beschuldigt.
In der Gesellschaft bekommen die Flüchtlinge aber auch viele Unterstützungsangebote von Freiwilligen, die sich für eine bessere Gesellschaft einsetzen. Die Polarisierung wird sichtbarer. Es gilt sich für eine emanzipierte Gesellschaft einzusetzen.
In Folge der letzten (Gesetzes-)Änderungen ist Deutschland/Europa aber schon weitgehend abgeschottet und die Flüchtlinge verzweifeln in Lagern wie Idomeni ohne eine sichtbare Perspektive.
1945 mussten viele Flüchtlinge, auch in der Demminer Region, aufgenommen werden, damals wurden sie als „Polaken“ beschimpft. Nicht nur die Menschen, die vor Nazideutschland ins Ausland fliehen mussten, trafen in der Fremde auf Ausgrenzung. Nach 70 Jahren scheint die Erinnerung verblasst und anscheinend wurde viel vergessen über den Krieg und seine Folgen. Heute geht es oft um die eigene Besitzstandswahrung. Dabei leben wir hier gut durch die billigen Ressourcen aus den ehemaligen Kolonien. Wirtschaftsgerechtigkeit sieht anderes aus, wodurch weitere Menschen fliehen.
Und für alle die den Islam als die Bedrohung sehen: Im Namen Christi wurden schon ganze Landstriche verwüstet wie im 30-jährigen Krieg und in Nordirland bekriegen sich noch heute Protestanten und Katholiken. Harmlos ist kaum eine Religion, aber es kommt doch auf den Umgang miteinander an. Und auch viele Islam-Gläubige wollen einen friedlichen und offenen Umgang miteinander. Über die Details hierbei zu diskutieren lohnt sich, den die Gleichberechtigung aller will erkämpft werden.

Am Freitag ab 19 Uhr
wollen nach längerer Pause wieder die Rassist_innen durch Demmin marschieren. Diesmal ist es organisiert von MVGIDA. Das heißt die Oberfläche ist vielleicht ein wenig anders als im November, aber es ist wieder von der NPD und ihrem Umfeld durchorganisiert und NPDler werden auch reden und wir werden sie auch wieder Nazis nennen. Die Nazis laufen vom Markt aus eine Schleife durch die Stadt und beenden wieder am Markt.


Frontbanner der Rassist_innen-Demo am 7.11. in Demmin

Alltagsrassismus bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen und Ausbeutung stoppen.
Und keine Waffenexporte! Die heizen nur die Kriege an!

Aufhebung der Abschottung von Europa!

Wir treffen uns am Freitag, 18.3.2016 um 18.30 auf dem Marktplatz in Demmin zur Gegenkundgebung. Infotelefon für den 18.03.: 0160-62 080 18

Refugee welcome!
MV für alle!

Lesung am 2.3.: „Krieg – Stell dir vor. er wäre hier“

zum Thema Flucht und Krieg veranstaltet der Tischtennisverein gemeinsam mit der Hansebibliothek eine Buchlesung.

am 2.3. um 16 Uhr in der Hansebibliothek Demmin, Pfarrer-Wessels-Straße 1

Das Motto der Veranstaltung ist gleichzeitig der Titel eines Buches der dänischen Autorin Janne Teller, aus dem die Bibliotheksmitarbeiter vorlesen werden.

Buch autorin Janne Teller

In diesem Buch werden die aktuellen Verhältnisse in Europa und dem Nahen Osten vertauscht. In Europa herrscht Krieg. Die demokratische Politik ist gescheitert. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie ein 14-jähriger Junge aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Anschließend soll zum hochaktuellen Thema Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit ausgiebig diskutiert werden.
Zwei Flüchtlinge, die in Demmin eine Unterkunft gefunden haben,werden über ihre Flucht aus ihrer Heimat erzählen und Fragen dazu beantworten. „Wir hoffen, dass viele Interessierte diese Diskussionsrunde nutzen, um Vorurteile abzubauen und Antworten auf viele Fragen zu erhalten“, sagt der Mitorganisator des Tischtennisvereins Dieter Schulz. Im Oska-Treff des Vereins treffen sich regelmäßig viele Flüchtlinge, sie erhalten Hilfe bei Behördengängen und bei der Integration.
Das Buch ist auch als Theaterstück umgesetzt worden und soll ab dem Juni im Goethe-Gymnasium Demmin auch zur Diskussion präsentiert werden.

Rassismus ist keine Alternative – Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Demmin am 20.2. um 9.30 Uhr am Hotel Trebeltal

Grenzzäune ziehen, Menschen aus Deutschland entfernen, sich stolz fühlen… das Programm der „Alternative für Deuschland“ ist gespickt mit rassistischen Forderungen und dem Ziel, dass die Reichen noch reicher werden. Auf ihrem Landesparteitag im Hotel Trebeltal in Demmin am 20. und 21. Februar will die AfD-MV ihre Kandidat*innenliste für die Landtagswahl am 4. September 2016 aufstellen und weiter an ihrem Programm arbeiten.


Protest beim Landesparteitag der AfD am 29.11.2015 in Greifswald

Ihre Politik zu Wirtschaft/Bildung/Familie/… wird dabei wohl eine geringere Rolle spielen, denn nichts verschafft der AfD derzeit mehr Auftrieb als das Thema Flüchtlinge. Bei den Meinungsumfragen sind sie im Aufschwung und sie werden wahrscheinlich die NPD im Landtag verdrängen. Aber ihre inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich kam von der NPD und anderen rechtspopulistischen bzw. rechtsradikalen Kräften. Das fängt an bei der Verwendung der gleichen Begrifflichkeiten der NeoNazis und einer unzureichenden Abrenzung gegen die NPD, auch bei den Demonstrationen. Die NPD-Anträgen im Kreistag Vorpommern/Greifswald beispielsweise unterstützt die AfD meist unhinterfragt (weitere Infos hier). Alles in allem also nach außen ein bürgerliches Erscheinugsbild, innendrin aber das selbe rechtsradikale Fundament.

Ein Auftrieb für Hetze gegen Flüchtlinge waren die Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Aber Idioten gibt es in jeder Gesellschaft und dagegen muss ausnahmslos vorgegangen werden. Beim Peenefest iin Demmin oder anderen Festen in der Provinz gibt es jedes mal Übergriffe, aber das wird meist als normal ignoriert. Da wird einfach nicht mit gleicherlei Maß gemssen. Die Täter sollten nicht ungeschoren davonkommen, aber verhältnismässig und ohne sie schlimmeren Gefahren durch Abschiebung auszusetzen.

Oft geben sie den Flüchtlinge für soziale Probleme die Verantwortung wie bei knappen Sozialwohnungen, geringem Hartz4-Satz und anderem. Diese Probleme waren aber schon lange vor den vielen Flüchtlingen vorhanden und liegen an einer verfehlten Ausrichtung der Regierung, denn für mehr Waffen und Prestigeprojekte ist immer Geld da.

Ängste schüren ist keine Alternative, deswegen kommt am 20. Februar um 9.30Uhr zum Protest vor das Hotel Trebeltal in Demmin. (Ecke Meyenkrebs/Klänhammer Weg)

Auf dass die AfD, die nationalistischen Populist*innen nicht in den Landtag einziehen!

MV für alle!

Anmerkungen zur Flüchtlings“debatte“

Ein Flugblatt mit diesem Text wird heute in Demmin an die Anwohner_innen verteilt:

«Wir können doch nicht die ganze Welt aufnehmen»

- 81% der Flüchtlinge weltweit leben in Entwicklungsländern. Fast immer sind es die Nachbarstaaten. Beispielweise sind seit 2011 über 2 Millionen Kriegsflüchtlinge in die Nachbarstaaten Syriens gekommen. Allein Libanon hat 800.000 Menschen aufgenommen. Dabei zählt das Land nur 4,5 Millionen Einwohnner. Die Flüchtlingszahl im Libanon entspricht damit fast 20%.
In den letzten 3 Monaten kamen ca. 1,5 Millionen Flüchtlinge in die EU. Bei 550 Mio. Einwohnern sind das weniger als 1%. Nur ein ganz kleiner Teil der Menschen, die vor den Kriegen in Syrien, in Afganistan, im Sudan und Nordafrika flüchten, kommen nach Deutschland.

Hektisch eröffnete Notunterkünfte suggerieren: Wir haben nicht genug Platz, die neu ankommenden Flüchtlinge unterzubringen

- Doch die Verwaltungen haben zu spät reagiert. Zum Problem gehört auch der Abbau des sozialen Wohnungsbaus. Derzeit erfolgt die Unterbringung oft in so genannten «Gemeinschaftsunterkünften», obwohl solche Einrichtungen teurer sind als normale Wohnungen. Mehr und mehr Kommunen zeigen inzwischen, dass es auch anders geht: Dort, wo die lokalen Behörden auf Grossunterkünfte und Alarmismus verzichten, kann der Prozess gut gelingen.

Böse Geister flüstern es uns ein: Asylsuchende seien kriminell

- Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat bisher ca. 2000 Flüchtlinge aufgenommen. Das entspricht weniger als 1% der Bevölkerung.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Ladendiebstähle gegeben.
Nein, es hat seit dem nicht mehr Wohnungseinbrüche gegeben.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Fahrraddiebstähle gegeben.
Nein, es hat seitdem nicht mehr Messerstechereien oder Vergewaltigungen gegeben.
… , so der Leiter der Polizeiinspektion Anklam, Gunnar Mächler (23.10.15)

«Wir wollen kein Flüchtlingsheim, weil unser Haus dann an Wert verliert

- Die Idee zentraler Großeinrichtungen führt zu unnötiger Funktionalisierung. Die Folgen sind ähnlich wie bei Gewerbegebieten. Flüchtlinge sollten in normalen Wohnungen untergebracht werden. Dann ist auch die Chance grösser, dass die Nachbarn keinen Bogen um sie machen, ja, vielleicht sogar auf sie zu gehen. Wir müssen darauf achten, dass Freizügigkeit und die Freiheit, den eigenen Wohnsitz selbst zu bestimmen, für alle gewahrt werden.

Viele Menschen denken: So viele Flüchtlinge aufzunehmen, kann Deutschland finanziell nicht leisten

- Als Folge der Grausamkeit des zweiten Weltkrieges wurden verschiedene Konventionen zum Schutze der Flüchtlinge beschlossen. In der Bundesrepublik ist das Asylrecht, die europäisches Gestzgebung und vor allem das Völkerrecht verbindlich – auch dann wenn es Geld kostet.

Neonazis behaupten, durch Zuwanderung gehe die deutsche Kultur zu Grunde

- Es ist verwunderlich, dass Menschen gerade in solchen Gegenden mehr Angst vor einer vermeintlichen «Überfremdung» haben, in denen statistisch gesehen die wenigsten «Ausländer» leben. Ein «rein» deutsches Volk oder «die» deutsche Kultur ist schon immer eine Erfindung. Zuwanderung und Flüchtlingsbewegungen hat es in der Geschichte von Mitteleuropa immer gegeben. Schon die Vielfalt in der Namenslandschaft zeugt davon.

Wer selber wenig hat, denkt vielleicht: Auch in Deutschland sind viele Menschen arm. Wenn Flüchtlinge kommen, nehmen sie «uns» die Arbeitsplätze weg oder leben von «unseren» Steuern

- Kämen tatsächlich weniger Flüchtlinge, bekäme ein Arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger nicht einen Cent mehr, geringe Löhne würden deshalb nicht steigen, und Mittelständler hätten nicht weniger Angst vor dem sozialen Absturz. Hinter diesen Sorgen steht nämlich ein anderes, weit grösseres Problem: die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich. In den letzten Jahren sind die höheren Einkommen gestiegen, während der Lohn der ohnehin schlechter bezahlten Vollzeitbeschäftigten nach Abzug der Inflation gesunken ist. Geld ist genug da.

Kleiner Bemerkung zum Schluss: Deutschland ist der drittgrösste Waffenexporteur, regelmässig bewilligt die Regierung weitere Exporte und die Waffenindustrie floriert. Schaffen diese Waffen Frieden oder Krieg?

Letzte Infos für morgen

Morgen Nachmittag wollen wieder die Rassist_innen in Demmin demonstrieren. Ab 14.30 Ihr treffen sich alle, die die Flüchtlinge willkommen heißen, auf dem Marktplatz, um Farbe zu bekennen.
Die NeoNazis (und ein paar verwirrte Bürger_innen) wollen ihren Aufmarsch um 15 Uhr auf dem Markt beginnen. Danach wollen sie eine größere Runde durch die Innenstadt drehen, also mehr laufen als beim letzten Mal.

Uns geht es darum zu zeigen, dass wir keine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Flüchtlingen machen und ein Recht auf Asyl für alle wollen. Die unwürdige Abschiebung von Albaner_innen, wie sie auch letzte Woche in Demmin stattgefunden hat, verurteilen wir. Bei der Abschiebungen wurden bestehende Gesetze teilweise ausgehebelt, um schnell abschieben zu können, um ein Exempel zu statuieren. Reiseunfähigkeitsbescheinigungen wurden ignoriert. Menschen die erklärterweise freiwillig gehen wollten wurden zwangsabgeschoben, nachts direkt am Bett wach gemacht und in einem Fall wurde die minderjährige Tochter zurückgelassen, da sie nicht aufgefunden wurde.

Morgen gibt es einen größeren Willkommenstisch für Flüchtlinge und wir stellen uns den Nazis entgegen.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Hier noch ein paar Bilder von letzten Mal:
Zu sehen war der selbe Lautsprecherwagen wie beim 8. Mai

Auf der rechten Seite das Frontbanner der Nazis

Bekannte NeoNazis…

Einwohnerversammlung zu Flüchtlingsfragen am 12.11. in Demmin

Die Stadtverwaltung Demmin organisiert für den Donnerstag, 12. November 2015 um 19 Uhr im Saal des Rathauses zum ersten Mal eine Einwohner_innenversammlung zu Fragen rund um das Flüchtlingsthema. Vertreter_innen von Hansestadt, Landkreis und dem „Hilfsnetzwerk Demmin“ stellen sich den Fragen der Bürger_innen.

Das könnte eine interessante aber auch hitzige Diskussion werden. Deswegen weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass sie bei unsachlichen Äußerungen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen will und gegebenenfalls Menschen des Saals verweist. Aus Sicherheitsgründen ist die die Anzahl der Plätze im Saal auf 120 begrenzt.

Seid dabei und diskutiert mit!

Willkommenstafel für Geflüchtete am 7.11. auf dem Markt

Um am Samstag bei der Kundgebung ab 14.30 Uhr auf dem Markt zu zeigen, dass es auch in Demmin viele Menschen gibt, die den geflüchteten Menschen helfen (siehe auch Hilfsnetzwerk Demmin), wird eine längerer Willkommenstisch aufgebaut mit lecker Essen und Getränken, zu der ihr auch gerne etwas beitragen könnt.
Herz statt Hetze! Refugee welcome!

Als Privatperson rufen auch der Bürgermeister Dr. Michael Koch und die Stadtpräsidentin Christiane Sack auf, am Samstag auf dem Markt Flagge zu zeigen gegen die Rassist_innen.

Stoppt die Hetze gegen Geflüchtete in Demmin am 7. November 2015

Zum zweiten Mal wollen die Rassist_innen diesen Herbst wieder in Demmin aufmarschieren, diesmal nicht als „Demminer Bürgerwehr“ (ist anscheinend nicht anschlussfähig genug) sondern als „Wir für Demmin“ mit einer von der Strahlen beschienenen weißen Taube. Unter anderem die MV-Patrioten rufen auf, Deutschland zu „retten“ vor den Geflüchteten. Ansonsten wird sich am Spektakel nicht viel ändern. Wahrscheinlich beten am 7.11. wieder mehr als 250 NeoNazis gemeinsam das „Vater unser“, auch wenn sie mit Religion sonst nicht viel anfangen können.

Der Anmelder ist wieder der gleiche wie beim letzten Mal und es rufen auch wieder die gleichen Kreise auf, so dass wir wieder einen von NPD dominierten Aufmarsch erwarten. Redner war am 26.9. unter anderem NPD-Abgeordneter Michael Andrejewski, der schon 1992 in Rostock-Lichtenhagen einer der geistigen Brandstifter war. Ab 15 Uhr wollen sie durch Demmin marschieren.
Stellen wir uns dem absurden Schauspiel entgegen!
Refugees welcome!

Kommt am 7.11. auf den Marktplatz nach Demmin und stellt euch gegen die Flüchtlingshetze. Eine Versammlung ist ab 14.30 Uhr angemeldet.

Infotelefon für den 7.11.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #DM0711
Ermittlungsausschuss (nur am 7.11.): 0160-3709164

Mit den Aktionen orientieren wir uns am Brölliner Aktionskonsens

Weitere Infos folgen noch

Hier noch ein Bild vom letzten rechten Aufmarsch am 26.9.2015

Tag des Flüchtlings in Demmin

Herzliche Einladung zum 2. Oktober ab 16 Uhr ins Gemeindehaus „Elsa-Brändström“ am Kirchplatz in Demmin.Wer Lust hat, etwas zum Buffett beizusteuern: Herzlich gerne! (Bitte die Zutaten dazu schreiben. Danke!)

Letzte Vorbereitungen für morgen

Morgen wollen sie dann laufen ab 15 Uhr, die selbsternannte „Bürgerwehr“ von Demmin. Anzumerken ist, dass dazu wirklich Neo-Nazis aufrufen, die durch ihre Mneschenverachtung und Gewalt bekannt sind, keine AfD oder Patrioten wie bei MVGIDA. Das ist zwar auch meist von Neo-Nazis organisiert und dominiert, ist aber durchaus noch ein qualitätiver Unterschied.

Zur Route der Nazis gibt es einige Spekulationen, aber da sie außer Aufmerksamkeit zu erregen kein spezielles Ziel haben, ist ihnen vermutlich egal wie sie laufen, Hauptsache sie laufen. Auch eng an uns vorbei auf dem Gehweg wie am 8. Mai. Eine lange Marschstrecke werden sie aller Vorraussicht nach nicht haben. Das Wichtige ist, ihnen nicht die Straße zu überlassen und sie mit Protest einzudecken.

Wir treffen uns um 14.30 auf dem Markt in Demmin, bunt und laut.

Hier noch die Karte mit den Mahnwachen, wobei unklar ist, welche wie lange existiert, also bitte bei Bedarf das Infotelefon fragen.

Und hier noch ein Bild von den Vorbereitungen

Wichtige Infos zum 26.9. – Stoppt die „Demminer Bürgerwehr“

Wir treffen uns am 26.9. um 14.30 auf dem Markt am Rathaus.
Die „Bürgerwehr“ will am Markt ab 15 Uhr starten.

Angemeldet als Versammlungen sind noch Mahnwachen ab 14.30 Uhr in der Marienstr. (am Marienhain), im Meyenkrebs und in der Ernst-Moritz-Arndt-Str. Wie lange es diese Mahnwachen überhaupt gibt ist unklar und kann über das Infotelefon abgefragt werden.

Gerüchten zufolge laufen die Nazis nicht durch die ganze Stadt sondern haben nur eine kurze Route!

Ignorieren hilft nicht! Sagen wir den Nazis laut unsere Meinung (gerne auch mit Pfeifen, Tröten,…). Treten wir ihnen bunt und vielfältig entgegen. Solidarität mit den Geflüchteten!

Infotelefon für den 26.9.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag:: #mvfueralle
Ermittlungsausschuss (nur am 26.9.): 0160-3709164

Mit den Aktionen orientieren wir uns am Brölliner Aktionskonsens

Die Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, fliehen vor Krieg und sehnen sich nach Frieden. Ebenso suchen sie für ihre Familien und sich die Chance auf ein besseres Leben – Ohne Armut, ohne Gewalt und ohne Hass.

Wer die Ängste innerhalb der Bevölkerung bewusst schürt, um gegen Menschen in Not zu hetzen, will bewusst ein Klima der Angst erzeugen. Den geistigen Brandstiftern von heute muss entschlossen entgegengetreten werden. In Demmin ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Egal wo wir her kommen, wir wollen diese Stadt zu einem besseren Ort für ALLE Menschen machen!

Demmin für alle!

Gegen die agressiver werdende Hetze der Rassist_innen und Nazis, die sich lautstark versuchen Gehör zu verschaffen, gibt es an viele Orten Proteste. Leider vergeht fast kein Tag, an dem sie nicht irgendwo in MV marschienen.
* 25.09.15 in Stralsund (Rock gegen Rechts Stralsund)
* 25.09.15 – 19:00 – NPD Kundgebung Burg Stargard Marktplatz
* 26.09.15 in Wismar (Wismar FÜR ALLE)
* 05.10.15 in Schwerin (Schwerin FÜR ALLE)

Solidarität mit den Geflüchteten – Neo-Nazi-Bürgerwehr am 26.09 in Demmin stoppen!!!

Für den 26.09 mobilisieren Neo-Nazis aus Demmin und Umland, um eine „Bürgerwehr“ zu gründen und gegen Flüchtlinge zu hetzen. Die „Aktionsgruppe Güstrow“ und die „Aktionsgruppe Freundeskreis MuP“ trommeln auf Facebook für die „Demminer Bürgerwehr“. Beide Aktionsgruppen sind gewalttätige Nazigruppierungen, eng mit der NPD verwoben, die aus ihrer menschenverachtenden Haltung keinen Hehl machen. Die Aktionsgruppe Güstrow tritt als „Bürgerwehr Güstrow“ auf und fiel in der Vergangenheit durch Drohungen und Übergriffe gegen Andersdenkende, Migranten und politisch engagierte Menschen auf. Die „Aktionsgruppe Freundeskreis MuP“ geht offen mit ihrer Gewalttätigkeit und Nazigesinnung um und kämpft für die „Nationale Revolution“.
Es ist nicht das erste Mal, dass Neo-Nazis in MV versuchen, sich als Hilfspolizei aufzuspielen, siehe auch den Artikel aus dem Nordkurier. Die Bildung von Bürgerwehren steht dabei ausdrücklich im historischen Kontext zu der Sturmabteilung (SA) der NSDAP.
Derzeit demonstrieren die Rassist_innen fast jeden Tag irgendwo in MV, sei es in Schwerin oder Güstrow, oder freitags in Burg Stargard, am 21.9. als MVGIDA in Boizenburg, am 25.9. als Patrioten in Stralsund und am 26.9. laufen sie auch in Wismar als „Deutschland wehrt sich“. Überwältigend ist, als Gegenstück dazu, gleichzeitig die Hilfsbereitschaft für die Geflüchteten in der Bevölkerung.

Zur Realität in Demmin:
In Demmin leben derzeit etwa 11.000 Menschen. Aktuell gibt es knapp 200 Plätze für Geflüchtete in Demmin, wobei die Unterbringung dezentral, also in der ganzen Stadt verteilt, erfolgt. Die Menschen kommen aus Ghana, Syrien, Eritrea, Afganistan und anderswo. In weiteren Orten der Region werden noch Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Im 20 km entfernten Basepohl entsteht vermutlich eine Erstaufnahmestelle mit 1000 Betten. Neben der offiziellen Verwaltung gibt einiges an Hilfe für Geflüchtete in Demmin und Umgebung. Um dies zu verbessern gibt es gerade einige Planungen.

Die Nazis wollen am 26.9. ab 15 Uhr vor allem gegen Flüchtlinge hetzen und dabei kreuz und quer durch Demmin laufen. Bei vergleichbaren Aufmärschen gegen Flüchtlinge in anderen Städten von MV sind sie aggressiv aufgetreten.

Für den 26.9. sind in Demmin bis jetzt vier Versammlungen ab 14.30 Uhr an verschiedenen Orten gegen die „Bürgerwehr“ angemeldet unter dem Motto: „Refugees welcome / Herzlich Willkommen den Flüchtlingen“
Über die Demoroute der Nazis gibt es noch keine Infos, nur dass sie um 15 Uhr starten wollen.
Weitere Planungen veröffentlichen wir vermutlich am Mittwoch.

Infotelefon am 26.9.: 0160-62 080 18
Twitter-Hashtag: #mvfueralle
Ermittlungsausschuss-Nummer folgt noch

Wer hier wen bedroht ist, ist wohl mehr als klar zuerkennen.
Zeigen wir, dass Demmin weltoffen, gastfreundlich und bunt ist.
Wir freuen uns auf Unterstützung aus anderen Dörfern und Städten, um den Nazis entschlossen entgegenzutreten.
Kommt am 26.9. nach Demmin.

Demmin für alle!

Stoppt die „Demminer Bürgerwehr“ am 26.9. – Gegenveranstaltungen in Planung

Fast jeden Tag hetzten die Rassist_innen derzeit in MV gegen die Flüchtlinge, jetzt gibt es auch für Demmin die Ankündigung einer „Bürgerwehr“.
Schon am 3. September geisterte dieser Aufruf durch WhatsApp und Facebook, gespickt mit rassistischen Kommentaren:

Beim Ordnungsamt lag noch keine Anmeldung vor. Jetzt wurde diese Anmeldung nachgeholt.
Seit heute kursiert auf Naziseiten jetzt ein Aufruf (gefunden auf Facebook bei der Aktionsgruppe Güstrow), am 26.9. in Demmin aufzutauchen.

Eine Gegenveranstaltung am Marienhain ab 14.30 Uhr ist schon angemeldet, weitere werden wahrscheinlich folgen.
Dort wollen wir Solidariät mit den Geflüchteten zeigen und jeder Flüchtlingshetze eine Absage erteilen. Weitere Infos folgen.
Kommt am 26.9. nach Demmin! Bürgerwehr stoppen!

Refugee welcome!

Demmin für alle!

Naziaufmarsch am 5.9. in Wismar stoppen

Unter dem Motto: „Gemeinsam für die Heimat“ wollen die Nazis am 5.9. ab 17 Uhr am ZOB startend durch die Innenstadt von Wismar marschieren.
Dagegen wehrt sich schon länger ein lokales Bündnis. Aus Proteste gegen die Flüchtlingshetze wurden mehrere Versammlungen angemeldet, unter anderem für den Wismarer Marktplatz unter dem Motto „Neugierig. Tolerant. Weltoffen.“ mit Informationsständen und Volksfestcharakter. Der Erlös kommt der Flüchtlingshilfe zugute.
Außerdem findet am kommenden Sonnabend an der Nikolaikirche eine „Willkommenstafel“ für Flüchtlinge statt und auf dem Sportplatz Kagenmarkt wird es ebenfalls eine Veranstaltung geben.

Kommt zahlreich zu den Protesten! Refugees welcome!

Weiter Infos erscheinen die nächsten Tage bei: http://wismarfueralle.blogsport.eu/ und bei facebook unter Wismar für alle

Tag des offenen Denkmals, Buchvorstellung „Güter Kultur Nachkrieg …“ im Schloß Kummerow

13. September 2015, 16.00-16.30 Uhr Schloss Kummerow (bei Malchin)

„Güter Kultur Nachkrieg. Kulturgutbergung im Landkreis Demmin 1946 –1950“, herausgegeben vom Demminer Regionalmuseum, MMKoehn Berlin 2015.
Buchvorstellung im Rahmen des Denkmaltages, an dem sich die Türen der in der Sanierung befindliche Anlage erstmals für Besucher öffnen.

Die Rekonstruktion der Erfassung und Sicherstellung von privaten Kunst- und Möbelbeständen aus den 1945 enteigneten Guts- und Herrenhäusern des Kreises offenbart die Geschichte der Möbelsammlung des Demminer Museums. Die Autoren Hans H. Clemens und Petra Clemens präsentieren das gerade erschienene Buch an einem der authentischen Orte.

Weitere Infos:
Schloss Kummerow
MMKoehn Verlag
Demminer Regionalmuseum

Kriege verhindern ist Handarbeit! Ein Kommentar zu: Festumzug: Wie sieht das dunkelste Kapitel aus?

Uns erreichte folgender Kommentar von Peter K., welchen wir hier veröffentlichen:

Heute, am Abend vor dem 1. September, dem Weltfriedenstag, wude über die leider immer noch existierende Kanone am Bebelplatz in Demmin wieder ein Kondom gestülpt. Anlass war auch der Nordkurierartikel vom 28. August: Festumzug: Wie sieht das dunkelste Kapitel aus?: „Wir wollen mit dem Umzug an wichtige Kapitel der Stadtgeschichte erinnern. Nicht alles lässt sich umsetzen, klar. Aber der 8. Mai ist ein Muss.“ so Karsten Behrens, der Hauptorganisator vom Festumzug. „Inzwischen hat man sich, nach vertraulichen Gesprächen mit Altbürgermeister Ernst Wellmer und Günther Behnke als Vertreter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, auf eine stille Variante geeinigt: Ein Lkw der Stadtwerke soll auf der Ladefläche, von der die seitlichen Klappen demontiert werden, eine Nachbildung des Kugelkreuzes tragen. Besagtes Kreuz steht als markantes Mahnmal auf dem 45er Gräberfeld, in dem auch viele Opfer der Massensuizide bestattet liegen.“

Das Einizge, was also beim Festumzug zur Nazizeit präsent sein soll ist die Trauer über die Demminer Toten von ’45. Damit wird wieder unterstrichen, dass die Stadt den Tiefpunkt der Geschichte ’45 sieht bei der Zerstörung von Demmin und nicht bei der Machtergreifung der Nazis oder dem Kriegsbeginn. Komischerweise läuft diese Trauer dann nicht unter dem Termin 30.4./1.5. sondern unter dem Termin 8. Mai. Das heißt der 8. Mai ’45 wird anscheinend betrauert, nicht als Tag der Befreiung vom Faschismus gefeiert, was sehr nah an der Deutung der Nazis liegt. Von einem Ulanenverein, der sich mit Geschichte beschäftigen will, könnte ein wenig mehr Reflektion erwartet werden…


Bild vom Mittag des 1.9. – das Kondom war lange auf der Kanone.

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Auszüge vom Aufruf des Rostocker Friedensbündnis:

Der 1. September ist der Tag, der an den faschistischen deutschen Überfall auf Polen 1939 und damit die Auslösung des Zweiten Weltkriegs erinnert. In diesem Jahr, 70 Jahre nach 1945, denken wir auch an die Befreiung vom Faschismus, die diesen Krieg beendete. Frieden zu fordern, ist besonders an diesem Tag nötig. Denn die Lehren aus der Geschichte sind nicht gelernt.
„Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen!“ Mit diesen Worten wird Franz Josef Strauß (CSU) aus dem Jahr 1949 zitiert. Aber das war nur der Populismus einer Rede im Wahlkampf zum ersten Deutschen Bundestag. Bald erfolgte die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Heute ist Deutschland das viertgrößte Waffenexportland und schickt wieder Bewaffnete in die Welt: angeblich in Friedensmissionen oder zu Ausbildungszwecken, in Wirklichkeit zur Durchsetzung ökonomischer und strategischer Interessen. (siehe auch die Diskussion in Japan dazu)

Aus den Ländern, bei deren Zerstörung die bundesdeutsche Außenpolitik geholfen und damit auch Kräften wie dem IS den Weg bereitet hat, in die deutsche Waffen gehen und in denen sich die Bundeswehr „engagiert“, kommen Flüchtlinge zu uns. Hier gibt es viele Menschen, die ihnen helfen wollen. Aber hier werden sie auch mit Steinen beworfen, ihre Heime werden angezündet oder sie werden auf der Straße beschimpft.
(Dazu ein Kommentar aus den Tagesthemen vom 25.8.2015).

Viele wollen aber derzeit den Flüchtlingen helfen Es macht Mut, zu sehen, wie das Verständnis der meisten Menschen für die Lage der Flüchtlinge tagtäglich der offiziellen Politik Lehren erteilt.